Im Fadenkreuz / Cobb, James

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... Und krachen tut es in dem Buch von James Cobb ganz ordentlich: "USS Cunningham - Im Fadenkreuz" Dieses Buch von James Cobb ist als Taschenbuch erhältlich. Z.B.: Taschenbuch: 431 Seiten Verlag: Heyne (September 2000) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453171705 ISBN-13: 978-3453171701 ... Bericht lesen





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Kurzweiliger Militär-Thriller: Im Fadenkreuz
Erfahrungsbericht von qwerkopp über Im Fadenkreuz / Cobb, James
4. Oktober 2007


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: leichte Kost 
Unterhaltungswert: hoch 
Spannung: sehr spannend 
Humor: wenig humorvoll 
Aufmachung: ok 

Pro: Unterhaltsam, Spannungsgeladen, Story fast bildlich vorstellbar .
Kontra: naja  -  die glooooreiche US - Navy halt

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo verehrte Leserinnen und Leser,
hallo Ciaos,

(Dieser Bericht erscheint ggf. so oder ähnlich und unter qwerkopp oder basilover auch auf anderen Verbraucher-Communities)

Diesmal mache ich mich an einen Bericht über ein (Taschen-) Buch. Eigentlich hatte ich nie vor über ein Buch zu schreiben. Kann ja schlecht die Geschichte ausbreiten. Aber das muß für einen Bericht ja auch nicht sein.
Also ich lese schonmal gerne, wenn ich mal Zeit habe. Und ich lese vorzugsweise Spannendes, Humoriges oder Historische Dokus/Zeitgeschichte. In meinem Bücherregal gibt es eine Menge Bücher dieser Kategorien. Unter den Spannenden finden sich u.a. auch Autoren wie Clive Cussler, Tom Clancy und auch James Cobb.
Wer sich mit der Bücherwelt und den Autoren einigermaßen auskennt, wird jetzt vielleicht sagen: ach - viel militärisches Krachbum. Hat der qwerkopp denn keine richtige Literatur?

Naja - Shakespeares "Der widerspenstigen Zähmung" habe ich schon mal gelesen. Aber: es gibt Zeiträume, da muß es mal etwas krachen. Und krachen tut es in dem Buch von James Cobb ganz ordentlich:

"USS Cunningham - Im Fadenkreuz"

Dieses Buch von James Cobb ist als Taschenbuch erhältlich. Z.B.:

Taschenbuch: 431 Seiten
Verlag: Heyne (September 2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453171705
ISBN-13: 978-3453171701

Broschiert: 431 Seiten
Verlag: Heyne (Januar 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453771532
ISBN-13: 978-3453771536

Na - dann kommen wir jetzt mal zu diesem Buch.

Zunächst einmal dieses Zitat aus: http://www.randomhouse.de/author/author.jsp?per=108666

"James Cobb entstammt einer Marine-Familie und ist Mitglied der >Navy League of the United States< wie auch des >United States Naval Institute<. Er selbst war auf nahezu allen Arten von Kriegsschiffen unterwegs. Heute lebt James Cobb im Pazifischen Nordwesten." Zitat Ende.

Bedenkt man diese kurze Information, dann kann man sich denken, was von einem Roman zu halten ist, in dem eine US-Kommandantin mit ihrem Kriegsschiff "USS Cunningham" unversehens in einen Konflikt mit argentinischen Militärs gerät.

Den Amerikanern geht ihre US-Navy seit der glorreichen Schlacht um die Midway-Inseln im 2.WK gegen Japan über alles. Hier hat sich für die Amerikaner die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine jederzeit starke und einsatzbereite Navy dabei hilft, den Feind vom eigenen Festland fernzuhalten oder dass dies garantiert, selbst überall jederzeit eingreifen zu können. Zumindest aber überall präsent sein zu können.

So bietet das Buch viel Pathos und Patriotismus auf eine US-Navy, die auch mit nur einem Zerstörer in der Lage ist, einen allenfalls drittklassigen Gegner zu bezwingen. Wenn das Schiff ein Stealthschiff, eine Frau den sehr fähigen Kommandanten stellt und die Besatzung aus 110% fähigen und loyalen Mannschaften besteht.

Na - und wie ist das Buch denn jetzt?

Von obrigen abgesehen, ist es ein sehr spannendes Buch. Cobb spart auch nicht mit der Schilderung der Möglichkeiten, die ein heute modernes Kriegsschiff den Militärs so bietet. Das hier die Argentinier als Gegner herhalten müssen, die sich an die Besetzung der Antarktis gemacht haben, ist natürlich ein so gut wie utopisches Szenario. Man sollte also hier keinesfalls die Maßstäbe der realen Welt zu Grunde legen, sondern sich in Erinnerung rufen, dass es ein militärischer Abenteuerroman ist.

Die Story beginnt praktisch mit einer Kurzbeschreibung der Antarktis-Besetzung durch die Argentinier. Die wollen offenbar dort die Bodenschätze ausbeuten, was dann noch zu erheblichen Umweltschäden führen würde.
Ohne dass hier groß auf Figuren eingegangen wird, wird jenes Szenario aufgebaut, mit dem sich die USA plötzlich konfrontiert und sich zum sofortigen Handeln veranlasst sehen. Am nächsten am Schauplatz befindet sich die USS Cunningham. Die Cunningham wird dorthin beordert, um eine Blockade gegen die Argentinier zu errichten.

Neben dem Faden "Blockade" wird ein weiterer Faden in der Story um die Kommandantin Amanda Garret gesponnen. Capt´n Garret hat erst kürzlich das Kommando über das hochmoderne Schiff bekommen und muß ihre Kompetenz schon bald unter Beweis stellen. Cobb entwirft die Figur der Kommandantin als eine attraktive Frau, die über überragende Fähigkeiten verfügt. Die mit ihrem Ehrgeiz und der Veranlagung durch ihren Vater, einen Admiral im Ruhestand (nicht aber durch Vitamin B), schnell Karriere in der Navy gemacht hat. Eine Kommandantin, die in der Navy bereits als ausgezeichnete Taktikerin gilt, die über eine sehr feinfühlige Menschenführung verfügt und die Meinung anderer respektiert. Auch wenn es ein Untergebener ist. Diese Eigenschaft führt zu einer sehr loyalen Mannschaft, die es mit einwandfreier Ausführung ihrer Befehle dankt.
Dazu kommt noch ein Nebenfaden, der sich etwas mit den privaten Gefühlen der A.Garret befasst. Der für den Bordhubschrauber verantwortliche Pilot, mit dem sie sich heimlich trifft. Und der weibliche Nachrichtenoffzier des Schiffes als beste Freundin, der das Techtelmechtel natürlich nicht verborgen bleibt.

Das große Thema ist natürlich die besagte Blockade. Aufgabe: die Argentinier von ihrer Versorgung abzuschneiden und damit zum Aufgeben zu bewegen.

Da die Argentinier sich dies natürlich nicht gefallen lassen wollen, bieten sie ihrerseits einiges auf, um den unliebsamen (Zer-) Störer loszuwerden.

Und hier zeigt sich dann, was ein modernes Tarnkappenschiff mit einer fähigen Besatzung, seinen Waffensystemen und seiner Elektronik so zu leisten vermag. Die Gefechtsszenen werden von James Cobb sehr anschaulich beschrieben. Wer schon einmal im TV oder Film ein Kriegsschiff in Action gesehen hat, kann sich regelrecht einen Kinofilm im Kopf vorstellen.

Und wer meint, solche Tarnkappen-Schiffe gäbe es (in dieser Form) noch nicht, der irrt. Die heutigen modernen Zerstörer der US-Navy sind zwar noch nicht ganz so weit. Hier sind die Norweger und Schweden schon etwas voraus. Wobei dort nur relativ kleine Korvetten für den küstennahen Einsatz entwickelt wurden, die vor eben jenen Küsten für andere Schiffe ein ausgesprochen geringes Radarecho abgeben und somit fast unsichtbar sind. Die US-Navy ist noch am proben. Und die Dinger dürften dann mit Sicherheit größer ausfallen.

Fazit:
Insgesamt hat James Cobb ein sehr unterhaltsames Kriegs-Marine-Abenteuer zum Besten gegeben. Wer also ein wenig Interesse an dieser Materie hat und nicht alles auf die Goldwaage legt, findet hier einen kurzweiligen Zeitvertreib.
Goldwaage deshalb, weil Cobb in so manchen Details wohl nicht so genau recherchiert hat, weshalb sich Fachleute wohl eher abfällig äußern dürften. Andererseits: wie sollte der Durchschnittsleser wirklich wissen, ob das eine oder andere Detail so stimmt? Und interessiert es ihn überhaupt?

Ich selbst jedenfalls habe das Buch nicht aus der Hand legen können. Und das Buch lief in meinem Kopf als Film ab.
Ich gebe zu, dass ich auch schon mit Interesse so einiges über moderne Kampfschiffe ergoogelt habe, um in etwa zu wissen, was da Realität oder Fiktion ist.

Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, weniger als 4 Sterne zu vergeben. Der eine weniger ist der Tatsache geschuldet, dass es eben dennoch kein 100%-Werk ist und es doch eine recht pathetische Story ist. Eben ein Lobgesang auf die US-Navy und ihre Schiffsbesatzungen.

Aber allemal lesenswert.

Ich wünsche viel Kurzweil beim lesen.

Euer qwerkopp Frank 

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