Im Inneren meiner Seele

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Die traurige Realität, die niemand hören will...

1  17.01.2005

Pro:
Es von meiner Seele wegschreiben zu können .  .  .

Kontra:
Es wird viele Menschen geben, die es nicht verstehen oder hören wollen .  .  .

Empfehlenswert: Ja 

Andy1the1Lion

Über sich: Update Feb. 2006 Sorry dass ich nicht mehr aktiv war! Hatte geschäftlich viel um die Ohren! Fange ab...

Mitglied seit:13.12.2004

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Vertrauende:5

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 93 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich mit diesem Bericht etwas in die Tiefe gehen und eure Meinungen dazu hören.


Gliederung der Themen:
****************************

1. Spenden und ihre Schattenseiten
2. Ein Eindruck von den Armen
3. Schlusswort


~~~~~~
Vorwort
~~~~~~

Ich nehme diese Themen sehr ernst und ich weiß, nach zahlreichen Gesprächen mit einigen Insidern vor allem zum ersten Thema, warum ich das eine oder andere schreibe.
Dieser Bericht soll euch endlich mal die Augen öffnen, denn echte Probleme hat kein einziger von uns verwöhnten Internet-Usern! Wir alle haben ein Zuhause, vielleicht ein Auto und ein Handy, einen Fernseher und echte „Scheißhaus“-Probleme, die nun mal das jeweilige Alter mit sich bringt.
Für diesen Bericht müsst ihr nur für 10 Minuten einfach mal aufhören, wie ein verwöhnter, mediengesteuerter Europäer zu denken und anfangen zuzuhören.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
1. Spenden und ihre Schattenseiten
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Am 26. Dezember 2004 erfuhren wir von einer unsagbaren Katastrophe in Südost-Asien. Ein Tsunami der Stärke 8,9 auf der Richterskala, nahm in den Morgenstunden über
200 000 Menschen in Indonesien, Thailand, Bangladesch, Indien, Sri Lanka und auf den Malediven das Leben und vernichtete tausende Häuser, Hotels und Kinderbordelle. Ein Schock unter den aufgebrachten Nationen der Welt machte sich breit. Unzähligen Spendenorganisationen flossen dreistellige Milliardenbeiträge zu, die Hilfe kam in Form von Geld. Selbst die Deutsche Regierung ließ es sich nicht nehmen, eine halbe Milliarde zu spenden, was in meinen Augen ein genialer Einfall der Regierung war, denn so konnte man nicht nur die massive Staatsverschuldung erhöhen, die irgendwann, da dies auch andere Länder Europas machten, zu einem wirtschaftlichen „Aus“ des Euros führen wird, sondern auch die Steuern der Bürger, die jetzt doppelt gespendet haben, dafür verwenden werden können, politisch korrekt dazustehen. SUPER!!!! Und unser mediengesteuertes Volk spendet, wie alle anderen fleißig mit, da uns ja die Medien suggerieren, man muss für diese, zweifellos armen ,Menschen spenden, da man sonst ja in einen Gewissenskonflikt mit sich selbst kommen würde.
Man will ja schließlich nicht von Nachbarn, Freunden und Verwandten hören müssen:
„Was

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Ein Leben zwischen Glasscherben....
du hast NICHT gespendet? Wir haben xxx Euros gespendet und DU gar nichts?!? Bedeuten dir diese Menschen NICHTS?“
Ja, ja. Die Medien haben über euch gesiegt! Glückwunsch! Ihr seid ein Opfer der Presse.

Dass aber im Sudan auch über 200 000 Menschen gestorben sind und im Kongo sich diese Zahl sogar siebenstellig wiederspiegelt, bleibt unbeachtet…
Ich frage euch Warum? WARUM???
Warum verdient sich die Presse am Ausschlachten der Flutkatastrophe dumm und deppig, warum spenden Fluggesellschaften Milliardenbeträge, warum schleicht sich bei mir eine geistige Wiederholung des 11. September 2001, hinsichtlich der täglichen und stündlichen Übertragung dieser schrecklichen Bilder auf allen Kanälen ein und verdammt noch mal warum fallen so viele Menschen auf dieses TV-Epos, inszeniert von der Presse, rein und werden von den anderen leider zu häufigen Katastrophen und Greultaten dieser Erde abgelenkt??? Ihr wisst es nicht? Ich schon. Die Antwort auf all diese „Warum´s“ ist ganz einfach: Weil es so schon immer war und nur sehr wenige Menschen wissen, was wirklich los ist.

Was viele nicht wussten oder nicht wissen sollen:

Lest euch die folgenden Zeilen ganz genau durch, dann wisst ihr was ich meine, denn ein Bekannter von uns ist Journalist und hat mir in einem vierstündigen Gespräch, auf brutale Art und Weise die Augen geöffnet.

Kurze Zusammenfassung des Gesprächs:

„Andy, du musst das schon verstehen. Kein Mensch will angefaulte schwarze Kinderleichen sehen, kein Mensch will verhungernde Menschen im Fernsehen sehen, die ihre Babys eingraben und schon gar nicht wollen die Leute sehen, wie Spendengelder von den jeweiligen Regierungen für Waffen und Minen ausgegeben werden, die den unvorsichtigen, spielenden Kindern ihre kleinen Beine wegreißen.
Nein, die Leute schließen auch die Augen davor, dass Fluggesellschaften Gelder spenden, dass wieder möglichst bald die nun zerstörten Lieblingsflugziele ihrer Urlauber aufgebaut werden können und hier wieder Geld fließt. Natürlich machen sich im Fernsehen Bilder von weißen Sandstränden und hellblauen Wasser besser, als verdorrende Steppe und dreckiges Wasser. Und vor allem wollen die geldträchtigen alten Säcke, die 20 Mal im Jahr da hinfliegen, wieder möglichst bald eine minderjährige Prostituiere in die Finger kriegen, denn so traurig wie es ist, das ist das Geschäft von Thailand und Indonesien….“

War dies eine zweite Sintflut Gottes, der die Mädchenhändler und Politiker, die dies zulassen, bestraffen wollte? War die hohe Zahl der Unschuldigenden der grausame Preis für Gerechtigkeit? Antwort: Ich weiß es nicht…

Natürlich steht es außer Frage, dass diese Leute unsere Hilfe brauchen, natürlich passiert eine solche Katastrophe nicht alle Jahre, aber diese 200 000 toten Menschen wird auch keine noch so große Summe Geld wieder zu ihren Angehörigen zurück bringen können. Dieser Schmerz, seine Kinder, Eltern oder Freunde zu verlieren ist zu groß und ist in meinen Augen eine weit größere Katastrophe, die in dem Spendenwahn komplett untergeht. Denn was hilft es, wenn ich ein Haus und Essen geschenkt bekomme, aber es ist leer, einfach leer. Keine lachenden Kinderstimmen mehr, die die Gänge beschallen, keine hilfsbereiten Eltern mehr, die ihre Erfahrungen weitergeben, keine Freunde mehr, mit denen man sich sein Leben teilt, nein nur noch ein leeres Haus und ein Westvolk mit breiten Grinsen im Gesicht, mit dem Gefühl, gespendet zu haben und so dieses leere Haus geschenkt zu haben.

Ich könnte bei dem Schreiben dieser Zeilen vor Wut weinen, aber es würde nichts ändern…



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
2. Ein Eindruck von den Armen
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Hier möchte ich zwei Geschichten niederschreiben, die mir mein Vater, der ein Jahr in Brasilien gelebt hat, erzählte.

Im Nordosten von Brasilien, genauer gesagt im Busch von dem Bundesstaat Piauí, lebt eine 17 köpfige Familie, die ihren Lebensunterhalt durch das Gewinnen des wertvollen Öls der Karnaúba-Nuss verdient. Die Schale der Nuss ist so hart, dass man sie nur mit Hilfe einer Axt aufschlagen kann, wofür einige gezielte Schläge nötig sind. Leider ist diese Nuss so arm an Öl, dass 13 Familienmitglieder eine Woche an der Handpresse schuften, um Tropfen für Tropfen, endlich einen Liter zusammenzukriegen, den sie dann auf einem achtstündigen Fußmarsch durch den gefährlichen Busch mitnehmen, um pünktlich um sechs Uhr morgens am Markt zu stehen und zu hoffen, dass das Öl einen Käufer findet. Wenn diese Familie den Liter Nussöl verkaufen kann, haben sie genug Geld, um an vier Tagen die Woche zu essen und drei Tage zu hungern. Verkauft diese Familie den Liter nicht, hungern sie volle sieben Tage, bis sie wieder ausgehungert, den nächtlichen Weg zum Markt nehmen.
Jetzt frag ich euch: 1. Sind diese hungernden, armen Menschen glücklich?

Oh ja, sie sind es und sie hungern auch gerne vier Tage die Woche, wenn sie Besuch kriegen, denn der soll von ihren wenigen Gaben auch etwas bekommen.

Und 2. Könnt ihr diese Menschen verstehen?
Nein? Dann hört auf sie mit euren europäischen Augen zu betrachten, denn sie verstehen euch auch nicht.

Gutes Beispiel dafür:

Die aktuell spendenwilligen Amerikaner begingen ein Verbrechen, das jede Katastrophe weit übersteigt.
Im Vietnamkrieg setzte die Air Force ein Entlaubungsmittel namens „Agent Orange“ ein, welches den Zweck erfüllen sollte, die im Dschungel versteckten Vietkongs, leichter sichtbar zu machen. Heute, fast mehr als ein Vierteljahrhundert nach Kriegsende, sagt das Vietnamesische Rote Kreuz, leiden etwa eine Million Menschen an den Spätfolgen des Dioxin, darunter etwa 100 000 Kinder. Missbildungen, verschiedene Krebsarten und Schwächung des Immunsystems sind unter anderem mögliche Schädigungen durch Dioxin, das sich heute in den Nahrungsketten befindet. Und noch immer werden hoch kontaminierte Böden gefunden, auf denen Menschen ihre Nahrung anpflanzen.

Daraufhin reagierten damals vor ca. drei Jahren die Amerikaner und starteten einen sog. „Reparationsversuch“, in dem sie 30 Familien nach Amerika brachten und zu ihnen sagten: „Es tut uns leid. Wir haben das nicht gewusst, welche Wirkung unser Kampfstoff auf euch hat, also als Wiedergutmachung geben wir jedem von euch ein Haus, ein Auto, Kleidung, einen Fernseher und Geld!“ Breites Grinsen verformte ihre Gesichter und ein geistiges Schweiß-abwischen, gefolgt von „Mal wieder geschafft“ ging durch ihre Köpfe, als sie das zu den eingeflogenen Vietnamesen sagten. Doch da trat einer hervor, mit dem ich mein Gedankengut teile. Er sagte:
„Im Dschungel brauchen wir kein Haus, kein Auto, keine Kleidung, keinen Fernseher und schon gar nicht euer bluttriefendes Geld. Im Dschungel haben wir alles was wir brauchen, wir haben Nahrung und Wasser. Wir wollen nicht mit euch leben und wir wollen keine Hilfe, denn wir sind eigenständig denkende Menschen. Wir wollen nach Hause… “


~~~~~~~~~~
Schlusswort
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Die furchtbaren Geschehnisse dieser Welt wird nicht das Geld heilen können, nein, nur ein komplettes geistiges Umdenken und ein vollzogenes „Rücken der Presse zukehren“ wird dieses Übel vielleicht beenden.
Denn unsere Welt muß wieder eins werden und da behindert uns der leichte Weg (Geld schicken) nur. Ich werde mit meinem Vater den Leuten in Brasilien im Sommer vor Ort helfen, den sie sollen MICH spüren und nicht mein Geld!

Euer Andy1the1Lion

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Samandra2202

Samandra2202

24.01.2005 02:31

Erst dachte ich: Was will er denn berichten? Er ist ja noch grün hinter den Ohren. Nun, nachdem ich den Bericht gelesen habe, schäme ich mich für diesen Gedanken... Ich mußte mit den Tränen kämpfen...

weltbesterkarlsson11

weltbesterkarlsson11

20.01.2005 13:11

Jede Menge Potential zum Nachdenken. Aber es KANN einfach nicht jeder vor Ort helfen, das ist klar. Und ich sehe auch nicht unbedingt, warum spenden und trotzdem ein Realitätbewußsein zu entwickeln, sich gegenseitig ausschliessen müssen...

BetteS

BetteS

19.01.2005 21:42

Gute eigene Meinung!

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