Was hat die Spinne mit dem Film zu tun?
13.07.2001
Pro:
Spannend,abwechslungsreich
Kontra:
Teilweise unlogisch, nix Neues
Empfehlenswert:
Ja
 Pandoolio
Über sich:
Auf viele Proteste hin. Widmung für Ingrid, die mich immer so lieb besucht und mein WE spannender ma...
Mitglied seit:27.04.2001
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 39 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Neulich hatte ich mit meiner Freundin nach einem Kinobesuch einen kleinen Disput, in dem sie mir vorwarf ich wäre dem Film gegenüber ja eh schon negativ eingestellt gewesen, und deshalb hätte er mir ja gar nicht gefallen können. Na gut in dem Fall hat es sich um „Pearl Harbour“ gehandelt und da ist es ja auch kein Wunder, trotzdem hab ich mir da so meine Gedanken gemacht. Worauf ich hinaus will ist folgendes: Gestern war ich in „Along came a Spider“ (auf deutsch: Im Netz der Spinne) und meine Erwartungen waren von einigen mittelmässigen Kritiken und dem Trailer her doch recht gedämpft. Liegt es nun an meiner Voreinstellung (sozusagen als Gegenreaktion?), dass ich den Film doch recht gut fand oder ist er es wirklich, naja urteilt selbst:
Dr. Alex Cross (wie immer: Morgan Freeman) ist Polizeipsychologe, hat bei einem Einsatz aufgrund einer Unachtsamkeit seinen (weiblichen) Partner verloren und ist seitdem zu nichts zu gebrauchen. Als die Abgeordnetentochter Megan von ihrem Professor Mr. Soneji (wie immer diabolisch: Michael Wincott) entführt wird, meldet sich der Killer ausgerechnet bei Cross der dadurch in den Fall und damit mörderischen Wettlauf mit der Zeit reingezogen wird. Ihm zur Seite steht die Secret Service Agentin Jezzie (Monica Potter), die sich einen Grossteil der Schuld an der Entführung der ihr Schutzbefohlenen Megan gibt. Beide werden nun in ein teuflisches Spiel verwickelt in dem nichts ist, wie es zu sein scheint... . Mehr wird in dem Zusammenhang nicht verraten, sonst bräuchte sich keiner mehr den Film anschauen, denn die unvorhersehbare Entwicklung der Story macht einen Großteil der Spannung aus! Falls hier jetzt jemand sagen sollte: „Momentmal die Story hört sich ja 08/15 an und erinnert stark an „...denn zum Küssen sind sie da“ (auch mit Morgan Freeman)“ dem kann ich nur Recht geben, noch dazu weil auch die Vorlage von derselben Person stammt nämlich James Patterson. Doch „Along came a Spider“ gewinnt den Vergleich um Längen, ist lang nicht so vorhersehbar, wesentlich spannender und aufregender und hat meiner Meinung nach in den Darstellern einen grossen Vorteil: Morgan Freeman ist wie immer routiniert in seiner Rolle (hat ja auch schon genügend Übung ;)), Michael Wincott als Böser ist meiner persönlichen Meinung nach immer eine gute Wahl, allein schon die tiefe, teuflische Stimme und die abgrundtief böse Mimik machen dies deutlich, und Monica Potter ist zwar unauffällig aber für die Story unglaublich wichtig. In den Nebenrollen glänzen noch Megan’s Eltern (Penelope Ann Miller und Michael Moriarty), haben aber keinen bedeutenden Einfluss auf die Geschichte. Um nochmal auf meine „Voreinstellung“ über den Film zurückzukommen, nach dem Trailer dachte ich, naja wieder so ein Morgan Freeman Thriller, das Ende ist vorhersehbar, naja nix Neues, wenn man dann die ersten Minuten des Films sieht wird’s nicht besser, man hat als geneigter Zuschauer schon die Endsequenz vor Augen und windet sich innerlich. Also eigentlich keine guten Vorzeichen, doch zum Glück gelingt es Lee Tamahori (der Regisseur) dann doch, den Film spannend und unterhaltsam und vor allem abwechslungsreich zu machen. Und auch das Ende ist dann relativ unerwartet, ich war wirklich positiv überrascht. Kommen wir zur Kritik: Na klar, der Film ist kein Überflieger, es fehlt ihm einiges zu einem Klassiker wie „Sieben“ oder „Schweigen der Lämmer“, dafür fehlt eine gewisse Stimmung oder auch neue Ideen. Doch welcher Thriller hatte das in letzter Zeit überhaupt? Des weiteren sind einigen Szenen doch recht an den Haaren herbeigezogen (z.B. die Passwort Sache zu Ende des Films hin oder wie Cross auf den 2.Entführer kommt). Hier muss man mal ein paar Augen zudrücken, aber ich finde es stört nicht allzusehr.
Fazit: Sicherlich kein absoluter Klassiker, aber einer der besseren Thriller der letzten Zeit (im Vergleich zu „Hannibal“ oder „The Watcher“), durchaus spannend und eben nicht so vorhersehbar wie erwartet. Gute Unterhaltung, für Fans des Genres absolut empfehlenswert...!
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31.07.2001 11:50
Also hast du deine Traumfrau schon gefunden? Den Freeman sehe ich sehr gerne...VG Peggy
24.07.2001 13:30
Hallo Pandoolio, ich denke auch, daß das 'Vorfeld' viel damit zu tun hat, wie einem der Film gefällt - bei mir war's mit Pulp Fiction so: jeder hat davon geschwärmt, meine Erwartungen waren riiiiesig, und der Film? Naja, im Vergleich dazu Mittelklasse... (auf daß mich nun alle Fans steinigen ;o)). Deine Kritik ist die erste positive, die ich über diesen Thriller gelesen habe, mal sehen, wenn's Wetter schlecht wird, und ich in Shrek mal war, dann ist das ja für mich als Thriller-Fan ein guter Tip. Liebe Grüße, anno
14.07.2001 16:56
Das -nix neues- trifft ins Schwarze. Die Kritiken aus den USA (und deine fügt sich ohne weiteres ein) haben mich ermuntert, zu warten bis er auf PW läuft. Grüße Jörg