Erfahrungsbericht über "Immobilien"

veröffentlicht 06.09.2009 | goway
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Ausgezeichnet
Pro Keine Schulden, Flexibilität, Guthaben bei Störungen, keine Zwangsvollstreckung
Kontra 10 bis 20% Eigenkapital notwendig
sehr hilfreich

"Clever ins Eigenheim/-wohnung"

Clever ins Eigenheim: Grundsatzentscheidung bei der Immobilienfinanzierung

Es gibt heute auf dem Markt zwei Möglichkeiten für eine Immobilienfinanzierung:
1. Darlehen über eine Bank/Bausparkasse/Versicherung und somit jahrzehntelange Schulden mit allen Gefahren in dieser Zeit oder
2. schuldenfreie Finanzierung über eine Genossenschaftsmitgliedschaft


Bei der Immobilienfinanzierung gibt es also in Zukunft eine Grundsatzentscheidung für den Bauherrn zu treffen: Realisierung seines Eigenheimwunsches mit oder ohne Schulden?

a) Darlehen
Mit dem Damoklesschwert über dem Kopf einer Familie: Wenn während der Immobilienfinanzierung Störfälle eintreten (Scheidung, Arbeitslosigkeit, Arbeitsplatzwechsel, sonstige wirtschaftliche Störungen etc.) droht Zwangsvollstreckung und Verlust des Eigenheimes, des Eigenkapitals sowie der Eigenleistungen (über 450.000 Zwangsvollstreckungen in den letzten 5 Jahren). Das heißt bei einer durchschnittlichen Familienstärke von 3 Personen sind ca. 1,5 Millionen Menschen dadurch bettelarm geworden.

b) Genossenschaftsfinanzierung
Bei den gleichen Störungen: Keine Schulden, keine Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, kein Verlust des Eigenkapitals, im Gegenteil, der Genosse geht mit Guthaben aus seiner Immobilie!

Grundsätzliche Sicherheit bei der Immobilienfinanzierung

1. Beim Kredit: Der Bauherr steht in Abt. I des Grundbuches als Eigentümer. Der Finanzierer bzw. Gläubiger immer mit der Grundschuldeintragung im Grundbuch, Abt. III. Dadurch hat dieser bei Störungen des Kredites immer den Zugriff auf die Immobilie und auf das Privatvermögen des Bauherrn.

2. Bei der Immobilienfinanzierung durch die Genossenschaft: Die Genossenschaft als Eigentümer wird in Abt. I des Grundbuches geführt. Die Grundbucheintragung für den Bauherren (Genossen) in Abt. II des Grundbuches als 25-jährige Auflassung, gleichzeitig erhält er einen notariellen Mietvertrag.

In dieser Zeit kann der Genosse mit einer Zinssicherheit von zwei Varianten wohnen(erstens 4,5% auf die gesamte Dauer oder zweitens variabel 3,85% 1.-3. Jahr, 4,35% 4.-6. Jahr, 4,85% 7.-9.´Jahr und 5,35% ab dem 10. Jahr).
Teiltilgungen sind jederzeit in beliebiger Höhe möglich. Auch Fremdvermietung oder Verkauf dieser Immobilie auf dem freien Markt ist eine Möglichkeit für den Genossen.

Aber meiner Ansicht nach die größte Sicherheit für den Genossen: Insolvenzschutz und Schutz gegen "Hartz IV"-Ansprüche. Das ist ein sehr wichtiger Punkt vor allen Dingen für "kleine" Selbstständige, denen in der Regel bei einer Geschäftsinsolvenz die eigene Immobilie abgenommen wird.

Schlusstilgung am 25. Jahrestag (aber auch bereits ab dem 2.Jahr) oder Verlängerung (wiederum 25 Jahre) möglich.

Aber vielleicht will ja die Familie in oder nach dieser Zeit diese Wohnung gar nicht mehr. Vielleicht haben sich die Familienverhältnisse geändert, Kinder sind weggezogen, Eltern gehen in Rente etc., eine Ferienwohnung an der See oder in den Bergen ist jetzt der Wunsch (Flexibilität).

Anmerkung:
Ich kenne viele Familien, die in den 70er Jahren sich große Häuser gebaut haben, weil sie eben dachten, dass sie für die Kinder mit vorsorgen wollten.
Heute sind diese allein in ihren übergroßen Häusern, weil die Kinder wegen fehlenden Arbeitsplätzen in der Region wegziehen mußten.
Die Nebenkosten frißt einen großen Teil ihrer Rente heute auf!
Diese Menschen wären heute glücklich, wenn sie ein kleineres Häuschen oder Eigentumswohnung hätten.
Der Verkauf ihres Hauses ist meist mit hohen Verlusten verbunden oder ist oft gar nicht möglich, da in vielen ländlichen Regionen kein Käufer zu finden ist.


Dann einfach Rückgabe (oder privat Verkauf) an die Genossenschaft. Der Bauherr erhält dann seinen Genossenschaftsbeitrag und sein "zweckgebundenes" Ansparkapital ausgezahlt.
Keine Schulden, keine Problematik mit Verkauf etc.!
Die Abt. III des Grundbuches bleibt frei! Hier gibt es keine Gläubiger.

Die zukünftige Immobilienfinanzierung in Deutschland
Es wird also in Zukunft bei der Immobilienfinanzierung nicht nur die Kreditfinanzierung von Instituten geben, sondern die Genossenschaftsfinanzierung wird stetig mehr als eine alternative Möglichkeit für unsere Bevölkerung da stehen.

Die Finanzinstitute und deren Zuträger wie Finanzierungsmakler und Darlehensvermittler sollten dies zur Kenntnis nehmen und sich mit dieser Tatsache abfinden.
Da nützen auf Dauer auch die "oberflächlichen", kritischen Zeitungsartikel von Lobbyisten und sogenannten Verbraucherschützen nichts. Immer mehr aufgeschlossene Menschen haben das erkannt, werden dies erkennen und befürworten nach Prüfung diese zweite Immobilienfinanzierung.

Der "Bund der Sparer" mit seinem Vorsitzenden Herrn Franz Herrmann sowie der Minister a. D. Herr Riester (09. November 2008 im Kurhaus Wiesbaden) sind von dieser Möglichkeit sehr angetan, bietet sich doch diese Möglichkeit auch hervorragend für Mieter an, ihre Mietkosten für mindestens 25 Jahre "einzufrieren" und damit gerade der Altersarmut bei Rentnern vorzubeugen.


Literatur über schuldenfreie Immobilienfinanzierung
Auch gibt es bereits Literatur, die über diese Möglichkeit der schuldenfreien Immobilienfinanzierung positiv berichten:
· Für Steuerberater: Linde International, Autor Anton-Rudolf Götzenberger "Die neue Erbschaftssteuer" ISBN: 978-3-7093-0227-9
· "Anlagestrategien nach Einführung der Abgeltungssteuer" ISBN: 978-3-70930266-8, ebenfalls erschienen im Linde Verlag
· Finanzzeitschrift "Der Freie Berater" Ausgabe III/2007 www.derfreieberater.de
· Bund der Sparer unter www.bund-der -sparer.de >empfehlungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Magistix veröffentlicht 08.09.2009
    Informativ aber falsch sortiert. Hausbau & Renovierung - Tipps & Tricks > Immobilien
  • ThomasPohlert veröffentlicht 06.09.2009
    Das ist sehr informativ... Danke !! ;-)))
  • sunrise67 veröffentlicht 06.09.2009
    Herzlich willkommen!
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