Immobilienmakler/in

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Kauffrau/mann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft Ich bin froh einen Bericht über einen Ausbildungsberuf zu schreiben. Nach 13 Jahre in der Schule und einem Abitur in der Tasche, dachte ich es wäre ein Leichtes eine Ausbildungsstelle zu finden. Aber dem ist nicht so. Einige meiner ... Bericht lesen





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Imokau - ein sehr interessanter Beruf
Erfahrungsbericht von obi43 über Immobilienmakler/in
20.09.2002


Produktbewertung des Autors:   

Einstellungschancen: gut 
Aufstiegschancen gut 
Verdienstmöglichkeiten: gut 
Sozialleistungen: überdurchschnittlich 

Pro: Viele Möglichkeiten, viele Eigenschaften werden gefordert und gefördert
Kontra: zum Teil heftige Überstunden und unfreundliche Menschen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Kauffrau/mann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft

Ich bin froh einen Bericht über einen Ausbildungsberuf zu schreiben. Nach 13 Jahre in der Schule und einem Abitur in der Tasche, dachte ich es wäre ein Leichtes eine Ausbildungsstelle zu finden. Aber dem ist nicht so. Einige meiner Klassenkameraden haben leider für dies Jahr keine Lehre beginnen können. Bei mir entschied es sich auch erst Mitte Juni. Und nun möchte ich, nachdem ich schon fast 4 Wochen arbeite, meine bisherigen Erfahrungen auf schreiben.
Mein Ausbildungsberuf nennt sich Kauffrau/mann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft.
Es gibt Fachrichtungen auf die man/frau sich spezialisieren kann. Dies beginnt glaub ich schon mit der Wahl des Ausbildungsbetriebes. Ich bin bei der Baugenossenschaft Aschendorf – Hümmling eG. Wir vermieten Wohnungen und erfüllen alle Pflichten eines Vermieters. Ich habe mich lange gefragt, wie es ist sich um Wohnungen zu kümmern und entscheiden zu können, wer letztendlich eine Wohnung bekommt.
Meine Fachrichtung nennt sich deshalb Vermietung und Hausbewirtschaftung.
Wenn man bei einem Makler angestellt wird, dreht es sich mehr um das Kaufen und Verkaufen von Immobilien, um die Wertbestimmung und darum taktisch gut zu sein, um möglichst viel zu verkaufen.
Nun mal dazu, was ich alles zu tun habe.
Als erstes erklärte mir mein Chef, nach welchen Kriterien das Aktensystem aufgebaut ist. Und zwar ist das so, dass ein Haus und auch mehrere als Objekt bezeichnet werden. Und jedes Objekt hat eine Nummer. Nach dieser Objektnummer kommt dann die WE-Nummer. Das ist die Nummer der Wohneinheit (WE) und dann als drittes Kriterium gibt es noch die Mieternummer. An dieser Nummer kann ich erkennen der wievielte Mieter in dieser Wohnung wohnt. als Nächstes würde mir dann eine Sollmietenliste vorgelegt, die ich durchlesen sollte. In dieser Liste stehen alle Mieter drin, die wir haben. Außerdem kann ich daraus ablesen, wie hoch die Miete ist, wie viel m² die Wohnung hat und natürlich wo die Wohnung ist.
Und dann begann der Alltag. Klar das ich Kaffee kochen muss, aber das macht Spaß und ist eine Ablenkung vom Sitzen. Ich bin viel mit Kollegen unterwegs, um Wohnungen vor Ort zu besichtigen und Wohnungen abzunehmen oder zu übergeben. So nennt man das bei uns. Wenn ein Mieter auszieht, müssen wir hin und ein Protokoll ausfüllen und überprüfen, ob alles okay ist. Wir müssen auch hin, wenn irgendwelche Schäden gemeldet werden. Z.B. hatten wir in letzter Zeit auch viel mit Wasserschäden zu tun. Und so was schauen wir uns vor Ort an. Und dann, wenn wir eine Wohnung neu vermieten. Meistens tun wir das gleich bei einer Wohnungsabnahme, weil dann Vormieter und Neumieter die Möglichkeit haben, sich zu unterhalten, ob irgendwelche Dinge in der Wohnung übernommen werden. Natürlich kümmern wir uns auch um Sanierungen und Umbaumaßnahmen. Wir dürfen in angemessenem Rahmen die Miete erhöhen und auch etwas wobei mir etwas mulmig ist, Mahnbescheidanträge schreiben. So was machen wir bei Mietern, die nicht bezahlen können oder wollen.
Und dann haben wir auch noch viel mit Zahlen zu tun. Bei meiner Firma, fallen durch Reparaturen oder Sanierungen oder sonstiges Rechnungen an. Dieses muss natürlich bezahlt werden. Und diese Zahlungen müssen gebucht werden, damit wir den Überblick über das Geld nicht verlieren. Ich durfte ein paar Tage einer Kollegin über die Schulter schauen, wie so was geht. Wenn man sich erst mal eingearbeitet hat, ist Buchführung gar nicht so schlimm.
Auf jeden Fall braucht man für diesen Beruf ein gutes Konzentrationsvermögen und auch logisches Denken. Ich muss mir viel merken. Meistens Zahlen, aber das kommt bei mir automatisch, wenn ich z.B. öfter mit Telfonnummern zu tun habe. Irgendwann brauch ich nicht mehr nachschauen.
Die Bezahlung ist tariflich festgelegt und beträgt im Moment 625€ im 1. Lehrjahr und im 3. Lehrjahr 845€. Natürlich liegt es an der Firma selbst, ob sie mehr zahlen oder den Mindestgehalt. Als Auszubildende hat man/frau auch die Möglichkeit bereits Vermögenswirksame Leistungen zu zahlen und das hat einen Vorteil, der Arbeitgeber zahlt auch dafür und zwar die Hälfte dessen, was ihr einzahlt. Ich habe 30 Werktage Urlaub im Jahr und finde das völlig okay.
So das war’s erst mal zum praktischen Teil dieses Berufs.
Über die Theorie kann ich erst was Ende Dezember schreiben, weil ich Blockunterricht habe und der beginnt im Dezember. Auf jeden Fall, werde ich meinen Bericht dann erweitern und hoffe euch damit eine Hilfestellung für die Berufswahl geben zu können.

So das war’s erst mal von mir zu dem Thema.
© Viel Spaß obi43

Der 2. Teil meines Berichts ist nun auch fertig. Ich habe ihn diesmal aber in dre richtigen Kategorie eingestellt. Kopiert folgenden Link in euren Browser und ihr kommt direkt zu ihm.
Link: http://www.ciao.de/opinion_view.php/Pid/1%2C55360%2C218319%2C82606/ProduktId/1050291/OpinionId/2534577/ProduktId/1050291   
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08.12.2000
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