Ein interessanter aber schwieriger Beruf

5  22.09.2000

Pro:
Gute Verdienstmöglichkeiten, man hat viel mit interessanten Menschen zu tun, was viel Freude bereiten kann

Kontra:
schlechter Ruf durch Abzocker und Betrüger, gegen den man ankämpfen muss

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Einstellungschancen:

Aufstiegschancen

Verdienstmöglichkeiten:

Sozialleistungen:


gerdmecho

Über sich:

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Erfahrungsberichte:137

Vertrauende:32

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Immobilienmakler haben in Deutschland überwiegend nicht den allerbesten Ruf. Immer wieder werden sie mit irgendwelchen Abzockereien oder betrügerischen Machenschaften in Verbindung gebracht. Glücklicherweise trifft dieses nur auf eine Minderheit zu, die allerdings dann den ganzen Berufszweig entscheidend prägt. Immobilienmakler, die ruhig, ordentlich und unspektakulär arbeiten, erregen eben kein so großes Aufsehen wie Gauner und Betrüger. Dieses trifft aber auf alle Bereiche unseres täglichen Lebens zu. Wenn man einmal in die Zeitung möchte, muss man schon einen Prominenten entführen oder eine Bank überfallen. Mit guten taten oder als normaler Mensch steht man nie im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Aber ich schweife ab.

Wieder zurück zum Beruf des Immobilienmaklers! Seine Hauptaufgabe besteht darin, Verträge über Immobilien zwischen Anbietern und Kunden oder Nutzern zu vermitteln, entweder Kaufverträge oder Mietverträge. Hierbei hat er beide Seiten umfassend zu beraten und zu betreuen.
Oft kommt es vor, dass Verkäufer oder Vermieter überzogene Preisvorstellungen haben. Auf der anderen Seite stellen Mieter oder Käufer häufig zu hohe Ansprüche, die zu dem gewünschten Preis nicht zu befriedigen sind. Der Immobilienmakler muss nun versuchen, beide Seiten durch kompetente Beratung auf einen Nenner zu bringen. Dieses ist die komplizierteste Seite des Berufes. Wird aber diese Aufgabe perfekt gelöst, so sind am Ende alle Beteiligten glücklich und zufrieden. Der Rest der Geschäftsabwicklung (Mietvertrags- oder Kaufvertragsabschluss) ist dann eigentlich nur technische Routine.

Wer sich für den Beruf des Immobilienmaklers interessiert, sollte sich vorab umfassend entweder autodidaktisch oder in einem guten Kurzkurs über die vielen Gesetze und Verordnungen, die die Tätigkeit des Immobilienmaklers regeln, informieren. Verstöße werden nämlich sehr streng geahndet. Den Besuch der oft furchtbar teuren Kurse zur Komplettausbildung zum Immobilienmakler, die von verschiedenen Seiten angeboten werden, kann ich nicht empfehlen. Hierbei handelt es sich oft um Angebote von Maklerfirmen, denen es wirtschaftlich nicht so gut geht und die sich nun durch die Kursgebühren sanieren möchten. Wenn man einen Kurs besuchen möchte, sollte man sich auf jeden Fall von der zuständigen Industrie- und Handelskammer informieren lassen.

Anschließend sollte man beginnen, Kontakte zu Immobilienanbietern zu knüpfen. Früher war dieses oft sehr schwierig; heute ist die Kontaktanbahnung durch das Internet sehr viel einfacher geworden.
Wenn man dann eine Immobilie anzubieten hat, kann man seine Offerte veröffentlichen und mit der Vermittlungstätigkeit wie oben beschrieben beginnen.

Dieses klingt alles sehr einfach, ist es aber leider nicht. Man muss lange gut arbeiten, um das Vertrauen der seriösen Immobilienanbieter (Vermieter, Hausverwaltungen, Bauträger und so weiter) zu gewinnen und man muss die Gabe besitzen, positiv und seriös auf Kauf- und Mietinteressenten zu wirken. Außerdem ist es unabdingbar, beide Seiten mit fundierter Sachkunde und absoluter Ehrlichkeit über den Markt und die anderen wichtigen Aspekte zu beraten und zu informieren. Wird man einmal bei einer Lüge ertappt, hat man das Vertrauen aller Seiten verloren.

Wer aber seine Sache gut macht, nicht zu schnell und zu einfach viel Geld verdienen will, der wird langfristig großen Erfolg haben und ein recht hohes Einkommen erzielen können.
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