Hilfe, mein Kind wird gelb!

5  30.11.2003

Pro:
Die Impfung verhindert einen chronischen Verlauf

Kontra:
n . n .

Empfehlenswert: Ja 

Bethosch

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Mitglied seit:12.09.2003

Erfahrungsberichte:75

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1. Einleitung
Die Hepatitis B ist eine allgegenwärtige Erkrankung. Nach aktuellen Schätzungen sind etwa ein Drittel der Weltbevölkerung, vornehmlich in Afrika, Mittel- und Südamerika, Osteuropa und Südostasien mit diesem Virus infiziert. Das Virus ist äußerst robust und bleibt auch außerhalb des Körpers lange Zeit infektiös. Im Vergleich zum Humanen Immunschwäche Virus (HIV), ist Hepatitis B um ein Vielfaches ansteckender. Die Wahrscheinlichkeit sich mit Hepatitis B zu infizieren ist daher ebenfalls sehr viel größer.

Diese Entwicklung hat dazu geführt, daß die Impfung gegen Hepatitis B in den von der Ständigen Impfkommission (STIKO) herausgegebenen Impfplan für Kinder als fester Bestandteil aufgenommen wurde.

2. Krankheit
Das Virus muß in die Blutbahn gelangen um eine Infektion zu verursachen, dabei reichen bereits kleine Verletzungen aus. In häufiger Übertragungsweg ist auch der Sexualkontakt.

Ähnlich wie bei der Hepatitis A verläuft über die Hälfte der Infektionen ohne Krankheitssymptome. Sollte es aber doch dazu kommen, beginnt die akute Leberentzündung mit grippeähnlichen Symptomen und Verdauungsbeschwerden. Im Verlauf kommt es dann häufig zur Ausbildung einer Gelbsucht, mit einer Gelbfärbung der Haut und der Augen. Die Erkrankung klingt in der Regel ohne weitere Komplikationen ab, führt aber in sehr vielen Fällen, besonders bei Kindern, zu einer dauerhaften Schädigung der Leber und damit zu einem chronischen Verlauf. Dies ist die Ursache für eine beginnende Leberschrumpfung (Leberzirrhose), deren weiteres Fortschreiten zu einem Leberkrebs führen kann. Man vermutet, daß eine Hepatitis B die Hauptursache für die Entstehung von Leberkrebs ist.

3. Behandlung
Viruserkrankungen lassen sich im allgemeinen nicht gut behandeln, man ist daher auf die Selbstheilungskräfte des Patienten angewiesen und unterstützt diese durch eine leichte, vitaminreiche Kost und viel Ruhe. Die Krankheit kann daher zwischen 1 und 6 Monate andauern. Als vorbeugende Maßnahme kommt nur eine Impfung in Betracht, da man sich vor dem Kontakt mit Blut oder anderen infizierten Körperflüssigkeiten nicht vollständig schützen kann.

4. Impfung
Die Impfung gilt als sehr gut verträglich. Bei etwa einem Drittel der Erwachsenen kommt es zu leichten Lokalreaktionen mit Schmerzen und Fieber, Kinder sind davon seltener betroffen. Der Verdacht, die Impfung könnte die Entstehung von Multipler Sklerose fördern, konnte in einer großen Studie nicht belegt werden.
In Südostasien ist die Häufigkeit von Leberkrebs seit der Einführung der Impfung für Säuglinge etwa um die Hälfte zurückgegangen.

5. Fazit
Es stellt sich einzig die Frage, müssen schon Säuglinge geimpft werden? Die Antwort könnte lauten: nein, denn erst mit der Aufnahme von Sexualkontakten in der Pubertät steigt das Risiko einer Infektion signifikant an. Leider ist heutzutage eine gewisse Impfmüdigkeit zu beobachten, die befürchten läßt, daß die Kinder in späteren Jahren nicht mehr geimpft werden.
Daher ist es durchaus sinnvoll, so früh wie möglich einen Immunschutz aufzubauen, denn schließlich schadet ein früherer Zeitpunkt ja nicht.

Eltern stehen in der Verantwortung für die Gesundheit ihrer Kinder zu sorgen. Schutzimpfungen bieten nach wie vor sehr viel mehr Vor- als Nachteile und sollten daher im Interesse der Kinder auch immer genutzt werden.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Daverigger

Daverigger

30.11.2003 17:01

Gelb geht ja noch ... kariert ist übel!

telimo

telimo

30.11.2003 16:54

Schöner Bericht. Das Thema wurde korrekt, ausführlich und ernst behandelt.

bee000

bee000

30.11.2003 16:33

Als ich Kind war, war diese Imfpung noch nicht üblich, aber ich habe mich vor ein paar Jahren zusammen mit Hepatitis A vor einer Südamerika-Reise impfen lassen. Gruß, Sabine

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