Erfahrungsbericht über

In 300 Jahren vielleicht / Tilman Röhrig

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30-JÄHRIGER KRIEG: PERVERS & BRUTAL

4  15.02.2002 (16.02.2002)

Pro:
Interessante Geschichte (Buchkritik)

Kontra:
schnelle geschehenswechsel / viele Name (Buchkritik)

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Unterhaltungswert

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

Niveau

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poserin

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Erfahrungsberichte:18

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 95 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Das Buch habe ich vor kurzen für ein Lesetagebuch gelesen. Es wurde 1984 mit dem Jugendbuchpreis ausgezeichnet.

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In 300 Jahren vielleicht *****************************==================

In dem von Tilman Röhrig verfassten Roman „In 300 Jahren Vielleicht“ geht es um das Leben einer Dorfgruppe, die mitten im 30jährigen Krieg lebt.
Die Geschichte spielt im Oktober 1641 in einem Dorf mit dem Namen Eggebusch. Die Bewohner dieses Dorfes kämpfen täglich mit dem Hunger und leben in der Angst, von einem der zahlreichen Soldatenzüge heimgesucht zu werden.
Die Hauptpersonen sind der Küster Mathias Hobe und seine Frau Elsa Hobe mit ihren Kindern Tobias (14) und Anne (13). Genauso wichtig ist die Rolle der Weißgerberfamilie mit den Eltern Christoph und Ursula Markart mit ihren Kindern Jockel(15), Maria(13), Elisabeth(9, Valentin(10) und Leonard(6). Weitere Personen sind der Dorfvogt mit Frau und Kind, sein Amtsdiener Veit und die Soldaten, die Eggebusch zerstören.
Das Schicksal der Dörfler wird mit einem Überfall auf die spielenden Kinder eingeleitet, bei dem „Soldatenweiber“ ihnen die gesammelten Mäuse stehlen und sie niederschlagen. Mit diesem Angriff ist für die Dorfbewohner klar, dass Söldner ein Lager in der Nähe errichtet haben, in der Absicht einen Plünderungszug durch Eggebusch zu ziehen. Und so kommt es auch. Eine kleine Horde zieht durch die Straßen und plündert und mordet. Hierbei stirbt des Küsters Tochter und die Menschen sind verzweifelt.
Am nächsten Tag gibt es einen Grund zur Freude, denn Ursula Markart bekommt einen Sohn der allerdings schwer mit dem Tod zu kämpfen hat. Aber die Menschen freuen sich sehr über den kleinen David, wie er getauft wird.
Als Folge dieses Ereignisses beschließt man ein Fest zu feiern. Zwar wird Veit, der mit Jockel und Tobias in das Lager zieht, um etwas zu essen für das Fest zu stehlen, von den Söldnern gefangen genommen und gequält, aber sie können später komplett wieder heimkehren. Das Fest findet also statt und man feiert, wie sie es nur aus den Erzählungen kennt. Diese Freude kann jedoch nicht jeder mit dem Elternpaar teilen. Der Küster trauert mit seiner Frau als „Wachdienst“ auf dem Kirchturm.
Am nächsten Morgen nimmt das Schicksal seinen Lauf. Der kleine David ist in der Nacht verstorben und wird schnell beerdigt. Nicht viel später wird Eggebusch zum zweiten Mal angegriffen. Bei diesem zweiten Angriff wird das kleine Dorf vollständig zerstört.
Nur Jockel, seine Familie, Veit und Katharina überleben diese Tragödie und suchen Zuflucht in den Wäldern.

*****************************====
Buchkritik *****************************====

Das Buch verlangt das Mitdenken des Lesers, da die Flut an verschiedenen Namen im Ersten Kapitel doch sehr verwirrend ist. Auch muss man bei den vielen Szenenwechseln aufpassen, dass man den Anschluss nicht verliert. Kurze Beschreibungen, bei den wichtigen Handlungen, wie Beerdigung und dem Überfall machen das Lesen für die jüngeren Leser vielleicht interessanter. Können aber auch Fragen offen lassen.
Wichtig für das Buch ist jedoch die Thematik, mit der ich bisher verschont worden bin. Viel Grausamkeit und Gewaltverbrechen der Vergangenheit, möchte man gar nicht in sein Gehirn abrufbar speichern, da sie von unglaublicher Brutalität und Perversität geprägt sind. Doch finde ich das Thema 30-jähriger Krieg sehr interessant, da man die Übergänge in die eigene Zeit vergleichen kann und es einem zum Nachdenken verleitet.
Besonders gut gefällt mir auch, dass jedes Kapitel Appetit auf das nächsten macht und man schon von den ersten paar Seiten an das Unglück, aber nicht das Tatsächliche Geschehen vorausahnen kann.
Was ich nicht gelungen finde ist, dass viele Einzelheiten im stichpunktartigen Geschehen untergehen. Ich hätte gerne mehr von den Lebensqualitäten der Menschen in Eggebusche erfahren. Nicht nur, dass sie unter Hunger & Krankheiten leiden.
Im ganzen ist es ein sehr gutes Buch, dass einem die wichtigsten Lebensarten der damaligen Zeit lehrt, aber dennoch keine lange Lesezeit verlangt [was für die meisten Jugendlichen wohl das größte Pro an diesem Buch ist].

Mich selber hat dieses Buch zum weiteren Lesen von Büchern verleitet, was schon etwas heissen will, da ich schon längere Zeit nichts mehr mit Büchern zutun hatte.

Der Jugendbuchpreis von damals geht wohl in Ordnung, da das Buch geschichtlich recht gut ausgearbeitet ist und man in keine Leseschwierigkeiten kommt, bei denen man hin und her blättern muss um sichergehen zu können, dass man nicht doch an die falsche Person „denkt“.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
bert0302

bert0302

26.02.2002 03:46

Interessanter Bericht, werde mal versuchen das Buch auszuleihen, ein Kauf lohnt sich nach deinem Bericht für mich nicht.

SaschaT

SaschaT

19.02.2002 15:51

Guter Bericht. Deine persönlichen Eindrücke finde ich allerdings ein bißchen oberflächlich und unstrukturiert. Ist nicht böse gemeint. Sieh es als Ansporn! :-) Grüße Sascha

Decision

Decision

19.02.2002 13:52

Könnte man die ISBN bekommen, das wäre was für einen Bekannten von mir! Danke! Gruß Frank

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  1. pharao13
  2. Hexchen19j
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  1. nussbaumbewohner
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