In den Straßen der Bronx (1993)

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In den Straßen der Bronx (1993)

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mein Lieblingsfilm Nr. 1! (kein Aprilscherz!)

5  01.04.2012

Pro:
Story, Handlung, Themengebiete, Schauwerte, Musik, Action, Spannung, Dramatik !

Kontra:
ein paar Längen .

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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gegend1

Über sich:

Mitglied seit:21.05.2011

Erfahrungsberichte:55

Vertrauende:4

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Fertiggestellt wurd mein persönl. absoluter Lieblingsfilm 1993 (in diesem Jahr auch Kinostart in USA und Europa), der amerikanische Originaltitel dazu ist „A Bronx Tale“, Regie dazu führte Robert de Niro, das Drehbuch schrieb Chazz Palminteri. Die Hauptrollen spielten beide selbst, parallel taten es Francis Capra, Lillo Brancato und Taral Hicks! Gedreht wurd der Film in Queens, NYC.

STORY:

Beginn der 60er. Finanziell harte Zeit für die ganze Welt, so auch für die Bewohner der Bronx, dem Borough NYCs mit dem von allen 5 den mit Abstand zweifelhaftesten Ruf! Italo-Amerikaner Lorenzo Agnello (Robert de Niro – GoodFellas, Sleepers, Heat, Es war 1* in Amerika, Taxi Driver) erlebt diese Zeit als Busfahrer. Viel verdient er nicht, aber er bringt sich, Frau und Kind über die Runden. Der Mafiaboss Sonny (Chazz Palminteri) ist der gefährliche und gefürchtete Mafiaboss der Bronx, und lebt in direkter Nachbarschaft. Agnellos 9jähriger Sohn Calogero (Francis Capra) ist fasziniert von dem und beobachtet ihn jeden Tag. Er checkt nicht so recht, was genau er treibt, doch eines Tages passiert was, was sein Leben für immer verändert: Sonny begeht einen Mord. Die Polizei rückt sofort an und braucht eine Zeugenaussage des Kindes. Der Junge hätt ihn verraten können, doch er deckt ihn, belügt die Polizei also bewusst. Der Vater, der im mächtigen „Mafiaboss von gegenüber“ zwar keine direkte Bedrohung aber eine Art tickende Zeitbombe, die das Potenzial, eine zu werden, jederzeit hat, sieht, ist zunächst entsetzt und sagt dem Sohn, wenn er älter ist, wird er schon verstehen, was er da überhaupt getan hat!
Die Mafia bietet Agnello als Dank „Nebenjobs“ mit bester Vergütung an, doch er sagt nein, er will finanziell auf ne ehrliche Weise klarkommen, und sich von der Mafia fernhalten! So kommt die auf seinen Sohn, dem Sonny soz. seine Freiheit verdankt, zu. Dieser ist fasziniert von den „flotten Verdienstmöglichkeiten“, und ist voll im Geschäft…
Ende der 60er. Bessere, hellere, schönere Zeiten. Calogero (Lillo Brancato) hängt mit Kumpels aus der Nachbarschaft draußen rum, geht zur Highschool und „arbeitet“ für die Bronxer Mafia! Er verliebt sich in eine Afroamerikanerin (Taral Hicks), das Problem sind da bloß seine Kumpels, die diesen „Niggern“ mal mit voller Härte zeigen wollen, dass die in der Bronx nicht erwünscht sind…

GEDANKEN:

Der Film behandelt v.a. 3 zentrale Probleme: 1. Wie geht man damit um wenn man von 2 in jeder Hinsicht komplett unterschiedl. Leuten großgezogen wird: Von einem „Mann aus der Arbeiterschicht“, der zwar keine „außergewöhnlichen Ansprüche“ hat, aber auch ausnahmslos ehrlich und anständig und noch „nebenbei“ der leibliche Vater ist, und parallel von einem eher privilegierten Mann, der aber auch Vorstrafen hat und sich seinen Reichtum und heutige Machtposition mit Skrupellosigkeit und Brutalität erlangt hat, sich DIR gegenüber aber eben auch wie ein Vater zu einem Sohn verhält? Sonny in meinem Lieblingsfilm ist ein Bisschen wie Nico Bellic in meinem Lieblingsvideospiel: Er war nie wirkl. beliebt und will auch nicht mehr mit anfangen. Aber jeder in der Bronx weiß, wer er ist, und wozu er jederzeit imstande ist wenn´s mal hart auf hart kommt…
2. Wie geht man damit um, wenn ein Mörder DIR was Gutes mit auf dem Weg geben kann? Und 3., auch 2 ganz wichtige Fragen: Wie geht man damit um wenn deine Clique, mit der du seit der Kindheit tgl. rumhängst Wertvorstellungen entwickelt, von denen du eigentlich weißt, dass diese falsch sind, und v.a.: Wie handelt man wenn die dir plötzlich bei einer möglichen Beziehung im Weg stehen, und diese nicht akzeptieren können? Es geht im Film also auch ein Bisschen um den Gruppenzwang, und er zeigt, dass man in der Demokratie manchmal „falsch“ denken und handeln muss, um dazuzugehören und nicht zum Außenseiter zu werden. Das alles sind sehr realistische Probleme, und die zeigt der Film, auf eine extrem mitreißende und unterhaltsame Weise!
Der Film zeigt, wie sich Jugendliche aus Verhältnissen, die in etwa exakt so sind wie die, in denen ich ´85 – 2007 lebte, entwickeln: Anfangs sind das noch die „süßen Jungs“, die sich eher wie Kinder verhalten, und mit denen man Sympathie hat. Und wenn es langsam aber sicher auf die 21 (dann wird man in den USA erwachsen, was ich viel sinnvoller find als die 18, mit denen man´s hier wird, und viele sehen das wie ich!) zugehen, wird man rauer, hört dämliche Musik und sonstige Medien, und härter im Vorurteilen gegen gewisse Gruppen, Zuschlagen – und Ausschließen von Leuten, die nicht ‚mitzuschlagen’ wollen…
Den Mafiaboss, der in Calogeros Umfeld das Kommando hat zeigt der Film, wie der ist: Nicht der „hirnlose Junge“, sondern die Kategorie „Soziopath mit Hirn“. Er schlägt nicht gleich zu, der ihm irgendwie unsympathisch ist; aber umso härter wenn er das für notwendig hält. Als eine Gruppe von Bikern in seine Kneipe kam, waren die nicht erwünscht und Sonnys Männer wollten Gewalt anwenden, wovon Sonny (!) die abhielt. Er weiß, was gut fürs Geschäft ist und gab ihnen, was die bestellten. Als die aber besoffen begannen, zu pöbeln, zeigte Sonny denen sofort, wer am längeren Hebel sitzt…
Die „Beziehung zwischen Leuten total verschiedenen Altersklassen“ bzw. die „Ziehvaterschaft“ ist hier außerdem noch ein wichtiges Thema, das, wie ausnahmslos was „A Bronx Tale“ ausmacht, glaubhaft und unterhaltsam zugleich umgesetzt wurd! In etlichen Scorsese-Klassikern war es, wie bei diesem Film, Mafia und ein Neuankömmling, in dem die Mafia großes Potenzial sah, in „Terminator 2“ waren es der Teenie und der Roboter, hier der Teenie und der Mafiaboss, in späteren Filmen war es die „Sonderbeziehung“ zwischen Vorgesetzten und Neuankömmling im Betrieb, wie in Scotts „Spy Game“, Crowes Regiedebüt „Mann, der niemals lebte“ oder Scorsesis „Departed“.

MEINUNG:

De Niro gelang hier ein absolutes Meisterwerk, und dazu brauchte er (abgesehen von sich selbst…) nicht mal die Elite Hollywoods! Der Film behandelt so zieml. alle wichtigen Probleme der „Umgebung von nebenan“, und dies tut er auf eine wirklich extrem unterhaltsame Weise! Die Musik war großartig, die Dialoge waren es, die Schauwertre waren es ebenfalls! Der Film zeigte einfach ausnahmslos alles, was zum „Leben in der Mitte“ dazugehört: Man kümmert sich um seine Finanzen (jeder auf seine Weise…), hat Freunde und Feinde, lebt und stirbt... Der Film ist eigentlich ununterbrochen spannend, schafft es aber, die Spannung gegen Ende sogar noch zu erhöhen, und eine große Actionszene am Schluss tut ihr Übriges!
Ob es der beste Film aller Zeiten ist, sei dahingestellt. Subjektiv beantworte ich die Frage mit nem klaren „ja“, objektiv kann ich´s nicht tun.

FAZIT:

Großartiger Film! Trotz einer (verschmerzbarer) Längen gibt es nichts, aber auch gar nichts, was in dem Film nicht gelungen ist und auch nichts, weshalb er jemandem auf der Welt nicht gefallen könnte… Hervorragende Geschichte extrem unterhaltsam erzählt, realistisch, spannend, ein bisschen actionreich und dramatisch! Der Film beinhaltete alles, was der Zuschauer will: Alles was das Leben der Mittelschicht ausmacht, stellenweise auch Prügeleien in der unteren Mittelschicht, begleitet von zuschauenden Menschenmengen, einfach die Szenen, die man sehen will… Parallel dazu sehr schöne Mucke, und sehr hübsche Schauwerte!
Ja, die 90er, das war wohl die beste Zeit, ich bedauere, dass die nie wiederkommen wird =(((. In den 90ern war die Gesellschaft so, dass es kein Widerspruch war, einen „guten Mainstremfilm“ zu machen. Heute muss man sich beim Kinogang leider für eins davon entscheiden… =(.
Natürlich war die Machart des Films extrem amerikanisch, und das ist ja auch eins der Hauptgründe, weswegen ich ihn so gut fand (ein Freund des europäischen Films war ich nie und werd es auch niemals werden!), aber es ist alles, alles andere als eine 0815-Hollywoodproduktion! Denn hinter diesem Film steckt ausnahmslos alles, was einen guten ausmacht…
Unübersehbare Parallelen konnt ich zu „GoodFellas“, „Es war 1* in Amerika“ und „Sleepers“ feststellen, Fans dieses Films können mit diesen 3 Filmen eigentlich nix falsch machen… Außerdem empfehle ich solchen „Reine Nervensache“, sicher nicht der beste De Niro-Film, aber er verhält sich zu diesem hier etwa so wie „Ice Age“ zu „Dschungelbuch“…

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Eckido66

Eckido66

06.04.2012 01:14

Ich weiß nun nicht, ob ich den Film nicht oder nicht mehr kenne. ;-) Der Beschreibung nach könnte er meinen Geschmack treffen. Ich versuch´s mal...

handballwilhelmshaven

handballwilhelmshaven

05.04.2012 19:29

Gut beschrieben, jedoch nicht ganz unsere Kragenweite, lg dirk und ramona

Eierkuchen70

Eierkuchen70

01.04.2012 23:36

liebe grüße aus dem eierkuchenland ;-)

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  1. Eckido66
  2. ArianeSophie
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