... Band der Trilogie, "In der Halle des Drachenkönigs", gerät der Tempelnovize Quentin in die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern des rechtmäßigen Königs Eskewar - dem Drachenkönig - und seinem Bruder Jaspin, der den Thron raubt. Jaspin gelingt dies nur durch die finsteren Machenschaften ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von mima17 über In der Halle des Drachenkönigs / Lawhead, Stephen 29. Juni 2000
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
leichte Kost
Unterhaltungswert:
hoch
Spannung:
durchschnittlich spannend
Humor:
durchschnittlich humorvoll
Aufmachung:
sehr schön
Pro:
stimmungsvoll, spannend, actionreich, farbig
Kontra:
etwas langsam, ziemlich mittelalterlich, wenig Fantasygehalt, christliche Ideen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Im 1. Band der Trilogie, "In der Halle des Drachenkönigs", gerät der Tempelnovize Quentin in die Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern des rechtmäßigen Königs Eskewar - dem Drachenkönig - und seinem Bruder Jaspin, der den Thron raubt. Jaspin gelingt dies nur durch die finsteren Machenschaften des bösen Zauberers Nimrod (nicht gerade der biblische Jäger!). Nimrod kann z.B. seine Gestalt wechseln.
Ein sterbender königlicher Ritter taucht eines Tages in Quentins Tempel auf und verlangt, daß man eine Nachricht an die Königsburg überbringt. Quentin macht sich auf den Weg nach Askalon. Unterwegs und in der Burg gewinnt er Freunde, so etwa den Weisen Derwin und den Jäger Toli vom Waldvolk der Dscher.
SPOILER
Sie besiegen zuerst Jaspin auf dem Schlachtfeld - zusammen mit Eskewar; dann besiegen sie Nimrod auf dessen Burg auf einer einsamen Insel. Quentin wird als Retter des Königreichs gefeiert.
Mein Eindruck °°°°°°°°°°°°°°°°°
Das Ganze ist sehr unterhaltsam und spannend erzählt - mit der Stimmung, die im ersten Band des "Herr der Ringe" vorherrscht. Man weiß nie genau, was Nimrod als nächstes ausheckt. Wichtig für die Folgebände ist die Begegnung mit der versunkenen Kultur der Alten, den Ariga, die in der Stadt Dekra eine große Bibliothek und schöne Kunstwerke hinterlassen haben - jedoch auch einen neuen Gottesglauben geschaffen haben. Der Glaube an einen einzigen, allerhöchsten Gott ist für Quentin und seine künftigen Anhänger neu. Er selbst diente im Tempel des Ariel, einem von vier Göttern des bisherigen Mensandor-Reiches.
Man sollte die drei Romane nicht einzeln, sondern in einer Reihe zusammen lesen. Die Hauptfigur nämlich, Quentin, entwickelt sich im Verlauf der Trilogie von einem unbedarften Novizen zum Retter der Welt, dem Priesterkönig. Er macht also ein spirituelles Wachstum durch, das so besser zu erkennen ist. Dieses Wachstum hat - wie in jedem Artus- und Ritterroman - mehrere Stationen. So etwa die Todesnähe, der Zweifel am Glauben/Gott, Erfahrung der Liebe/Minne, Liebe zum König des Landes (eine Einheit!), Kampf gegen diverse böse Wesen: Gegner des Glaubens, Vernichter der Welt, Verkörperungen unchristlicher Tugenden usw. Diese Wesen können auch in den eigenen Reihen zu finden sein, so etwa Jaspin, der Bruder des Königs in Band 1, und bei Fürst Ameron, der das Schwert des Königs raubt. Die meisten aber wollen nur die Macht an sich reißen: Nimrod, der Zauberer, seine Marionette Jaspin, und Nin der Verheerer. Natürlich werden sie von den Bewahrern christlicher Tugenden vernichtet.
Was ist hier überhaupt Fantasy-mäßig, fragt man sich zu Recht. Im ersten Band sind es die Taten und Tricks des Zauberers, im zweiten lediglich das Zauberschwert Zallkyr, im dritten Band ist es das Eingreifen der göttlichen Mächte im Augenblick höchster Not: Prinz Gerin soll geopfert werden, doch Quentin, sein Vater, kann dies mit dem Schwert (Gottes) verhindern, das sich wie von Zauberhand bewegt verhält. Außerdem ersteht Toli, Quentins Freund, von den Toten auf, und Quentin trifft den verblichenen Derwin.
Ansonsten wimmelt es von Traumgesichten, Eingebungen, Wachträumen, Prophezeiungen und Rätselsprüchen - alles Informationsbruchstücke, die aus Quellen stammen, die dem Bereich der Rationalität entrückt sind. Also sind sie dem Glauben untergeordnet. Aufgrund dieser Informationen handeln die Figuren jedoch - und wenn sie es wie die zweifelnden Fürsten in Band 2 nicht tun, dann nur aus Eigennutz und Starrsinn - sie erkennen eben die höheren Qualitäten des Glaubens nicht. Arme Teufel - genau wie wir.
Der Autor °°°°°°°°°°°°°
Stephen Lawhead, geboren 1950 in den USA, wurde bei uns mit seinem "Pendragon"-Zyklus bekannt, der ebenfalls bei Piper herauskam. Inzwischen erschienen von ihm die Fantasy-Trilogie "Das Lied von Albion" (Brendow/Bastei-Lübbe) und drei SF-Romane (Bastei). Die fünf Bände des "Pendragon"-Zyklus sind davon sicherlich die besten. Sie werden auch keineswegs von Lawheads allererstem Zyklus übertroffen, "Saga des Drachenkönigs", die bereits 1985 in England erschien und in fast allen englischsprachigen Buchhandlungen mit Fantasy-Regal zu finden ist. Lawhead lebt mit seiner Familie in Oxford, England.
Michael Matzer(c)1999/2006ff
Info: In the Hall of the Dragon King, 1985, 397 Seiten, München, R. Piper, 1998 (Paperback)
weitere Erfahrungsberichte
Naja... Bewertung fürIn der Halle des Drachenkönigs / Lawhead, Stephenvon
CrispyRoll
Pro: Ach ja... mal überlegen... Kontra: Durchschnittlich
...Projektionskraft, um mal wieder gepflegt in die Welt der Fantasy abzutauchen zu können. Diese Serie ist nicht mit den Pendragon-Zyklus zu vergleichen. Etwas flach und ohne große Überraschungen. Die Geschichte ist stets voraussehbar und nicht besonders spannend geschrieben.Irgendwie kommt einem das Gefühl:" Das habe ich doch schoneinaml irgendwo gelesen" Anleihen beim "Rad der Zeit" sind deutlich spürbar. ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: Ein sehr einfühlsames, warmherziges und tiefgreifendes Buch. Kontra: teilweise etwas schleppend
...einfach unmöglich ist sich nicht in sie hineinzuversetzen. Es wird erzählt wie Dolores unter der Trennung ihrer Eltern leidet, mit ihrer Mutter zur verhassten Großmutter ziehen muß, nirgends Anschluß findet und sie schließlich die Freude am Leben und den Mut zum weiterleben verliert. Sie versucht diese Leer zu vergessen, indem sie unmengen von Essen in sich hineinstopft, wird dadurch immer unzufriedener und mürrischer und schließlich stirbt auch ...
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Spannung:
Humor:
Aufmachung:
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27.04.2001
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