Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
= Einleitung =
Zunächst ist zu erwähnen, dass ich mich recht gerne auf mittelalterlich angehauchten Märkten und Festivals rumtreibe. Eigentlich allseits beliebtes Getränk in dieser Szene: Der Met. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann, wird sicherlich auf Wikipedia fündig. In letzter Zeit erlebt er eine Renaissance auch über diese Szene hinaus - festzumachen daran, dass man ihn nicht mehr nur bei privaten Herstellern wie Imkern erhält, sondern auch im Supermarkt. So fand ich heute beim Einkauf im Edeka eine neue Sorte, die ich noch nicht kannte - vorher gab es hier Katlenburger (http://www.ciao.de/Katlenburger_Met_Honigwein__Test_2760733), jetzt habe ich einen neuen entdeckt. Da ich gerne und viel probiere, habe ich mir eine Flasche mitgenommen.
= Der Augenschein =
Die Flasche ist eine typische Weinflasche aus Weißglas. Das Vorder- und Hinteretikett sind in Gelbtönen gehalten, den Hals ziert eine blaue Ummantelung. Verschlossen ist das ganze mit einem Plastikkorken. Vorne drauf groß "Met", dann ein Wikinger mit erhobenem Trinkhorn, kleiner darunter "Honigwein" und noch weiter drunter "nach altem überlieferten Rezept" - ja, überliefert mit n, hier müsste ein m stehen. Hinten drauf das typische Werbegedöns, der Abfüller: "Wein und Sektkellerei Ostrau GmbH" und eine URL, www.infowein.de - wohl das Label. Inhalt ist ein Dreiviertelliter. Und dieser Inhalt erscheint sehr blass - kein gutes Omen, dachte ich mir. Aber bei 2,79 Euronen macht der Versuch klug und schmerzt bei einem Fehlschlag nicht sehr ;). Online zu begutachten ist das Produkt unter http://www.infowein.de/weine,1800.html.
= Die Verkostung =
Also ab nach Hause damit und prompt entkorkt. Einmal dran riechen, in honigsüßer Erwartung - Moooooooooment. Nochmal gerochen. Ein absolut typischer und insgesamt schwacher Weißweingeruch. Keine Spur von Honig, keine Gewürze - eine leicht fremde Unternote, die aber nur mit viel Fantasie mit dem auf der Rückseite erwähnten Bienenhonig in Einklang zu bringen ist. In Erwartung einer Enttäuschung schnappe ich mir ein Weißweinglas, mein Horn ist mir für sowas zu schade. Und ich behalte Recht. Süße erschlägt meinen Gaumen, man merkt kaum Alkohol, aber auch keinen Honig. Dafür kommt nach einigem ruhen im Mund ein Traubensaftgeschmack - ja, Traubensaft. Im Abgang kommt dann ein wenig von den 11%, die angeblich enthalten sind, aber es bleibt nur ein fader Nachgeschmack.
= Fazit =
Leute, dagegen ist selbst der Katlenburger eine Gaumenfreude. Meiner Meinung nach ist dieses Produkt einfach nur mit Zucker vermischter Weißwein - der nichtmal fertig gekeltert wurde. Mit Met hat das absolut nichts zu tun. Da sind selbst die 3 Euro rausgeschmissenes Geld - ich gehe jetzt und kipp das Zeug in den Abfluss.
26.12.2009 22:23
Ooohh ... ich liebe Met. Auf einem Mittelalterfest hatte ich mal welchen gekauft, der hat zwar 10 € gekostet, war aber zum Sterben lecker.
18.12.2009 20:40
schade schade...
18.12.2009 15:45
Willkommen bei Ciao. Toller Erstbericht. Met ist normalerweise sehr lecker, schade, dass du solch eine negative Erfahrung gemacht hast.