Intel Celeron Willamette 1.7GHz
02.11.2003
Pro:
preiswert
Kontra:
nix
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Geschwindigkeit
Stabilität
Übertaktung:
Kompatibilität:
Support/Service:
 hulim
Über sich:
Mitglied seit:07.09.2003
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
In meinem ersten Bericht geht es um ein sehr gutes Produkt: Intel Celeron Willamette 1.7GHz
Die Intel Celeron CPU gibt es nun schon seit dem Pentium II. Die Celeron CPUs stellen abgespeckte Versionen von Pentium II und Pentium III CPUs dar. Da ausserdem die Low-Budget CPU von AMD - der Duron - leistungsmässig vor dem Celeron PIII liegt, musste nun auch ein P4 Celeron her. Aufbau der Celeron PIV CPU und Vergleich mit dem PIII Celeron.
Der neue P4 Celeron ist so neu eigentlich garnicht, man hat lediglich den Core der ersten P4´s genommen und deren 256KB L2 Cache auf 128KB L2 Cache gekürzt. Damit müssen wir leider den ersten Rückschritt vermelden, der Celeron PIII besitzt wie einst die P3´s auf Copperminebasis satte 256KB L2 Cache, was ihm in vielen Anwendungen zu mehr Performance verhilft. Da der Celeron PIV auf dem Willamette Core basiert, wird dieser im 0.18µ Verfahren hergestellt, womit wir den nächsten Rückschritt zu vermelden haben. Denn der PIII-Celeron wird im 0.13µ Verfahren hergestellt. Der Vorteil der kleineren Herstellung liegt darin das man weniger Spannung braucht, wodurch die CPU Kühler läuft. So gibt der Celeron PIII 1.3GHz nur etwa 30 Watt ab, wärend der Celeron PIV satte 60 Watt an Wärme abgibt, die natürlich mit einem entsprechend großen Kühler abgeführt werden muss.
Manch einer denkt jetzt vielleicht wo eigentlich die Vorteile des Celeron PIV liegen, wenn wir schon diese Nachteile haben. Der PIII Celeron wird durch sein Busprotokoll ausgebremst, er kann nur 800MBs an Daten über den Bus jagen, da kann auch kein DDR Ram was dran ändern, Flaschenhals ist nämlich nicht der RAM sondern das Protokoll von CPU zur Northbridge. Das kann man nur ändern wenn man den FSB hochsetzt bzw. die CPU übertaktet. Beim Celeron PIV ist das anders, der Systembus wir bei ihm "Quadpumped" (Mit 4 Mulipliziert)betrieben - also doppelt so schnell wie z.B. bei AMD. Dadurch stehen ganze 3200MBs an Durchsatz zur Verfügung. Double Pumped ALUs. Der PIV Celeron besitzt Double P umped ALUs, d.h. er kann Integerberechnungen paralell ausführen. In der Marketingsprache laufen deshalb Teile der 1.7GHz CPU mit satten 3.4GHz. Intel nennt das Rapid Execution Engine. Da die PIV Celerons bei reinen Floating Point Operationen relativ langsam sind, hat man ihnen den SSE2 Befehlssatz verpasst. Dieser ist eine Weiterentwicklung des SSE Befehlssatzes. Wenn also eine Software den SSE2 Befehlsatz beherrscht und darauf optimiert ist, kann er auch Floating Point Operationen schnell berechnen.
Der neue Celeron hat natürlich auch einen neuen Sockel, den Sockel 478, Die CPU hat ein mPGA478 Gehäuse und ist damit sehr klein. Der IHS (Intergradet HeatSpreader) ist fast so groß wie die CPU. Daher sind auch die PINs kleiner, dünner und näher aneinander, damit man die Signalwege so kurz wie möglich halten kann. Der Vorliegende Celeron
Mein Celeron PIV 1.7GHz kommt aus Costa Rica und trägt die S-Spec Nummer SL69Z. Es handelt sich um eine Boxed CPU, es liegt also ein Kühler bei. Der Kühler besitzt einen geregelten Lüfter und läuft daher sehr leise. Die Kühlrippen bestehen aus Aluminium, für eine Boxed Version ist es also ein guter Kühler mit akzeptabler Leistung.
Overclocking Overclocking ist bei uns natürlich sehr wichtig. Wir wussten vorher schon das wir nicht sehr weit kommen würden. Die Willamette Kerne gehen nur bis 2.0GHz. Ausserdem gibt der PIV Celeron so schon satte 60 Watt an Wärme ab. Ich startete trotzdem ein paar Versuche - erstmal mit dem boxed Cooler. Ich kam mit ihm auf 1.97GHz bei 1.85 Volt. Mehr als 1.85 Volt waren leider nicht drin da das Board keine höheren Einstellungen bot. Also ging es mit dem ALPHA PAL8942T weiter, denn die Temperatur war schon relativ hoch. Mit dem ALPHA durchbrach ich dann die 2.00GHz Bariere, ebenfalls bei 1.85 Volt.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmals herzlich bei Maik Shöphörster von Com-Tra.de bedanken, der uns den PAL8942T schnell und unkompliziert zur V erfügung stellte. Mehr ging nur mit einem VoltageMod, den ich auch durchführte. Aber da das nicht jedermanns Sache ist, kommt der dann in einem extra Artikel.
Auch wenn der 1.7Ghz Celeron nicht so gut zum Übertakten ist wie seine Vorgänger erreicht man trozdem immerhin 2GHz. Benchmarks
Kommen wir nun also zu den Benchmarks - die Testsysteme waren wie folgt bestückt: Celeron PIV 1.7 System MSI 645E MAX (SiS645DX) 256MB Infineon DDR 2-2-2 GeForce 2 PRO 225/450 Terratec DMX XFire 1024
Celeron PIII 1.2 System Elitegroup P6S5AT (SiS635T) 256MB Infineon DDR 2-2-2 GeForce 2 PRO 225/450 Terratec DMX XFire 1024 Es wurden also bei beiden Systemen SiS Chipsätze mit DDR RAM benutzt. Wer sich jetzt über den SiS Chipsatz bei dem PIII wundert - er scheint laut verschiedenen Hardwareseiten tatsächlich mit dem i815 mithalten zu können, in dem Vergleich bei Hardwareluxx war er sogar der Schnellere.
Also los... Wir beginnen mit Quake 3 Arena - dort konnte der P4 ja von Anfang an schon immer recht beeindruckende Werte liefern.
Q3 demo001 Ver. 1.17 Normal Settings 640x40x16 PIV 1.7GHz @ 2.06 GHz 120 / 160 - 176.2 fps PIV 1.7GHz 100/133 - 156.0 fps PIV 1.7GHz 100/100 - 138.2 fps PIII 1.2GHz 100/133 - 123.5 fps
Wir sehen hier sehr gut, daß der Celeron PIV beim Erhöhen des Speichertaktes nochmals gut zulegt, was beim PIII ja leider nicht viel bringt, denn dort ist wie gesagt die Verbindung CPU - Northbridge der Flaschenhals und nicht der Speicher. Q3 demo001 Ver. 1.17 High Quality Settings 640x480x32
PIV 1.7GHz @ 2.06 GHz 120 / 160 - 176 fps PIV 1.7GHz 100/133 - 156.1 fps PIV 1.7GHz 100/100 - 139.2 fps PIII 1.2GHz 100/133 - 118.9 fps In Quake 3 Arena gewinnt der PIV Celeron ganz klar!
3DMark 2000 V. 1.1 Default - 1024x768x16 PIV 1.7GHz @ 2.06 GHz 120 / 160 - 5627 PIV 1.7GHz 100/133 - 4894 PIV 1.7GHz 100/100 - 4374 PIII 1.2GHz 100/133 - 7235 Ein seltsames Ergebniss, aber hier sieht man sehr schön was passiert, wenn eine Software nicht für den PIV optimiert wurde.
Fazit: In den Anwendungen in denen es mehr auf die reine CPU-Leistung ankommt verliert der PIV sehr häufig gegen den PIII Celeron. Wenn es eher auf das Zusammenspiel von CPU-Speicher-Grafikkarte ankommt, kann der PIV Celeron klar als Sieger vom Schlachtfeld gehen. Sicher ist es etwas "peinlich" das der neue Celeron mit 500MHz mehr nicht in allen Disziplin gewinnen kann, aber meiner Meinung nach ist er der Bessere in den Bereichen, die für die Meisten von uns am interessantesten sind -- bei den Games.
Grüße hulim
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04.11.2003 15:10
respekt mein liebr!! mein erster bericht war lange nicht so gut wie deiner, obwohl ich den celeron nicht so mag. aber ich geb dir auch mein vertrauen! würde mich freuen wenn du mals vorbeischaust.
02.11.2003 15:52
Wow, guter erster Bericht! Leider kenne ich mich mit solchen Dingen überhaupt nicht aus ... Lg
02.11.2003 14:16
Sehr gelungener erster Bricht! Gruß, Very-tas