Nein Danke!
27.06.2007
Pro:
absolut gesehen günstig
Kontra:
verhältnismäßig teuer, warm, hoher Verbrauch, lahm
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Geschwindigkeit
Stabilität
Übertaktung:
Kompatibilität:
Support/Service:
 nitlem
Über sich:
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Vertrauende:85
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 163 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Neben den modernen Zweikernprozessoren, gibt es immer noch jede Menge günstige Prozessoren mit nur einem Kern. Intel beglückt die Käufer zum Beispiel mit der Celeron-Serie. Der Celeron ist das, was bei AMD der Sempron oder der Duron war. Für Büroanwendungen sind sie durchaus geeignet. Außerdem sind diese Prozessoren fast 50 Prozent günstiger. Klingt toll, oder? Gliederung ############
(1) Celeron D351 (2) Einbau (3) Leistung (4) Fazit
(1) Celeron D351 ##################
Der Celeron basiert generell auf dem Pentium 4, wurde aber etwas abgespeckt, so wurde der L2-Cache von einem Megabyte auf 256 Kilobyte reduziert. Der Celeron D351 wird für das Sockel-775-Package gefertigt. Wie die "ordentlichen" Prozessoren von Intel unterstützt er auch 64Bit Systeme. Die Funktion "Execute Disable Bit" verhindert sogenannte Buffer Overflows und gehört heute zu den Standardfeatures aktueller CPUs. Gefertigt wird der Prescott-Kern in 90nm. Die normale Leistungsaufnahme liegt mit 84 Watt wesentlich höher als bei aktuellen DualCore-Prozessoren. Getaktet wird die CPU mit 3,2 GHz. Diese resultieren einmal aus dem quadpumped FSB von 133 MHz (entsprechen 533 MHz) und einem Multiplikator von 24. Aktuell kostet die CPU im Handel etwa 60 Euro. Im Internet ist man ab 43 Euro dabei. Bedenkt man, dass ein AMD X2 schon für etwa zehn Euro mehr zu bekommen ist, erscheint der Preis natürlich recht hoch.
(2) Einbau ############
Der Einbau des Prozessors ist so ziemlich das Komplizierteste was es beim Zusammenbau des Computers geben kann. Wer es einmal gemacht hat findet es aber auch sehr leicht. Intel hat mit dem Sockel-775 ein neues Konzept verwirklicht. Dabei wanderten die Pins von der Unterseite des Prozessors in den Sockel. Dadurch ist die CPU wesentlich robuster und sollte in der Regel selbst Stürze aus einem halben Meter locker überleben. Auf der Oberseite greift Intel erneut auf das erfolgreiche Konzept er ersten Pentium-4-Prozessoren zurück. Dabei wird der empfindliche DIE von einem Heatspreader geschützt, dieser ist direkt verlötet, so dass die Wärmeübertragung gewährleistet ist.
Heut ist die sogenannte Daukappe anerkannter Standard. Die Montage der Prozessoren ist dadurch einfach wie nie, weil man bei der Montage des Kühlers kaum noch verkanten kann. Wer heute eine CPU beim Einbau beschädigt hat sich definitiv sehr dämlich angestellt. Für den Einbau der CPU muss man zunächst die Verriegelung des Sockels öffnen, danach muss man die CPU mit der markierten Ecke passend in den Sockel einsetzen. Jetzt kann man die Verriegelung wieder schließen. Die CPU ist jetzt absolut fixiert. In der Regel muss man etwas Druck aufwenden. Danach muss man noch eine dünne Schicht Wärmeleitpaste auftragen. Am besten verwendet man hierfür Arctic Silver 5 oder die Arctic Ceramique. Perfekt ist es, wenn man in die Mitte einen Klecks macht und diesen mit einer alten Kundenkarte gleichmäßig verteilt. Man kann diesen Vorgang aber auch durch den Anpressdruck des Kühlers erreichen. Optimal wird's aber mit der ersten Methode. Danach heißt es den Kühler aufstecken und die Pushpins einrasten. Vier Mal muss man das Einrastgeräusch hören, erst dann sitzt der Kühler perfekt. Danach muss man noch die Stromversorgung des Lüfters sicherstellen, indem man den Lüfter-Stecker am besten am CPU-Fan anschließt.
(3) Leistung #############
Auch wenn der Vergleich eigentlich nicht fair ist, muss der Celeron trotzdem gegen einen AMD X2 antreten, schließlich sind beide Prozessoren etwa gleich teuer. Auffällig ist zunächst der Stromverbrauch, der beim Celeron etwa 25 Watt höher ausfällt. Rechnet man mit einer Laufzeit von etwa fünf Stunden pro Tag ergeben sich Mehrkosten in Höhe von 9 Euro im Jahr. Wenn der Rechner häufiger eingeschaltet ist entsprechend mehr. Die Wärmeentwicklung der Prozessoren unterscheidet sich auch, so ist der X2 dank 65nm mit 34° im Leerlauf sehr kühl. Der Celeron ist hier mit 42° schon am kochen. Unter voller Belastung wird der Abstand durch den zweiten Kern des X2 geringer, so liegen beide Prozessoren an der 50° Marke. Die Temperaturen hängen im Wesentlichen vom verwendeten Kühler ab. Auch die Zimmertemperatur spielt eine Rolle.
Im normalen Windows Betrieb merkt man zunächst keinen Unterschied. Allerdings merkt man schnell, wenn man mehrere Anwendungen offen hat, dass dem Celeron ein Kern fehlt. Auch das Starten von Photoshop oder anderen intensiven Programmen dauert gefühlt dreimal so lange. Zum Vergleich der Leistung hab ich schließlich Cinema 4D, Sisoft Sandra und Everest genommen. Die Unterschiede sind dabei beträchtlich. In der Regel ist der X2 von AMD etwa doppelt so schnell. Besonders bei Anwendungen, die die aktuellen Mehrkerntechnolgien unterstützen wächst der Leistungsvorsprung teilweise viel extremer an. In einem Spielerechner kann ein Celeron auf diese Weise eine richtige Bremse sein. (4) Fazit ##########
Noch immer kursieren Komplettrechner mit Celeron-Prozessoren. Auch Laptops werden damit ausgestattet. Häufig lockt ein niedriger Preis. Allerdings stören der hohe Stromverbrauch, die hohe Hitzeentwicklung und die geringe Leistung. Diese reicht zwar für den alltäglichen Einsatz aus, allerdings bekommt man für 10 Euro mehr eine wesentlich bessere CPU, die besonders bei Windows Vista wesentliche Vorteile haben dürfte. Ich war nie Fan der Celeron-Serie und werde es wohl auch nie! Weshalb auch?
Bilder von Intel Celeron D 351 / 3.2 GHz Prozessor
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06.07.2007 20:15
kein wunder, das der celeron so langsam arbeitet, wenn intel dem nur dünne 256 kb cache spendiert. gruß X
27.06.2007 21:11
Schöner Bericht, mir wäre ein Celeron auch zu langsam. lg Hendrik
27.06.2007 20:14
Sehr umfassender Bericht! Da bleiben keine Fragen offen. Das hat ein BH verdient! LG Damaris :-)