Ein Typisches Intelboard? Sogar noch besser!!
24.01.2004
Pro:
schnell, unterstützt alle neuen Techniken, zuverlässig
Kontra:
kein Sound
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
Kompatibilität:
Erweiterbarkeit:
Stabilität:
Bios:
Treiber
mehr
 Garfieldt
Über sich:
Mitglied seit:24.01.2004
Erfahrungsberichte:5
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 30 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wenn man seinen Rechner Aufrüsten will hat man immer wieder die Qual der Wahl, welche Komponenten soll man wählen? Warum nicht einmal ein Referenzboard direkt von CPU Hersteller! Schon trifft man auf das D875PBZ, das Flaggschiff mit dem momentan schnellsten Chipsatz von Intel, das Board ist mit dem sehr schnellen 875P Chipsatz von Intel bestückt, der neben 800Mhz Frontsitebus, Dualchannel - DDR400, 8x AGP, Serial ATA Raid, USB 2.0, alles besitzt, was zum Stand der Technik gehört. Der Preis ist entgegen allen Erwartungen sogar recht günstig, z.B. kostet das Board momentan ca. 179,-€ bei Alternate, die Preise für dieses Board ändern sich allerdings sehr oft, sodass diese Angabe nur als Momentaufnahme gelten kann. Ausstattung: Das Board ist nur mit dem Wichtigsten ausgestattet, was man benötigt, so hat das Board z.B. keinen Sound, und auch die vielen „Spielereien“ anderer Hersteller besitzt dieses Board nicht. Weniger kann manchmal aber auch mehr sein. Denn viele onboard Sound Lösungen werden eh nach kurzer Zeit ersetzt. Ich hatte noch eine SoundBlaster Live 5.1, die ich gerne weiterverwenden wollte. Das Board bietet eine Gigabit-LAN Lösung von Broadcom (wurde 2003 von Intel aufgekauft), die vom PCI Bus abgekoppelt ist, was den PCI Bus, der einen maximalen Datendurchsatz von 133MB/s leisten kann sehr entlastet. Des Weiteren unterstützt das Board die Hyperthreading-Technology und Prozessoren mit 800MHz Frontsitebus, bei 800MHz Prozessoren unterstützt das Board auch den sehr schnellen DDR400 Speicher, der auch im Dualchannel Mode betrieben werden kann. Im Dualchannel Mode können Speichermodule verschiedener Kanäle parallel angesprochen werden, bei DDR400 Speicher, der einen Datendurchsatz von 3200MB/s schafft, liegt man im Dualchannel Mode beim Speicher bei 6400MB/s. Um den Dualchannel Mode nutzen zu können muss man aber mindestens 2 Module einsetzen. Die 4 Bänke des Boards können mit insgesamt 4GB DDR-Ram bestückt werden. Das Board hat 2 Serial-ATA Anschlüsse, die einen Maximalen Datendurchsatz von 150MB/s ermöglichen und zusätzlich noch als RAID 1 oder 0 definiert werden können, was ein Feature der beim 875P Chipsatz verwendeten Southbridge ist.
Anschlüsse hinten: 6 USB 2.0 Anschlüsse findet man an der Rückseite des Boards, 2 weitere können auf eine Blende gelegt werden, gibt es überall im Fachhandel, oder an die Front des Gehäuses angeschlossen werden, was bei fast allen aktuellen Gehäusen möglich ist. Weitere Anschlüsse an der Rückseite sind ein paralleler Anschluss, ein serieller Anschluss, zwei PS2 Anschlüsse (Maus, Tastatur) und der RJ45 Anschluss für die erwähnte Netzwerkkarte. Anschlüsse im Rechner: Neben den Eben erwähnten USB und SATA Anschlüssen gibt es noch 5 PCI Steckplätze, einen AGP Steckplatz, 2 UDMA Anschlüsse für insgesamt 4 EIDE Geräte und einen Anschluss für das Diskettenlaufwerk.
Lieferumfang: Im Lieferumfang befinden sich neben dem Mainboard noch eine ATX Blende, ein Aufkleber mit der Dokumentation des Boardlayouts für die Gehäuseinnenseite, 2 SATA Kabel, 1 UDMA Kabel, 1 Floppy Kabel, Handbücher und eine Treiber CD. Einbau und Inbetriebnahme: Das Mainboard entspricht dem ATX Standard und lässt sich somit in jedes ATX Gehäuse ohne Probleme einbauen. Man muss nur die im Gehäuse befindliche ATX-Blende gegen die Mitgelieferte austauschen, das Board mit dem Gehäusespezifischen Mechanismus (meistens Schrauben) befestigen, und die Kabel anschließen. Die Position und die Polarität der Kabel sind sehr gut Dokumentiert, sodass man auch hier keine allzu Großen Probleme haben sollte. Das einzig wichtige ist, das das Netzteil den 4-poligen (2x2) Anschluss für die 12Volt Zusatzspannung besitzen muss, da das Board ohne diese Zusatzversorgung nicht laufen wird. Positiv fällt sofort der passiv gekülte Mainboard Chipsatz auf, kein verschleiß und kein Lärm durch einen Lüfter. Ich verwende diese Mainboard mit 4 512MB DDR 400 Modulen von Kingston und einem Pentium 4 3.0 GHz mit 800MHz FSB und Hyperthreading Technologie. Der Speicher lässt sich sehr leicht in den Steckplatz stecken, die CPU ist schnell im Sockel arretiert. Da die Intel CPUs für den Sockel 478 alle über einen Heatspreader verfügen ist auch die Installation des CPU Kühlers ungefährlicher als bei AMD CPUs, bei denen manche Anwender schon einmal Ecken abbrechen. Dieses Board verfügt über die typische Kühlerbefestigung mithilfe eines Rahmens, die auch schwerere Kühler sehr fest auf der CPU hält. Nachdem ich das Board in mein Gehäuse eingebaut, und die oben erwähnten Komponenten eingesteckt hatte, schaltete ich den Rechner ein und alles lief auf Anhieb Perfekt, der Dualchannel-Mode war wie auch das Hyperthreading automatisch aktiviert. Alle anderen Bios Einstellungen waren auch schon fast Perfekt (Nur der SATA Raid Controller war aktiviert, obwohl ich nur UDMA Festplatten nutze). Dann habe ich erst einmal Windows XP neu installiert, was unbedingt nötig ist, wenn man vorher kein Hyperthreading hatte. Windows XP installiert bei aktiviertem Hyperthreading die Multiprozessor Version, im Nachhinein kann man dies nicht mehr ändern. Die Windows Installation funktionierte ohne Probleme, dann die Treiber CD von Intel eingelegt und alles funktionierte Perfekt. Mit der Intel CD kann man nicht nur die Treiber installieren, die CD such über das Internet nach den neuesten Versionen der Treiber und kann diese dann Automatisch auf den neuesten Stand bringen. Dann jedoch gab es eine wirkliche Überraschung nicht nur dass Intel, sonst immer gegen jegliches Übertakten, im Bios des Boards eine Möglichkeit zum minimalen übertakten bietet, im Internet bietet Intel mit dem IntelDesktopControlCenter ein Programm zum Download, mit dem man das D875PBZ (ein aktuelles Bios vorausgesetzt) aus Windows heraus übertakten und die getroffenen Maßnahmen gleich testen kann.
Alltagserfahrungen: Das Board läuft bei mir sehr stabil, obwohl der Rechner meist nur ein bis zwei mal pro Woche neu gestartet wird und hat sich bis heute noch keine Aussetzer geleistet. Das Board und seine Software sind nicht nur auf Benutzerfreundlichkeit, sonder auch sehr auf Stabilität getrimmt. Vielleicht ist das eines der Sachen, die ein Intel Board von anderen Boards anderer Hersteller unterscheidet. So gibt es für dieses Board zum Beispiel ein Bios Update Programm, das man direkt unter Windows starten kann. Da aber das Bios Update aus Windows heraus immer noch eine recht riskante Sache sein kann, geht Intel hier auf Nummer sicher und fährt den Rechner automatisch herunter, startet dann das Bios Update, und fährt den Rechner dann wieder hoch. Bios Update bei Intel heißt schwarzer Bildschirm und unregelmäßige Töne über einen längeren Zeitraum, also nichts machen, sondern abwarten. Auch der IntelDesktopControlCenter leistet gute Dienste, habe ihn kurz getestet, da der Rechner aber mit diesem Tool nur minimal getunt werden kann, lasse ich ihn lieber „normal“ laufen und gehe somit kein Risiko ein. Zusammenfassung der technischen Daten (Herstellerangaben): Bauart: ATX 292,61mm x 243,84mm Unterstützte Prozessoren: Alle Pentium 4 für den mPGA478 Sockel mit 533/800MHz FSB Unterstützter Arbeitsspeicher: Vier 184-pin DDR SDRAM Sockel, unterstützt DDR333 und DDR400 Module, unterstützt bis zu 4 GB Systemspeicher. Chipsatz: Intel 875P Chipsatz AGP : Universal 0,8/1,5Volt AGP 3.0 Steckplatz mit Arretiermechanismus unterstützt 4x und 8x AGP Karten. Schnittstellen: Acht USB 2.0 Ports, ein Serieller-Port, ein Paralleler-Port, zwei Serial ATA IDE Anschlüsse, zwei UDMA 100 Anschlüsse, ein Diskettenlaufwerkanschluss, PS2 Maus und Tastaturanschluss. Erweiterungskarten: 5 PCI Steckkarten.
Fazit: Ein typisches Intel Board, sehr schneller, sicherer und stabiler Betrieb, eine Ausstattung die nur die wichtigsten Komponenten enthält, an deren Qualität wird aber nicht gespart. Alles in allem ein sehr gelungenes Board, nicht nur durch den 875P Chipsatz, der momentan wohl die beste Chipsatzwahl für Intel Prozessoren ist, sondern auch durch so kleine durchdachte Details wie z.B. den Aufkleber für die Gehäuseinnenseite. In einer Firma, die sehr viele Rechner mit verschiedenen Boards hat, erleichtert es jedem Techniker die Arbeit, wenn er so sehen kann wo welche Schnittstellen liegen. Auch die Bios Update Prozedur ist sehr durchdacht. Wer viel Wert auf einen stabilen Betrieb seines Rechners legt sollte sich das D875PBZ unbedingt näher ansehen.
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30.01.2004 01:20
@ pegasuse Du schreibst, das mein Bericht über ein Mainboard zu technisch sei. Ein Mainboard hat viele technische Aspekte, auf die ich eingegangen bin, jedoch bin ich auch auf die Erfahrungen im Umgang mit dem Mainboard eingegangen. Wenn du mir etwas genauer beschreiben könntest, welche Informationen dir fehlen, fände ich das sehr interressant. Man sollte jedoch bedenken, das ein Mainboard ein Stück Technik ist, das sich nicht jeder im Supermarkt kauft, es ist davon Auszugehen, dass jemand der sich ein Mainboard kaufen will, auch weis wovon er da redet, weswegen ich die Andeutungen deinerseits nicht verstehe. Gruß Garfieldt
29.01.2004 18:17
Der Bericht ist ja ganz schön umfangreich aber für den Laien, der sich einfach hier nur informieren will zu kompliziert. Mag sein, dass die Freaks alle begeister sind, aber dafür gibt es ja andere Foren.
25.01.2004 15:13
Guter Bericht! Gruß Tobias