Kaufst Du Dir einen neuen Prozessor, darfst Du nicht sentimental veranlagt sein: Kaum ist das gute Stück mit Deinem Rechner verschmolzen, gibt es auch schon wieder einen größeren, schnelleren Bruder. Erst vor einem halben Jahr hatte ich mir einen netten Pentium III mit 850 MHz Taktfrequenz gekauft.
Begeisterung machte sich bei mir breit, hatte ich doch vorher drei Jahre lang ’nur‘ einen P II mit 300 MHz Frequenz besessen. Der hätte es auch noch getan, aber mein Herz verlangte, nachdem ich quasi alle Komponenten ausgetauscht hatte, auch hier nach mehr. Da ich das nötige Kleingeld locker hatte, legte ich einen runden Tausender an für das gute Stück.
Schnell bemerkte ich, dass der Prozessor vor allem in den professionellen Anwendungen merkliche Vorteile brachte. Photoshop startete doch erheblich schneller, auch längere und große GIF-Animationen werden schneller berechnet. Er wird meiner Ansicht nach auch nicht besonders heiß, der integrierte Lüfter scheint seinen Dienst zufriedenstellend zu verrichten.
Eine Besonderheit bei mir war, dass ich aus Kompatibilitätsgründen zu meinem alten Prozessor noch ein Slot 1-Motherboard gekauft hatte, das ABIT BE 6. Doch dieses nette Teil reichte mehr als aus, den Prozessor, ebenfalls mit dieser jetzt auslaufenden Schnittstelle, problemlos anzumelden und die Taktfrequenz richtig einzustellen.
Inwieweit sich ein solcher Prozessor übertakten lässt, kann ich hier noch nicht sagen, da habe ich mich nicht rangewagt. Aber ich bin auch so voll zufrieden.
In unserer Computerlandschaft ist es nun so bestellt, dass die Industrie mit immer neuen und höheren Taktfrequenzen lockt. Inzwischen gibt es gar Prozessoren mit über 1,5 GHz (Stand März ’01), und auch die BUS-Frequenzen der Motherboards steigen mehr und mehr. Mein Tipp: Lasst Euch hier nicht immer wieder verlocken, das Beste vom Besten besitzen zu müssen! Ob ich jetzt mit 850 MHz oder mit 1,5 GHz arbeite, dürfte sich bei der derzeitigen Rechnerarchitektur gar nicht mehr so dramatisch auswirken. Immer wird es schnell neue Computersysteme geben, neue Betriebssysteme, neue Grafikkarten, das hört nie auf.
Ich bin derzeit sehr zufrieden mit meinem System, trotz veraltetem Sockel. Professionelle Anwendungen funktionieren auch im Langzeittest und Dauerbetrieb absolut sicher, und die derzeit erhältlichen Spiele sind ja schon zufrieden, wenn sie eine gute Grafikkarte vorgesetzt bekommen. Da ist der Prozessor gar nicht sooo wichtig.
Wer also nicht allzu heiß auf immer den neuesten Prozessor ist, kann sich ruhig einen kaufen, der etwas unterhalb der Elite-Klasse liegt. Und wenn upgraden, dann in großen Schritten, nicht von z.B. 600 auf 850 MHz, das lohnt sich nicht. Und die etwas ’älteren‘ CPUs bekommt man nicht nur neu günstiger, sondern noch mal billiger, wenn man sie aus zuverlässiger Quelle gebraucht kauft, z.B. über eines der zahlreichen Internet-Auktionshäuser.
08.09.2003 09:19
Inzwischen sind auch 1,5 Ghz schon ziemlich veraltet! ;-)
21.06.2002 19:06
Ich vertrau immer noch auf meinen Athlon
11.03.2002 22:50
na und der Bericht hat ja auch schon einige Tage auf dem BUckel... dann ist der 3er ja schon fast museumsreif... *seufz*... jaja... die Evolution... Viele Grüße Rot-Tigerchen