Pentium M - endlich Ruhe in der Kiste !
29. Apr 2004
Pro:
geringer Stromverbrauch, hohe Geschwindigkeit trotz geringer Taktrate
Kontra:
für Spiele nicht das Optimum
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Geschwindigkeit:
Stabilität
Übertaktung:
Kompatibilität:
Support/Service:
 AlphaXi
Über sich:
Ich habe sowohl beruflich als auch privat einiges mit PC Hardware zu tun. Bei mir werdet ihr immer m...
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Schon immer hatte ich mir gewünscht, ein Notebook zu besitzen. Ich hatte mich im Vorfeld umfassend informiert und kam zu dem Schluss, das es nur ein Notebook mit Centrino-Technik, also einem Pentium M Prozessor sein kann, da mit diesem Prozessor sehr lange Akkulaufzeiten und ein lüfterloser Betrieb möglich sein sollten, wenn sich die CPU im maximalen Stromsparmodus befindet.
Vor zwei Monaten war es dann soweit. Ich kaufte mir das ASUS M6700N mit Intel Centrino Technik und einem 1,4GHz Pentium M Prozessor. Zu beachten ist, dass oft fälschlich angenommen wird, dass der Prozessor ein "Centrino Prozessor" ist. Centrino ist aber ein Sammelbegriff für integrierte Wireless-LAN-Funktion, längere Akkulaufzeit und dünnere, leichtere Geräte. Der Pentium M Prozessor ist also ein Teil der Centrino Technik.
Die Eckdaten des Pentium M 1,4GHz Prozessors lauten: - 1,40 GHz Taktfrequenz - Intel
855 Chipsetfamilie - Energieoptimierter 400-MHz-Prozessor-Systembus - Dedizierter Stack-Manager - Micro-Ops-Fusion - Unterstützung für erweiterte Intel SpeedStep Technologie - Unterstützung für Intel Mobile Voltage (Intel MVP IV) - 1 MB Level-2-Cache auf dem Chip integriert - Unterstützung für bis zu 2 GB DDR
Meine Erfahrungen mit dem Pentium M: Der Pentium M besitzt die SpeedStep Technologie zur automatischen Regulierung der Taktrate je nach Auslastung des Prozessors. Bevor das fehlerfrei funktioniert, muss bei Windows XP SP1 zuerst der Centrino Prozessor Patch aufgespielt werden, der sich auf der Treiber CD eines jeden Centrino Notebooks wiederfinden sollte.
Nachdem ich diesen Patch aufgespielt hatte, wollte ich die Geschwindigkeit erst einmal grob einschätzen können. Dafür war mir der SiSoft Sandra Prozessor Benchmark behilflich, in dem der Pentium sehr gut abschneidet. Oft wird der Pentium M mit der Faustregel "Taktrate des Pentium M + 1GHz" mit dem Pentium 4 verglichen. Zumindest in diesem Benchmark lag mein Pentium M nur ganz knapp hinter dem Pentium 4 2,4GHz. Ich kann diese Faustregel also in etwa bestätigen. Diese hohe Leistung trotz geringer Taktrate ist begründet in der Architektur der beiden Prozessoren. Während der Pentium 4 auf möglichst hohe Taktraten ausgelegt ist, wobei Hitzeentwicklung kein Thema ist, soll der Pentium M bei möglichst geringer Taktrate arbeiten und trotzdem gute Leistungen bringen. Beim Pentium M ist sehr schön zu sehen, dass er gegenüber dem Pentium 4 eine hohe Pro-Takt-Leistung hat, d.h. pro takt können mehr Befehle verarbeitet werden, als beim Pentium 4. Erreicht wird das z.B. durch den großen Cache von 1MB. Die automatische Taktregulierung funktioniert einwandfrei. Im Ruhezustand läuft der Prozessor mit nur 600MHz und der Lüfter meines Notebooks springt tatsächlich nie an. Sobald Last auftritt (z.B. wenn ein Spiel gestartet wird), schaltet sich der Prozessor blitzschnell auf 1,4GHz hoch und man hat ohne Verzögerung die maximale Geschwindigkeit zur Verfügung.
Die Temperatur des Pentium M 1,4GHz ist im Ruhemodus als sehr gering einzustufen. Das Notebook wird an der Stelle, wo der Prozessor sitzt, kaum warm. Wenn für längere Zeit volle Auslastung auftritt, und der Prozessor durchgängig auf 1,4GHz arbeitet, dann läuft sporadisch der Lüfter an und pustet auch recht warme Luft aus dem Gehäuse. Auch dank der in meinem Notebook verbauten Radeon 9600 kann ich darauf einwandfrei spielen. Allerdings ruckelt es hier und da doch schon mal. Daran ist sicherlich nicht nur die Grafikkarte schuld. Moderne Spiele benötigen auch recht viel CPU Leistung, und die kann ein 1,4GHz Prozessor nicht mehr in vollem Umfang liefern, so gut die Pro-Takt-Leistung auch sein mag. Hier ist ein desktop System mit Athlon64, Athlon XP oder einem sehr hoch getakteten Pentium 4 immer noch erste Wahl.
Aber der Pentium M soll ja eigentlich auch eher ein Prozessor für Office-Arbeiten sein, als für Spiele. Und da schlägt er sich meisterlich. Auch bei nur 600MHz entfaltet er genügend Leistung, um Office, Musik, Internet und DVD/CD brennen unter einen Hut zu bringen. Das ganze läuft dann vollkommen geräuschlos ab. Für diese Arbeiten ist nach wie vor kein Hochleistungsprozessor, wie oft durch Aldi oder Media Markt vorgegaukelt, notwendig. 600MHz reichen völlig. Durchaus möglich ist das Spielen mit dem Pentium M auch. Man erreicht nicht die maximalen Geschwindigkeiten, wie mit einem modernen Desktop Prozessor, aber immer noch sehr gute Leistungen. Nicht umsonst haben Notebooks mit Pentium M und schnellen Grafikkarten gerade Hochkonjunktur.
Preislich liegt die Boxed Variante bei kanpp 210€ bei Mindfactory.
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09.05.2004 00:19
Einzeln verkauft sind die strange, meistens im Bundle mit Notebook. :)
29.04.2004 15:49
genau das teil hat mein vater in seinem laptop. ich find die erfindung einfach nur genial! schöner bericht
29.04.2004 13:09
Guter Bericht. Leider ist der Prozessor für meine Anforderungen zu langsam. Beim Kompilieren von großen Programmen braucht man doch etwas mehr GHz. Ich finde den Bericht informativ. Gruß Martin