Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Ein Muss für alle Damen und Herren mit Biss |
| Kontra: |
Man möge mir verzeihn, da fällt mir nix zu ein |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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San Francisco im Jahre 1991.
Hier und jetzt soll sich ein Treffen der etwas anderen Art zutragen. Denn um seine Anonymität zu beenden, offenbart ein seit über 200 Jahren existierender Vampir Reporter Malloy seine tragische Lebensgeschichte. Louis, so sein Name, im Gegensatz zu den anderen seiner Art ein Wesen der Nacht, das sich seine Menschlichkeit bewahrt hat.
Seine unvergängliche Existenz sollte er im aushegenden 18. Jahrhundert, 1791, erlangen, als er im Alter von 24 Jahren zwar bereits Herr über Land und Sklaven war – jedoch längst seinen Lebenswillen schmerzlich eingebüßt hatte, nachdem seine Frau ein Jahr zuvor gestorben war.
Letztlich jedoch, soll keiner sein Todessehnen erhören ...erst Vampir Lestat ist es, der ihn vor die Wahl stellt, zu sterben oder aber jung zu bleiben für die Ewigkeit.
Und so trifft er denn eine Entscheidung. Sie soll eine unwiderrufliche sein. Die Entscheidung zu Letzterem, einem Lebens in lebloser Hülle.
Doch auch für Unsterbliche soll eine Hölle existieren...jenes Schattendasein ist Louis mehr und mehr zuwider, gezwungen, sich vom Blute Unschuldiger ernähren zu müssen. Um zu überleben tötet er Ratten und anderes Getier, entfremdet sich von seinem "Erschaffer" immer mehr. Als er aber in einem von der Pest befallenen Stadtteil auf die kleine Claudia trifft, wird sie aus Mitleid sein erstes Menschenopfer, ihre gesamte Familie bereits vom schwarzen Tod heimgesucht. Aber Lestat lässt auch sie nicht sterben und wandelt sie zum dritten Vampir im Bunde, um dadurch Louis an sich zu binden.
Zwanzig Jahre funktioniert das Zusammenleben der drei. Bis Claudia feststellt, worauf es eines Tages eine Erklärung hatte geben müssen: dass ihr Körper der eines ewigen Kindes ist und bleiben wird; wofür sie Lestat zu hassen beginnt, um ihn schließlich m zu vergiften und mit Louis‘ Hilfe im Mississippi zu versenken.
Um das Geschehene zu vergessen, bereisen beide die "alte Welt", um in Europa Ihresgleichen und damit Antworten auf Fragen zu finden, die ihr Sein betreffen. Nach langer, vergeblicher Suche dann in Paris Louis' Begegnung mit Armand, der dort mit anderen Vampiren ein Theater führt.
Von ihnen des Mordes an Lestat bezichtigt, findet Claudia grausam in der Sonnenglut den Tod. Louis, der seinen Peinigern entkommt, nimmt an ihnen fürchterliche Rache für Claudias Schicksal...
Zurück in der "neuen Welt" streift er fortan allein durch die Dunkelheit. Und nach Jahren sollen sich Louis‘ Wege mit denen des nunmehr geschwächten Lestats kreuzen, der, wiederholt dem Tode entronnen, verzweifelt um Beistand bittet. Ablehnend ergibt sich der Vampir mit dem trauernden Herzen wiederum seinem Schicksal, nicht tot zu sein und nicht zu leben – und der ewigen Einsamkeit.
Doch selbst am Ende des Interviews muss Louis die Ausweglosigkeit seiner Bemühungen erkennen, denn Malloy bittet fasziniert um die „dunkle Gabe“.
Aber wird ihm Louis diesen Wunsch erfüllen oder in den Nebeln der Stadt verschwinden? Und welche Rolle spielt letztlich Lestat? Soll er es sein, der sich des übereifrigen Reporters annimmt, um diesen vor eine Wahl zu stellen, die „er selbst niemals hatte“?
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» Hintergründe...
Selbst wenn mit besagten letzten Sequenzen der Film sich seinem Ende neigt, so bleibt doch gänzlich ungewiss, ob, wie, wann und wo einst das Dasein aller der Kinder der Nacht erlöschen soll...
...ein Ausgang, wie er rätselhafter nicht hätte sein können. Ein Ausgang, der dem Zuschauer alle Möglichkeiten offenlässt, eine fiktive Entwicklung des Geschehens zu erwägen?
Und was genau steckt dahinter? Wo liegen die Grundideen, welche die filmische Erschaffung einer solchen Story erlauben sollten?
Nun denn, sie liegen im New Orleans des Jahres 1941. Hier wird Howard Allan O‘Brien geboren, später von den Eltern Anne genannt.
Nach dem Universitätsabschluss und der Heirat mit Stand Rice, mit dem sie nach Berkeley/Kalifornien zieht, wird Tochter Michelle geboren. Doch das Glück soll nur von kurzer Dauer sein, denn das Kind stirbt 1972 an Leukämie.
Anne fällt es schwer, diesen Schicksalsschlag zu überwinden; einzig das Schreiben soll ihr Kraft geben und so entsteht 1973 in NUR fünf Wochen „Interview with the Vampire“, zu deutsch „Interview mit einem Vampir“. Mögliche Parallelen zwischen der fantastischen Geschichte und biografischen Aspekten? Das Leid Claudias und ihr tragischer Tod ...und Louis, der um die, die er liebte, trauert? Von Verlegern abgelehnt, gelingt es darauf Literaturagentin P. Seidel, das Werk bei einem Verlag unterzubringen - gemischte Reaktionen der Kritiker.
Ende der 70er die Geburt von Sohn Christopher. 1989 ziehen die Rices nach New Orleans zurück, wo sie im Garden District noch heute leben. Anne widmet sich weiterhin der schriftstellerischen Tätigkeit; dies auch trotz schwerer Erkrankung 1998, bei der sie nur knapp dem Tode entgeht.
Und natürlich soll „Interview mit einem Vampir“ nicht ihr erstes und letztes Buch gewesen sein; nein, genauer gesagt ist es Band Nummer 2 ihrer populären „Vampire Chronicles“, die den Kernteil ihres weitgefächerten Repertoires an Fantasy-Stories bilden.
1994, Jahre nach Erstpublikation des „Interview mit einem Vampir“-Romans setzt es sich dann Regisseur Neil Jordan, der zuvor Streifen à la „The Crying Game“, „Mona Lisa“ und „The Miracle“ gedreht hatte, zum Ziel, die filmische Umsetzung des Bestsellers zu starten und dabei visuell zu überzeugen.
Ausgestattet mit einem 50 Millionen Dollar Budget galt es nun, nicht zuletzt opulente Sets und historisch glaubwürdige Kostüme, kreiert von Production Producer Dante Ferretti, zu finanzieren. Doch auch die Darstellerwahl sollte sich als wesentlicher Schritt erweisen...
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» Darsteller...
Tom Cruise .... Lestat de Lioncourt
Brad Pitt .... Louis de Pointe du Lac
Kirsten Dunst .... Claudia
Antonio Banderas .... Armand
Christian Slater .... Daniel Malloy u.a.
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Verständlicherweise war auf die beiden Hauptcharaktere höchstes Augenmerk zu legen.
So zeigte sich Autorin Anne Rice beispielsweise zunächst weniger begeistert von der Entscheidung für Tom Cruise als blondgelockter Lestat. Doch nach ersten Dreharbeiten stimmte sie nach und nach zu, da auch sie der gebürtige New Yorker durch sein Agieren überzeugte. Und so sehen wir denn einen vom Zynismus eines ewig monotonen Lebens geprägten Lestat, wie er im wahrsten Sinne des Wortes „im Buche steht“.
Konträr dazu Brad Pitt, für den es eine seiner ersten „großen“ Rollen sein sollte, als Louis, der in sich sehr emotional die Melancholie und Zerrissenheit zwischen den Zügen seines menschlichen Ichs, seiner fühlenden Seele, und dem Drang des Tötens vereint...ruhelos, rastlos, nach Antworten suchend...die er doch nicht finden soll?
Kirsten Dunst auch sehr überzeugend, als Mädchen Claudia, in den von Pest heimgesuchten Vierteln der Stadt. Frei von Sünde und dennoch nicht von Krankheit und unbarmherzig drohendem Tod verschont, dem bereits ihre Mutter zum Opfer fiel – ohne Chance auf ein Leben im Tageslicht, von vornherein dazu verurteilt, ihr menschliches Leben zu verlieren. Auch die Verwandlung in ein Geschöpf der Nacht soll ihr Leid nicht verhindern... denn mit den Jahrhunderten, die ins Land ziehen sollen, in denen sie dennoch gezwungen ist, äußerlich ein ewiges Kind zu bleiben, ist sie ohne die Kräfte der „Erwachsenen“ ihrer Art jenen hilflos ausgeliefert.
Antonio Banderas alias Mr. Latinlover mal in ungewohnter Aktion, als Vampir Armand, der quasi „Chef“ des Pariser Theaters. Ein ominöser Charakter, scheinbare Erhabenheit und innere Größe ausstrahlend – trotz dessen aber über die Jahrhunderte nichts anderes als des überirdischen Daseins überdrüssig und ausgebrannt, ohne Reue – in Louis eine „Wiederbelebung“ seiner selbst und die Abwechslung von den übrigen Pariser Vampiren erhoffend, die er als „dekadent, in ihrem Jahrhundert gefangen und dem Untergang geweiht“ erachtet.
In die Rolle von Reporter Malloy, ursprünglich angedacht für River Phoenix, dem der Tod zuvor kam, schlüpfte Christian Slater. Der Jungjournalist zunächst (aus verständlichen Gründen?) in keinster Weise überzeugt, dann allmählich fassungslos, fasziniert und gefesselt... sich nicht dem geheimnisvollen Charme und mystischen Flair der Untoten entziehen könnend.
Und so sollen sich denn Relationen entwickeln, von den dunklen Rätseln eines dem Menschen unbekannten Seins umflochten.
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» Schlussgedanken...
Die Möglichkeit einer Existenz außerhalb unserer Zeit? Einer Existenz, die alles woran man eventuell glaubte, in Frage stellen würde? Und wenn dieser Fall wirklich real wäre – worin bestünde der Reiz eines Lebens bis in alle Ewigkeit?
Mancher mag die Verfilmung einen „mittelklassigen Thriller“ schimpfen und einige Szenen (wenn auch zugegeben nur extrem wenige) als nicht ganz jugenfrei sehen (ist der Film doch vermutlich nicht umsonst erst ab 16) ...meines Erachtens nach jedoch wurde hier mehr als nur ein „nettes“ Horror-Main-Stream-Projekt erschaffen. In imposanter Weise wirft die Story essentielle Fragen auf. Fragen nach Sinn und Unsinn „ewiger Jugend“ – „Sein oder nicht Sein“. Alles verwoben in einem bunten Reigen von schöpferischer Konstanz, mit detailliertem Interesse an einzigartiger literarisch-romantischer Qualität... ein tragisches 126-minütiges „Märchen“ mit der Einladung zum Eintauchen in eine fulminante Welt zwischen „Gut und Böse“. Eine Welt zwischen „Himmel und Hölle“.
Nun, sei es so, die Zeiten ändern sich und das sterbliche Leben auch – nur jene unvergänglichen Wesen nicht den Wirren von Alter und Abberufung unterlegen.
Und der unweigerliche Fortgang des Ganzen? Zwar frei von körperlichem Tod, dennoch mehr und mehr ein untergehender Stern? Unerfüllbare Sehnsucht, Leid und Überdruss, Trübsinn und Verlassenheit?
„In our diabolikal rapture we live on and on
and death keeps knocking at our door
so we open the door
and we die a bit more
we're in love with death and we die on and on...“
(Zitat: HIM)
| weitere Erfahrungsberichte |
Lieber der Tod als das hier...
Bewertung für Interview mit einem Vampir von
Realjackass
Pro: Pitt, Cruise, Filmmusik, Slatter, atmosphäre, einfach alles!
Kontra: Für mich gibts da nichts...
Heute möchte ich über einen absoluten spitzenfilm schreiben. Ich wollte mir diesen Film schon lange mal ansehen aber leider ( oder zum Glück ) kam ich erst gestern Abend dazu. Was ich von ihm halte, erfahrt ihr jetzt. Wie immer werde ich einige Details au ...
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sehr hilfreich
26.04.2004
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Reflections After Dark
Bewertung für Interview mit einem Vampir von
Nat21
Pro: atmosphärische, bewegende Bilder
Kontra: -
Tom Cruise mit blonden Engelslocken und Brad Pitt mit langen, dunklen Haaren? Wo ist denn das möglich? Die Rede ist natürlich von "Interview mit einem Vampir", ein Film nach dem ersten Buch der fünfbändigen "Chronik der Vampire" von Anne Rice.
Der Fi ...
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sehr hilfreich
05.01.2001
(02.12.2001)
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Die schönsten Vampire aller Zeiten
Bewertung für Interview mit einem Vampir von
Erdi2001
Pro: Super Schauspieler, super Effekte, super Story--->einfach ein SUPER Film
Kontra: -
Kann man sich ein und denselben Film gleich zweimal hintereinander ansehen, ohne einzuschlafen? Und das auch noch mitten in der Nacht? Oh ja, frau kann es auf jeden Fall, zumindest, wenn der Hauptdarsteller ein in seiner Traurigkeit versunkener und ...
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sehr hilfreich
27.11.2001
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Düster und äußerst spannend...
Bewertung für Interview mit einem Vampir von
MoonFox
Pro: dichte Atmospähre, Story, Schauspieler
Kontra: -
Anne Rice ist vielen mit Ihren Vampirromanen sicherlich ein Begriff. Das Buch "Interview with the vampire" ist exzellent, und da ich normalerweise Literaturverfilmungen von Haus aus skeptisch betrachte war ich diesmal auch entsprechend auf den Film gespan ...
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sehr hilfreich
18.08.2001
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Eine Welt voller zerbrochenen Statuen
Bewertung für Interview mit einem Vampir von
TheRealAngel
Pro: Pitt, Banderas, Cruise, Handlung, Darstellung
Kontra: nix??
Als Frau kann ich nur sagen, wenn ein Vampir der so faszinierend ist wie Louis alias Brad Pitt, mich beißen wollte ich würde ihn meinem Hals nur so hinhalten. MMMMHHHMMM Aber das ist natürlich nicht alles was man zu diesem Film schreiben kann, denn er ...
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sehr hilfreich
06.01.2002
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