Erfahrungsbericht über

Irland. Elfen und Feen / Frank Giesenberg

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Woher kommen denn die Feen Irlands und wer sind sie?

5  05.05.2009

Pro:
die Geschichten, der Erzählstil, die Bilder .  .  .  .  .

Kontra:
wer eines findet darf es behalten

Empfehlenswert: Ja 

t.schlumpf

Über sich: Suche Zweitjob und ein Leben! Wichtel gefunden - vielen lieben Dank und einen dicken Knutsch ;o) ...

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FRANK GIESENBERG / THEO BROERE: IRLAND – DAS REICH DER FEEN *********************************************************************************************

Da ich ja im mehrere Bücher gleichzeitig lese und mich nicht nur mit Geschichte, Krimis oder auch dem zuletzt vorgestellten Schund bespaße, findet man auch ab und an Bildbände bei mir. Vorzugsweise solche Bildbände, die in schwarz – weiß gehalten sind und einen mystischen Touch haben! Und auch da hab ich so meine Lieblinge unter den Autoren und Frank Giesenberg gehört dazu.
Nicht nur wegen der Zusammenstellung der Bilder, sondern eher wegen der Komposition seiner Geschichten zu den faszinierenden Bildern seines Lieblingsfotografen Theo Broere.
Und von einem seiner Bücher möchte ich heute berichten – der Osterhase war nicht nur frech ;o)) er hat mir auch was Nettes gebracht!

Heute möchte ich Euch deshalb das Buch " Irland – Das Reich der Feen" von Frank Giesenberg mit den Aufnahmen von Theo Broere vorstellen. Es ist ja so genau das Thema für mich – Irland – Mystik und im Zwielicht gehaltene Bilder! Aber ob es meine Erwartungen getroffen hat oder ich schon wieder einen Griff in die Kiste der Bücher die die Welt nicht braucht getan habe werdet ihr bald erfahren!

ECKDATEN
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Ich habe hier die gebundene Ausgabe des Buches vor mir liegen, welche als Originalausgabe 2003 bei Eulen Verlag in München erschienen ist.
Das Buch ist mit zahlreichen „ Schwarz – Weiß“ Fotographien versehen, die sowohl die Natur darstellen, wie auch durch verschiedene Kameraeinstellungen und Filter eine gespenstische Ruinenlandschaft zaubern.

140 Seiten inklusive dem Inhaltsverzeichnis umfasst dieses Buch.
  1. ISBN-13: 9-783-89102-466-9
  2. ISBN-10: 3-89102-466-5

Der Preis der vorliegenden Ausgabe lag um die 13 € bei buecher.de – aber ich kann mir vorstellen dass es für weniger oder auch mehr bei anderen Anbietern zu haben ist!

ÜBER DEN AUTOR
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Über den Autor und dein Fotografen konnte ich leider nur folgendes herausfinden:
"Der Fotograf Theo Broere erschließt uns das geheimnisvolle Deutschland, seine sagenumwobenen und märchenhaften Plätze, verwunschenen und mysteriösen Orte in seinen bezaubernden Duoton-Fotografien. Unsichtbares wird durch Infrarottechnik sichtbar gemacht. Das sind Bäume, Burgen, Felsen, Klöster, Menhire – Orte, um die sich Sagen und sagenhaftes ranken, an denen Geister und Unholde ihr Unwesen treiben.

Frank Giesenberg hat die Sageninhalte zu den fotografierten Orten zusammengetragen und wunderbar nacherzählt ohne jedoch weit schweifend zu sein."

Bisher sind folgende Bücher mit Fotografien von Theo Broere erschienen, ein Teil davon entstand in Zusammenarbeit mit Frank Giesenberg:

1. Magisches Deutschland
2. Die Magische Eifel
3. Irland - Das Reich der Feen
4. Abendgrauen
5. Abendgrauen 2
6. Abendgrauen 3
7. Eifel Krimi Reiseführer
8. Bad Münstereifel - Ein Stadtrundgang
9. Monschau zu Fuß

(Der Text stammt etwas umgewandelt aus Recherchen im Internet :o) )
Weitere Werke von ihnen bleibe ich mal schuldig, da ich keine Ahnung habe wo ich eine komplette Liste finden soll!

INHALTSANGABE AUF DER BUCHRÜCKSEITE
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Aus dem immensen Fundus der irischen Erzähltradition hat Frank Giesenberg einige der schönsten Märchen ausgewählt und in eigener Sprache nacherzählt.

"Ins rechte Bild" gesetzt werden diese Geschichten von Theo Broere, dessen grobkörnig-geheimnisvollen Fotografien in jenem Zwielicht gehalten sind, das auch das Reich der irischen Feen umgibt.

EIGENE INHALTSANGABE
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Ich werde nachfolgende jedes Kapitel mit seinem Inhalt vorstellen, so dass ihr Euch ein Bild zu dem Buch machen könnt. Vielleicht werde ich auch ein oder mehrere Geschichten daraus vorstellen – ich weiß es noch nicht , ich lass mich selbst überraschen!

Ein kurzes Vorwort der Autoren über das Wesen der Feen – wenigsten eine kleine Einstimmung dazu - und schon geht’s mit der faszinierenden Reise durch das Reich der irischen Feen. Aber diese Vorbemerkung ist für mich höchst interessant und humorvoll gewesen – sie gibt schon einen Vorgeschmack auf das Kommende und weißt dem Leser die Richtung – deshalb werde ich die auch mal abtippseln!


„ Leseprobe 1“
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„ Feen sind menschenscheue, in ihre Welt versponnene Geschöpfe. Von Talkshows im Fernsehen, home stories in Regenbogengazetten, Werbeauftritten, Pressekonferenzen und anderen Arten der öffentlichen Zurschaustellung halten sie nichts. Untersuchungen widersetzen sie sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, als da wären:
Erstens, sie verschwinden einfach aus dem Blick und entziehen dem Forscher damit sein „ Objekt“
Zweitens, sie ändern ständig ihr Aussehen und verhalten, so dass ihm eine Klassifikation schwer fällt
Drittens, sie versetzten dem allzu Neugierigen einen „Schlag“ und befördern ihn so in einen Dämmerzustand. Dies hat zur Folge, dass seine Beobachtungen von der scientific community als unglaubwürdig verworfen werden.

Da Letzteres dem Autor bei seinen Feldforschungen gleich zweimal unterlief, entschloss er sich für die vorliegende Studie zu einer anderen Vorgehensweise:
Statt Feen sammelte er Geschichten über sie. Diese wertete er aus und fasste die schlagendsten Beispiele mit elfengleicher Großzügigkeit in seinen eigenen Worten zusammen. Bislang wurde er von weiteren Angriffen verschont.
Mögen auch Sie unversehrt bleiben, wenn Sie das Folgende lesen.“

Kapitel 1: Die Herkunft der Feen
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Für die meisten von uns sind die Feen ja gewöhnlich freundliche und sanftmütige Wesen von zarter Konstitution, welche auch ständig darum bemüht sind den Menschen aus Notlagen zu helfen, Gutes zu tun und in der Natur ihre Zauber wirken. Doch der Autor erzählt uns dass dieses Bild erst im 19. Jahrhundert im pädagogischen Interesse entworfen wurde und die Feen doch schon richtige

Bilder von Irland. Elfen und Feen / Frank Giesenberg
  • Irland. Elfen und Feen / Frank Giesenberg 100_0974 - Irland. Elfen und Feen / Giesenberg, Fr
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Irland. Elfen und Feen / Frank Giesenberg 100_0974 - Irland. Elfen und Feen / Giesenberg, Fr
Irland. Elfen und Feen / Giesenberg, Frank
Biester sein können.
Man ließ die Furcht erregenden Eigenschaften und Tendenzen welche die Feen in der Volkstradition hatten einfach unter den Tisch fallen und auch ihre Naturwüchsigkeit wurde immer weiter bis auf ein Minimum verdrängt. Man veränderte das Wesen der Feen solange, bis aus den alten Wesen mit Elementarkräften, die Menschen sehr wohl Schaden zufügen können die kleinen zierlichen Püppchen aus den heutigen Kinderzimmern und Märchenbüchern wurden.

In Irland und Schottland ( ich glaube auch die Engländer – nagelt mich aber nicht fest) nennen die Feen noch heute das gute Volk, doch auch die Griechen nannten die blutrünstigen Furien Eumeniden was die Wohlwollenden bedeutet. Und diese Nationen haben sich auch den Glauben an die realen Feen und ihre Eigenschaften bewahrt – so trifft man in Irland und Schottland noch heute auf die Märchen, Geschichten und Sagen über Feen, die alles andere als niedliche, brave Püppchen sind! Und man trifft immer noch auf Menschen die versuchen die Feen mit Gaben und wohlfälligem Verhalten gnädig zu stimmen.

Im keltischen Kulturraum – der ja die Grundlage dieses Buches dominiert – entstand der Glauben an Feen im engeren Sinne erst durch, oder mit der Christianisierung in der Zeit vom 5. bis 7. Jahrhundert. Und zwar las der christliche Gott die irischen Gottheiten und Naturgeister – die Tuatha De Danaann – verdrängte, sie aber doch als verkleinerte Gestalten im Volksglauben auch weiterhin lebten. Aus den Göttern wurde so das gute Volk, mit all den Eigenschaften, Eigensinnigkeiten und Leidenschaften der nun im Nebel der Geschichte verschwundenen Tuatha De Danann.
Die christlichen Missionare hatten im 5. Jahrhundert beschlossen den glauben an die Tuatha de Danann zu schwächen und zu vernichten und ihre erste Kampfansage war die Herabstufung der Götter auf das Niveau von Helden. Damit wurden den Tuatha De Danann ihre göttliche Aura genommen und sie waren im Endeffekt Sterbliche – aber wie sollten sie den alteingesessenen Iren nun erklären, wer die Unterwelt bewohnte und ihre Loyalität eingeforderte? Auch hier hatten die alten Geistlichen gleich eine gute Idee ( na ja – bin da mal wieder anderer Meinung – ich wäre sicherlich als Hexe damals auf dem Scheiterhaufen gelandet) - sie verkauften den Iren diese Wesen als Engel und dazu entwickelte sich dann folgender Mythos!


„ Leseprobe 2 “
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Als Satan gegen Gott rebelliert und sich viele Engel auf seine Seite schlugen, standen die wenig kriegerisch veranlagten Feen unentschlossen dabei, ohne sich aber eindeutig von den Empörern zu distanzieren. Sie taktierten und warteten den Ausgang der Schlacht ab, um sich dann der siegreichen Partei anzuschließen. Nachdem die Aufständischen verloren hatten, wurden die Feen von Gott aus dem Paradies verbannt, gewissermaßen als Strafe für unterlassene Hilfeleistung. Der heilige Michael allerdings setzte sich für sie ein, und so fiel Gottes Strafe vergleichsweise milde aus: Die Feen stürzten nicht in die Hölle, sondern bloß auf die Erde, wo sie sich im Inneren der Berge und unter Wasser einrichteten. Manche blieben auch in der Luft hängen, wo sie – unsichtbar – hohe, windartige Pfeiftöne von sich geben.


Und ratzfatz wurden so aus den Naturgeistern und Göttern mit ihren Elementarkräften Engel und die durften ja unter den christlichen Missionaren auch in Irland bleiben. Aber so ganz ließen sie sich nun doch nicht verkleinern, vertreiben oder in eine andere Form pressen – die Festtage der Heiden werden auch heute noch gefeiert – zwar in abgewandelter Form, aber mit ungebrochenem Eifer. Und sie verbreiteten sich auf der ganzen Welt – nehmt die Nacht zum 1. Mai, bei den Kelten Beltane genannt und in Deutschland als Hexen – oder Walpurgisnacht bekannt und gefeiert. Oder nehmen wir das keltische Samhainfest zum 1. November, mittlerweile als Allerheiligen oder noch viel beliebter als Halloween jährlich in aller Munde!

Kapitel 2 – Die Elfen
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So nach dem wir ja nun wissen, dass die Feen nicht das sind was man uns jahrelang erzählt hat möchte man ja doch wissen mit wem man es denn da alles zu tun bekommt und dafür muss natürliche eine Klassifizierung her.
Zum ersten mal muss zwischen den Feen die Staaten bilden und den Einzelgängern unterschieden werden, der Autor wird die Staatbildenden Feen in diesem Buch dann auch nicht mehr als Feen, sondern Elfen bezeichnen. Und beginnt gleich mal damit uns das Leben dieser Elfen näher zu bringen ;o))


„ Leseprobe 3 “
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Wie bei den Menschen gibt es zweierlei Geschlechter und wie bei jenen ist auch bei ihnen, jedenfalls zwischenzeitlich, das eine dem anderen zugetan. Dann heiraten Elf und Elfe und gründen eine Familie. Wie bei den Menschen kommt es nun auch bei ihnen gelegentlich zum Ehekrach, was nicht zuletzt damit zusammenhängen dürfte, dass die männlichen Elfen von Gleichberechtigung nicht allzu viel halten. Eine irische Redenswendung jedenfalls bringt die Beziehung der Eheleute auf die bezeichnende Formel: „ Die beiden sind eins, aber er ist mehr eins als sie.“
Elfen führen gemeinsam Pläne aus und verbringen ihre Freizeit zusammen. Sie spielen etwa Ball miteinander und tanzen gern. Die Versammlungen der Elfen finden vorzugsweise an lauschigen Plätzen wie zum Beispiel alten Eichen statt. Ein untrügliches Zeichen elfischer Umtriebe sind die sogenannten Feenringe: Flecken von abgestorbenem, fauligen Gras, wie es in Irland häufig anzutreffen ist. Von Seiten der Biologie wird dieses Phänomen zwar einem Pilzbefall zugerechnet, doch sind sich Feenkundler darin einig, dass seine wahre Ursache im unablässigen Au –den- Boden- Stampfen tanzwütiger Elfen liegt.


Dann erfahren wir auch noch was über die Vorlieben und Abneigungen der Elfen und natürlich hat Giesenberg für alles eine kleine nette Geschichte parat. Auch erfahren wir über die Wohnungen und Paläste der Elfen, ihre Innenausstattung, über die Nahrungsgewohnheiten der Elfen. Und sehr humorvoll über die doch sehr verschiedenen Meinungen der Feenkundler über Sein und Schein in der Feenwelt! Der aufmerksame Leser erhält kleine Tipps und Ratschläge, wie er mit Kleinigkeiten darauf achten kann den Feen den gebührenden Respekt zu zollen und sich ihrer Großzügigkeit dankbar erweisen kann. So sollte sich man folgende Grundregeln beachten, um mit Elfen verträglich auszukommen:

1. Elfen können es nicht ausstehen, wenn man in ihre Wohnungen eindringt ( umgekehrt ist es natürlich was anderes) – also keine bekannten Feenhügel umgraben wollen.
2. Elfen sind hinsichtlich ihrer Musik und ihrer Lieder sehr eigen, sie lauschen zwar auch gern der unseren, aber dass ihre Lieder vom Gekrächze eines Sterblichen verunstaltet werden finden sie nicht witzig – also Klappe halten und nur zu hören.
3. Haben sich die Elfen ein Tier für ihre Zwecke ausgesucht, so nehmen sie es verflixt übel, wenn man diesem weh tut, es schlachtet und dann auch noch verzehrt!
4. Elfen haben eine tiefe Abscheu gegen Unsauberkeit und Unordnung aller Art – also Wohnung sauber halten, Geschirr spülen und wegräumen, nix rumliegen lassen und sich selbst pflegen.
5. Wenn die Elfen unser Haus besuchen, so mögen sie es warm – deshalb immer ein Feuer brennen lassen oder die Heizung andrehen.
6. Und natürlich danken die Elfen für Speis und Trank!

Doch auch die magischen Kräfte zum Guten oder Bösen werden von dem Autor nicht vergessen. Manchmal setzten die Elfen ihre Kräfte ein um Menschen, vorzugsweise junge Frauen, Neugeborene oder kleine Kinder zu entführen. Aber mit dem richtigen Feendoktor an seiner Seite und unter Einhaltung spezieller Riten kann man den Menschen wieder zu uns zurückbringen, Kranke heilen - oder es auch lassen!

Was ich jedoch noch als wichtig im Zusammenhang mit den Feen und Elfen erwähnen möchte sind die Erkennungszeichen für Feenkrankheiten! Solltet ihr diese Anzeichen bei Euch oder den Anverwandten feststellen, so sucht die Feenärzte auf ( viel Spaß bei der Suche).
Folgende Symptome deuten auf einen Feenschlag – so nennt man es wenn man durch eine Fee krank wurde – hin: Abmagerung, frühzeitige Hautalterung, Lähmungen in Bein und Arm, Sprechstörungen und Fresssucht!


„ Leseprobe 4 “
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Wie bei den Menschen gibt es zweierlei Geschlechter und wie bei jenen ist auch bei ihnen, jedenfalls zwischenzeitlich, das eine dem anderen zugetan. Dann heiraten Elf und Elfe und gründen eine Familie. Wie bei den Menschen kommt es nun auch bei ihnen gelegentlich zum Ehekrach, was nicht zuletzt damit zusammenhängen dürfte, dass die männlichen Elfen von Gleichberechtigung nicht allzu viel halten. Eine irische Redenswendung jedenfalls bringt die Beziehung der Eheleute auf die bezeichnende Formel: „ Die beiden sind eins, aber er ist mehr eins als sie.“
Elfen führen gemeinsam Pläne aus und verbringen ihre Freizeit zusammen. Sie spielen etwa Ball miteinander und tanzen gern. Die Versammlungen der Elfen finden vorzugsweise an lauschigen Plätzen wie zum Beispiel alten Eichen statt. Ein untrügliches Zeichen elfischer Umtriebe sind die sogenannten Feenringe: Flecken von abgestorbenem, fauligen Gras, wie es in Irland häufig anzutreffen ist. Von Seiten der Biologie wird dieses Phänomen zwar einem Pilzbefall zugerechnet, doch sind sich Feenkundler darin einig, dass seine wahre Ursache im unablässigen Auf –den – Boden - Stampfen tanzwütiger Elfen liegt.

Kapitel 3 – Die Einzelgänger unter den Feen
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Wenn es staatenbildende Feen gibt, so muss es logischerweise auch die Einzelgänge geben. Diese bleiben dann doch lieber für sich oder arbeiten den anderen halt ab und an mal zu. Sie verachten das oberflächliche Verhalten und die Unbekümmertheit ihrer Artgenossen, oder manche werden einfach von einer dunklen Neigung zu den Menschen hingezogen. Für die Menschen bedeutet das meist den Tod, weshalb die Feen auch mit dem Teufel in Verbindung gebracht werden. Zu dieser letzten Gruppe gehören die Banshee und der Dullahan – früher auch mal der Phouka, der jedoch glücklicherweise gezähmt werden konnte.
Doch auch die Lianhan Shee ist mit größter Vorsicht zu beachten – sie gelüstet so sehr nach dem Menschen, dass sie diese zum Liebestod verführt. Auch wenn es den Liebesten dann ins Reich der Unsterblichkeit bringt und mit der Lianhan Shee – sicherer ist es der holden Maid aus den Füssen zu bleiben.
Nicht ganz so gemein, aber auch mit einem starken Hang zu den Menschen darf man noch die Meerjungfrauen aufzählen. Sie verdrehen dem Mann den Kopf, bringen ihm zwar nicht den Tod – lassen ihn jedoch mit gebrochenem Herzen am Ende regelmäßig sitzen.

Ein Einzelgänger der typischen Art ist hingegen der Leprechaum, ein Zwerg der je nach Landschaft einen anderen Namen trägt. War er früher einer der Naturgeister mit gottgleichen Kräften, so ist er im Laufe der Jahrhunderte der Christianisierung zu einem Zwerg oder Kobold vermenschlicht worden. Die häufig komischen Züge dieser ungehobelten gestalten stellen den Versuch dar, die Bedrohlichkeit der Naturkräfte humoristisch zu überspielen. Sehr zum Leidwesen des Leprechaum, der wie seine geistigen Vorgänger oft in unzugänglichen oder geheimnisvollen Orten wie Höhlen, Bergkuppen, Schluchten...... lebt.
Auch wenn die Herkunft des Leprechaum ungewiss ist, eines ist klar – er weiß über das Vermächtnis der Schätz Irland und hütet sie wie seinen Augapfel. Nicht nur das Gold und Silber dass man ihm zuschreibt, nein auch das geistige Vermächtnis der alten Götter hütet er wie einen Schatz – mit sehr verächtlichem Blick auf die verschwenderischen Elfen!
Der Sage nach kann der Mensch, der einen Leprechaum fängt und gut festhält ihn dazu zwingen die Schätze auszuliefern – aber in der Regel geht das in die Hose, der kleine Kerl ist nicht nur handwerklich begabt, sondern auch geistig sehr wieselflink!

Die meiste Angst haben die Menschen jedoch vor der Banshee – teils Frau, teils Geist, teils Fee gehört sie zu den Mischwesen des irischen Sagenkreises und steht als Botin des Todes im Glauben der Menschen. Sie kündigt durch ihr Jammern und Wehklagen den Tod eines Menschen an – schubst aber auch mal das Schicksal nur so in diese Richtung, wie bei einem Paar aus Kerry. Das Liebespaar gab sich gerade das Heiratsversprechen, als sie das charakteristische Klagen der Todesfee, wie man die Banshee auch nennt, hörten – sehr leise aber hörbar. Der Mann deutete dies als böses Omen und verließ daraufhin sein Mädel, welches dann mit gebrochenem Herzen starb. Am Tag des Todes hörte man den Gesang der Banshee erneut – dieses Mal laut und klar!
Es gibt zwei Arten der Banshee – die freundliche und die feindliche Banshee – was sie bedeuten soll, könnt ihr Euch bestimmt denken!


Mehr möchte ich über die Feenwelt Irlands aus diesem Buch nun eigentlich nicht mehr verraten. Außer dass der Autor uns noch weitere Einzelgänger unter den Feen vorstellt und natürlich alle mit den Geschichten aus dem Schatz der Feen Irlands beweist und bereichert.


MEINE EINDRÜCKE & FAZIT
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So nach der eigenen Inhaltsangabe des Buches möchte ich nun zu meinen eigenen Gedanken dazu kommen. Und da fange ich erst einmal mit dem Autor und seinen Geschichten an.
Mir gefällt besonders gut, dass Frank Giesenberg hier den Glauben der Menschen und ihre Geschichten zwar mit einem Augenzwinkern erzählt – aber nichts ins Lächerliche zieht. Ich denke wer das Vorwort von ihm gelesen hat, der wird verstehen was ich meine – so ganz klar kann ich da die Worte nicht für finden.
Es wäre hier ein leichtes sich über die Feenkundler – die es ja wirklich gibt und die Menschen die an Feen und die Wunder der Natur glauben lächerlich zu machen, den ganzen Feenschatz Irlands in den Kakao zu ziehen.

Aber genau das tut er nicht – eher genau das Gegenteil! Auch wenn er mit seinem Stil die Geschichten zu erzählen ein Schmunzeln auf die Lippen des Lesers zaubert, so bringt er dem aufmerksamen Leser noch mehr bei aus der Geschichte Irlands. Mir selbst waren die „Helden“ des Themenbereichs schon sehr bekannt – aber nur aus heutiger Sicht. Wie die Feen und Elfen in Irland dann wirklich entstanden sind – also ihr Weg von den Göttern Irlands zum guten Volk war mir absolut unbekannt. Und auch der Mythos dass Feen eigentlich Engel sein sollen und wie es dazu kam fand ich absolut interessant.
Auch seine Beschreibungen der Feldforschung, sprich die Eigenarten der verschiedenen Feenarten, ihre Abneigungen und Vorlieben, ihre Lebensweisen fand ich höchst spannend und ich muss zugeben – mittlerweile glaube ich dass es sie gibt. So lebensnah Frank Giesenberg diese Wesen beschrieben hat, man kann fast nicht anders als in ihren Bann zu geraten,

Gut über manch eine der Geschichten in diesem Buch musste ich schon herzhaft lachen. Denn die Gewitztheit der Feen gegenüber den manchmal schon etwas arg naiven Menschen war einfach nur genial. Doch auch die Ideen der Menschen um sich vor den Feen zu schützen oder dem Leprechaum seinen Schatz zu klauen waren zeitweise auch nur noch zum schreien – aber immer noch mit allem Respekt vor dem Glauben der Menschen an die Feen geschrieben.

Frank Giesenberg räumt in dem Buch wirklich mit den püppchenhaften Elfen unserer Zeit auf und stellt sie wieder an die Position die ihnen gebührt! Seine Geschichten sind die Geschichten Irlands und oftmals mit einem traurigen Ende, aber lebensnah und nicht irgendwie schon lesbar an den Haaren beigezogen. Es sind die Geschichten, die man sich abends am Kaminfeuer mit einem guten Whisky in der Hand erzählt und dann mit einem wohlig schaurigen Gefühl dann ins Bett geht. Jedoch nicht ohne vorher nochmals ein Stück Holz auf zulegen und Milch bzw. Whisky für die Elfen bereitzustellen. Mir haben es wirklich unheimlich Spaß gemacht sie zu lesen und mich dann gemütlich einzumummeln!

Doch hier sollte ich ein Geständnis machen, auch wenn ich mittlerweile von dem Buch absolut begeistert bin – anfangs, sprich nach Erhalt der Bestellung, war ich erst mal sauer! Gewohnt von Giesenberg und seinem Fotografen war ich ausführliche Bildbände und dieses Buch hat zwar viele Bilder, aber ein wirklicher Bildband ist es nicht! Sie untermalen die Geschichten und man hat beim Lesen dass Gefühl gleiche einen Leprechaum, eine Banshee oder sonstige Fee auftauchen zu sehen, aber sie untermalen halt nur. Manches mal sehr helle Bilder, die ähnlich einer Zeichnung sind – dann wieder in starken schwarz – weiß Tönen.
Nach dem Ich jedoch mein Büchlein nun fertig habe, bin ich etwas anderen Ansicht als zu Beginn – gerade diese nicht dominierenden Bilder machen erst wirklich einen Bildband daraus. Sie geben einfach mal einen Schubs in die richtige Richtung des Kopfkinos! Und wären es mehr, so denke ich persönlich würde man von Bildern und Geschichten gleichermaßen erschlagen und fände das Buch zu aufdringlich.


So und nun mal meine Eindrücken zu den Fotos allgemein. Hier ziehe ich den Hut vor dem guten Mann, den man auch ohne weiteres einen Künstler nennen kann.
Die Bilder sind in den verschiedensten grau, schwarz und weiß Tönen gehalten – so dass sie manchmal an Winterbilder erinnern. Oder besser gesagt an Traumbilder – scharfe dunkle Konturen die von weichen helleren Objekten umrahmt und in Szene gesetzt werden
Für mich persönlich sind es Bilder von denen ich nicht genug bekommen kann. Auch wenn ich einige Orte Irlands schon mit eigenen Augen gesehen habe, so versetzen mich die Bilder einfach in eine andere Welt, in eine Zauber – und Märchenwelt. Würdet Ihr mich nun nach Irland schicken, an genau die Stelle an der diese Bilder entstanden sind, so würde ich den Platz nicht mehr erkennen. Die Bilder üben auf mich den Zauber des Träumens aus und immer wieder habe ich erwartet dass eine der Feen mal kurz durch Bild huscht. Einfach nur faszinieren und ich bin – ja ich bin sprachlos!
Broere schafft es jedem Bild einen bestimmten Anteil von Atmosphäre und Spannung zu verleihen. Sie sind wirklich eine Augenweide und es macht riesigen Spaß auf dem Sofa rumzulungern und sie auf sich wirken zu lassen.

Alles in allem kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen. Es ist kein Bildband der klassischen Art, noch ist es ein " nur " lesenswertes Märchenbuch aus Irland. Autor und Fotograph verbinden die Geschichten und Bilder wirklich auf atemberaubende Weise und ich bin froh das Buch in meinem Regal zu finden. Der Preis für dieses Buch ist in meinen Augen absolut klasse, und wenn ich ehrlich sein darf schon unter dem Niveau das man fordern könnte! Mir hat es Spaß gemacht mich auf die Reise durch Irland und sein Feenreich zu begeben und an einige der Akteure näher „kennen lernen“ zu dürfen. Ich werde das Buch mit Sicherheit noch das ein oder anderem lesen, oder einfach nur durchblättern und mir die tollen Bilder ansehen. Einfach mal eine Kopfreise in eines meiner Lieblingsländer, mit ihren Sagen und Mythen und manchmal schrulligen Bewohnern ;o))

So nun vergesst heute Abend nicht für die Elfen Milch, Whisky und etwas leckeres zu essen hinzustellen und die Heizung anzulassen ( oder ein Stück Holz aufs Feuer zu legen)!

Falls ich etwas vergessen habe - bitte kurz melden und mir den Kopf gerade rücken ;o))
LG Schlumpf

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
esposa1969

esposa1969

21.09.2012 21:44

bh

miss_chocolate

miss_chocolate

06.11.2011 16:55

ein besonderes Buch :)

Katzimoto

Katzimoto

14.04.2010 00:21

Das Buch muss ich mir mal ansehen - Märchen über Feen in Verbindung mit der Geschichte des Landes, der Religion etc. finde ich als alter Märchen-Fan total spannden :0)

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Irland. Elfen und Feen - Giesenberg, Frank

Irland. Elfen und Feen - Giesenberg, Frank

Buch, gebundene Ausgabe, 120 S., Erschienen: 2003

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