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Hochaktuell und hochinteressant!

3  24.11.2004 (25.11.2004)

Pro:
Grösster Teil der muslimischen Bevölkerung keine Terroristen .  .  .

Kontra:
.  .  . und es gibt sie doch !

Empfehlenswert: Nein 

Clarinette

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:107

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hi Ihr Lieben!

Diesmal geht mein Bericht über ein brisantes Thema: der Islam und das Christentum, um genau zu sein über Kriege. Eigentlich ist das hier nicht die richtige Kategorie, aber die Kategorie, in das man diesen Text posten könnte gibt es nicht. Mein Vorschlag wäre, diese Kategorie "Die islamische Welt und Europa" zu nennen.

Jetzt geht's los, hier sind erstmal ein paar Fakten, wie die Christen und die Muslimen den "Krieg" definieren- es war auch schon vor hunderten von Jahren so, seit es die beiden Religionen gibt.

- Christen → „gerechter Krieg“
- Islamisten → „heiliger Krieg“; Islamisten opfern ihr Leben dafür, nicht als Amokläufer, sondern als „heiliger Krieger des Islam“
- Dschihad = Prägung des Bildes eines fanatisch – kämpfenden Islam: an der Seite eines Rechtgläubigen zu sterben bedeutet den Eingang ins Paradies
- moderate Muslime mahnen: Gewalt widerspreche dem islamischen Rechtsdenken, Feundlichkeit und Nachsicht seien verdienstvoller als Rachsucht und Härte
- geistiger Dschihad: innerliche Anstrengung → kleiner Dschihad auf dem Schlachtfeld, ein großer gegen sich selbst
- christlicher Heiland = Friedfertigkeit („Wer mit einem Schwert tötet, wird durch das Schwert umkommen.“); ein Christ kann nicht Kaiser sein, da die Entscheidungen in der Politik zu blutig sind
- Selbstverteidigung ist auch Christen erlaubt
- Lehre vom gerechten Krieg soll den Krieg eindämmen ↔ keine Rechtfertigung für Gewalt, die Lehre lässt sich jedoch für Gewalt missbrauchen, nur unter strengsten Bedingungen militärische Mittel gegen den „Agressor“
- beide Lehren (sowohl die des heiligen als auch die des gerechten Krieges) erlebten eine Renaissance
- während des Kalten Krieges schien die christliche Lehre überflüssig; Kirchenführer: „kein gerechter Krieg, sondern gerechter Frieden“
- Dschihad gegen den Westen NIE ausgerufen
- neue Art des Dschihads seit Ende des Kalten Krieges
- CIA bildete Terroristen aus (zunächst Freiheitskämpfer gegen Russen, dann Berater verschiedener Terrorgruppen)
- Gewalt nur eine vorübergehende Phase der Religion, Gewalttätigkeit kein Schicksal des Islam
- in Israel baute man eine innerpalästinensische Front („Hamas“) während der Intifada (israelische Besatzungsmacht) auf


Vier Gruppen von Terroristen:

- Hamas → Israels Staatsfeind Nr 1. (von deselbst aufgebaut, trotzdem Anschlag gegen die Israelis)
- 1979 islamisch – schiitische Revolution im Iran → nicht die Rede von heiligem Krieg“: Imam kann nur den Dschihad erklären (letzter Imam schon mehrere Jahrhunderte tot) » iranischer Revolutionsführer Ayatolla Komeini sowie „seine“ Gruppe setzte sich darüber hinweg („eine Stunde Krieg ist wie 60 Stunden Beten und Fasten“)
- anders als Terroristen am 11.09. → palästinensische Islamisten sind Verzweiflungstäter (nicht Religion, sondern israelische Politik treibt sie in den Selbstmord)
- Attentäter vom 11.09.: wohlhabend, Krieg gegen christliches Abendland, einziger Antrieb war / ist Religion

Terrorismus im Allgemeinen heisst: politische Strategie von Gruppen bzw. Einzelpersonen, die nicht an der Macht sind und den Umsturz der bestehenden Ordnung anstreben. Typische Mittel des Terrorismus sind Attentate auf Repräsentanten des bekämpften Regimes, Bombenanschläge auf zentrale Einrichtungen, Flugzeugentführungen und andere Formen der Geiselnahme, z. B. durch Besetzung von öffentlichen Gebäuden. Derartige Aktionen sollen auf politische Ziele aufmerksam machen, den Staat zu Überreaktionen verleiten bzw. zur allgemeinen Destabilisierung beitragen. Seine theoretische Wurzeln hat der Terrorismus im Anarchismus des 19. Jahrhunderts.

Ich hoffe, das reicht vorerst als Basiswissen. Sich eine Meinung darüber zu bilden, ist jedem selbst überlassen. Ich jedoch denke, dass es eigentlich schade ist, dass es immer wieder zu diesen Konflikten und terroristischen "Akten" kommt. Durch so etwas wird soviel zesrtört, alleine die Beziehungen vieler Menschen zu einander. Zudem werden die Vorurteile gegen den "Islam" immer größer und immer unüberbrückbarer. Dabei ist es nur ein kleiner verschwindend geringerTeil der muslimischen Gesellschaft, der Attentate oder Anschläge begeht. Da diese "Attentate" meiner Meinung nach in verschiedene Bereiche einzuteilen sind, kann man auch noch einmal differenzieren, ob es Verzweiflungstaten sind oder eben wirkliche Attentate aus religiöser Überzeugung.

Ich hatte letztens ein interessantes Gespräch mit einer befreundeten Muslimin. Sie sagte mir, das auch bei weitem nicht alle den Koran so auslegen, dass um den Glauben gekämpft werden muss und es Attentate gegen die "westlich geprägte" Welt geben muss. War mir auch soweit schon vorher klar. Ich denke ebenfalls, dass sowohl in den christlichen Glaubenskriegen ("Kreuzzüge" genannt) oft genug die Bibel falsch ausgelegt wurde. Und Leider gibt es eben nicht diese "Einheits Auslegung", weder vom Koran noch von der Bibel. Die soll es auch gar nicht geben, denn sonst wäre ja jeder in seinem persönlichem Glauben beeinflusst. In gar keiner Weise will ich hiermit aber sagen, dass ich diese terroristischen Akte toleriere oder billige, denn ein Krieg kann niemals gerecht sein, es gibt nur den gerechten FRieden. Man kann den Krieg zwar "heilig" nennen, das ist er aber ebenfalls nicht. Denn weder Gott noch Allah sprechen sich für den Krieg aus, da das Leiden der Menschen bei militärischen Aktionen immer sehr sehr groß ist.

*Fazit*

Erstmal zum Bewertungsraster: ich kann es nicht bewerten, muss aber wohl was ankreuzen- also achtet bitte nicht darauf.

Abschliessend möchte ich sagen, dass in diesen Konflikten unbedingt Lösungen gefunden werden müssen. Und dies geht meiner Meinung nach nur, wenn man aufeinander zugeht und sich nicht von den Vorurteilen überrumpeln lässt. Man darf diese Attentate natürlich nicht unterbewerten, aber ich denke das tut auch keiner, weder Christen noch Muslime.

Liebe Grüße,
Clara

P.S. freue mich über Kommentare, Bewerten und Lesungen.

*Update*
P.P.S. In der "Zeit" sind zu diesem Thema im Moment recht interessante Artikel.

P.P.S. Posdole hat mich auf was hingewiesen: Das stimmt allerdings, aber ich denke, dass sich mein Bericht das "Heute" bezieht, die Kreuzzüge waren wahrhaftig nicht "ruhmreich".
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Torombolina

Torombolina

20.10.2006 21:45

Das ist ein heikles thema. Sh

isde

isde

10.04.2005 21:05

Du hast dich bemueht informationen um islam zu sammeln. das gefaellt mir, aber warum immer Islamisches Terrorismus ? warum nicht Christliches oder Judisches? warum ist Hamas eine terrorische Orginsition ,wenn sie um ihr Volk verteidigen.und im gegenteil israel ist unschuldig trotz kinder umbringen. sorry aber das ist unfaere Welt . danke

larshermanns

larshermanns

11.12.2004 12:26

Sorry...... aber da es um den Islam als Religion gehen sollte (und nicht um die Kriege), ist der Bericht falsch gepostet. Lass die bitte entweder die entsprechende Kategorie durch Ciao einrichten... oder den Bericht in die offene Kategorie (z.B. "Alles mit G..." für Glaubenskriege) verschieben. Wenn sich hier jemand über den Islam als Religion erkundigen möchte, ist er nämlich absolut im falschen Bericht. Liebe Grüße, Lars :o)

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