Wer Freunde hat ist niemals ein Versager!
12.02.2006
Pro:
Ein Weihnachtsklassiker der ganz besonderen Art mit viel Tiefgang und Menschlichkeit
Kontra:
Er wird von den öffentlichen Fernsehanstalten nur zu Weihnachten gezeigt
Empfehlenswert:
Ja
 Mezzosopranistin
Über sich:
Mitglied seit:05.09.2003
Erfahrungsberichte:7
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Fakten: ======= Deutscher Filmtitel: Ist das Leben nicht schön? Originaltitel: It´s a Wonderful Life Produktionsland: USA Produktionsjahr: 1946 US-Kinostart: 20.12.1946 Länge: 130 Minuten Altersfreigabe: FSK 12 Regie: Frank Capra Drehbuch: Frank Capra, Philip van Doren Stern Musik: Dimitri Tiomkin Kamera: Joseph Walker Schnitt: William Hornbeck
Schauspieler: ============ James Stewart: (George Bailey) Donna Reed: (Mary Hatch Bailey) Lionel Barrymore: (Mr. Potter) Thomas Mitchell: (Onkel Billy) Henry Travers: (Clarence) Beulah Bondi: (Ba. Bailey) Frank Faylen: (Ernie Bishop) Ward Bond: (Officer Bert) Gloria Grahame: (Violet Bick) Todd Karns: (Harry Bailey) Samuel S. Hinds: (Pa Bailey) H.B. Warner: (Mr. Gower) ----------------------------------------------------------------------------------------
Filmauszeichnungen: ================== · 1947: Golden Globe Award - Frank Capra · 1949: Cinema Circle Award - Bester ausländischer Film · 1990: Aufnahme in das National Film Registry
Oscar-Nominierungen: =================== · Bester Film: Frank Capra · Bester Regie: Frank Capra · Bester Hauptdarsteller: James Stewart · Bester Schnitt: William Hornbeck · Beste Musik: John Aalberg Interessantes: ============ Der Film war in den amerikanischen Kinos ein Flop. Trotz Oscar-Nomienierungen konnte der Film keinen Preise mit nach Hause nehmen. Im Jahr 1974 verfiel das Copyright. Zu dieser Zeit zeigten die unterschiedlichsten Fernsehsender den Film kostenlos aus. In den 80er Jahres wurde der Film zu den Filmklassikern schlechthin und zu "dem Weihnachtsfilm" wie "Dinner for One" an Silvester. 1993 erhielt Republic Pictures durch einen Gerichtsprozess die Exklusivrechte an dem Film.
Die Rabenkrähe, die sich während des Films in der Bank aufhält, war eine Rabenkrähe am Set, die immer durch das Bild gelaufen ist. Da sie so friedlich war, lies man sie einfach im Bild und scheuchte sie nicht weg. Der Film wurde in Schwarz-Weiß gedreht, später aber auch in Bunt nachbearbeitet.
James Stewart: ============= James Maitland Stewart wurde von seinen Freunden "Jimmy" genannt. Er ist am 20.05.1908 in Indiana geboren und am 02.07.1997 verstorben. Der Schauspieler, welcher Architekt werden wollte - er hat sogar seine Abschlussprüfung bestanden, arbeitete aber nie in diesem Beruf - kam über die Theatergrupe "Falmouth Players" zum Theater ans Brodway und legte somit den Grundstein für seine Filmkarriere. Er hat hauptsächliche Rollen gespielt, in denen er den liebenswerten Jungen von nebenan oder den ehrlichen Amerikaner spielte. ==================
---------------------------------------------------------------------------------------- Kritiken: =======
· Richtig schön sentimentales Märchen; der ultimative Feelgood-Film, ganz ohne Kitsch. (TV-Spielfilm) · "Ist das Leben nicht schön" gilt zu Recht als der amerikanische Weihnachtsfilm schlechthin. (www.libri.de)
· Seit nunmehr über 50 Jahren gehört der Streifen in den USA so selbstverständlich in das Weihnachtsprogramm, wie bei uns das Dinner for One zum Sylvesterprogramm gehört. Rührselig bis hart an die Grenze des Kitschigen - und ab und an wohl darüber hinaus - sind Tränen garantiert. Aber kaum ein anderer Film schafft in zwei Stunden soviel Weihnachtsromantik heran wie dieser, nicht zuletzt Dank seiner großartigen Besetzung mit dem jungen James Stewart unter der Regie des legendären Frank Capra. (www.new-video.de) · "Meisterliche Capra-Komödie mit viel Phantasie, liebenswürdiger Naivität und einem kräftigen Schuss sentimentaler Wehmut: Eine Hymne auf Nachbarschaftsgeist und Kleinstadtvertraulichkeit, die nicht zuletzt auch einen Gegenentwurf versucht zur gesellschaftlich-politischen Katerstimmung im Amerika der ersten Nachkriegsjahre." (Lexikon den Internationalen Films)
· Und doch gibt es inmitten dieser cineastischen Pracht ein paar Perlen, die man keinesfalls versäumen sollte, darunter einen ganz speziellen Weihnachtsklassiker, der zum Fest einfach dazugehört - Ist das Leben nicht schön? von Frank Capra. (www.kino-zeit.de) ----------------------------------------------------------------------------------------
James Stewart im Gespräch 1984: ============================ Sie waren "Glenn Miller", der Flieger "Lindbergh", waren bei Lubitsch der kleine Verkäufer vom "Laden um die Ecke" und der "Mann aus Laramie" im Western von Anthony Mann. Was waren Sie im Verlauf Ihrer Karriere am liebsten? Ohne lang nachzudenken: der Charakter in Frank Capras "Ist das Leben nicht schön?" Warum? "Ich liebe die Charaktere, die Capra entwickelte und gerade diese eine Person ganz besonders. Es war auch Frank Capras Lieblingsfilm. Ich las es in seinem Buch und war überrascht. Mag sein, dass das eine sentimentale Erinnerung ist."
============================================
H A N D L U N G Unterteilung:
1. Einleitung 2. Kindertage von George Bailey 3. George Bailey als Erwachsener 4. 24.12. - Heilig Abend :::::::::::::::::::::::: 1. Einleitung :::::::::::::::::::::::: Der Anfang des Films besteht darin, dass die Zuschauer ein paar leuchtende und blickende Lichter vor einem schwarzen Hintergrund sieht. Während dessen wird gesprochen und es stellt sich heraus, dass es sich bei den Lichtern um Gott und einen Gehilfen handeln soll. Beide unterhalten sich über George Bailey, der besonders viele Gebete zu ihnen schickt und um Hilfe fleht. Sie wollen ihm Beistand auf die Erde senden. Da es sich jedoch um den Weihnachtsabend handelt und allen guten und erfahrenen Engel Urlaub haben, wird
Bilder von Ist das Leben nicht schön? (DVD)
Clarence herbeigerufen. Clarence ist ein tollpatschiger Engel, der sich erst noch durch eine besonders gute Tat seine Flügel verdienen muss. Gott ist nicht sehr überzeugt von ihm, da es ihm an Erfahrung mangelt. Ein blinkenden Licht kommt herbeigeeilt - es handelt sich um Clarence. Damit er George Bailey besser kennen lernt, klärt Gott ihn über das Leben seines Schützlings von der Kindheit bis zu diesem Weihnachtstag auf.
Nebelschwaden ziehen auf, der Film beginn! ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: 2. Kindertag von George Bailey :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
George Bailey, sein jüngerer Bruder Harry, seine Mutter, sein Vater Peter und die Hausangestellte wohnen in einem Haus in der kleinen und gemütlichen Stadt Bedford Falls. Der Vater ist der Präsident einer kleinen Bausparkasse "Building And Loan" und hat noch nicht mal fünf Angestellte in seinen Diensten. George erlebt eine schöne Kindheit und rettet sogar seinem Bruder Harry, der bei einer Rutschpartie in das Eis eingebrochen ist das Leben. George springt in das eiskalte Wasser und verliert so das Hörvermögen seines linken Ohres. George arbeitet auch in einem kleinen Laden bei Mr. Emil Gower - ein schon alter Herr, der u.a. auch Medikamente verkauft.
Eines Tages erfährt Mr. Gower per Eilbote, dass sein Sohn im Krieg gefallen ist. Gleichzeitig macht er ein Medikamentenpaket für eine Kranke zurecht und verwechselt dabei das Medikament mit Gift. Dies hat George beobachtet und das Päckchen von Mr. Gower zwar angenommen, aber über den Vorfall nicht mit ihm gesprochen. Hilfe suchend rennt er in die Bank seines Vaters und platzt in ein Gespräch zwischen seinem Vater und Mr. Potter - einem im Rollstuhl sitzenden, geldgierigen und unmenschlichen, nur an Profit denkenden Konkurrenzbankier des Ortes. Der Vater schickt seinen Sohn fort, ohne sich das Problem seines Kindes angehört zu haben. George geht mit dem Paket wieder zu Mr. Gower zurück.
Als er im Laden erscheint, telefoniert Mr. Gower gerade mit der Mutter der Patientin und wundert sich über die Beschwerde, dass das Medikament noch nicht ausgeliefert wurde. Mary, ein sehr liebes brünnetes Mädchen aus der Nachbarschaft und Violet, ein affektiertes blondes Mädchen des Ortes sitzen bei der Ankunft von George im Laden am Tresen und beobachten, wie Mr. Gower auf den Jungen einschlägt, als dieser sagt, dass er das Medikament tatsächlich noch nicht an die Patienten ausgeliefert hat. George blutet dabei aus seinem hörgeschädigten Ohr und fleht Mr. Gower an nicht weiter auf sein linkes Ohr zu schlagen. Er ruft, dass es sich um Gift gehandelt hat und nicht um Medikamente, da Mr. Gower wegen seiner Trauer um seinen verlorenen Sohn nicht mehr bei Gedanken war und einen fatalen Fehler gemacht hat und er aus diesem Grunde das Paket nicht an die Patientin ausliefern konnte. Sehr erschreckt hört Mr. Gower diese Aussage von George und hört mit seinen Schlägen auf, probiert eine Fingerspitze des Mittels des Paketes und umarmt daraufhin aufgelöst und in tiefer Dankbarkeit George und dankt ihm zu Hauf, dass der Junge so klug gehandelt hat.
Nach diesem Vorfall geht George wieder an den Tresen und widmet sich den beiden jungen Mädchen. Violets Verhalten als Kind lässt schon darauf schließen, dass sie sich später als junge Frau zu einer männerumschwärmten, aber nur mit den Männer spielenden Frau entwickeln wird. George ist über dem Verhalten von Violet gegenüber eher abweisend. Mary hingegen hat schon als Mädchen den gewissen lieben Charme und auch George ist sehr nett zu ihr. Mary flüstert ihm in einem Moment - da sich George über den Tresen bückt - in sein linkes Ohr, dass sie ihn sehr lieb hat. Sie weiß selbstverständlich, dass er auf diesem Ohr nichts hören kann und so weiß George auch nichts um die frühe Zuneigung von Mary zu ihm. ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: 3. George Bailey als Erwachsener ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: Zeitschnitt!
George ist inzwischen erwachsen geworden und möchte in die große und weite Welt hinaus zum Studieren. Er träumt davon große und wichtige Gebäude zu bauen und nebenbei Millionär zu werden. Auf der großen und fröhlichen Abschiedsfeier von Harry trifft George seine alte Bekannten Mary und Violet wieder.
Violet wird von vielen Männern umworben, da sie sich zu einer sehr attraktiven jungen Dame entwickelt hat, die ihre Reize in Szene zu setzen weiß. Violet möchte gerne George erobern, doch dieser ist nicht interessiert. Ein Kamerad zieht George zu seiner Schwester Mary, die er dann sofort wieder erkennt und sehr angetan von ihr ist. Die beiden reden und tanzen gemeinsam, haben ihren Spaß. Es wird ein Tanzwettbewerb eröffnet, an dem die beiden teil nehmen. Plötzlich öffnet sich der Boden und das Schwimmbecken voll gefüllt mit Wasser kommt zum Vorschein. Alle Tanzenden außer George und Mary bemerken dies, hören demnach auf zu tanzen. George und Mary wundern sich über ihre angebliche besondere Tanzart, welche alle Gäste zu bewundern scheinen. Sie haben das Schwimmbecken nicht bemerken können, da sie mit dem Rücken zu dem Becken tanzen. Alle Gäste haben Angst um die Tanzenden. Am Ende fallen George und Mary in das Wasser und viele Gäste springen freiwillig in ihren feinen Sonntagskleidern in das Wasser.
Völlig durchnässt und fröhlich tanzen und singen George und Mary auf dem Weg nach Hause. Sie flirten heftet und Mary verliebt sich endgültig in George. Sie kommen an einem alten und verfallenen Haus vorbei. Mary erzählt auf Georges abfälligen Worte über diese Ruine, dass sie immer davon träumte in diesem Haus mit ihrem Mann und Kindern zu wohnen. Beide werfen Steine in die schon zerbrochenen Fensterscheiben des Hauses und wünschen sich etwas dabei. In dieses Gefühl der Zugehörigkeit, aus der sich eine Beziehung entwickeln könnte, wird George von einem Bekannten nach Hause gerufen, da seinVater einen schweren Schlaganfall erlitten hat. Am nächsten Tag ist der Vater verstorben. Der Vorstand der Bank beschließt, dass die Bank bestehen bleibt und macht George zum neuen Präsidenten. George übernimmt die Bank und bewahrt dabei die Bank davor, dass sie in die Profithände des Mr. Potter fällt. Dieser möchte unbedingt die Bank schlucken, obwohl er schon der reichste und mächtigste Mann von Bedford Falls ist. Zu seiner alleinigen Herrschaft der Stadt fehlt nur noch der Besitz dieser Bank. Bruder Harry zieht als Soldat in den 2. Weltkrieg. Die Brüder haben die Vereinbarung getroffen, dass Harry nach seiner Rückkehr die Bank übernehmen wird, damit George studieren kann.
Einige Jahre vergehen und Harry kommt wieder nach Bedford Falls. Er hat im Krieg als Jagdflieger 15 Gegner abgeschossen und erhält dafür Jahre später eine Ehrenmedaille. Die Begrüßung am Bahnhof der beiden Brüder ist herzlich. Harry ist inzwischen ein bekannter Baseballspieler geworden und hat eine Frau mitgebracht. Er stellt diese als seine Ehefrau (Ruth Dakin) vor. Der Vater von Frau Dakin ist ein Glaswarenfabrikant und hat Harry eine Stelle versprochen. Von einem Moment zum anderen platzt der Traum vom Studieren und Fortgehen für George, da er mit der Übernahme der Bank durch Harry gerechnet hat. George besucht auf Anraten seiner Mutter Mary. Die Mutter weiß um die Liebe, welche Mary zu George hegt. Mary wohnt wieder bei ihrer Mutter im Haus. Sie war in der Zwischenzeit studieren, doch ist wegen Heimweh wieder nach Beford Falls zurück gekehrt. Als George zu Mary kommt, hat sie bereits die Wohnung nett hergerichtet, da sie ihm einen netten Empfang bereiten will. Woher sie wusste, dass George vorbei kommen wird? Die Mutter von George hat sie angerufen und ihr Bescheid gegeben. Nur zu gerne wüsste die Mutter von George ihren Sohn in den Händen der lieben Mary sicher, da auch sie langsam alt und grau wird.
Die Mutter von Mary ist eine nervige Person, die ihre Tochter am liebsten an einen reichen Mann verheiratet sehen will. George ist sehr nervös und ein Gespräch kommt zuerst nicht auf. George weiß überhaupt nicht, warum er gekommen ist und Mary strahlt nur wie die Sonne aus Freude ihren George endlich wieder sehen zu können.
Den Höhepunkt dieses Besuches stellt eine Telefonszene dar. Ein Freund beider ruft an. Da es jedoch nur diesen einen Hörer gibt und sich der Anrufende mit beiden unterhalten möchte, stellen sich George und Mary eng zusammen und haben beide Ohren am Hörer. Diese Szene ist voll prickelnder Spannung, da sich George in dieser Szene sichtlich endgültig zu Mary hingezogen fühlt, sich in sie verliebt. Nachdem das Telefonat beendet ist, rennt er aber aus dem Haus mit den Worten, dass er doch studieren will und in die weite Welt hinaus und nicht in dieser kleinen Stadt versauern will. Das Ende dieser Romanze ist dann doch, dass beide heiraten. Zwei Polizisten singen bei der Ankunft für das Hochzeitspaar "I love you truly" von Carrie Jacobs-Bond. (Dieses Lied singe ich auch bei Hochzeiten.) Mary hat George eine Überraschung gemacht. Sie hat das alte Haus, in das sie beide einst Steine geworfen hatten und sich dabei etwas gewünscht hatten hergerichtet und als neue Heimat ausgesucht. George ist zuerst etwas skeptisch, aber dann gefällt es ihm. Dass Renovierungen anstehen ist auch im klar.
Ein neues Schicksal ereilt George und nun auch Mary, da sie beide in ihre Flitterwochen reisen wollen. Auf der Fahrt durch die Stadt bekommen beide nur zufällig mit, dass sich vor seiner Bank eine Menschenansammlung tummelt. George steigt aus und geht in seine Bank. Er muss sich regelrecht in den Eingang kämpfen, so viele Menschen sind da. Nun hat auch eine Wirtschaftskrise Bedford Falls erreicht. Die Anleger wollten sich ihr Geld auszahlen lassen, aber man hat sie nicht mehr in die Bank gelassen. Jetzt, da sie durch George in die Bausparkasse gekommen sind, wollen sie sich ihre Ersparnisse auszahlen lassen. Sie drohen, ihre Anlageaktien sonst an Mr. Potter zu verkaufen. George nimmt das Geld, was er für die Hochzeitsreise eingeplant hat und zahlt seine Anleger aus. Ein paar Jahre sind ins Land gezogen und George und Mary haben aus ihrem Heim ein wunderschönes Haus gemacht. Ihre Liebe hat Ihnen vier Kinder geschenkt und auch in der Stadt hat sich George sehr beliebt gemacht. Er hat den Bailey Park gegründet, eine Wohnsiedlung für ärmere Familien. Auf diese Weise hat sich George bei Mr. Potter noch unbeliebter gemacht. Sogar der Buchhalter von Mr. Potter überlegt die Seiten zu wechseln. Mr. Potter will George Bailey bei sich einstellen und schlägt ihm einen Vier-Jahres-Vertrag vor, der ihm 20.000 Dollar jährlich als Gehalt sichert. Doch George erkennt die Absichten von Mr. Potter und schlägt das Angebot aus.
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: 4. 24.12. - Heilig Abend :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: An Heiligabend passiert dem Onkel von ihm ein schreckliches Missgeschick. Dieser ist Angestellter der Bank und seine Aufgabe war es gewesen, den Betrag von 8000 Dollar zur Einzahlung auf die Post zu bringen. Zufällig trifft er Mr. Potter und beide kommen in ein Gespräch, das mit lauten Worten endet. Der Onkel geht verärgert weg und Mr. Potter steckt den Geldbetrag ein. Der Onkel ist völlig verzweifelt und kehrt zu George zurück, beichtet ihm seine Schuld und George kann es nicht fassen. Der "Building And Loan" droht nun der Bankrott.
In seine Verzweiflung geht George zu Mr. Potter und fleht ihn an, ihm das Geld zu leihen. Da George jedoch keine Sicherheiten anzubieten hat, kommt Mr. Potter seiner Bitte nicht nach und wirft ihm noch den gemeinen Satz nach: "Sie sind tot mehr Wert als lebendig!" Mr. Potter freut sich innerlich an dem Leid des jungen Bailey, den er nie leiden konnte. Er ist kurz zu seiner Frau und seinen Kindern heimgekehrt. Dort benimmt er sich sehr rau und keiner erkennt in ihm mehr den freundlichen George. Seine Tochter, die Klavier übt brüllt er an, dass ihn das Geklimper nerve, seiner Frau äußert er, dass er dieses alte und fehlerhafte Haus noch nie leiden konnte und als er erfährt, dass seine Tochter Susi krank aus der Schule heim kam, ruft er gegen die Einwände seiner Frau bei der Lehrerin seiner Tochter an. Er hat nicht gleich die Lehrerin am Apparat, sondern ihren Mann. Das hält ihn aber nicht davon ab, seine Verärgerung in beleidigenden Worten gegenüber dem Mann zu äußern. Als er den Hörer aufgeknallt hat, stürzt er wutendbrannt aus dem Haus und seine Frau und Kinder haben Angst vor ihm, sind gleichzeitig aber auch besorgt, da er ein solches Verhalten noch nie an den Tag gelegt hat und der Grund für einen solchen Wutausbruch gewaltig sein muss.
Er fährt zu dem Restaurant "Martinis" und betet am Tresen tief und festen Glaubens zu Gott. (James Stewart hat über diese Szene in einem Bericht über diesen Film gesagt, dass ihm der Regisseur bei dieser Szene freie Hand gegeben hat und gebeten zu tun, was er als Schauspieler in dieser Situation einfällt. Diese Szene ist James Stewart als eindringlichste Szene in Erinnerung geblieben.) George wird in dem Restaurant auch noch kurze Zeit später von dem Mann der Lehrerin - der welche er kurze Zeit zuvor beleidigt hat - niedergeschlagen. Da George aber ein beliebter und bekannter Mann der Stadt ist, werfen die Gäste und der Wirt vom Martini den Mann kurzer Hand vor die Tür. George ist nun völlig von Sinnen, weiß nicht mehr aus noch ein. Er fährt gegen einen Baum und geht zu einer Brücke, die ganz in der Nähe liegt. Er will sich das Leben nehmen und von dieser Brücke in die Fluten springen. Er wünscht sich, dass er doch nie geboren wäre. Es herrscht ein eisiger Winter und alles ist mit viel Schnee bedeckt. Der Zuschauer bemerkt, dass es plötzlich aufhört zu schneien. Genau in diesem Moment sieht George einen Mann in den Wellen des Flusses mit dem Tode ringen, der nach Hilfe ruft. George plötzlich wieder hellwach in seinen Gedanken springt in den Fluss und rettet den Mann. Der Zuschauer erkennt nun, dass es sich bei dem Mann um keinen anderen als den Engel Clarence handelt. George hat den Mann in die kleine Wohnung des Brückenwartes gebracht und der Mann erklärt ihm, dass er in Wirklichkeit Georges Schutzengel sei und auf die Erde geschickt wurde, um ihn zu retten. George kann dies natürlich nicht glauben, obwohl der Mann eine Wäsche anhat wie aus dem vorigen Jahrhundert. Er fragt ihn nach seinen Flügeln, da Engel ja Flügel haben sollen. Diese müsse er sich erst noch verdienen und George sei sein besonderer Auftrag, durch den er zu seinen Flügeln kommen würde. George glaubt Clarence diese nach seiner Ansicht erfundene Geschichte nicht. Clarence sagt ihm, dass er die Antwort in Person sei, die George auf seine Gebete hin geschickt wurde. George glaubt ihm nicht und bereut immer noch, dass er jemals geboren wurde. George geht zurück in die Stadt. Ihm fällt auf, dass die Stadt ganz anders aussieht. Nicht mehr gemütlich und schön, sondern wie Klein-New-York. Die Straßen sind bestückt mit Nachtlokalen, wo leichte Mädchen zu haben sind. Casinos locken und laute Musik spielt, viele grellhelle Lichter blenden George die Augen. Er sieht Violet, wie sie eines der leichten Mädchen auf der Straße geworden ist (George hatte Violet einmal Geld geliehen, als sie in Not war.) Er begegnet Mary. Sie sieht aus wie eine alte Jungfer, sehr verschüchtert und ängstlich. Das Restaurant Martini ist ein Sündenpool geworden. Dort kennt ihn plötzlich keiner mehr. Er trifft auf Mr. Gower, der wegen seines Fehlers mit dem Gift, das er an eine Patientin weiter gegeben hatte 20 Jahre im Gefängnis saß. Mr. Gower wird auf das schändlichste beschimpft und gedemütigt. George selber wird aus der Bar - von der er annahm, dass es sich um das Restaurant Martini handele - auf die Straße geworfen. Clarence erscheint und sagt ihm nun, dass so das Leben geworden wäre, wenn es ihn nie gegeben hätte. Clarence geht mit George auf den Friedhof und zeigt ihm das Grab seines Bruders. Harry ist in das Eis eingebrochen und gestorben. George war ja nicht da, um ihn zu retten. Auf diese Weise konnte Harry auch nicht die vielen Menschen im Krieg retten. Alle sind gestorben, nur weil es George nicht gab. Beide gehen zum Elternhaus von George. Seine Mutter öffnet die Tür, erkennt ihren Sohn - der ja nie geboren wurde nicht und hat Angst vor dem Fremden, welcher behauptet ihr Sohn zu sein. Das Wohngebiet Bailey Park existiert nicht und auch der Stadtname war nicht mehr Bedford Falls, sondern Pottersville. Als er all diese schrecklichen Dinge sieht, bereut er seinen Wunsch und will wieder leben. Clarence sieht seine Aufgabe erfüllt und stellt den alten Zustand - die Existenz von George wieder her. Plötzlich schneit es auch wieder. Er ist nun freudig auf dem Weg nach Hause. Unterwegs wünscht ihm ein Mensch frohe Weihnachten und er ruft mit überschwänglicher Freude, dass es doch so schön ist zu leben. Allen, denen er begegnet ruft er ein herzlichstes "Frohe Weihnachten" zu und sogar aus den Fenstern kommt ein liebe Antwort auf die Wünsche von George.
Zuhause angekommen, wartet die nächste Überraschung auf ihn. Dort standen inmitten von ganz vielen Freunden und Bekannten zwei Bankprüfer, die von der Not von George Bailey erfahren hatten und nun das Geld von ihm fordern wollten. George beachtete diese zu erst gar nicht. Er war einfach froh, wieder zu Hause zu sein bei seiner Frau, seinen Kindern, in seinem alten schönen Haus. Er küsste und drückte seine Familie an sein Herz und entschuldigte sich zutiefst für seinen Wutausbruch am frühen Abend. Er war danach sogar freundlich zu den Bankprüfern und wünschte ihnen ein schönes Weihnachten. Der Onkel von George war inzwischen auch eingetroffen und sammelte von allen Anwesenden Geld ein. Am Ende hatte er sogar mehr Geld zusammen, als Georges Bank fehlte.
Dies kam so: Nachdem George in seinem Wutausbruch aus dem Haus seiner Frau gestürzt war, rief sie bei Georges Onkel auf der Bank an, um zu fragen, ob etwas Schlimmes geschehen sei. Sie erfuhr vom Onkel über das Unheil und verbreitete sofort bei allen Freunden und Bekannten, dass sie doch bitte ein wenig Geld für George spenden würden. Diese Not von George verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der Stadt und Alle kamen um für George zu spenden. George hat am Ende des Films seine Tochter auf dem Arm, seine anderen Kinder ganz eng bei sich stehen, in dem anderen Arm seine Frau Mary. Sie stehen hinter seinem Onkel und beobachten, wie Freunde ihm Geld bringen und dieses in eine Schale werfen. Er ist vor Dankbarkeit tief bewegt. Er hält auf einmal die Bibel in Händen, öffnet sie und liest darin: "Ein Mann, der Freunde hat ist niemals ein Versager." Während dessen klingelt ein Glöckchen, das im schön geschmückten Weihnachtsbaum der Familie hängt. So wird den Zuschauern klar, dass Clarence für seine gute Tag seine Flüge bekommen hat. Alle im Hause Baileys singen das Lied "Nehmt Abschied Brüder" - selbstverständlich in Englisch.
Der Film ist zu Ende. *****************************============================================ FAZIT: ====== Dieser Film ist ein Weihnachtsklassiker und für mich der schönste Film, den es überhaupt gibt. Ich kann jedem diesen Film nur ans Herz legen. Er drückt auf dies Tränendrüsen und ist gerade zu Weihnachten ein passender Film. Er zeigt, um was es im Leben geht - um Menschlichkeit, Nächstenliebe und Hoffnung. Es sollte sich nicht jeder nur um sich kümmern, sondern auch um den Nachbarn, den Kollegen, die Menschen, die man im Alltag trifft. So viele Menschen machen an Weihnachten auf heilig und freundlich, sind im Leben aber hart und interessieren sich nur für sich selbst - so wie Mr. Potter. Doch glücklich kann ein jeder nur werden, wenn man sich mit Menschen umgibt, auf die man sich in Freud und Leid verlassen kann. Das Wort "Freund" wird in unserer Zeit ziemlich schnell in den Mund genommen, zeigt sich aber erst in ernsten und schweren Tagen. Daher: Schenken auch Sie an einem ganz gewöhnlichen Tag - nicht nur an einem Feiertag - Ihren nächsten Menschen ein Lächeln. Dann wird die Welt um Sie herum ein wenig freundlicher! Dies habe ich für mich aus diesem Film heraus gezogen und auch so angewendet. Wenn ein Film Menschen rührt, dann hat er sein Ziel erreicht. Wenn ein Film aber zum nachdenken und veränderten Handeln von nur ein paar Zuschauern führt, dann ist dieser Film Gold wert!
Sie haben ja gesehen, was in dem Film nur ein einziger Mensch zu verändern vermag. Fangen auch Sie heute damit an! Viel Freude und Spaß dabei! "Ist das Leben nicht schön" als Lebenshilfe ================================== James Stewart hat in einem Film über sich selbst einmal erzählt, dass ein Mann auf der Straße zu ihm kam und ihm sagte, dass er ihm (James Stewart) sein Leben verdankt. Er war in einer aussichtslosen Situation, wollte sich das Leben nehmen, hatte sich schon eine Woche in seiner Wohnung eingesperrt und zappte durch die Fernsehkanäle. Er stieß auf diesen Film und war tief bewegt. Der Mann hatte seinen Lebenswillen wieder gefunden. Dies hat James Stewart sehr erfreut und bedankte sich bei dem Mann.
Sollte es Ihnen mal schlecht im Leben gehen, dann schauen Sie sich diesen Film an und Sie werden sehen, dass es sicher schon wieder aufwärts gehen wird. Dieser Film gibt Hoffnung.
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01.01.2013 12:13
Naja, ein bisschen trieft dieser Film schon, aber im Grunde hast du ganz recht mit deiner Beurteilung. Gut gefallen hat mir die persönliche, anschauliche Art, mit der du ihn beleuchtest.
05.09.2007 09:51
Sehr, sehr schön beschrieben! Sollte ich diesen Film mal irgendwo erhaschen können, werde ich ihn mir nach deiner Empfehlung anschauen. Stimmt, manche Filme regen zum nachdenken an, aber wenn ein Film wirklich das Leben ändern kann,.. das hätte ich gar nicht gedacht. LG, Bianca
12.05.2006 00:31
und nun bekommt auch dieser bericht, was er verdient! :-)) lg mozarteum