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Ich studiere jetzt seit 8 Semestern an der RUB Italienisch auf Lehramt Zuerst möchte ich sagen, dass es sich in jedem Fall lohnt, diese Sprache zu erlernen. Aber nicht an der Ruhr-Universität anfangen!
Leider verlernt man hier das Sprechen und Hörverstehen fast vollkommen. Man sollte zuvor in der Schule Italienisch gehabt haben oder einen guten Sprachkurs besucht haben. An der Uni befasst man sich mit Literatur, Linguistik, Landeskunde... - leider alles nur auf deutsch. Die soeben erlernten Sprachkenntnisse sind somit schnell wieder verschwunden.
Um dem sprachlichen Verfall zu entgehen, sollte man die Möglichkeiten der Kommunikation mit Muttersprachlern, die von der RUB angeboten werden, auf jeden Fall wahrnehmen. Man kann sich z.B. über die Sprachlehrforschung einen Tandempartner vermitteln lassen - das ist ein Muttersprachler, der gerne deutsch lernen möchte. Ziel ist es, sich gegenseitig die Sprachen beizubringen.
Eine weitere Möglichkeit ist, ein Semester im Ausland zu verbringen. In der Romanistik werden immer wieder Auslandssemester angeboten, die sehr nützlich sein sollen. Nachteilhaft hier könnte sein, dass man mehr mit anderen ausländischen Studenten kommuniziert als mit Italienern, da Studentenwohnheime oft einen Bereich für ausländische Studenten haben.
Um kein Semester zu verlieren, bin ich zweimal als Sommer-Au-pair in Italien gewesen, um meine Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen. Sehr vorteilhaft, da man viele Italiener kennenlernt zu denen der Kontakt weiter besteht.
Ich bin nicht sicher, ob man die Kritik nur auf die RUB beziehen kann. Generell machen sich die meisten Leute Illusionen über das Lernen von Sprachen an Unis. Das läuft da einfach sehr "wissenschaftlich" und setzt sehr wenig auf Kommunikation. Ob das aus didaktischer Sicht gut ist, weiß ich nicht! Gruß, Papth.
Ich nehme an, es handelt sich bei dir um ein philologisches Studium, oder? Von den Sprachkenntnissen her besser dran ist man, wenn man eine Fremdsprache auf Dolmetscher oder Übersetzer (Diplomstudiengang) studiert. Ich hab's mal zwei Jahre lang an der Uni Germersheim getan. War Sprache pur - mit sehr wenig Unterricht auf Deutsch. Außerdem kann man da die meisten Sprachen auch ohne Vorkenntnisse studieren.
25.12.2000 21:25
Ich bin nicht sicher, ob man die Kritik nur auf die RUB beziehen kann. Generell machen sich die meisten Leute Illusionen über das Lernen von Sprachen an Unis. Das läuft da einfach sehr "wissenschaftlich" und setzt sehr wenig auf Kommunikation. Ob das aus didaktischer Sicht gut ist, weiß ich nicht! Gruß, Papth.
25.12.2000 21:03
Ich nehme an, es handelt sich bei dir um ein philologisches Studium, oder? Von den Sprachkenntnissen her besser dran ist man, wenn man eine Fremdsprache auf Dolmetscher oder Übersetzer (Diplomstudiengang) studiert. Ich hab's mal zwei Jahre lang an der Uni Germersheim getan. War Sprache pur - mit sehr wenig Unterricht auf Deutsch. Außerdem kann man da die meisten Sprachen auch ohne Vorkenntnisse studieren.