JBL Control Serie

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JBL Control Serie

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... Einige Jahre später (~ 1940) gründete er dann die US-Firma, die heute noch als Inbegriff von Qualität im Sektor der professionellen, semi-professionellen und inzwischen auch Heimbeschallung gilt: „JBL“. Zum Vertriebsrepertoire von JBL gehören neben hochwertigen, großvolumigen ... Bericht lesen





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1-6 von 20 Erfahrungsberichten    
> Alle 20 JBL Control Serie Erfahrungsberichte anzeigen
Ruhe, bitte ...
Erfahrungsbericht von Thokla über JBL Control Serie
19.05.2001


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Ausgereifter Lautsprecher; robustes, aber doch schickes Gehäuse; klanglich sehr ausgewogen mit brillianter Höhenwiedergabe; prädestinierter Einsatz in Multi - LS Systemen; sehr gutes Preis - /Leistungsverhältnis;  .  .  .
Kontra: Minimale Mittenüberbetonung; magisch staubanziehende Kautschukinlays

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Um das Jahr 1928 herum wurde erstmals der Name James B. Lansing im Zusammenhang mit der Beschallung eines der ersten Kinos bekannt - in der Anfangszeit des vertonten Filmes, bei denen nicht ein mehr recht als schlecht spielender Pianist für musikalische Kurzweil sorgen musste. Einige Jahre später (~ 1940) gründete er dann die US-Firma, die heute noch als Inbegriff von Qualität im Sektor der professionellen, semi-professionellen und inzwischen auch Heimbeschallung gilt: „JBL“.

Zum Vertriebsrepertoire von JBL gehören neben hochwertigen, großvolumigen und größeren Standlautsprecher schon seit vielen Jahren die kleineren Lautsprecher, die der Serie „Control ...“ zuzuordnen sind. Sie sind, trotz galloppierender Technik speziell im Sektor der Unterhaltungselektronik, nach wie vor in JBL’s Produktportofolio zu finden, da sie sich schon einen fast klassisch zu nennenden Ruf erworben haben. Insbesondere für die Verwendung in Tonstudios, Konzerthallen sowie Kinos als sog. „monitoring speaker“ bzw. “effect speaker” sind diese, eher kleinvolumigen, Lautsprecher vorgesehen. ©TK. Beispielsweise hält das szenebekannte „Wiener Metropol“ in seiner Soundausstattung 14 (!) JBL-Lautsprecher des Typs „Control 1 X“ vor, die dort wohl eher als qualitativ gute Ergänzung zur Erhöhung der Räumlichkeit dienen.

Durch diese guten Referenzen bedingt fiel mir die Entscheidung zum Kauf eines Paars dieser Lautsprecher [LS] nicht schwer, als ich es zu einem Preis von 199.-DM bei einem bekannten Elektronicversender im Angebot liegen sah. Zu oft hatte ich schon von den positiven Merkmalen dieser LS gehört und der Preis schien mir sehr angemessen, lautete die UVP der Fa. JBL in den USA doch auf $ 199,99, wobei andere US-Online Shops als Referenzpreis $129,99 ansetzen. Sie sollten als Ersatz dienen für die bei mir in einem Dolby-Surround-System als Rear-LS vorhandenen Kleinlautsprecher des Sets „Movie I“, ebenfalls vom Hersteller JBL. Deren Frequenzgang, der sehr mittenbetont und in den Höhen wenig Brillianz zeigend ist, gefiel mir anfangs zwar recht gut, doch war ich beeindruckt von der Wiedergabe der JBL Control 1 X. Auch in Hinblick auf ein in absehbarer Zeit stattfindendes UpGrade Richtung DolbyDigital bzw. AC3 sollte meine Neuerrungenschaft dort seine klanglichen Highlights ausspielen können.

OPTIK und TECHNISCHES

Auf den ersten Blick wirkt das mattschwarze, für farbenfrohe Gemüter auch in weiss erhältlich, Gehäuse eher ausgelegt für den rauhen Alltagseinsatz denn für ein fein umgebendes Ambiente. Bestehend aus einem sehr resonanzarmen und stabilen Kunststoffmaterial mit zusätzlichen Inlays aus weichem Kautschuk verträgt es notfalls auch einige Stöße und steckt auch eine rohe Behandlung klaglos weg. Mit einem Gewicht von 2,4 kg und den Außenmaßen 22,8 x 15,5 x 13,9 cm lassen sich die kleinen JBL’s leicht und eher unauffällig in die Wohnlandschaft einbetten, sei es auf einem Regal oder einem Schrank. Zieht man eine Wandbefestigung vor, sind die Original wall-mount brackets von JBL erste Wahl, bieten sie doch ein Kugelgelenk zur stufenlosen Verstellung und einen soliden „Sturzschutz“, der aus einem Stahlseil besteht, das mittels Karabinerhaken an der Rückseite des LS eingeklinkt werden kann. Mit dem auf der Gehäuserückseite eingelassenen Messinggewinde kann der Westeuropäer auch nicht sonderlich viel anfangen, scheint es sich um ein Zollgewinde zu handeln, das keine metrischen Schrauben aufzunehmen wünscht ;-).

Ausgelegt ist das kleine Gehäuse als Bassreflexsystem, um immerhin einen ansatzweise vorhandenen Tiefbass bieten zu können. ©TK. Die zugehörige Öffnung an der Front teilt sich den Platz mit dem 4“ Basslautsprecher mit Schaumsicke (~10 cm Durchmesser) und dem ½“ titanbeschichteten Kalottenhochtöner. Durch die Auslegung als Kalottendom weist dieser Hochtöner schon konstruktionsbedingt relativ gute Rundstrahleigenschaften auf (bei steigenden Frequenzen tritt grundsätzlich zunehmend eine Richtwirkung zu Tage), weiter verbessert wird dieses Verhalten durch einen zusätzlichen Kunststoffsteg aus Acrylglas, der direkt im Zentrum des LS für weitere Streuung sorgt.

Dieses 2-Weg-Lautsprechersystem zeigt einen gemittelten Übertragungsbereich von 80 Hz bis rund 20 kHz mit einer Übergangsfrequenz (durch die Frequenzweiche) bei 4 kHz. Somit dient der Basslautsprecher als sog. Tief-/Mitteltöner, was durch die mechanische Größe noch problemlos realisierbar ist. Dass der Tieftöner erst bei ca. 80 Hz seinen meßbaren Schalldruck liefern kann ist kein eigentlicher Nachteil, sollte doch das Haupteinsatzgebiet eher im Bereich HomeCinema, Hintergrundbeschallung bzw. Monitor-LS zu finden sein.

Abgedeckt ist die Lautsprechereinheit mit einem abnehmbaren, mattschwarzen Metallgitter, das der Technikfreak a.W. auch in der Schublade verschwinden lassen kann. Um der reinen Optik keinen Abbruch zu tun, die LS können natürlich auch liegend betrieben werden, ist das fein anmutende Typenschild im Gitter drehbar – eben für Ästheten. Die Rückseite der LS beherbergt die plan eingelassene und robuste Anschlussplatte mit den, heutzutage üblichen, Klemmterminals, die auch einen Anschluss meiner LS-Kabel mit 2,5 qmm Durchmesser problemlos zuließen. Ein geringer Übergangswiderstand ist zu vermuten, da die Klemmung sehr fest vonstatten geht.

JBL gibt als Anschlussimpedanz einen Wert von nominal 8 Ohm an, was den problemlosen Anschluss dieser LS an alle handelsüblichen Verstärkerausgänge ermöglicht. (Anm.: Bei LS-Impedanzen von 4 Ohm oder gar kleiner sollte man Vorsicht walten lassen, da nicht jede Endstufe niederohmiger belastbar ist, ohne evtl. den „Hitzetod“ zu sterben.) Der gern als Kennschalldruck bezeichnete Wert wird vom Hersteller mit 89 dB benannt ... bedeutet, dass eine Eingangsleistung von 1 Watt am LS-Eingang in einem Abstand von 1 m einen Schalldruck von 89 db/A erzeugt. Gewiss kein sehr hoher Wirkungsgrad des LS-Gebildes, aber doch für die üblichen Anwendungen ausreichend, zudem die Control 1 X mit bis zu 80 Watt „gefüttert“ werden dürfen, ohne das Zeitliche zu segnen. ©TK.

Als Entscheidungsmerkmal für die Nutzung dieser LS in der Nähe von Video- bzw. TV-Geräten bieten die eingebauten Chassis eine magnetische Schirmung, was eventuelle Beeinflussungen von Bildröhren (analog den bespulten Ablenkeinheiten des Elektronenstrahls) verhindert und so auch ungetrübten Gebrauch dieser LS als Center-Speaker in Mehrkanalkonfigurationen zulässt.

KLANG und FAZIT

Entscheidend bei der Wahl war, neben dem wohlklingenden Namen, natürlich der Klang der Control 1 X. Ein echtes Tiefbassfundament ist aus logischen Gründen durch fehlende Membranfläche nicht vorhanden, doch reicht die Kickbass-Sektion tief genug hinab, um einen ausreichend guten Basseindruck zu vermitteln. Da sie auch eher selten als Hauptlautsprecher eingesetzt werden, ist dieses Verhalten auch vernachlässigbar. Der Mitteltonbereich zeigt, trotz dafür fehlendem Bereichstreiber, eine feinzeichnende Stimmwiedergabe, die doch manchmal etwas übermotiviert wirkt, sich aber trotzdessen harmonisch in das Gesamtklangbild einfügt. Hervorzuheben ist der brilliante Hochtonbereich, der sämtliche Instrumente wahrlich fein auflösend und klar heraushörbar wiedergibt. Verringert wurde die Richtwirkung des Hochtonmoduls zwar deutlich, doch ist ab einer Hörposition von mehr als ca. 45° seitlich ein deutlicher Pegelabfall feststellbar.

Ingesamt bieten die JBL Control 1 X eine, auf die Größe bezogen, brilliante Wiedergabe mit nicht zu überspitzten Höhen und klar ortbaren Stimmen in der Mittellage. Für perfekt halte ich die Nutzung dieser LS in den von mir schon angesprochenen Mehrkanalsystemen (wie DolbySurround, DolbyDigital, AC3, DTS, ...) wie auch bei kleineren Komponentenanlagen unter schwierigen Platzverhältnissen.

Weitergehende Informationen (... aber eher weniger als in diesem Bericht ;-) sind unter der Hersteller-Site "www.jbl.com" zu finden. Dort besteht auch die Möglichkeit, sich div. Betriebsanleitungen als .pdf-File herunterzuladen. Auch nicht uninteressant ist der Besuch der Mutter von JBL, der Harman International Company, unter "www.harman.com". Zu der mir zugebilligten Garantiezeit für die „Control 1 X“ kann ich keine weitere Auskunft geben als die, dass es sich wohl um die in Deutschland übliche Zeit von 6 Monaten handeln muss. In der Verpackung waren, außer einer eher spärlichen Anleitung ( ..die weitergehend auch eigentlich bei LS nicht verfeinert werden muss), weder eine zusätzliche Garantiekarte noch andere Hinweise zu finden.

In diesem Sinne: „Ruhe, bitte .... im Studio!“

©TK 19/05/2001
   
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