Jura Impressa E75 platin

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Jura Impressa E75 platin

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Man wird schon etwas anspruchsvoll...

4  20.01.2003 (25.05.2004)

Pro:
elegantes design, traumhafter Espresso, sehr gute Creme, informatives Display, klare Bedienung

Kontra:
verwirrende Reinigungsschritte, kratzerempfindliche Front, teures Service (aber siehe Text)

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bedienung

Reinigung

Design

Zuverlässigkeit

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adamopel

Über sich:

Mitglied seit:29.10.2002

Erfahrungsberichte:7

Vertrauende:5

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 64 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kaufgrund
Schwärmerische Berichte über den "Wunderkaffe" aus der Jura-Maschine, die meine Frau allabendlich nach dem Büro zuhause auftischte, ließ die Suche nach einem geeigneten Geburtstagsgeschenk leicht werden. Wiewohl auch ich von diesem Geschenk profitieren konnte! Bei etwas Stöbern im Internet brachte Primus Powershopping den besten Preis für das Produkt Ergänzung: umgerechnet 650 Euro - damals gab es noch Schilling), und dass es gerade die E75 wurde, war ein schöner Zufall - eigentlich hatten wir bei den günstigeren Typen gesucht.

Äußeres: Design, Verarbeitung
Das Erscheinungsbild wirkt besonders auf Distanz sehr elegant, die silberne Front wertet das Design schon ziemlich auf. Nähert man sich dem Gerät und klopft man auf die Front, erkennt man gleich, dass man es hier mit Kunststoff zu tun hat, was an und für sich ja auch kein Nachteil ist. Tiefe Kratzer sollte man dem Teil aber nicht zufügen, der schwarze Untergrund kommt dann raus und das ist dann nicht mehr so schön. Rein von der Funktion her gab es aber in den 18 Monaten des Betriebs keine Ausfälle zu verzeichnen.

Ausstattung:
Es gibt die möglichkeit zur Einzeltasse und zur Zweitassen-Ausschank. Pulverkaffee kann auch verwendet werden, doch darf man nur das in den Behälter geben, was auch gerade für die jeweilige Tasse benötigt wird. Das ist kein Vorratsbehälter, und die Maschine hat ziemlich gejammert, als ich einmal alles mit Pulver füllte... Aber sie hat's überlebt. Es gibt auch noch die Möglichkeit für Heisswasser und Dampf - da empfehle ich, den Dampf zuerst in ein gefülltes Wasserglas reinzulassen, erst nach 5-10 sek ist das System richtig heiss - sonst hat man zuviel Flüssigkeit im Produkt (z. B. Milch). Die Milchsaugleitung der teureren Modelle vermisse ich aber gar nicht, ich denke das ist eher ein zusätzlicher Aufwand zum Putzen, wenn man das Gerät nur im Hausgebrauch verwendet. a propos Putzen: Nicht vergessen, den alten Kaffee auszuleeren und die Abtropftassen auszuschütten - ein Schimmelherd!!

Qualität des Produkts
Wie ich an anderer Stelle gelesen habe, richtet sich die Kaffeequalität nach der verwendeten Bohne, die Cremekaffee's der Verschiedenen Hersteller sind bezüglich Bohnenaufbereitung und Sorte auf Erzielung eines guten Cremeresultats abgestimmt. Es ist nicht nur so, dass keine Steinchen und Fremdkörper drin sein sollen, um "espressomaschinentauglich" zu sein, da ist wirklich auch der Ölgehalt etc. noch zu berücksichtigen. Aber guter Kaffe kommt auch schon mit regulärem Bohnenkaffee raus. Und für italophile Geister gibts die Einstellung: "Espresso 30ml" - TRAUMHAFTER Espresso!!!
Wesentlich für die gute Qualität ist das Spülen beim Einschalten (schon der 1. Kaffee schmeckt traumhaft) und das Vor- oder Anbrühsystem, wo eine kurze Pause für einige Sekunden eingelegt wird, um alles aus dem Kaffee zu holen.

Verbrauch, Wartung
Wir haben im Ort ziemlich kalkhaltiges Wasser, und man kann gar nicht schnell genug beim Entkalken der diversen Elektrogeräte sein, wenn sie keinen schaden nehmen sollen. Einige normale Filter- Kaffeemaschinen hab ich schon so vernichtet, und bei diesem hochpreisigen Produkt möchte ich keine Gefahr eingehen. Also: Claris - Filterpatrone zur Entkalkung alle 2 Monate sind ein Muß! Gerätereinigung mit Reinigungstabletten sind ein Muß! Und natürlich multipliziert sich ein höherer Kaffeepreis mit höherem Kaffeebedarf zu einem höheren Tassenpreis als bei der herkömmlichen Filtermaschine von Melitta & Co. Aber: das Produkt macht es wieder wett!

Inneres: Technik
Wie bei so einer "Blackbox" üblich, kann man nicht ins innere schauen, aber die Mechanik des Geräts erscheint ausgereift und zuverlässig - soferne man sich an die Wartungsintervalle hält. Einmal ignorierte ich den Wartungshinweis am Display geflissentlich über fast 2 Wochen, und da tat sich die Pumpe schon hörbar etwas schwerer. Der Automat ist nach ca. 30sek Anwärmen betriebsbereit, dann nochmals das alte Zeug rausspülen - fertig!
Der Betrieb des Gerätes macht naturgemäss etwas Lärm, aber es ist nicht ungebührlich laut.
Im Standby-Betrieb heizt das Gerät munter weiter (ok, es ist ein Heisswassergerät...), das verbraucht dann auch Energie und Wasser - es wird alle paar Stunden gespült. Da man das Wasser aber sowieso täglich erneuern soll, ist der Aufwand dazu vertretbar. Der Tank ist einfach abzunehmen und leicht zu befüllen.

Bedienung und Handhabung
Die Bedienung ist denkbar einfach, besonders das Display bietet genau die Information im Klartext, die man braucht. Das zeichnet die E70/E75 und höher von den Geräten unter E65 aus; und sogar ich als Techniker bin froh um den Dialog an der Gerätefront. Man muss sich ja wirklich schon zuviel merken, was das jeweilige Blinken dieser und jener Leuchtdiode bedeutet...
Beim Reinigen und Entkalken ist es aber gut, das Manual giffbereit zu haben - ich glaube nicht, dass es ohne Anleitung zu schaffen ist. Mit Anleitung ist's dann aber einfach - man hat ja Zeit, mitzulesen, wenn die Maschine rumort und klackert und gurgelt...

Anleitung, Beschreibung
Die Anleitung ist gut bebildert und einigermassen übersichtlich beschrieben. Und sie ist auch notwendig. Bei meiner ersten Reinigung versuchte ich, die Tablette im Wasser aufzulösen und verzweifelte fast daran - es geht nämlich fast nicht. Hätte ich aufs Bildchen geschaut, hätte ich erkannt, dass die Tablette ist Lose-Pulver-Fach reinzuwerfen ist...

Fazit:
Eine schöne Maschine, die einen traumhaften Kaffee liefert. Wartung ist bei einem Gerät, das mit Lebensmitteln arbeitet, naturgemäss notwendig, wenn auch gewöhnungsbedürftig, mit Anleitung aber zu bewältigen.
Ich würde die Maschine wieder kaufen und kann sie weiteremfehlen. Wenngleich man anspruchsvoll und verwöhnt wird - ein "normaler" Kaffee schmeckt fast nicht mehr!

NACHTRAG:
Nachdem ich wie viele das Problem habe, dass das Spülwasser im Tresterbehälter landet, wollte ich das Gerät reparieren lassen - der Voranschlag lag bei 300 Euro. Aber das Sorglos Paket von www.kuntze.info hat mir um 50 Euro aus der Klemme geholfen, toller superschneller Service!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Milsch

Milsch

19.12.2007 15:20

Pro BH drei Gegenlesungen.

Terminator2005

Terminator2005

20.12.2005 12:46

Guter Bericht. LG Stefan

Reiner1

Reiner1

13.09.2005 16:10

Mir sind die Geräte einfach zu teuer, und viel besser schmeckt mir persönlich der Kaffee damit auch nicht. Ein Bekannter, der die Geräte reparieren muß, hat selbst nur eins, weil es ihn nichts kostet. Gruß Reiner

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Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 3826 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

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  1. digabor
  2. Milsch
  3. Terminator2005
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