Nervige Klingeltöne: Part two

1  13.04.2005

Pro:
nix, aber auch gar nix

Kontra:
Alles, aber auch wirklich alles

Empfehlenswert: Nein 

Mr.Evil3000

Über sich: Der zweite Teil des Elbdeichmörders ist fertig und erstreckt sich über satte 1006 Seiten. Der 2. Elb...

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Nachdem ich mich gestern schon um Mr. Chaos und "Figaro" gekümmert habe, widme ich mich nun dem Ursprung des Bösen:
JAMBA! und Sweety dem Kücken.
Da dies ebenfalls ein Bericht über einen Klingelton ist, habe ich mich dazu entschieden, Teile des "Figaro"-Berichts in diesen Bericht zu übernehmen, primär geht es dabei um das Geschäftskonzept.
Denn, wie ich bereits gestern schrieb, ist das Geschäftskonzepten bei allen Anbietern von Ringtone gleich, obschon Ringtoneking den "Figaro" aus der Hölle zu uns befördert und für Sweety Jamba! zur Verantwortung zu ziehen ist.
Unter dem gleichen Text wie gestern finden sich nun noch einige Angaben zu Jamba!

Das Geschäftskonzept
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Ob nun Jamba!, Ringtoneking, Handynauten oder Zed, das Geschäftskonzept sowie die Zielgruppe der angebotenen Klingeltöne ist immer gleich.
Immer neue Sounds, die man sich aufs Handy laden kann, sollen die Zielgruppe im Jugendalter, "cool" halten, up-to-date.
Wer nicht morgen schon den neuesten Rap-Ton auf dem Handy hat, ist unten durch.
Jedenfalls vermittelt das die Werbung:
"Lade den Sound/das Logo/die Animation auf dein Handy und zeig's deinen Freunden!"
Und um diese Botschaft auch im letzten Teeny-Hirn zu verfestigen, werden die Spots bis zum Erbrechen wiederholt, teilweise bis zu 8 (!) pro Werbung.
Der miese Haken dabei:
Natürlich gibt es all das nicht umsonst und schlimmer noch... wer einen Ton runterlädt, der hängt gleich an einem Monatsabo, für das man einen bestimmten Betrag blechen muss. Die einzelnen Sounds, Logos, etc. kosten dann noch mal extra.
Die Weise, wie man ein solches Abo kündigt, wird geschickt getarnt in winzig kleinen Buchstaben und das rasend schnell über den Bildschirm geschickt.
Und wer keine SMS mit der Stornierung schickt, der bezahlt eben jeden Monat munter weiter, ob er nun etwas aufs Handy lädt oder nicht.
Sauerei, wenn man mal bedenkt, dass die Zielgruppe zumeist aus Kids zwischen 12 und 16 Jahren besteht.
Nicht grundlos haben Jamba! und Co schon für so einige Kids gefährliche Schuldenfallen ausgelegt.

Die Firma Jamba! nun schießt den Vogel ab.
Sie dominiert einen Großteil der Werbung auf sämtlichen Musiksendern und ist mittlerweile mit ihren Spots auf Platz 4 der Werberangliste in Deutschland aufgestiegen, d.h., nur drei Firmen machen mehr Werbung für ihre Produkte als Jamba!
Hmmm, mag sich da jemand denken, mir kommt es mehr vor.
Das liegt daran:
Jamba! strahlt eben hauptsächlich auf Musiksendern aus, mogelt sich aber sogar schon ins "normale" Werbefernsehen.
Die Tatsache, dass die Quantität der Spots größer erscheint, als sie tatsächlich ist, liegt auch an der ungeheuren Penetranz der Spots, durch die zig-fache Wiederholung ein- und desselben Spots.
Dass Jamba! vor allem auf Musiksendern ausstrahlt, mag noch einen guten geschäftlichen Grund haben.
Es wird nämlich gleichzeitig Werbung für neu erschienene Singles der verschiedensten Bands gemacht und dafür dürfte Jamba! wohl auch noch die ein oder andere Prämie einstreichen, oder zu mindest die Kosten, die sie an die Plattenfirmen für das Verwenden der Sounds bezahlen müssen, senken.

Bei Sweety und Konsorten handelt es sich dabei um Eigenproduktionen, die dann noch nachdrücklicher an den Teen gebracht werden sollen.

Der Ringtone
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I'm maybe small,
I'm maybe sweet,
But baby, I know how to move my feet.
KICK IT!
And every time I hear the beat,
I just wanna move my feet,
And it makes me wanna tweet.
Tweet tweet tweet tweet tweet tweet....

Wenn dieser Sound aus dem Fernseher kommt, stellen sich bei mir regelmäßig Magenkrämpfe ein.
Schon wieder dieses kugelrunde, merkwürdige gelbe Drecksvieh!
Sweety soll ein Kücken sein, erinnert aber mehr an einen Tennisball mit überdimensionierten Augen und Strichbeinen.
Die Machart des Werbespots ist zum Erbarmen:
Die ersten beiden Zeilen trällert das Mistvieh mit riesig weit geöffneten Augen und einem kläglichen Gesichtsausdruck.
Dann macht die Kreatur einen auf dicke Hose und legt einen Tanz hin, fliegt dann hoch, nur um letztlich abzustürzen und auf die Fresse zu krachen.

Na ja, wem erzähle ich das? Jeder dürfte den Spot schon an die tausend Mal gesehen haben.
Ich habe es mal erlebt, dass der Spot 8 Mal hintereinander lief und zwar in einer Art Endlosschleife.
Eigentlich hätte ich spätestens nach dem 2. Mal weggezappt, doch ich saß vor dem Fernseher erstarrt vor Schrecken.
8 MAL!!!!!!!
Was soll das???
Ist das Anti-Werbung???
Ich meine, Leute, die sich den Ton erst nach dem achten Mal der Werbung hintereinander für den Kauf entscheiden, können doch nicht mehr ganz klar im Kopf sein.
Oder will Jamba! etwa bewusst provozieren?
Würde mich aber wundern, schließlich kostet jeder Spot bares Geld.
Nun ja.

Mittlerweile ist die Sweety-Epidemie eingedämmt, dafür haben Sweety-Klone nun die Kontrolle über das Werbefernsehen übernommen.
Zu nennen wären da:

- Sweety-Logos/Animationen/Handystyles
- Eine Kückenparty
- Eine Kückenfamily
- Quickie das Hühnchen
- Fluffy das KeineAhnungWas, irgendso ein zauseliges Ding halt

Wer nun den Sweety haben möchte (und im Interesse des Fortbestandes auch nur eines Bisschens allgemeinen Verstandes rate ich dazu, diesen Ton nicht zu kaufen), der schicke eine SMS an eine der im Spot eingeblendeten Nummer.
Dabei ist es wichtig, dass man die SMS mit dem richtigen Inhalt an die Nummer schickt, denn wer etwa "Real" (dann hört man den Sound wie in der Werbung) schickt, obwohl sein Handy nur polyphone Klingeltöne (ist dann nur ein Beepen) unterstützt, der schaut in die Röhre und hat sein Geld absolut sinnlos verprasst.
Der Unterschied zwischen polyphonen und real Klingeltönen ist vergleichbar mit dem Unterschied zwischen MIDI- und MP3-Dateien.
Wie genau nun so ein Klingeltontransfer abläuft, weiß ich nicht, es geht hier ja nur um die Werbung an sich und ich habe mir so etwas auch noch nie angetan und werde das auch niemals tun.

Meine Meinung
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Sweety ist schlicht und einfach die Personifizierung des absoluten Bösen auf dem TV-Bildschirm.
Kein anderes Wesen, welches sich jemals auf der Mattscheibe hin- und herbewegt hat ist so abgrundtief schlecht wie dieses Ding!
Vergesst alle Bösewichte aus James-Bond-Filmen, vergesst die sadistischen Wärter in "Das Experiment", vergesst kaltblütige Massenmörder und Psychopathen.
Was hier in Form eines süß wirken sollenden Kücken daher kommt, plant nichts anderes, als Kids (und wohl vor allem Mädchen) erbarmungslos das Geld aus der Tasche zu ziehen und den übrigen Zuschauern einem Psychoterror sondergleichen auszusetzen.
Ich kann jedem nur raten, den Widerstand gegen die Firma Jamba! in allen beteiligten Foren zu organisieren und für ein Jamba!-Boykott zu sorgen, auf das die Werbespots in die Fernsehhölle verbannt werden möge.

Ganz klar:
NICHT DIESE FIRMA UNTERSTÜTZEN!!!!!!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Manuel

Manuel

13.04.2005 20:10

Trotzdem wundert es mich, dass Jamba mit solchen Klingeltönen einen mega Umsatz macht - wo doch keiner damit was zu tun haben will... Viele Grüße, Manuel :-)

susch-

susch-

13.04.2005 18:53

Ja, das nervt! LG susch

carmen

carmen

13.04.2005 16:55

Na ja, da übertreibst du schon etwas: das Ding ist doch nicht das Böse, es ist einfach nur nervig. Wenn, dann sind Jamba die Bösen, denn die ziehen einem das Geld aus der Tasche. grüße, carmen

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