Der Gelenkige
16.11.2009
Pro:
Gelenkig, praktisch
Kontra:
Kamera verrutscht, nicht immer genau ausrichtbar
 T_Goose
Über sich:
...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 74 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leser. Für manche Fotografien ist ein Stativ notwendig. Doch manchmal gibt es keinen Platz für ein Stativ. Doch seit geraumer Zeit gibt es eine gute Alternative, das Joby Gorillapod. Dabei handelt es sich um eine flexibles Stativ, welches man beispielsweise um ein Geländer oder einen Ast wickeln kann.
Aussehen
Das Gorillapod von Joby gibt es in 3 unterschiedlichen Größen, wobei das Stativ dabei stets gleich aussieht. Die 3 Größen sind :
Gorilla Pod für Kompaktkameras (Maximalgewicht ca. 1 kg) Gorilla Pod für SLR (Maximalgewicht ca. 2 kg) Gorilla Pod für SLR Zoom (Maximalgewicht ca. 3kg)
Ich habe mich für das Stativ der Größe SLR Zoom entschieden, da ich an meiner Digitalkamera auch Objektive mit größeren Brennweiten einsetzen möchte und dafür ist das größte Stativ schon notwendig.
Das Stativ besteht aus 3 Beinen. Diese 3 Beine selbst haben je 10 Gelenkkugeln, welche sich in alle Richtungen drehen lassen. Dadurch ist es möglich, das Stativ um eine Haltemöglichkeit herumzuwickeln, damit es fest sitzt. Zusammengeklappt ist das Stativ 24,9 cm hoch, jedes der Beine hat einen Durchmesser von ca. 3 cm und das Gewicht beträgt gerade mal 241 Gramm. Zusammengeklappt ist das Stativ 6 cm breit. Auf dem Stativkopf ist eine ¼ Gewinde angebracht, auf welches die Kamera aufgeschraubt wird.
Das Stativ ist aus Kunststoff, die Füße sind gummiert.
Preis
Der Preis für den Joby Gorillapod is recht unterschiedlich. Ich habe meinen für sehr günstige 39,95 € bei Amazon gekauft. Ich habe in anderen Online-Shops und div. Kaufhäusern aber auch Preise von 60,- € gesehen. Ein Preisvergleich lohnt sich also.
Praxis
Was gleich beim Auspacken auffällt, sind die Kugelgelenke der 3 Stativbeine. Diese lassen sich in jede Richtung bewegen, wodurch man das Stativ an zahlreichen Möglichkeiten befestigen kann. Bevor man das Stativ aber benutzt, sollte man die Kamera aufschrauben, da es so herum einfacher geht, als wenn das Stativ schon irgendwo befestigt wäre. Das Aufschrauben geht kinderleicht und die Kamera sitzt auch recht fest und wackelt nicht, Ausnahmen kommen weiter unten.
Zum Befestigen eignet sich so ziemlich alles, es sei denn, der Umfang ist größer, als die Stativbeine lang sind. So kann der maximale Umfang ca. 40 cm betragen, was ich schon sehr großzügig finde. Ich habe das Stativ an Ästen, Geländer und Laternen befestigt, was meistens recht gut funktionierte. Zum befestigen bietet es sich an, das Stativ mit zwei Beinen fest um die ausgewählte Halterung zu befestigen. Sitzt das Stativ fest, nutze ich das dritte Bein, um die entsprechende Höhe einzustellen. Anschließend wird auch das dritte Bein genutzt, um das Stativ endgültig zu fixieren, damit es nicht mehr wackelt. Zum genauen Ausrichten ist etwas Übung nötig und klappt nicht von Beginn an zufriedenstellend.
So lange man Querformatfotos macht, sitzt die Kamera sicher auf dem Stativ. Möchte man aber Hochkantbilder machen und hat das Stativ beispielsweise an einer Laterne befestigt, sieht das nicht mehr so aus. Die Kamera auf dem Stativkopf rutscht hierbei leicht herunter, so dass nicht mehr der gewollte Ausschnitt zu sehen ist. Bei einer Langzeitbelichtung kommt es dann dazu, dass das Bild verwackelt ist. Ich habe auch schon versucht, die Kamera fester festzuschrauben, was dazu führte, dass sich die Gummierung an der Unterseite der Kamera ablöst! Das ist meiner Meinung nach nicht hinnehmbar, da man entweder eine verrutschende Kamera oder das Ablösen des Gummis an der Kamera in Kauf nehmen muss. So eignet sich das Stativ meiner Meinung nach nur für Querformat-Aufnahmen.
Das Stativ kann logischerweise auch gewöhnliches Stativ zum Hinstellen genutzt werden. Auf Grund der geringen Größe eignet es sich am besten, um auf eine erhöhte Stelle zu stellen, am besten ein Tisch oder eine Mauer. Allerdings ist es recht schwierig, das Stativ gerade auszurichten. Das liegt daran, dass die einzelnen Gelenkköpfe nach ein paar Mal immer etwas unterschiedlich verdreht sind, so dass nicht alle Beine wieder gleich lang sind. So ist es etwas schwierig und mit der Zeit auch nervig, dass man immer etwas herum probieren muss, bis die Kamera in der gewünschten Position sitzt. Ist sie aber mal korrekt ausgerichtet, steht das Stativ dank der gummierten Füße sehr sich und verrutscht nicht. Selbst mit einem 300mm Objektiv steht das Stativ noch sicher, ohne das es überkippt. Sehr schön finde ich, dass man die Beine so knicken kann, dass die Kamera knapp über dem Boden ist, was für tolle Perspektiven sorgt. So sind mir schon beeindruckende Bilder gelungen, die so sonst nicht möglich gewesen wären.
Das Stativ an sich ist sehr robust und selbst wenn man es an einem Ast befestigt, gibt es keinerlei Kratzer oder sonstige Beschädigungen. Auch wenn das Stativ zu Boden fällt, macht es dem Stativ nichts aus.
Fazit
Das Joby Gorillapod Stativ ist eine gute Alternative. Man kann es praktisch überall einsetzen und dank der kleinen Größe ist stört es auch nicht besonders. Das Befestigen an Ästen oder Geländern ist kinderleicht. Sobald man das Stativ aber für Hochkantbilder verwenden will, ist es meiner Meinung nach nicht geeignet, da die scheinbar festgeschraubte Kamera leicht verrutsch. Auch die Nutzung als normales Dreibeinstativ ist etwas schwierig, da die Gelenke nach einiger Benutzung nicht mehr gleich stehen und die Beine so unterschiedlich lang sind. So steht das Stativ nur selten gerade. Der Preis von 39,95 € ist in Ordnung, aber mehr würde ich nicht bezahlen. Daher empfehle ich einen Preisvergleich. Abschließend vergebe ich 3 Sterne, halte das Joby Gorillapod SLR Zoom dennoch für empfehlenswert.
Danke für die Aufmerksamkeit.
Ciao T_Goose
Preisvergleich
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16.11.2009 22:11
sieht schon seltsam aus ;-) LG Tina
16.11.2009 21:13
Meiner ist nicht ganz so beweglich. LG
16.11.2009 21:01
gut beschrieben