John Rambo

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++++++++ +STORY+ ++++++++ John Rambo (Sylvester Stallone) hat genug vom Krieg und vom Rest der Menschheit und hat sich aufgrund dessen ins tiefste Thailand zurückgezogen. Dort fristet er ein gewollt einsames Leben und schlägt sich als Schlangenfänger und Bootskapitän durch. Doch eines ... Bericht lesen





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Wer sich gefragt hat, was aus dem ehemaligen Green Beret und Superkämpfer John Rambo ... mehr
geworden ist, nachdem er alleine eine Stadt im
Pazifischen Nordwesten zusammengeschossen hat
(Rambo, 1982), in den vietnamesischen Dschungel
zurückgekehrt ist, um lange nach Kriegsende
festgehaltene amerikanische Kriegsgefangene zu
befreien (Rambo 2, 1985) und die sowjetische
Invasion Afghanistans lange genug aufgehalten hat,
um eine Menge Zeugs in die Luft zu jagen und
seinen alten Kommandanten vor den Roten zu retten
(Rambo 3, 1988), hat in Rambo (2008) genau das
Richtige gefunden. Ohne die Zahl 4, die den
Markennamen verwässern könnte, könnte Rambo den
Versuch darstellen, eine neue Ära für diese
Pop-Legende einzuläuten. Aber es handelt sich um
einen rein mechanischen Versuch, eine Marke
wiederzubeleben, die ohne jene Wut, Frustration
und Selbstanklage der Jahre nach dem Vietnamkrieg
keine Bedeutung oder Begründung mehr besitzt.
Schon einige Zeit lang ist John Rambo (Sylvester
Stallone) nun schon an der Grenze zwischen
Thailand und Myanmar in seinem Langboot entlang
getuckert, um exotische Schlangen für den Verkauf
zu fangen. Was den sechzig Jahre andauernden
Bürgerkrieg in Myanmar zwischen der brutalen
Regierung und der Unabhängigkeitsbewegung der
Karen angeht, wird das alles von ihm ignoriert. Da
tritt eine Gruppe amerikanischer Missionare auf,
deren knackige blonde Sprecherin (Julie Benz aus
Dexter) Rambo bittet, sie flussaufwärts
mitzunehmen, damit sie den Bedürftigen
medizinische Hilfe zukommen lassen können. Nach
der erforderlichen Anzahl einsilbiger
Verweigerungen stimmt er schließlich zu. Schon
bald darauf finden sich die Gutmenschen in einer
Welt voller Schmerzen wieder, und Rambo wird dazu
berufen, eine Gruppe Söldner bei einer
Rettungsmission anzuführen. In Sachen
Geschichtenerzählen ist der neueste Rambo der
simpelste von allen. Rambo hat wenig zu sagen,
daher ist es besonders ärgerlich, dass Stallone
als Co-Autor und Regisseur ihn an drei
verschiedenen Stellen genau die gleiche Aussage
treffen lässt (die Quintessenz daraus: "Lebe für
nichts oder stirb für etwas."). Die Typen der
Armee von Myanmar scheinen einen Wettbewerb
auszutragen, wer die fieseste Grausamkeit begehen
kann (zum Beispiel das Zertreten eines
Kinderkopfes), was dann als Rechtfertigung dafür
dienen soll, wenn sie schließlich in einem
liebevoll inszenierten Spektakel von
hochkalibrigen Waffen in Stücke geschossen werden.
Obwohl der Film in Thailand gedreht wurde, ist die
Farbgestaltung meist von Brauntönen bestimmt, was
einem die Ortsbestimmung erschwert, aber was
vielleicht auch auf perverse Weise die Dankbarkeit
des Zuschauers für die roten Farbspritzer erhöht,
wenn Kugeln auf Fleisch treffen. --Richard T.
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Pazifischen Nordwesten zusammengeschossen hat
(Rambo, 1982), in den vietnamesischen Dschungel
zurückgekehrt ist, um lange nach Kriegsende
festgehaltene amerikanische Kriegsgefangene zu
befreien (Rambo 2, 1985) und die sowjetische
Invasion Afghanistans lange genug aufgehalten hat,
um eine Menge Zeugs in die Luft zu jagen und
seinen alten Kommandanten vor den Roten zu retten
(Rambo 3, 1988), hat in Rambo (2008) genau das
Richtige gefunden. Ohne die Zahl 4, die den
Markennamen verwässern könnte, könnte Rambo den
Versuch darstellen, eine neue Ära für diese
Pop-Legende einzuläuten. Aber es handelt sich um
einen rein mechanischen Versuch, eine Marke
wiederzubeleben, die ohne jene Wut, Frustration
und Selbstanklage der Jahre nach dem Vietnamkrieg
keine Bedeutung oder Begründung mehr besitzt.
Schon einige Zeit lang ist John Rambo (Sylvester
Stallone) nun schon an der Grenze zwischen
Thailand und Myanmar in seinem Langboot entlang
getuckert, um exotische Schlangen für den Verkauf
zu fangen. Was den sechzig Jahre andauernden
Bürgerkrieg in Myanmar zwischen der brutalen
Regierung und der Unabhängigkeitsbewegung der
Karen angeht, wird das alles von ihm ignoriert. Da
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Dexter) Rambo bittet, sie flussaufwärts
mitzunehmen, damit sie den Bedürftigen
medizinische Hilfe zukommen lassen können. Nach
der erforderlichen Anzahl einsilbiger
Verweigerungen stimmt er schließlich zu. Schon
bald darauf finden sich die Gutmenschen in einer
Welt voller Schmerzen wieder, und Rambo wird dazu
berufen, eine Gruppe Söldner bei einer
Rettungsmission anzuführen. In Sachen
Geschichtenerzählen ist der neueste Rambo der
simpelste von allen. Rambo hat wenig zu sagen,
daher ist es besonders ärgerlich, dass Stallone
als Co-Autor und Regisseur ihn an drei
verschiedenen Stellen genau die gleiche Aussage
treffen lässt (die Quintessenz daraus: "Lebe für
nichts oder stirb für etwas."). Die Typen der
Armee von Myanmar scheinen einen Wettbewerb
auszutragen, wer die fieseste Grausamkeit begehen
kann (zum Beispiel das Zertreten eines
Kinderkopfes), was dann als Rechtfertigung dafür
dienen soll, wenn sie schließlich in einem
liebevoll inszenierten Spektakel von
hochkalibrigen Waffen in Stücke geschossen werden.
Obwohl der Film in Thailand gedreht wurde, ist die
Farbgestaltung meist von Brauntönen bestimmt, was
einem die Ortsbestimmung erschwert, aber was
vielleicht auch auf perverse Weise die Dankbarkeit
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"John Rambo" (Silvester Stallone) führt ein zurückgezogenes Leben im Norden Thailands. An ... mehr
der Grenze des Landes zu Burma wütet allerdings
schon seit sechzig Jahren der weltweit längste
Bürgerkrieg: der Burmesen-Karen-Konflikt. Rambo,
der in den Bergen lebt, und seinen Lebensunterhalt
mit dem Verkauf selbst gefangener, giftiger
Schlangen verdient, hat das Kämpfen jedoch schon
lange aufgegeben. Das ändert sich auch nicht als
Sanitäter, Rebellen und Flüchtlinge an ihm vorbei
durch das vom Krieg zerrüttete Land ziehen.  All
dies soll sich aber ändern, als eine Gruppe von
Missionaren auftaucht und den "Amerikanischen
Fluss-Führer" Rambo bitten, sie den Fluss hinauf
zu einem Flüchtlingslager zu führen, da Tretminen
die Reise dorthin zu gefährlich macht. Sie wollen
den dort lebenden, verfolgten Berg-Stamm Karen mit
Medizin, Nahrungsmitteln und Bibeln versorgen.
Zögernd willigt Rambo schliesslich ein, sie und
die anderen Helfer zu führen.   Wochen später
erfährt Rambo, dass die Missionare nicht vom
Flüchtlingslager zurückgekehrt seien, die Helfer
aber lebend gesehen worden sind, eingeschlossen in
einem burmesischen Armee-Camp. Obgleich Rambos
Abneigung gegen Gewalt immer noch allgegenwärtig
ist, weiss er, dass seine Hilfe notwendig ist.  
Was dann folgt ist der Abstieg in die Hölle auf
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Pazifischen Nordwesten zusammengeschossen hat
(Rambo, 1982), in den vietnamesischen Dschungel
zurückgekehrt ist, um lange nach Kriegsende
festgehaltene amerikanische Kriegsgefangene zu
befreien (Rambo 2, 1985) und die sowjetische
Invasion Afghanistans lange genug aufgehalten hat,
um eine Menge Zeugs in die Luft zu jagen und
seinen alten Kommandanten vor den Roten zu retten
(Rambo 3, 1988), hat in Rambo (2008) genau das
Richtige gefunden. Ohne die Zahl 4, die den
Markennamen verwässern könnte, könnte Rambo den
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Pop-Legende einzuläuten. Aber es handelt sich um
einen rein mechanischen Versuch, eine Marke
wiederzubeleben, die ohne jene Wut, Frustration
und Selbstanklage der Jahre nach dem Vietnamkrieg
keine Bedeutung oder Begründung mehr besitzt.
Schon einige Zeit lang ist John Rambo (Sylvester
Stallone) nun schon an der Grenze zwischen
Thailand und Myanmar in seinem Langboot entlang
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zu fangen. Was den sechzig Jahre andauernden
Bürgerkrieg in Myanmar zwischen der brutalen
Regierung und der Unabhängigkeitsbewegung der
Karen angeht, wird das alles von ihm ignoriert. Da
tritt eine Gruppe amerikanischer Missionare auf,
deren knackige blonde Sprecherin (Julie Benz aus
Dexter) Rambo bittet, sie flussaufwärts
mitzunehmen, damit sie den Bedürftigen
medizinische Hilfe zukommen lassen können. Nach
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Verweigerungen stimmt er schließlich zu. Schon
bald darauf finden sich die Gutmenschen in einer
Welt voller Schmerzen wieder, und Rambo wird dazu
berufen, eine Gruppe Söldner bei einer
Rettungsmission anzuführen. In Sachen
Geschichtenerzählen ist der neueste Rambo der
simpelste von allen. Rambo hat wenig zu sagen,
daher ist es besonders ärgerlich, dass Stallone
als Co-Autor und Regisseur ihn an drei
verschiedenen Stellen genau die gleiche Aussage
treffen lässt (die Quintessenz daraus: "Lebe für
nichts oder stirb für etwas."). Die Typen der
Armee von Myanmar scheinen einen Wettbewerb
auszutragen, wer die fieseste Grausamkeit begehen
kann (zum Beispiel das Zertreten eines
Kinderkopfes), was dann als Rechtfertigung dafür
dienen soll, wenn sie schließlich in einem
liebevoll inszenierten Spektakel von
hochkalibrigen Waffen in Stücke geschossen werden.
Obwohl der Film in Thailand gedreht wurde, ist die
Farbgestaltung meist von Brauntönen bestimmt, was
einem die Ortsbestimmung erschwert, aber was
vielleicht auch auf perverse Weise die Dankbarkeit
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Pazifischen Nordwesten zusammengeschossen hat
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befreien (Rambo 2, 1985) und die sowjetische
Invasion Afghanistans lange genug aufgehalten hat,
um eine Menge Zeugs in die Luft zu jagen und
seinen alten Kommandanten vor den Roten zu retten
(Rambo 3, 1988), hat in Rambo (2008) genau das
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Versuch darstellen, eine neue Ära für diese
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einen rein mechanischen Versuch, eine Marke
wiederzubeleben, die ohne jene Wut, Frustration
und Selbstanklage der Jahre nach dem Vietnamkrieg
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Schon einige Zeit lang ist John Rambo (Sylvester
Stallone) nun schon an der Grenze zwischen
Thailand und Myanmar in seinem Langboot entlang
getuckert, um exotische Schlangen für den Verkauf
zu fangen. Was den sechzig Jahre andauernden
Bürgerkrieg in Myanmar zwischen der brutalen
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Karen angeht, wird das alles von ihm ignoriert. Da
tritt eine Gruppe amerikanischer Missionare auf,
deren knackige blonde Sprecherin (Julie Benz aus
Dexter) Rambo bittet, sie flussaufwärts
mitzunehmen, damit sie den Bedürftigen
medizinische Hilfe zukommen lassen können. Nach
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Welt voller Schmerzen wieder, und Rambo wird dazu
berufen, eine Gruppe Söldner bei einer
Rettungsmission anzuführen. In Sachen
Geschichtenerzählen ist der neueste Rambo der
simpelste von allen. Rambo hat wenig zu sagen,
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als Co-Autor und Regisseur ihn an drei
verschiedenen Stellen genau die gleiche Aussage
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der Grenze des Landes zu Burma wütet allerdings
schon seit sechzig Jahren der weltweit längste
Bürgerkrieg: der Burmesen-Karen-Konflikt. Rambo,
der in den Bergen lebt, und seinen Lebensunterhalt
mit dem Verkauf selbst gefangener, giftiger
Schlangen verdient, hat das Kämpfen jedoch schon
lange aufgegeben. Das ändert sich auch nicht als
Sanitäter, Rebellen und Flüchtlinge an ihm vorbei
durch das vom Krieg zerrüttete Land ziehen.  All
dies soll sich aber ändern, als eine Gruppe von
Missionaren auftaucht und den "Amerikanischen
Fluss-Führer" Rambo bitten, sie den Fluss hinauf
zu einem Flüchtlingslager zu führen, da Tretminen
die Reise dorthin zu gefährlich macht. Sie wollen
den dort lebenden, verfolgten Berg-Stamm Karen mit
Medizin, Nahrungsmitteln und Bibeln versorgen.
Zögernd willigt Rambo schliesslich ein, sie und
die anderen Helfer zu führen.   Wochen später
erfährt Rambo, dass die Missionare nicht vom
Flüchtlingslager zurückgekehrt seien, die Helfer
aber lebend gesehen worden sind, eingeschlossen in
einem burmesischen Armee-Camp. Obgleich Rambos
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1-6 von 12 Erfahrungsberichten    
> Alle 12 John Rambo Erfahrungsberichte anzeigen
Hier wird der Kinosaal zum Kriegsschauplatz
Erfahrungsbericht von Realjackass über John Rambo
19.02.2008


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Harter, ehrlicher und ungeschönter Kriegsfilm
Kontra: Nicht für Zartbesaitete geeignet

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

++++++++
+STORY+
++++++++

John Rambo (Sylvester Stallone) hat genug vom Krieg und vom Rest der Menschheit und hat sich aufgrund dessen ins tiefste Thailand zurückgezogen. Dort fristet er ein gewollt einsames Leben und schlägt sich als Schlangenfänger und Bootskapitän durch. Doch eines Tages wird die verbitterte Kriegsmaschine von der Zivilisation eingeholt - eine Gruppe junger, christlicher Missionare, unter der Führung von Dr. Michael Burnett (Paul Schulze) und Sarah Miller (Julie Benz), möchte Rambo's Dienste als Bootssteuermann in Anspruch nehmen, um nach Burma vorzurücken und dort den Bedürftigen Beistand zu leisten. Die dortige Bevölkerung wird von einem extrem brutalen Militär-Regime unterdrückt - Folter, Vergewaltigung und Mord sind an der Tagesordnung.

Rambo, der sich dieser Tatsache bewusst ist, weigert sich zuerst, kann den Bitten der verzweifelten Sarah aber nicht wiederstehen. Unter größten Gefahren bringt er die Missionare in das Kriegsgebiet. Zwei Wochen später wird Rambo von einem Pastor (Ken Howard) aufgesucht, der ihn wissen lässt, dass das Dorf, in dem die Missionare ihre Hilfe zur Verfügung stellten, vom Militär überfallen wurde, die dort ein entsetzliches Blutbad anrichteten. Das Schicksal Sarah's und ihrer Freunde ist ungewiss. Um sie aus einer nicht auszuschließenden Gefangenschaft zu befreien, wurde ein Trupp bunt gemischer Söldner zusammengestellt, für die Rambo nun als Fährmann einspringen soll. Erneut begibt er sich in die Hölle und wird alsbald in einen unerbittlichen Krieg gerissen...


++++++++++++++++
+DATEN ZUM FILM+
++++++++++++++++

Originaltitel: Rambo
Herstellungsland: USA, Deutschland
Erscheinungsjahr: 2008
Laufzeit: ca. 90 Min. (dt. Fassung)
Freigabe: Keine Jugendfreigabe

Regie: Sylvester Stallone
Buch: Sylvester Stallone, Art Monterastelli, David Morrell
Produzent: Kevin King, Avi Lerner, Sylvester Stallone, Kevin King Templeton, John Thompson
Kamera: Glen MacPherson
Schnitt: Sean Albertson
Originalmusik: Brian Tyler
Casting: Sheila Jaffe

Darsteller:
Sylvester Stallone.....John Rambo
Julie Benz.....Sarah Miller
Matthew Marsden.....School Boy
Graham McTavish.....Lewis
Reynaldo Gallegos.....Diaz
Jake La Botz.....Reese
Tim Kang.....En-Joo
Maung Maung Khin.....Tint
uvm.


+++++++
+KRITIK+
+++++++

Das 21. Jahrhundert ist das Zeitalter der Revivals. In einer Zeit, in der frische Gesichter den Markt mit moderner Ware überschwemmen, recken sich die alten Haudegen noch einmal auf, um es sich und der Welt erneut zu beweisen. Bruce Willis durfte Terroristen in "Live Free or Die Hard" noch einmal mit lässigen Sprüchen und coolem Auftreten zu Leibe rücken, Harrison Ford wird diesen Sommer noch einmal den Schlapphut und die Peitsche für "Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull" auspacken, doch ein Mann will es ganz besonders wissen: Sylvester Stallone. Erst rundete er, trotz seines Alters von mittlerweile 61 Jahren, seine Boxer-Reihe "Rocky" würdevoll ab, nun legt er mit "John Rambo" noch einmal richtig nach. Allen Erwartungen zum Trotz, der Ankündigung eines vierten "Rambo" Teils folgten zuerst nur Ungläubigkeit bis hin zu offenem Hohn, beweist es Sly noch einmal allen. Er sei zu alt, um eine derartige Rolle erneut zu spielen, hieß es, doch die Spötteleien endeten schon mit dem ersten Vorab-Trailer, der damals bereits erahnen ließ, dass etwas Großes auf uns zukommen würde.

Die brutalen Bilder aus dem Trailer vermittelten schon einen guten ersten Eindruck und ließen frühzeitig erkennen, dass sich Sly zurück zu den Wurzeln des Actionkinos bewegen würde. Weg von weichgespültem Entertainment für die MTV-Generation und zurück zum Kern des Genres, das in den 80ern seinen Höhepunkt feierte. Die Welt hatte einen Film wie "John Rambo" bitter nötig. Trotz seines Alters weist Stallone junge Kollegen wie Jason Statham, Vin Diesel und Dwayne "The Rock" Johnson mit Leichtigkeit in die Schranken und führt vor, wie knallhartes Actionkino auszusehen hat. Und da er auf alle Nummern sicher gehen wollte, nahm Stallone die wichtigsten Aufgaben sogleich selbst in die Hand und übernahm neben der Aufgabe des Hauptdarstellers auch den Posten des Regisseurs, schrieb das Drehbuch und betätigte sich als Produzent. Das Resultat: Ein von der Kritik oftmals gelobter, von den Fans euphorisch gefeierter Action-Hammer, der die beiden ersten Sequels sofort vergessen macht und nahtlos an die Brillianz des Originals anknüpft.

Sly hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und entfernt sich immens von "Rambo 2" und "Rambo III", die damals mehr comic-ähnlichen Ballerorgien glichen, als dass sie mit dem ernsten, ersten Teil in irgendeiner Weise hätten verbunden werden können. "John Rambo" geht die Sache auf ganz andere Art an und nähert sich damit wieder bedeutend der vielmals hochgelobten Quintessenz des Originals. Gleichzeitig liefert Stallone mit seinem Abschluss der Reihe (ein fünfter Teil wurde von den Produzenten gewünscht, von Sly selbst allerdings abgelehnt) einen unerwartet brutalen und schonungslosen Kriegsfilm, der gerade zur heutigen Zeit Akzente setzen wird. Dieser Film ist in keiner Weise mit den üblichen, PG-13 gestuften, für Jugendliche zugeschnittenen Action-Filmen zu vergleichen, sondern ein absolut brutaler und in dieser Hinsicht extrem radikaler
Gewaltexzess, der sich jedoch nicht aus Selbstzweck in derartigen Blutbädern suhlt.

Sly präsentiert den Krieg schlichtweg als das, was er ist. Dazu griff er sehr passend auf die immer noch aktuelle Situation in Burma zurück, die er hier auf ebenso erschreckende, wie authentische Weise wiedergibt. "John Rambo" ist keineswegs pure Unterhaltung, sondern vielmehr ein Mahnmal der menschlichen Grausamkeit, die sich auch heute noch auf unermesslich entsetzliche Weise Tag für Tag abspielt. Kritiker werden "John Rambo" pure Gewaltverherrlichung vorwerfen, doch derartige Vorwürfe sind hier ebenso wenig legitim, wie zulässig. Selten zuvor war Gewalt erschreckender und abstoßender als hier. Menschen werden durch Minenfelder getrieben, Babys ins Feuer geworfen, Kinder erschossen, wehrlose Zivilisten massenweise verbrannt und auf andere Arten zu Tode gebracht. Die Gewaltdarstellung dürfte dabei weit über die Grenzen so manch zartbesaiteter Zuschauer gehen und lässt "John Rambo" somit in einem ganz anderen Licht als seine beiden Vorgänger dastehen, in denen die Gewalt durch einen übertriebenen und unrealistischen Anstrich in keinster Weise ernstzunehmen war.

"John Rambo" ist da anders. Hier zeigt die Gewalt ihre hässliche Seite, der Krieg wird zum Sinnbild von Leid und Zerstörung. Die Inszenierung ist dabei sehr klassisch gehalten und wurde von Sly bewusst im Stil der 80er ins Leben gerufen. Wer hier von einer Granate getroffen wird, fliegt nicht spektakulär durch die Luft, um sich danach leicht angeschlagen wieder aufzurappeln. Minen reißen ihren Opfern gnadenlos Gliedmaßen vom Leib, Maschinengewehre hinterlassen faustgroße Löcher und lassen den getroffenen qualvoll im Dreck verbluten. Sicherlich wird jeder für sich selbst entscheiden müssen, ob er bei derlei drastischen Gewaltdarstellungen einen Mittelweg zwischen illusionslosem Realismus und dennoch unterhaltsamer Actionkost finden kann. Ab einem gewissen Zeitpunkt bietet der Streifen ein extrem fesselndens und unbarmherzig spannendes Dauerfeuerwerk, das seinen Zuschauer zu keiner Sekunde mehr zu Atem kommen lässt und gerade dafür werden alteingesessene Actionfans, die Werken wie "Crank" oder "Shoot 'Em Up" nur wenig abgewinnen können, "John Rambo" lieben.

Die Charakterzeichnung der Hauptfigur nimmt dabei keinen zentralen Stellenwert ein, wurde von Sly aber nicht gänzlich außer Acht gelassen. Rambo ist an einem Punkt angelangt, an dem er mit der Welt und der Menschheit abgeschlossen hat. Er wurde von seiner Regierung verraten und im Stich gelassen, er ist eine verlorene, innerlich zerissene Seele. Er ist die geborene Kriegsmaschine, die genug vom Töten hat und sich weit abseits der Zivilisation ein verbittertes Einsiedlerleben eingerichtet hat. Der Krieg interessiert ihn nicht mehr, doch wieder einmal muss er in ein Gefecht ziehen, das nicht seines ist und Menschen retten, die ihn unter normalen Umständen als Mörder beschimpfen würden. Die eindeutigste Sprache in "John Rambo" sprechen die Monologe und Albträume der Hauptfigur, die einen Einblick in deren geschundene Seele geben. Stallone verkörpert Rambo dazu passend lethargisch, in sich gekehrt, verfügt aber noch immer über die physikalische Fitneß, um auch in den Actionszenen glaubhaft zu wirken. An seiner Seite sehen wir einen sorgsam ausgewählten Cast, der sich aber großteils mit Klischeerollen herumschlagen muss, was dem Film aber zu keiner Sekunde schadet.

Letztendlich erfüllt der Streifen alle Erwartungen, die man als Fan der Materie an ihn stellt. Mit 90 Minuten ist er außerordentlich kurzweilig geraten und wartet zudem mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen, sowie einem tollen Score auf, der Teile des Original-Themes enthält, was die gelungene Atmosphäre bestens unterstützt.


+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
+HINWEIS ZUR ZENSUR IN DER DT. FASSUNG+
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Da "John Rambo" auch nach der zweiten Prüfung seitens der FSK eine Freigabe verweigert wurde, musste der Streifen leider einige Federn lassen, um in Deutschland überhaupt gezeigt werden zu dürfen. Insgesamt eine Minute fiel dabei der Schere zum Opfer, was sich insbesondere im Finale deutlich erkennbar macht. Gerade, wenn Rambo zum furchteinflößenden Browning M2 .50 Kaliber-Maschinengewehr greift, fallen selbst Laien einige unbeholfene Zensurschnitte auf, die nur erahnen lassen, welch monströsen Schaden diese Waffe bei den Getroffenen anrichtet. Wer den Originaltrailer kennt, wird zudem die auffallendstenden Gewaltszenen aus eben diesem vermissen. Die Zensur trübt den Gesamteindruck aber keineswegs, denn auch um eine Minute erleichtert ist "John Rambo" noch immer der unangefochten brutalste Kriegsfilm der letzten Jahre, den man auf keinen Fall im Kino verpassen sollte. Nur dort wird der Film seine furchteinflößende Wirkung voll entfalten können, wenn man als Zuschauer bei jedem Bombeneinschlag aufs Neue regelrecht in den Sitz gedrückt wird.


++++++
+FAZIT+
++++++

"John Rambo" ist all das, was man sich als Fan erhofft hatte und noch mehr. Ein knallhartes, schonungsloses Revival des 80er Jahre Action-Kinos, mit dem Sylvester Stallone seiner Figur noch einmal ein letztes Denkmal aufstellt und gleichzeitig mühelos an die Brillianz des Originals anknüpft. "John Rambo" ist ein nervenzerreißend spannendes, brachiales Action-Feuerwerk auf der einen, ein beängstigender Blick auf die unmenschlichen Zustände in Burma auf der anderen Seite, der angesichts seiner extremen Härte niemanden kalt lassen wird. Fernab von Zeitlupenästhetik, möglichst cooler, auf ein junges Publikum zugeschnittener PG-13 Action ist "John Rambo" endlich mal wieder ein richtig krachendes und glaubhaft schonungsloses Highlight, das beweist, das man auch von der alten Garde noch einiges erwarten kann. Sylvester Stallone überzeugt hiermit in allen Belangen und macht seinen "John Rambo" zum absoluten und unumgänglichen Pflichtfilm, den sich auch die Deutschen, trotz geschnittener Fassung, nicht im Kino entgehen lassen sollten.

9,5/10 Punkten
(mit starker Tendenz zum baldigen Update auf die volle Punktzahl)


PS: Bei den hochgeladenen Bildern ist eine interessante Statistik zu finden, die einen direkten Vergleich zwischen den vier Rambo-Teilen hinsichtlich der Todesopfer aufführt.


Mfg
Realjackass   
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