Jura Impressa F 50 13166 /13235

Erfahrungsbericht über

Jura Impressa F 50 13166 /13235

Gesamtbewertung (18): Gesamtbewertung Jura Impressa F 50 13166 /13235

7 Angebote von EUR 748,90 bis EUR 993,99  

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Viel Lärm um guten Kaffee

5 10. Mar 2006

Pro:
Hervorragender Kaffee, einfache Bedienung, ansehnliches Design

Kontra:
Milch aufschäumen gelingt nicht so gut, lautes Mahlwerk

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Bedienung:

Reinigung:

Design:

Zuverlässigkeit:

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dennis.irmscher

Über sich:

Mitglied seit:08.04.2003

Erfahrungsberichte:12

Vertrauende:12

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 42 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Der von vielen Deutschen heiß geliebte Filterkaffee wird in den letzten Jahren zunehmend von Espresso, Cappuccino und Konsorten verdrängt. Eine Entwicklung, welche ich persönlich sehr begrüße und die sicherlich auch mit auf die vielen verschiedenen Espressomaschinen zurückzuführen ist, die sich immer weiter durchsetzen und auch preislich immer erschwinglicher werden. Die Vollautomaten sind die bequemsten Vertreter ihrer Zunft, müssen sie doch lediglich mit Wasser und Bohnen befüllt werden und machen anschließend alles vom Mahlen der Bohnen, über das Anpressen des erzeugten Mehls, bis hin zum Ausstoßen des Tresters von alleine. Selbst muss man lediglich eine Tasse in die Maschine stellen und eine Taste drücken.

Auch diese Maschine hier, die Impressa F50 von Jura gehört zu den Vollautomaten. Im Handel ist sie für rund 750 bis 850 Euro zu haben und ist damit im mittleren Preissegment angesiedelt.


Design / Aufbau

Die Hülle der rund 9 Kilogramm schweren Maschine besteht komplett aus Kunststoff, welcher jedoch einen sehr hochwertigen Eindruck macht und leicht zu reinigen ist. Auf der linken Seite befindet sich der Wassertank mit knapp zwei Litern Fassungsvermögen, der zwecks Befüllung herausgenommen werden kann. Rechts ist der Bohnenbehälter, rund 200 Gramm Bohnen können hier aufgenommen werden.

Auf der Frontseite sind die Bedienelemente untergebracht. Jeweils rechts und links ist ein Drehschalter, in der Mitte sind darüber hinaus sechs Tasten und das Display zu finden. Dazu später mehr.

Darunter befindet sich der höhenverstellbare Kaffeeauslauf, der auf eine Höhe zwischen 73 und 113 Millimetern verstellt werden kann, sodass neben kleinen Espressotassen auch größere für den morgendlichen Cappuccino in die Maschine passen.

Auf der rechten Seite ist außerdem noch eine Dampfdüse, die zum Aufschäumen von Milch, Erhitzen von anderen Getränken oder auch nur für den Bezug von heißem Wasser dient.


Anschluss / Inbetriebnahme

Die Maschine muss lediglich mit dem Stromnetz verbunden werden. Einen Wasseranschluss hat sie leider nicht, es ist nur der Wasserbehälter zu verwenden.

Wasser und Bohnen sind schnell in der Maschine untergebracht. Nach dem Einschalten muss zunächst die gewünschte Sprache eingestellt werden. Dies geschieht mit Hilfe des linken Drehschalters, dem so genannten Rotary Switch. Dieser ermöglich eine sehr einfache Bedienung durch drehen und drücken.

Zunächst muss die Maschine den internen Wasserkreislauf befüllen, was schnell geschehen ist. Entsprechende, klar verständliche Anweisungen auf dem Display ersparen einem hierbei den Blick ins Handbuch.


Einstellungen

Das Mahlwerk kann über einen Schalter im Bohnenbehälter in sechs Stufen verstellt werden, je nach Geschmack und verwendeten Bohnen. Grundsätzlich ist aber eine feinere Stufe zu empfehlen.

Alle anderen Einstellungen können über das Menü vorgenommen werden, welches sich über die Taste "P" öffnen lässt. Mit dem linken Drehschalter kommt man nun zu den gewünschten Menüpunkten. Die Möglichkeiten sind überschaubar, bieten aber trotzdem alles was man benötigt, wie Einschaltzeiten, automatischer Abschaltung, Aroma und Temperatur.


Verwendung

Nach dem Einschalten der Maschine, muss diese sich zunächst aufheizen. Der Vorgang dauert etwa eine halbe Minute, anschließend wird man erstmal aufgefordert die Maschine zu reinigen, was mit Drücken der Taste "Pflege" eingeleitet wird. Der Vorgang läuft voll automatisch ab und dauert nur wenige Sekunden, allerdings empfiehlt es sich, vorher ein Gefäß unter den Kaffeeauslauf zu stellen, da dort das "dreckige" Wasser austritt. Man kann es natürlich auch in die darunter befindliche Wanne laufen lassen, diese füllt sich auf Dauer dann aber recht schnell und muss entsprechend oft geleert werden.


Espresso

Jetzt ist die Maschine betriebsbereit. Über den linken Drehschalter lässt sich die gewünschte Menge Kaffee in Fünf-Milliliter-Schritten einstellen, von 30 bis 240 Milliliter. Über die so genannten Bezugstasten erhält man nun ohne weiteres Zutun die gewünschte Menge Kaffee. Die erste Bezugstaste ist für eine Tasse gedacht, welche unter beide Kaffeeausläufe gestellt wird. Hier kann dann auch das gewünschte Aroma von mild, über normal bis stark eingestellt werden. Dazu drückt man die Taste einfach entsprechend oft. Will man zwei Tassen gleichzeitig befüllen, wird die Wassermenge entsprechend verdoppelt, das Aroma lässt sich aber nicht mehr einstellen.

Nach Drücken einer Bezugstaste, beginnt die Maschine mit dem Mahlen der erforderlichen Bohnen, was leider etwas laut ist, drückt anschließend das gewonnen Kaffeemehl in ein Sieb und presst mittels einer integrierten Pumpe, welche circa 15 Bar Druck aufbaut, das erhitze Wasser durch das Mehl. Der zurückbleibende Trester wird anschließend in einen Auffangbehälter geführt, der nach 16 Tassen geleert werden muss. Fertig ist der Espresso.


Heißes Wasser

Für Tee kann man auch eine Tasse mit heißem Wasser befüllen. Dazu stellt man einfach ein Gefäß unter die Dampfdüse öffnet den Hahn, den Drehschalter auf der rechten Seite. Über den linken Drehschalter lässt sich auch hier wieder die gewünschte Menge einstellen. Der Vorgang dauert allerdings kurze Zeit.


Milch aufschäumen

Damit Wasserdampf aus der Düse kommt, muss man erstmal die entsprechende Taste dafür drücken. Da das Wasser in der Maschine noch nicht heiß genug ist, muss dieses zunächst weiter erhitzt werden. Die Dauer des Dampfbezugs lässt sich ebenfalls einstellen, je nach gewählter Zeit, dauert das Erhitzen entsprechend.

Ist das Wasser aufgeheizt, kann man nun Milch aufschäumen. Vorzugsweise befüllt man mit der Milch ein Gefäß aus Metall, welches die Temperatur schnell annimmt. Der erzeugte Milchschaum fällt leider nicht sehr üppig aus und lässt zu Wünschen übrig.

Die Dampfdüse kann zum Reinigen abgenommen werden. Leider sitzt sie nicht so sonderlich fest an der Maschine, beim Milch aufschäumen ist sie mir deshalb schon mehrfach entgegen gekommen, was immer eine heillose Sauerei ist.

Alternativ kann man einen so genannten Profi-Auto-Cappuccino-Aufsatz für die Dampfdüse kaufen (kostet knapp 50 Euro). Dieser Aufsatz saugt die Milch über einen Schlauch aus einem anderen Gefäß und schäumt sie
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Die Impressa F50 in ihrer vollen Pracht
automatisch auf. Das funktioniert auch erstaunlich gut und das Ergebnis ist deutlich besser als das der einfachen Dampfdüse. Allerdings ist der Aufsatz kompliziert zu reinigen, was wenigstens einmal am Tag mit einem speziellen Reinigungsmittel (circa acht Euro für 250 Milliliter) gemacht werden muss. Wer lediglich Milch für seinen morgendlichen Cappuccino braucht, wird mehr Zeit für die Reinigung als für die Erstellung des Kaffees benötigen. Die Lösung scheint eher für Büros oder Verkaufsräume gedacht zu sein, wo ständig Milchschaum benötigt wird.


Kaffee

Wer unbedingt will, kann übrigens auch einen ganz normalen Kaffee haben. Dazu öffnet man einfach eine Klappe an der Oberseite des Geräts und gibt zwei Löffel Kaffeepulver hinein. Die Maschine erkennt dies und lässt das Mahlwerk ruhen.

Da ich wie schon gesagt kein Fan dieser Kaffeevariante bin, kann ich zu der Qualität leider nichts sagen.


Wartung

Alles kann sie eben doch nicht alleine. Wie schon gesagt, muss der Auffangbehälter für den Trester nach 16 Bezügen geleert werden. Außerdem empfiehlt es sich, gleichzeitig die Wanne zu leeren und zu reinigen. Die Maschine lässt hier während des Spülens Wasser hineinlaufen.

Neben der relativ kurzen Spülung, die sich die Maschine nach dem Einschalten und vor dem Ausschalten gönnt, möchte sie nach 200 Bezügen oder 160 Spülungen gereinigt werden. Dazu wird ein spezielles Reinigungsprogramm durchgeführt, welches circa 15 Minuten in Anspruch nimmt. Benötigt werden spezielle Reinigungstabletten von Jura, die für sechs bis zehn Euro pro sechs Stück zu haben sind.

Im Wassertank ist ein Kalkfilter untergebracht (einer befindet sich im Lieferumfang). Nach 50 Litern Wasser sollte er ausgewechselt werden, die Maschine meldet dies entsprechend. Ein Filter kostet circa zehn Euro.

Alternativ kann die Maschine auch ohne Kalkfilter betrieben werden, muss dann jedoch regelmäßig entkalkt werden. Je nach eingestellter Wasserhärte ist der Zeitpunkt der Entkalkung unterschiedlich, der Vorgang dauert circa 40 Minuten und es werden mal wieder entsprechende Tabletten von Jura benötigt, welche ebenfalls knapp zehn Euro kosten.


Fazit

Meiner Meinung nach, war die Maschine trotz des recht hohen Anschaffungspreises eine lohnende Investition.

Vor allem der Espresso ist eine Wonne, er schmeckt köstlich und ist von einer herrlichen Crema bedeckt. Manchmal geht sie einem zwar etwas auf den Keks, wenn man sie morgens einschaltet und der Reihe nach Wasser und Bohnen nachfüllen und den Trester leeren darf, aber wenn man sie erst einmal hat, will man sie nie wieder hergeben. Zuverlässig ist sie auch, hat sich doch mittlerweile über 3000 Tassen produziert und noch keine einzige Macke gehabt.

Wer also gerne eine der vielen Espressovariationen trinkt, ist mit dieser Maschine gut beraten und wird den Kauf nicht bereuen. 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
berti.r

berti.r

17.04.2006 21:14

http://www.brainticket.de/cartoon/neu/kaffee.gif

phileas.fogg

phileas.fogg

15.04.2006 21:33

laut isse, à la dings! undich hätte gewettet, dass meer als 16 portionen innen tresta passn., abba gezehlt habbich noch nie.

gaenseblume234

gaenseblume234

07.04.2006 09:34

Nettes Teil, allerdings bleiben wir bei unserer DeLonghi mit der wir auch sehr zufrieden sind :-)

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