Kaffee für Genießer
20.08.2006
Pro:
einfache Bedienung, schönes Design
Kontra:
relativ teuer
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Reinigung
Design
Zuverlässigkeit
mehr
 SabineS3
Über sich:
Mitglied seit:03.08.2006
Erfahrungsberichte:12
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
In der Arbeit hatten wir ca. 1 Jahr die Jura E75. Da der Kaffee so lecker war, spekulierte ich immer öfter, mir auch für daheim eine zuzulegen. Der Preis ist natürlich recht heftig und es hat eine Weile gedauert, bis wir uns durchgerungen habe, uns einen Jura Vollautomaten zuzulegen. Die Marke stand eigentlich von vornherein fest, da wir vor längerer Zeit uns Saeco Maschinen u.a. angeschaut hatten, aber unserer Meinung nach die Jura mit Schweizer Mahlwerk die Beste ist. Impressa F50 von Jura lag im Dezember 04, als wir sie uns zugelegt hatten bei 795 EUR. Als sie dann in Stiftung Warentest Ende Dezember sehr gut abgeschnitten hatte, ging der Preis rapide in die Höhe und wir waren froh, dass wir schon zugeschlagen hatten.
Zum Design ---------------- Die Maschine wiegt ca. 8-9 Kilo und besteht komplett aus Kunststoff. Macht aber einen sehr gut verarbeiteten Eindruck und bisher gabs nie Probleme mit abgebrochenen Teilen o.ä. Auf der Vorderseite sind die Bedienelemente untergebracht. Auf der rechten und linken Seite befindet sich ein Drehschalter, in der Mitte sind darüber hinaus sechs Tasten und das Display zu finden.
Auf der linken Seite befindet sich der Wassertank. Fassungsvermögen 1,5 Liter. Dieser Kann zum Befüllen mit einem Griff herausgenommen werden. Im Tank kann auch ein Kalkfilter angebracht werden, damit die Maschine nicht ständig verkalkt. Hier ist noch wichtig zu sagen, wer diesen Filter verwendet, darf auf keine Fall Kalkfreies Wasser aus dem "Pritter ???" nehmen, da das sonst laut Fachgeschäft der Maschine schadet. Rechts ist der Bohnenbehälter, ca. 200 Gramm Bohnen haben dort Platz.
Der Kaffeeauslauf ist Höhenverstellbar. Kann also angepasst werden ob Espresso (kleine Tasse) oder Cappuccino (große Tasse) zubereitet wird. Auf der rechten Seite ist außerdem noch eine Dampfdüse, die zum Milch aufschäumen dient, bzw. auch für heißes Wasser da ist. Bei dieser Düse gibt es einen Adapter dazu "Autocappucino-Düse" (ca. 50 EUR), damit das Milchsaugen bereits aus der Tüte möglich ist und der Schaum direkt in die Tasse läuft.
Einstellungen ------------------ Das Mahlwerk kann im Bohnenbehälter in sechs Stufen verstellt werden, je nach Geschmack. Das Mahlwerk darf nur während des Mahlens verstellt werden, da es sonst kaputt gehen kann. Ich habe Stufe 3 eingestellt. Da wird der Kaffee recht fein, aber halt doch nicht zu fein gemahlen. Über die Menütaste "P" sind alle Einstellungen einzusehen. z.B. wie viele Tassen bereits gemacht wurden, ob die Maschine selbständig ausschalten soll, ob Filter verwendet wird, welches Aroma, welche Temperatur man möchte etc.
Verwendung ----------------- Nach dem Einschalten der Maschine, heizt diese zunächst auf. Wenn sie die Temperatur erreicht hat fordert sie auf "Pflege drücken" Hier empfiehlt es sich ein Gefäß unter den Auslauf zu stellen, da hier Wasser austritt. Wartung -------------------- Nach ca. 200 Bezügen will die Maschine gereinigt werden. Dazu gibt es spezielle Reinigungstabletten von Jura. Einfach der Aufforderung folgen. Dauer ca. 20 Minuten. 6 Reinigungstabletten kosten ca. 7 EUR
Der Wasserfilter im Tank sollte nach 50 Litern Wasser gewechselt werden. Die Maschine meldet dann "Filter wechseln". Ein Filter kostet ca. 10 EUR. Wenn kein Filter verwendet wird, meldet die Maschine in gewissen Abständen "Maschine verkalkt", dann muss mit Entkalkungstabletten entkalkt werden. Dauer ca. 45 Minuten.
Laut Fachhändler empfiehlt es sich, trotz Verwendung des Filters ca. alle 3 Monate zusätzlich die Maschine zu entkalken. Fazit ------------ Ich kann die Maschine nur wärmstens empfehlen, trotz des relativ hohen Anschaffungspreises. Mich hat nach ca. 800 Tassen noch nie 1 cent gereut und ich freue mich jeden Tag wieder auf den leckeren Kaffee. Wer also gerne frisch gemahlenen Kaffee oder Espresso trinkt, ist mit der Jura F50 sicher bestens beraten.
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24.08.2006 10:36
Da waren Du und ich damals der Zeit voraus. Die F50 wurde 2004 der Testsieger, die F70 - die ich mir gekauft hatte - ein Jahr später :-) Ich glaube, Du meinst Wasser aus BRITA-Filtern, welches nicht verwendet werden soll. Nochwas zum Wasserfilter in der Maschine: maximal 50 Liter Wasser oder aber höchstens zwei Monate sollte der im Gerät bleiben. Das Dumme ist nur, dass diese zwei Monatsgrenze vom Gerät nicht gemeldet wird - obwohl dies technisch durchaus möglich wäre. Weil wohl die meisten Leute dieses Wechseln nach zwei Monaten vergessen, kam wohl der Hinweis auf, alle drei Monate trotzdem zu entkalken. Aber das halte ich für überflüssig. Ich habe bisher nur zweimal das Entkalkungsprogramm laufen lassen, einmal im Jahr also. Und Basel hat hartes Wasser. Die Maschine funktioniert nach wie vor sehr gut und hat schon knapp 2000 Tassen durchgelassen - die Heißwasserbezüge über die Düse gar nicht mitgezählt :-)
20.08.2006 20:13
Du schreibst wirklich ausgezeichnet über die Maschine und auch die laufenden Kosten. Nur leider erfahre ich so gar nichts über den Geschmack des von der Maschine produzierten Kaffees. Falls Du meine Kritik unangebracht finden solltest, melde Dich bitte über das Gästebuch. Ich bewerte gerne um wenn ich überzeugt bin. LG Klaus
20.08.2006 16:49
Die Folgekosten für Filter und Entkalker sind auch ganz schön happig. LG Elke