Kaffee auf Knopfdruck
21.02.2007
Pro:
Einfacher Kaffeegenuss auch für zu Hause
Kontra:
Anschaffungspreis
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Reinigung
Design
Zuverlässigkeit
mehr
 Hippo99
Über sich:
Gelegenheitssurfer und gelegentlicher Erfahrungsberichte-Schreiber, zur Zeit mit Wohnsitz in der süd...
Mitglied seit:23.01.2007
Erfahrungsberichte:9
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Die Jura F50 gehört in das Mittelfeld der Reihe der Kaffeevollautomaten, aber bietet bereits alles, was sich der heimische Kaffegenießer wünschen könnte: Kaffee auf Knopfdruck, aus frisch gemahlenen Bohnen tassenweise zubereitet. Das Jura-übliche Design, schlicht und nur mit wenigen Bedienelementen versehen, macht die Jura F50 ohne lange Erklärungen von jederman schnell bedienbar.
HANDHABUNG Auf der linken Seite befindet sich der - herausnehmbare - Wasserbehälter, rechts der Bohnenbehälter (der nur mit etwas Fingerakrobatik wirklich bis zum Anschlag befüllt werden kann). Auf der Vorderseite der Maschine befindet sich links ein Drehschalter, über den verschiedene Menüpunkte angewählt werden können, die im täglichen Gebrauch jedoch keine Rolle spielen. Im Alltagsbetrieb wird über diesen Knopf die Wassermenge in 5ml-Schritten eingstellt.
In der Mitte der Maschine, unter dem (einzeiligen) Display und über der Kaffeedüse, befinden sich sechs Tasten, über die die Maschine bedient wird: Die rechte Taste ist der EIN/AUS Schalter, daneben befindet sich eine PROGRAMM-Taste, mit deren Hilfe man den Programm-Modus des Drehschalters (s.o.) aktivieren kann.
Die mittleren beiden Tasten sind farblich hervorgehoben und für den Kaffeebezug: Die linke der beiden mittleren Tasten ist für eine, die Taste daneben für den Bezug von zwei Tassen Kaffee, wobei sich die am Drehschalter eingestellte Wassermenge automatisch verdoppelt. Einfaches Drücken der Kaffeebezugstaste produziert "milden" Kaffee, zweimaliges Drücken "normalen" und dreimaliges Drücken "starken" Kaffee. Dies gilt jedoch leider nur für die Einzelbezugstaste, zwei gleichzeitig gebrühte Tassen sind automatisch immer "normal". Die zweite Taste von links schließlich ist für die PFLEGE zuständig, die Maschine fordert den Benutzer nach jedem Einschalten zum Drücken dieser Taste auf. Die Taste ganz links ist für den Bezug von Heißwasser oder Milchschaum - da die Jura F50 nur über einen Heizkreislauf verfügt, kann man entweder Kaffee kochen oder Milch aufschäumen, was in der Praxis eines durchschnittlichen Haushalts aber keine Einschränkung bedeutet.
Auf der linken Vorderseite der Jura F50 befindet sich die Heißwasserdüse, an die man auch die als Zubehör erhältliche AUTO-CAPPUCCINO Düse anschließen kann: Wer mit der Jura F50 häufiger Cappuccino produzieren möchte, kommt m.E. nicht um diese Düse herum. Sie ist kinderleicht zu bedienen, der dazugehörige Schlauch kann direkt in die Milchflasche o.ä. gelegt werden, so dass man genau die Milchmenge zum Aufschäumen zur Verfügung hat, die man benötigt. Die Reinigung der Düse ist ebenfalls kinderleicht, ich habe mir angewöhnt, den Schlauch vor dem Ausschalten der Maschine in einen Behälter mit Wasser einzuführen und dieses dann an Stelle von Milch von der Düse "aufschäumen" zu lassen. Nach 60 Sekunden ist die Düse absolut sauber und von allen Milchrückständen befreit. Die teure Reinigungsflüssigkeit und das umständliche Zerelegen der Düse findet dann nur noch einmal alle paar Monate statt. Um Cappuccino zuzubereiten, fülle ich dann zuerst die Tasse bis zum Rand mit Milchschaum und lasse anschließend die gewünschte Kaffeemenge ein. Der Milchschaum hebt sich dann über den Tassenrand, ist aber so fest, dass er ein ansehnliches Häubchen bildet, dass die Konkurrenz mit einem Café-Cappuccino nicht zu scheuen braucht.
Der höhenverstellbare Kaffeeauslauf ist grundsätzlich überzeugend, die höchste Einstellung ermöglicht auch höhere Tassen unterzustellen. Latte-Gläser sind jedoch zu hoch für die Jura F50. PFLEGE Bewährt hat sich auch die Reinigungsautomatik der Maschine: Nach ca 200 Bezügen erfolgt die Aufforderung zur Reinigung, die man mit einer Jura-Reinigungstablette durchführen sollte (6 Stück ca 7 Euro). Vereinzelt war nach Abschluss des Reinigungsvorgangs die Aufforderung zur Reinigung noch nicht aus dem Display verschwunden, ein zweiter Durchlauf, ggf. auch ohne Reinigungstablette, hat das Problem aber bislang immer behoben. Grundsätzlich positiv zu bemerken ist auch die Tatsache, dass die Maschine den Benutzer zwar zur Reinigung auffordert, es aber dennoch auch weiterhin möglich ist, auch ohne die Reinigung durchzuführen, Kaffee zu beziehen. (Man hat ja schließlich nicht immer dann Zeit für die Maschine, wenn sie sich gerade meldet!)
In den Wassertank integrierbar ist ein Kalkfilter (ca 10Euro), dessen Kapazität etwa für 50 Liter Wasser ausreicht. Entscheidet man sich gegen den Filter, kann man die Maschine auch mit Hilfe einer Tablette (nach Aufforderung durch das Gerät) entkalken. Vereinzelt auftretende Probleme ließen sich mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl bislang immer direkt beheben. So hatte ich bereits mehrmals den ominösen Schriftzug "Störung 8" im Display, musste aber bislang dennoch nicht den Kundendienst benachrichtigen.
FAZIT Sobald man sich zur immerhin recht erheblichen Ausgabe entschlossen hat (es ist ja schließlich auch nur eine Kaffeemaschine!), will man den ausgezeichneten Kaffee, bzw. Espresso oder Cappuccino nicht mehr missen! Die einfache Bedienbarkeit macht es auch möglich, dass sich Besuch direkt selbst mit Kaffee versorgen kann - soweit die Gastgeber-Ehre dies zulässt.
Die einzige Einschränkung liegt in der Versorgung größerer Kaffeekränzchen, da die Zubereitung jeder einzelnen Tasse, je nach gewünschtem Endprodukt, zwischen 30 und 90 Sekunden dauern kann.
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21.02.2007 15:06
Klingt wie ein Traum. Will auch haben ... Gruß, Antje
21.02.2007 12:09
Für einen armen Studenten wohl eher ein Taum. Lg Tobias
21.02.2007 11:29
Ich besitze eine Jura, der älteren Scala Reihe und kann aus Erfahrung sprechen, dass Jura Produkte ihr Geld immer wert sind. Ich beneide Dich um dieses schicke, neue Maschinchen ;-)