C5 limited - gar nicht limited... :-)
24.11.2007
Pro:
"Günstiger" Anschaffungspreis gegenüber anderen Jura - Geräten, leckerer Espresso, einfachste Bedienung
Kontra:
Tassenabstellfläche nicht beheizt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Reinigung
Design
Zuverlässigkeit
mehr
 The_Girl
Über sich:
Ich les gerne, nicht nur Bücher, daher bin ich immer wieder mal hier unterwegs. :)
Mitglied seit:25.07.2007
Erfahrungsberichte:4
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Meine Wahl war auf die Jura Impressa C5 limited (gibt es nur in schwarz) gefallen, da mir die normale C5 in schwarz für 729 Euro eig. zu teuer war. Das Gerät kostet 599 Euro, ist aber von der Ausstattung etwas niedriger. Das heisst im Klartext: Das Gerät hat nicht die "Easy-Auto-Cappuccino-Düse" sondern "nur" die 2-stufige Aufschäumdüse. Reicht mir ja erst mal. Solange man damit Milch schäumen kann. Außerdem ist der "Rotary Switch"-Knopf nicht in chrom und die Tassenabstellfläche (bei keiner Jura aktiv beheizt) ist auch nicht schwarz, sondern beides in silber. So, bevor ich auf das eig. Gerät zu sprechen komme, hier ein paar Daten über Jura:
Seit 1931 entwickelt die Schweizer JURA Elektroapparate AG innovative Haushaltgeräte auf höchstem Niveau. Als Pionier hat JURA im Bereich Espresso-/Kaffeevollautomaten seit Mitte der 80er-Jahre einen fundierten Erfahrungsschatz aufgebaut und den Haushalt-Bereich maßgeblich mit aufgebaut und geprägt. Dieses Know-how fließt jetzt auch in die Entwicklung semiprofessioneller Geräte für den Office- und Foodservice-Bereich ein. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt im schweizerischen Niederbuchsiten. In Deutschland, Österreich, Spanien und den Niederlanden ist JURA mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten. (Quelle: http://de.jura.com)
Also: Warum dieses Gerät? Mir waren die anderen Jura Geräte einfach zu teuer. Den Bedienkomfort, den mir die teureren Maschinen bieten, brauche ich eig. nicht, da ich einfach nur gerne mal einen Kaffee oder Espresso trinke und das auch ohne Klartextdisplay machen kann.
Außerdem wollte ich definitiv kein Gerät aus dem Hause Saeco, da mir die Reinigung der Brühgruppe und auch des ganzen Gerätes nicht so zusagt. Bei Saeco muss man die Brühgruppe zur Reinigung herausnehmen. Bei Jura geschieht dies über ein integriertes Reinigungsprogramm, das bei jedem einschalten und ausschalten der Maschine durchgeführt wird. Beim einschalten muss man lediglich auf´s Knöpfchen drücken, sonst gibt´s keinen Kaffee... Ist die Reinigung durch, ist das Gerät starklar. Beim ausschalten startet das Gerät automatisch den Reinigungsvorgang und schaltet danach aus. Die Verpackung:
Sieht edel aus, hält was sie verspicht. Wenn man die Verpackung öffnet, sieht man sein Gerät schon. Das Gerät ist in Styropor verpackt, sicher und fest im Karton verwahrt. Um das Gerät raus zu kriegen, sollte man der Anweisung auf der inneren Klapplasche folgen.
Das Gerät und seine Verarbeitung: Ich muss zugeben, ich bin jedes mal wieder positiv überrascht, wie gut diese "billige" Jura doch verarbeitet ist. Die Maschine hat weder Ecken noch Kanten, an denen man sich verletzen könnte, noch wo man sagen könnte,
Bilder von Jura Impressa C5
der Hersteller hätte unsauber gearbeitet. Der Wassertank ist schön in der Seite der Maschine verstaut. Falls jemanden das Kabel zu lange ist, kann man es leicht in das innere des Gerätes schieben. Der "Rotary Switch" ist ein Drehknopf, den ich, wenn ich etwas bestätige einfach drücke. Daher wohl auch "Click & Drink".
Der erste Start: Ich muss dazu sagen, das die Bedienungsanleitung leicht und verständlich geschrieben ist.
Ich habe als erstes den Wassertank und den Bohnenbehälter gefüllt, ehe ich das Gerät ans Netz angeschlossen habe. Nachdem ich das Gerät an das Stromnetz angeschlossen hatte, betätigte ich als erstes den Netzschalter auf der Rückseite des Gerätes. Auf der Vorderseite erscheint dann ein Symbol, das anzeigt, das das Gerät Strom bekommt. Dann drückt man kurz den "Rotary Switch". Das Gerät schaltet sich ein und am rechten Drehknopf beginnt ein Leuchtsegment zu blinken. Man öffnet also besagten Drehknopf, nachdem man ein Gefäß unter die 2-stufige Aufschäumdüse gestellt hat. Das System wird gefüllt, etwas Wasser tritt aus der Düse aus und der Vorgang wird automatisch beendet. Dann blinkt das Symbol für Pflege, das bedeutet, das Gerät wird aufgeheizt. Man stellt einfach ein Gefäß unter den höhenverstellbaren (65 - 111mm) Kaffeauslauf und drückt den "Rotary Switch". Das Gerät wird dadurch gespült... Wenn der Vorgang beendet ist, leuchtet das Zeichen für 1 Espresso. Das Gerät ist nun betriebsbereit. Wer möchte, kann nun noch den beigelegten Wasserfilter (von CLARIS) in den Wassertank einsetzen und diesen aktivieren. Das hat den Vorteil, das man das Gerät nicht entkalken muss und Stoffe, die im Wasser sind (wie z. B. Kalk, Schwermetalle, Chlor...) herausgefiltert werden und das Wasser wirklich rein und sauber ist, für besten Kaffee oder Espresso. Der Filter hält für 2 Monate. Danach muss man sich einen neuen besorgen. Dieser kostet allerdings stattliche 11,30 Euro. Möchte man dieses Geld nicht ausgeben, kann man den Filter auch gerne weg lassen und stellt stattdesen die Wasserhärte der jeweiligen Region ein. Das funktioniert ganz einfach, indem man das mitgelieferte Teststäbchen kurz unter´s Wasser hält, ca. 1 Min. wartet und dann abliest, welche Wasserhärte man einstellen muss. Werkseitig ist das Gerät auf Wasserhärte 3 eingestellt. Der Espresso, Kaffee, Cappuccino...:
Die Zubereitung ist relativ einfach. Gewünschtes Getränk (Kaffee oder Espresso) auswählen. Dann "Rotary Switch" drücken und schon beginnt das Mahlwerk, welches ein 6-stufig verstellbares Stahl-Kegel-Mahlwerk ist, zu arbeiten. Wer möchte, kann während die Bohnen gemahlen werden, die Stärke verändern. Das passiert auch wieder durch drehen des "Rotary Switch". Über dem leuchten dann bis zu 3 rote Leuchten, die die Stärke anzeigen. 1 Leuchte für mild, 2 Leuchten für normal und 3 Leuchten für stark. Sobald die Bohnen gemahlen sind, beginnt die Maschine mit dem eigentlichem Brühvorgang. Man hört, wie Wasser gezogen wird, es tröpfelt kurz in der Tasse und schon ist wieder Schluss. Möchte man meinen. Da die Jura ein sogenanntes Intelligentes Brühsystem hat (I.P.B.A.S - Intelligent Pre Brew Aroma System), das die Wassermenge automatisch an die gewählte Bohnen-/Pulvermenge anpasst und vorbrüht. Erst dann startet der eigentliche Brühvorgang und meine erste Espressotasse wird voll. Mein Espresso hat einen leicht bräunlichen Crema, die sich auch nicht gleich verflüchtigt, wenn ich vom Espresso trinke. Was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Der Espresso ist heiß, schmeckt kein Stück bitter und macht Appetit auf mehr... Natürlich habe ich das Gerät nicht nur erworben um Espresso zu trinken. Der Milchaufschäumer wird probiert. Dazu dreht man den "Rotary Switch" einfach auf das Symbol, das anzeigt, das nicht Heißwasser sondern Dampf aus der 2-stufigen Aufschäumdüse austritt. Das dauert natürlich etwas, ich würde schätzen, ca. 30 Sek. Dann kann ich meine Milch, die ich in eine Tasse gefüllt habe, unter die Düse halten und aufschäumen. Das besondere an der 2-stufigen Aufschäumdüse ist, das sie verstellbar ist. In der einen Stellung kann ich die Milch erwärmen, in der anderen aufschäumen. Die Reinigung der Düse stellt sich als recht einfach heraus. Dazu nimmt man einfach den Löffel, der auch zum abmessen des Pulvers (falls man mal keine Bohnen zur Hand hat) verwendet, steckt die Düse mit der Vorderseite in das Löchlein im Griff des Pulverlöffels und dreht leicht. Damit hat man die Düse in ihre 3 Einzelteile zerlegt, welche sich unter warmen, fliesendem Wasser leicht reinigen lassen. Danach baut man die Düse wieder zusammen und steckt sie wieder an das Gerät an.
Der Milchschaum: Ist fest, fällt auch nicht gleich wieder zusammen und schmeckt richtig lecker. :-)
Programmierung und weitere Spielerreien: Wer immer die gleiche Tassengröße verwendet, kann die Wassermenge gerne darauf programmieren. Das funktioniert bei einer Tasse Espresso genauso wie bei einer Tasse Kaffee. Die Bohnenmenge lässt sich nicht programmieren. Muss man also immer wieder neu einstellen, da das Gerät bei einfacher Zubereitung immer nur die Milde Art wählt. Wer gerne mal Pulver verwendet, weil der Mann im Haus z.B. lieber Kaffeebohnen statt Espressobohnen verwendet, kann mit dem "Rotary Switch" auf ein Symbol drehen, das der Maschine "erklärt", das jetzt Pulver und nicht Bohnen verwendet wird/werden. Ich kann max. 2 gestrichene Löffel Pulver in das Gerät geben. Dann wähle ich einfach wieder aus, was ich will und schon wird meine Wahl zubereitet.
Die Maschine ist werkseitig auf eine automatische Ausschaltzeit von 4 Std. programmiert. Diese kann man, wenn man möchte auf bis zu 1 Std. reduzieren. Ich benötige das eigentlich weniger, da ich das Gerät meistens nach einem Kaffee wiederausschalte. Die Klappe unter dem "Rotary Switch":
Ja, da ist so eine Klappe.... Wenn man diese öffnet, sieht man erst einmal ein paar Symbole und darunter eine Plastikhülle, in der eine Beschreibung der Symbole steckt. So zeigt mir das Gerät z. B. an, wenn der Kaffeesatzbehälter voll, der Wassertank leer oder das Gerät keine Bohnen mehr hat. Außerdem ist je ein Knöpflein für die Reinigung, Entkalkung und den Filterwechsel (und Filteraktivierung) da. Wenn die Klappe zu ist, sieht man logischerweise nicht, wenn das Gerät was möchte... Dafür hat Jura sich einen roten Balken einfallen lassen, der in der Anleitung "Pflegeanzeige" genannt wird. Dieser liegt direkt unter dem "Rotary Switch" und blinkt rot, falls irgendetwas nicht stimmen sollte und ich die Klappe aufmachen soll. Öffne ich diese, blinkt bzw. leuchtet jeweiliges Symbol und ich kann ganz einfach in der Beschreibung am Gerät nachlesen, was ich machen muss. Das integrierte Spül-, Reinigungs- und Entkalkungsprogramm:
Spülprogramm: Ganz einfach und wie oben schon beschrieben, beim Ein-, bzw. Ausschalten wir die Brühgruppe und die Leitungen gespült und erst danach ist das Gerät startklar. Reinigungsprogramm: Nach 200 Kaffeebezügen oder 80 Einschaltspülgängen verlangt jede Jura nach einer Reinigung. Dafür benötigt man dann sogenannte Reinigungstabletten, wovon 6 Stück 7,20 Euro kosten. Die Reinigungstablette wird dann einfach in den Pulverschacht geworfen und man drückt die Taste Reinigung. Davor sollte man ein Gefäß unter den Kaffeeauslauf stellen. Der Reinigungsvorgang dauert ca. 15 Minuten und kann, wenn man möchte auch manuell gestartet werden.
Entkalkungsprogramm: Wenn man keinen Wasserfilter verwendet, verkalkt die Jura gebrauchsbedingt. Irgendwann verlangt das Gerät nach einer Entkalkung. Das Programm dauert ca. 40 Minuten. Dazu benötigt man Entkalkertabletten, diese kosten 10,30 Euro, für 9 Tabletten, die allerdings nur für 3 Entkalkungsvorgänge reichen... Man löst 3 dieser Tabletten in 500 ml Wasser auf und füllt das dann in den Wassertank. Dann entfernt man einfach die Düse zum aufschäumen und stellt ein Gefäß darunter. Öffnet man den Drehknopf rechts, startet der Entkalkungsvorgang automatisch und endet auch so. Danach spült man den Wassertank gründlich mit klarem Wasser aus, wiederholt den ganzen Vorgang mit öffnen und schliessen des Drehknopfes für Heißwasser/Dampf. Am Ende blinkt das Symbol "Pflege", das Gerät heizt auf und ist danach wieder betriebsbereit. Die Entkalkung ist auch manuell ausführbar. Mein Fazit:
Ein sehr gutes Gerät, was mir hoffentlich lange Freude bereiten wird und natürlich Kaffee, Espresso usw. Der Preis ist durchaus gerechtfertigt. Wer noch eine limitierte C5 haben will, sollte sich beeilen. Bei Jura gibt es sie offiziell nicht mehr, ich habe sie aber in anderen Läden noch gesehen. Was evtl. noch zu beachten wäre:
Da Jura autorisierte Fachhändler hat, die das Recht haben die Geräte zu verkaufen, würde ich mich vorher schlau machen, ob es in meiner Nähe solche Fachhändler gibt. Grund: Nur wer bei einem Jura-Fachhändler eine Maschine kauft, kommt in den Genuß einer 25 monatigen Garantie. Auszug aus den Garantiebedingungen: Jura gewährt zusätzlich zu seinen Rechten gegenüber dem Verkäufer auf Gewährleistung eine Herstellergarantie, sofern das Jura Gerät bei einem durch Jura Vertriebsbindung autorisierten Fachhändler erworben wurde, eine Garantie von 25 Monaten. (Quelle: http://de.jura.com)
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29.07.2012 01:00
Für den gelungenen Erstbericht lass ich gern die Bestnote da!
20.11.2008 22:06
***BH und LG*** Ich überlege gerade selber, mir diese Maschine zu kaufen - insofern ist der Bericht für mich besonders aufschlußreich.
06.10.2008 12:17
Wirklich ausgezeichneter Bericht! Weiter so!!