Juwel Trigon 350

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Juwel Trigon 350

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Mein ganzer Stolz

5  17.10.2006

Pro:
platzsparend, alles dabei außer Deko und Luftströmer, sehr gute Verarbeitung und Qualität, macht einfach große Freude

Kontra:
evtl .  der höhere Preis im Vergleich zu anderen Aquarien in der Größe

Empfehlenswert: Ja 

biene_mary

Über sich: Streß......Aber auch kein Wunder, wir richten gerade mein Elternhaus wieder her und bringen den Gart...

Mitglied seit:03.07.2002

Erfahrungsberichte:419

Vertrauende:176

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 175 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Meine zur Zeit wohl größte Leidenschaft gehört meinen Goldfischen. Dementsprechend nervte ich meine Umwelt ununterbrochen, dass ich ein größeres Aquarium möchte. Mein Mann konnte nur noch mit den Augen rollen und sein Einwand, dass unser Wohnzimmer nicht ausreichend Platz für ein größeres Becken bot, brachte mich erst mal zum Schweigen. Doch ich suchte still und heimlich nach passenden Aquarien und musste auch nicht allzu lange suchen bis ich eines gefunden hatte. Ein Eckaquarium war die Lösung. Die Firma Juwel bietet ein solches in zwei verschiedenen Größen an, dem Trigon 190 und dem Trigon 350. Trigon bezeichnet hierbei das Modell (=Eckaquarium) und die jeweils angeführte Zahl bezieht sich auf das Volumen des Aquariums. Dementsprechend fasst es entweder 190l oder 350l.

Bienchen nervte mit Erfolg weiter und mein Mann macht sich ans Werk
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Kaum hatte ich dieses Modell gefunden, wusste mein Mann nichts mehr gegen zu halten (abgesehen vom Preis) und begann sich nun auch mit dem Thema Aquarium für die Ecke auseinander zu setzen. Da die Preise nicht gerade gering sind, hat er hinter meinem Rücken mit meiner Familie ausgemacht, dass sie dieses Mal zu meinem Geburtstag alle zusammenlegen und so mein Traum eines größeren Aquariums erfüllt werden sollte. Die Preisspanne ist sehr hoch. Sie bewegt sich für das Modell Trigon 350 zwischen 789€ und gut 1200€. Wer sich also für das Modell interessiert, sollte sich genauer im Internet informieren, denn hier kann man wirklich sehr viel Geld sparen. Letztendlich wurde mein Mann bei Zooplus.de fündig. Hier verlangte man für das Aquarium (mit Unterschrank) 789€, dabei sind die Lieferkosten (von 55€) bereits eingerechnet. Im Vergleich zu den anderen Anbietern also sehr günstig.

Bestellung und Versand
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Mein Mann hatte natürlich Probleme das Aquarium hinter meinen Rücken zu bestellen, auch wenn er es versuchte, aber ich komme halt immer hinter alle geheime Aktionen. Außerdem musste die Farbwahl besprochen werden. Zur Auswahl steht buche, schwarz und dunkelbraun. Letzteres wurde erst neu in das Angebot genommen. Unsere Wahl fiel auf dunkelbraun, da es für unsere Wohnung am Besten geeignet schien.
Versendet wurde es übrigens über die Spedition der DHL und man bekam vorab dem Termin per Telefon mitgeteilt, so dass man auch zu Hause sein konnte, wenn es denn dann kommt.


Was sollte nun genau kommen?
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Zunächst einmal das Becken, mit den Maßen 123*87*64,5cm (L*B*H), mit Unterschrank zusammen kommt man auf die Angaben: 123 x 87 x 138 cm (L x B x H). Ebenso mitgeliefert wird ein Juwel Regelheizer 300 Watt, das Juwel Filter System 8 Liter Bio Power (beschreibe ihn im Anschluss noch genauer) und zu guter Letzt: eine Andeckung inclusive nötiger Leuchtmittel mit 2x 30 Watt und 2x 15 Watt.
Ergänzende Anmerkung: Kies, Dekor und Pflanzen nicht enthalten sind und man muss diese separat kaufen. Finde ich ok, denn die Geschmäcker sind verschieden und man möchte sein Aquarium ja doch individuell gestalten. Ebenso ein Luftsprudler (Ähm, keine Ahnung, wie man das Ding bezeichnet) - schnell nach Bezeichnung geschaut: Luftströmer nennt man das Teil muss extra gekauft werden. Kommt aber nur bei Goldfischen in Betracht, da diese einen höheren Sauerstoffbedarf haben. Ansonsten reichen im Normalfall Pflanzen aus, aber hier bitte genauer im Zoohandel nachfragen. Habe ich zwar gemacht, aber die Meinungen gehen manchmal etwas auseinander und ich habe mich nun mal nur auf meine Goldfische spezialisiert und die brauchen auf jeden Fall einen.
Die Lieferung
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erfolgte prompt. Man muss bei dieser Summe bei zooplus Vorkasse leisten und sobald sie den Geldeingang auf ihrem Konto vermerkt haben, schicken das Paket sofort los. Es dauerte 5 Tage von der Bestellung zur Lieferung. Finde ich vollkommen in Ordnung.
Ich konnte an diesem Tag nicht anders und schaute den ganzen Morgen über aus dem Fenster. Endlich sah ich den DHL - Laster (kam sogar früher als ausgemacht, eine halbe Stunde etwa) und das Adrenalin stieg in mir an. Als der Zusteller dann mein Paket aus dem Lieferwagen holte, wurde mir erst mal schlecht. Wie um alles Himmel in der Welt sollten wir nur das riesige Paket heil in die Wohnung im dritten Stock bekommen? Geliefert wird nämlich nur bis an die Hauseingangstür und das Paket hatte in etwa die Ausmaße in alle Richtungen von einer Europalette.
Ganz wichtig ist, dass man im Beisein des Zustellers nach dem Rechten sieht, denn so ganz nebenbei wird einem ein Zettel zur Unterschrift gereicht, der den einwandfreien Zustand der Lieferung bestätigt. Also erst Verpackung öffnen und nachschauen, sonst hat keinen Anspruch auf Ersatz. Ist jetzt zwar nur ein Nebenschauplatz, dennoch finde ich es sehr wichtig darauf zu verweisen, denn ich selbst dachte erst, dass es sich um die Zustellung handelt, die muss man aber separat unterzeichnen! Auch wenn man schräg von der Seite angeschaut wird, unbedingt kontrollieren!

Zum Glück arbeitet mein Mann in der Nähe und er kam gleich mit Verstärkung nach Hause. Derweil packte ich das Monster aus. Das Becken alleine ist wirklich ein Riese und der dazu passende Unterschrank ist in Einzelteile zerlegt und muss selbst aufgebaut werden.

Jetzt hieß es ran ans Werk!

Die Gebrauchanweisung
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Ja, ich nehme hierfür extra eine gesonderte Untergliederung, da diese schon etwas Besonderes ist und ich erst mal danach suchte. Für den Schrank und Filter ist sie mit dabei. Wer aber mehr Informationen braucht, bekommt eine CD mitgeliefert, auf der er die jeweils passenden Informationen findet und ausdrucken kann. Voraussetzung ist nur der Acrobat Reader 6.0, der gleich von CD aus installiert werden kann, sollte man ihn nicht schon haben. Die Anleitung ist in verschiedenen Sprachen und für verschiedene Modelle. Man muss sich nur durchklicken und dann bekommt genau die richtige Info. Ich persönlich musste sie nur in den Computer einlegen und schon konnte ich nachlesen, was ich ehrlich gesagt erst im Zusammenhang mit dem Bericht bei Ciao gemacht hatte. Sollte man zu Hause keinen PC haben, keine Sorge, die Firma Juwel anrufen oder anschreiben und schon bekommt man es in Papierform zugeschickt.

Ansonsten kann man sich die Information auch per Internet holen und bei dem jeweiligen Modellen ist die Gebrauchsanweisung, der Aquarienpass oder die technische Zeichnung als PFD - Datei zum herunterladen hinterlegt. War für uns ganz wichtig vor dem Kauf alle Maße exakt zu haben und so konnten wir uns vorab schon genau
Bilder von Juwel Trigon 350
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Juwel Trigon 350 Bild 21736967 tb
Blick in die Ecke
informieren.

Die Gebrauchsanweisung, unanhängig vom gewählten Medium ist sehr übersichtlich gestaltet und umfasst folgende Punkte, die ich der Vollständigkeit zu Liebe aufliste:

Einleitung
Aufstellen
Inbetriebnahme
Juwel FilterSystem
Inbetriebnahme des Filtersystems
Wartung und Pflege des Filtersystems
Einbau des Heizers
Betrieb des Heizers
Beleuchtung
Inbetriebnahme der Abdeckung
Wartung und Pflege
Garantieerklärung
Aquariumpass (Genaue Übersicht der einzelnen Teile)

Wie alles genau gemacht wird und meine Erfahrungen diesbezüglich schildere ich im nachfolgenden Bericht.

Das Aufstellen
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Gut, ich hatte erst in einigen Wochen Geburtstag, aber das hilft alles nichts, das Aquarium muss aufgebaut werden. Mit dem Vorwand, dass ich es schließlich einlaufen lassen muss, setze ich meinen Mann unter Druck und er gab auf gegen meine Ungeduld zu protestieren.

Zuerst machte ich mich alleine ans Werk den Unterschrank zusammenzubauen. Alles aus der Verpackung raus und sortieren, Gebrauchsanweisung lesen, die sehr einfach und verständlich ist. Per Bildern wird der Zusammenbau erklärt und die Teile sind derart geschaffen, dass eine Verwechslung unmöglich ist. Bei den Seitenteilen ist es sehr ratsam zu zweit zu arbeiten, denn hier schwebt ein Teil bis zur Fixierung der Schrauben mehr oder minder in der Luft. Ansonsten braucht man keine weitere Hilfe. Auch das passende Werkzeug wird mitgeliefert.

Beachten sollte man nur, dass man die Schrauben auch wirklich alle versenkt hat und nicht überstehen. Dazu wurden bereits vorab extra Vertiefungen an der Löchern für die Schrauben eingefräst.

Als ich nun den Schrank in der Ecke aufstellte erlebte ich zunächst ein blaues Wunder. Er wackelte. Unser Boden (Altbau) war einfach zu uneben. Was nun tun? Man soll das Aquarium exakt waagrecht ausrichten, aber wie bitte? Gut, Unterlegen von diversen Hilfsmitteln wäre sicher eine Möglichkeit, da bei uns aber kein Füßchen auf der Unterseite passte, musste ich los in den Baumarkt und holte dort höhenverstellbare Teppichgleiter (so werden sie glaube ich bezeichnet - halt so schwarze Plastikdinger, die man durch Schrauben in der Höhe verändern kann). Nachdem diese von meinem Mann ( ich habe dazu zu wenig Geduld) montiert wurden, setzten wir das Becken auf den Schrank. Eine Sicherheitsmatte wird hierbei nicht benötigt und man soll auch auf diese verzichten. Würde auch etwas blöd aussehen, da das Aquarium direkt auf den flachen Unterschrank gestellt wird.


Da das Becken selbst sehr schwer und unhandlich ist, möge man mir an dieser Stelle verzeihen, dass ich das Becken nicht gewogen habe. Wir hatten unsere liebe Müh´ das Becken auf den Schrank zu hiefen. In einem Rutsch war es beim besten Willen nicht möglich das Becken hoch zu bekommen und stellten wir einen Stuhl daneben um die erste Hälfte des Höhenunterschieds bewerkstelligen und um Umfassen zu können.
Oben war´s dann auch endlich.

Nun noch die Abdeckung mitsamt der Beleuchtung, die bereits vormontiert ist auflegen fertig. Wer gleich mit der Gestaltung des Beckens beginnt, sollte die Abdeckung herunten lassen, sie stört nur.

Jetzt geht´s ran an Befüllen!
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Um die Einlaufzeit etwas zu verkürzen griff ich auf einen Teil unseres Wassers im Weiher zurück. Hin und her ging´s mit den Tonnen und das Becken wurde langsam voller und voller. Das restliche Wasser holte ich aus der Wasserleitung.

Von meinem alten Becken her hatte ich noch Kies, der aber bei weitem nicht ausreichte. Je nach Gestaltung sollte man hier mit 2 mal 25 kg rechnen, die man benötigt, um den Grund des Beckens auszufüllen. Pflanzen natürlich je nach Geschmack dazu geben. Ich habe hierfür etwa 20 € ausgegeben. Und Deko, wenn man mag mit platzieren.

Danach Filter in Betrieb nehmen


Der Filter
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Hier scheiden sich die Geister. Der Filter ist direkt im Becken integriert und das Gehäuse kann nicht heraus genommen werden. Genauer gesagt, man kann ihn schon rausnehmen, aber dann bekommt man das Gehäuse nicht mehr rein, da es an der Scheibe verklebt ist. Ich persönlich finde es praktisch, den Filter integriert zu haben, da ich es nicht so toll finde, wenn man ihn separat unterbringen muss. Ich denke, da Missgeschicke/Unfälle/Pannen, wie zum Beispiel, dass der Schlauch abgeht, passieren könnten und man anschließend mehrere hundert Liter Wasser im Wohnzimmer hat. Ok, normal kommt es nicht vor und man verschiedenen Sicherheitssysteme, die dieses unterbinden sollen, aber dennoch finde ich den Gedanken nicht so prickelnd.

Beim Aufbau habe ich bezüglich des Filters bereits bemerkt, dass ich zu klein geraden bin, um auf den Boden stehenden zum Filterkasten langen zu können. Also Leute, wie ich mit 1,73m Größe, müssen die Trittleiter zu Hilfe holen. Auch 10 cm mehr an Größe bringt da keine Verbesserung, da der Filter am anderen Ende in der Ecke ist. Grins, den Filter brauche ich nie zu reinigen, macht alles mein Mann, weil ich ja so klein bin und da nicht hinkomme. Unter uns, ich käme mit Stuhl und Co schon ran. Aber pst!

Bei der Lieferung fand ich zunächst einmal verschiedene Schwämme in einer Box verpackt. Diese nimmt man und setzt sie hinten in das Filtergehäuse ein. Ein beinahe durchsichtiges Plastikteil namens Filterhalter hält die Schwämme zusammen und man es von der Funktion mit einem Paketband vergleichen, nur stabiler. Die Filter sind bereits so vorgeschichtet, dass man sie sofort einsetzen kann. Sie lassen sich auch sehr gut nehmen, Dank der zwei Schleifen an der Oberseite kann man ihn einfach einsetzen bzw. herausnehmen.

Die Schwämme im Einzelnen
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Von oben nach unten gesehen, zusammengebaut wird´s andersrum
Zunächst kommt ein weißer Filter, den man mit einer Watteschicht (aber stabil und nicht fusslig) vergleichen kann. Er ist in etwa einen Zentimeter dick und sorgt dafür, dass grobe Schwebteile gefiltert werden, wie zum Beispiel Blätter von den Pflanzen, wie auch abgestorbene Pflanzenteile. Sieht nach einer Woche Nutzung auch ein bisserl anders aus, er wird schlammbraun. Empfohlen wird, ihn jede Woche auszutauschen. Wir machen alle drei Wochen und waschen ihn jede Woche sauber aus. Geht echt leicht. Die Kosten hierfür liegen für 5 Stück bei 2,49€.

Darauf folgt der Kohleschwamm (schwarz). Der wie der Name bereits erahnen lässt aus Aktivkohle besteht und dafür sorgt, dass das Wasser entgiftet wird. Er bindet Schwermetalle und organische Verunreinigungen. Beim Auspacken sollte man hier etwas aufpassen, schwarze Hände sind vorprogrammiert. Dieser sollte alle 4 Wochen ersetzt werden und kostet 13,80€ (Doppelpack).

Nun folgt der sogenannte Nitratschwamm, der ein grünes Erscheinungsbild aufweist. Wie der Name bereits verrät, sorgt er durch Mikroorganismen dafür, dass das Nitrat im Wasser abgebaut wird. Algen vermehren sich durch ihn auch nicht mehr so stark. Austausch alle vier Wochen und die Kosten liegen hier wieder bei ca. 14 € für einen Doppelpack.

Vor dem Nitratfilter wird ein nun blauer Schwamm eingesetzt, der grobporig ist und nicht mit dem feinporigen verwechselt werden sollt, der die gleich Farbe hat. Der Grobporige ist dafür zuständig, dass sich Bakterienkolonien ansiedeln können, die durch ihre Arbeit das Wasser klären.

Zu guter Letzt noch zum blauen, feinporigen Schwamm. Dieser hat die Aufgabe kleine Schwebteilchen festzuhalten, um das Wasser schließlich komplett zu klären.

Die beiden letztgenannten blauen Schwämme, werden nicht so häufig gewechselt. Ein Austausch kann alle 6 Monate erfolgen. Bei jedem Teilwasserwechsel nimmt man einen der beiden Schwämme und wäscht ihn im Wasser aus. Aber immer nur einen nehmen, um nicht alle angesiedelten Bakterien zu entfernen! Wir machen es immer nur dann, wenn er es nötig hat. Gut, bei Goldfischen muss da mehr hinterher sein, die sind wirklich kleine Ferkel in der Beziehung. Ein Filter kostet hierbei jeweils 5,90€.

Ansonsten ist vielleicht noch zu erwähnen, dass es die Filter auch in Sets zu kaufen gibt, hier ist der Preis natürlich etwas günstiger.

Da die Preise auch hier variieren können, empfehle ich die Preise einfach mal zu vergleichen.

Erste Inbetriebnahme
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Auspacken und einsetzen. Pumpe auf den Adapter setzen und los kann es gehen. Geht wirklich kinderleicht. Eigentlich logisch, aber zur Sicherheit noch der Hinweis, dass man den Filter erst ans Netz stecken sollte, wenn bereits Wasser im Becken ist. Bei Reinigungsarbeiten immer den Netzstecker ziehen. Strom und Wasser sind manchmal für den Menschen nicht gerade lebenserhaltend.
Nach 14 Tagen siedeln sich dann die ersten Bakterienkulturen an.
Wer Probleme damit hat, kann alles Schritt für Schritt für Schritt in der Gebrauchsanweisung nachlesen. Da wird es noch detaillierter beschrieben, in welche Richtung man drehen muss und so. Das spare ich mir aber dieser Stelle, zu einem brauchten wir es selbst nicht, zum anderen befürchte ich, sprenge ich schon langsam den Rahmen meines Berichtes.

Die Leistung des Filters
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Im Filter ist eine Umwälzpumpe integriert, welche 1000L Wasser pro Stunde schafft. Meiner Meinung nach ideal. Aus der Praxis heraus kann ich sagen, dass wenn ein Goldfisch seine Hinterlassenschaften im vorderen Bereich des Beckes hinterlässt, so kann man regelrecht zuschauen, wie diese vom Filter angezogen werden, auch wenn´s bereits am Boden liegen sollte, ist es nach spätestens 5 Minuten aus dem Blickfeld entfernt und zur Entsorgung im Gehäuse des Filters gelandet. Um dies zu sichern, sind immer wieder an den Seiten des Gehäuses Schlitze angebracht worden, durch die die Hinterlassenschaften und ähnliches angesaugt werden. Kurz unter der Wasseroberfläche befindet sich der Auslas, durch den das gereinigte Wasser wieder ins Becken geleitet wird. Die Strömung kann man sehr gut erkennen und meine Fischli spielen damit immer wieder rum. Hinschwimmen und wegtreiben lassen.

Bei Betrieb ist der Filter sehr sehr leise und man muss schon seine Ohrwascheln aufsperren und auf Lauschposition bringen, um ihn ganz leise vernehmen zu können. Ich würde ihn ohne Bedenken sogar im Schlafzimmer haben wollen, denn man hört ihn wirklich nicht.

Meine Erfahrung (Filter)
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Als ich das Becken eingerichtet hatte und Kies ins Wasser schüttete, war das Wasser natürlich alles andere als klar. Da ich feinen Kies gewählt hatte, da die Goldfische gerne und ausgiebig gründeln, konnte ich den Kies nicht vorab reinigen. Der Sieb hätte den feinen Kies direkt in den Ausguss geleitet. In jeder Stunde mehr, in der der Filter lief, wurde das Wasser immer klarer. Bereits am anderen Morgen (wir hatten das Becken am Abend eingerichtet, da war´s schon 22Uhr durch) hatten wir kristallklares Wasser und auch die Unreinheiten und Trübungen des Teichwassers wurden entfernt. Normal hat man eine solch extreme Verschmutzung nicht im Becken, eben nur, wenn man es einrichtet. Mein alter Filter hätte das ehrlich gesagt so schnell nicht sauber bekommen.
Ebenso sieht es im weiteren Alltag aus. Der Filter arbeitet sehr effizient, so dass es nie zu Trübungen und Verunreinigungen des Wasser kommt. Außer natürlich, man reinigt den Filter nicht regelmäßig, denn dann lässt natürlich seine Ansaugleistung nach. Muss man vergleichen mit einem einem Staubsauger und einem vollem Beutel. Ist alles voll, kann auch nichts mehr rein.

Da auch einmal unsere Schnecken im Becken verschwunden waren, hatte mein Mann über Nacht den Filter ausgeschaltet. Am anderen Morgen traf mich halb der Schlag, denn dass Becken sah aus, wie ein Abwasserbecken. Lauter Schwebteilchen und Verunreinigungen durch die Fische waren zu erkennen. Aber das war nicht alles, auch das Wasser war trüb geworden. Gut, die Schnecken (sehr kleine, deshalb wurden sie angesaugt von Filter) waren wieder da, aber da sah ich zum ersten Mal, was der Filter eigentlich im Hintergrund so alles leistet. Nach zwei Stunden erneuten Betriebs wars vorbei mit der unschönen Sicht ins Becken. Wasser war wieder klar. Die Schnecken habe ich übrigens wieder in den Teich und anstelle der kleinen habe ich 4 große rein, die sich nicht so leicht ansaugen lassen.

Da meine Goldfische sehr gute Futterverwerter sind, muss einmal in der Woche der Filter gereinigt werden. Dieser Intervall reicht vollkommen aus.


Die Heizung
**************
Gut, hierzu habe ich wirklich keine große Erfahrung zu bieten, da ich sie einfach nicht brauche. Dennoch möchte ich folgendes dazu sagen. Der Heizstab wird im schwarzen Filtergehäuse mit eingebaut und ist so nicht sichtbar. Über einen Einstellknopf wird die Temperatur eingestellt. Die Position in der Mitte von + und - Minus entspricht in etwa einer Wassertemperatur zwischen 23° und 26°. Zur Ermittlung der genauen Temperatur hat der Hersteller ein digitales Thermometer, welches auf der Scheibe aufgeklebt wird, beigelegt. Vor dem Fischbesatz also erst mal schauen, wann man die richtige Temperatur erreicht hat. Nicht das die Fische gekocht werden! ;-) Eine Wartung des Reglers ist nicht nötig.

Jetzt wird´s hell!
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Die Multilux - Abdeckleuchte wird nun näher beleuchtet. An sich sind die Leuchten bereits richtig vormontiert, dennoch empfiehlt der Hersteller zur eigenen Sicherheit, die Fassungsringe nochmals zu überprüfen und gegebenenfalls fest anzuziehen. Die Leuchten sind in der Abdeckung fest integriert und müssen nur noch auf das Aquarium gelegt werden. Ist ähnlich wie puzzeln, nur einfacher, da nur 5 Teile zum einem, und zum anderen es für jedes Teil nur einen Platz gibt. Die Abdeckung wird einfach aufgelegt und fertig. Es sind 3 Griffe integriert, durch welche man den Deckel öffnen kann. Eine Abdeckung, die geöffnet werden kann, ist dreieckiger Natur und deckt den Filter ab. Die Zweite nutze ich nie, ist wahrscheinlich dazu da, um zu kontrollieren, ob die Pflanzlichter noch funktionieren, denn die kann man dadurch zu Gesicht bekommen. Die vorderste ist bei mir die meistgenutzte und öffne ich diese sind alle Fische auf einmal an Ort und Stelle. Wieso denn nur? Jaja, dass nenne ich jetzt mal die Futterklappe. Durch die gibt´s immer Happahappa.

Robust ist die Abdeckung auf jeden Fall. Wie es so ist, ist sie bereits meinem Mann, wie auch mir schon mal ausgekommen und mit einem "Krach" zu Boden gefallen.

Im hinteren Bereich befinden sich zwei Leuchtröhren mit jeweils 15 Watt. Ist nicht so hell, aber abends finde ich es genau richtig und angenehm. An sich handelt es sich hier um Pflanzenlicht. Die vorderen zwei Leuchtröhren sorgen dafür, dass sich die Fische wie auf einer Bühne fühlen. Mit jeweils 30 Watt sorgen sie dafür, dass das gesamte Becken hell beleuchtet wird.

Gewartet werden, muss hier nichts. Ist eine Leuchtstoffröhre kaputt, muss man sie sofort austauschen. Niemals eine alleine Betreiben. Sollte eine Röhre an sich kaputt sein, schaltet sie die Beleuchtung automatisch ab und man weiß, dass da was nicht in Ordnung ist.

Die Kabel der jeweiligen Leuchtvorrichtungen sind lange genug, um sie an der Seite des Aquariums nach vorne zu ziehen. Ich habe vor dem Aquarium den Netzstecker, da ich noch keine Zeitschaltuhr angebracht habe und somit manuell das Licht an und aus machen muss. Die Kabel sind dafür lang genug. Ungefähr 10 Zentimeter vom Netzstecker entfernt befindet sich ein Kippschalter. Durch betätigen dieses kann man das Licht entweder ein oder ausschalten. Also kein Ziehen des Netzsteckers erforderlich.

Die Farben von Fische oder Pflanzen kommen so rüber, wie sie sind und werden durch das Licht nicht verfälscht.

Ich glaub´jetzt habe ich alles erwähnt, was erwähnt werden sollte. Nun zur Praxis, sprich, wie schaut es denn aus?

So sieht´s im Alltag aus.
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Die Fische werden durch neugierige Blicke der Rasse Mensch belästigt. Die Glasfront des Aquarium ist gebogen und vernebelt bei schrägen Blicken den Blick in das Alltagsleben der Goldfische (in meinem Fall). Auf gut deutsch, man sieht die Unterwasserwelt verzerrt, wenn man mit den Augen ganz nah ans Glas geht. Ab 3 cm Abstand zum Glas gibt es keinerlei Probleme bezüglich verschwommener Blick. Normalerweise hängt man ja nicht mit plattgedrückter Nase am Aquarium, außer man sucht seine Schnecken.

Merke: Nicht zu nah ans Glas, sonst meinst, dein Kreislauf spinnt und du siehst nichts mehr scharf.

Ansonsten hat die gewölbte Scheibe die Angewohnheit, die Fisch zu vergrößern. Als meine drei Großen aus dem Teich in ihr Winterquatier umzogen sind, hat es mich erst mal gerissen und ich dachte, was habe ich denn da für riesen Fische aus dem Teich geholt! Können ja nicht meine sein. Gleich mal Klappe und hoch und Fisch mit der Hand nach oben transportiert (mein Großer lässt sich das immer wieder gerne gefallen) Mmmh. Doch nicht so groß, wie durch´s Glas. Man merke, optisch gesehen, werden die Fische vergrößert. Hat man also kleine Fische eingesetzt, kann man sie besser sehen. Hat natürlich für den Betrachter einen gewissen Vorteil, denn betrachtet man die Größe des Becken, können kleinere Fische sich schnell dem Auge entziehen.

Bei der Pflege des Aquariums ist es ebenso, wie bei allen anderen. Die Scheiben muss man hin und wieder frei machen, denn hier lagert sich gerne Dreck an und man möchte ja dennoch klare Sicht zu den Fischen. Ein magnetischer Scheibenputzer sollte darauf ausgelegt sein, dass er für Scheiben mit einem Zentimeter Durchmesser geeignet ist, sonst geht es so wie bei uns, dass man ihn ständig aus dem Wasser fischen muss, weil die Haftung durch das dicke Glas nicht mehr stark genug ist. Um die Seitenscheiben auch immer schön sauber halten zu können, empfehle ich einen größeren Wandabstand zu halten, um mit der Hand noch bequem nach hinten langen zu können. Denn auch diese Scheiben brauchen regelmäßige Pflege und es ist beinahe Unmöglich auf Grund der Größe des Becken von oben bis ins letzte Eck des Beckens zu gelangen. Dank des Filters halten sich die Pflegemaßnahmen zwar in Grenzen (wenn ich es so mit meinem alten Aquarium vergleiche), dennoch ist es ab und an nötig.

Alleine ist der größere Wandabstand sinnig, da man Kabel des Zubehörs so leichter nach vorne oder hinten durchziehen kann.

Eine Information, die wir lange gesucht haben, bis wie sie gefunden hatten, möchte ich bezüglich des Unterschrankes hier vermerken. Die Rückseite des Schranks ist offen. Sollte man meinetwegen eines Tages lieber einen Außenfilter in Betrieb nehmen wollen, kann man diesen ohne Probleme rückwärtig integrieren, ohne das lästige Kabel sichtbar werden. Hier haben wir auch eine Steckdose versteckt, die den Luftströmer mit Strom versorgt, wie auch den Luftströmer selbst untergebracht. Der Unterschrank an sich bietet sehr viel Platz und ich glaube kaum, dass hier, egal, was ich noch an Zubehör anschleppen werden in der Zukunft jemals Platznot herrschen wird. Natürlich kann man hier auch Kescher, Futter und was weiß ich nicht noch alles unterbringen.

Der Aquariumsrand verfügt über genügend Buchten, die für Kabel genutzt werden und lassen keinen Wunsch offen.

Dass das Filtergehäuse im Becken fest integriert ist stört mich persönlich nicht. Durch hohe Pflanzen habe ich ihn mehr oder minder versteckt und der Platz darunter wird von meinen kleinen Goldfischen gerne als Ruhezone wahr genommen.

Der Schrank selbst ist so ausgelegt, dass das Becken so darauf platziert werden kann, dass die Abschlusskanten exakt aufeinander liegen. Hier hat man also keine Stufe. Beim Aufbau sollte man bereits darauf achten, dass die Abschlüsse stimmen, denn das Becken ist befüllt nicht mehr zu bewegen.

Der Schrank selbst ist, obgleich "nur" furniert sehr robust und unempfindlich. Mit dem Hammer sollte man dennoch nicht einschlagen. Aber kleiner Stöße verzeiht der Unterschrank und zickt nicht in Form von Macken oder Kratzern in der Gegend rum.

Fazit
*******
Das Eckaquarium ist unser Blickfang, welches dazu einlädt, sich davor niederzulassen und einfach die Fische zu betrachten. Machen mein Mann und ich immer regelmäßig. Ist wirklich sehr entspannend. Lustigerweise setzen sich immer alle Besucher vors Aquarium und schweigen erst mal und schauen den Fischen zu. Anschließend hört man dann immer: Ich möchte auch so ein Aquarium. Irgendwie ist so ein Aquarium schon faszinierend und strahlt Ruhe aus. Naja, abgesehen davon, wenn´s Futter gibt, dann ist es vorbei mit den gemütlichen Fischen, dann bricht Hektik und Futterneid aus.
Durch die dreieckige Gestaltung des Beckens ist es sehr platzsparend für ein 350l Becken. Im Vergleich zu anderen "normalen" Aquarien in der Größe, ist es etwa um das zwei- bis dreifache teurer, aber um Nischen geschickt zu nutzen, ist es einfach sein Geld wert.

Da es unser Wohnzimmer bereichert hat und ich keinen Mangel/Nachteil erkennen kann, spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus und vergebe 5 Sterne.


Vielen lieben Dank für´s Lesen!
Euere biene_mary

PS: Sollte ich dennoch etwas vergessen haben, oder Fragen auftauchen, dann bitte einfach im Kommentar hinterlassen, ich werde bei Bedarf ergänzen!

Kleines Update 24.10.2006
*********************************
Ich hab jetzt bereits zweimal die Vermutung gelesen, dass das Aquarium viel Arbeit machen könnte. Es ist relativ. In meinen Augen macht es nicht viel Arbeit.
Einmal pro Woche muss der Filter gereinigt werden, sprich, man nimmt ihn hinten raus, hält ihn kurz unter fließendes Leitungswasser und gut ist. Die Scheiben werden auch einmal pro Woche gesäubert, dank eines magnetischen Scheibenputzers ist das auch gleich erledigt, ich setze hier mal so etwa 10 Minuten an. Sonst muss man nichts machen. Abgesehen vom Teilwasseraustausch. Hier werden ca. 10% des Wassers aus dem Becken entnommen und neu aufgefüllt. Wir machen es per Schlauch und das nimmt etwa eine gute halbe Stunde in Beschlag. Anstrengend ist hier nur das Wasser wegzutragen und wieder neues herzuholen.
Ganz wichtig ist es natürlich täglich die Fische zu füttern, aber das geht ruckizucki und ist gleich erledigt. Vergessen kann man sie übrigens nicht, zumindest meine sind da extrem, sie machen auf sich aufmerksam. Der Große klatscht immer mit der Schwanzflosse gegen die Wasseroberfläche und macht sich so geräuschetechnisch hörbar. So mancher Besuch ist erstaunt über das Verhalten, für mich Alltag.

Meiner Meinung nach also kein Thema in Punkto Arbeit. Aber das ist eine Einstellungssache. Ich würde sagen man braucht einmal pro Woche etwa eine Stunde. Aber jetzt nur in Bezug auf Goldfische! Wie es mit anderen Fischen aussieht, bei denen die Wasserqualität (pH - Wert und Co) höhere Ansprüche erfüllen muss, kann ich keine Auskunft geben!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MarenF

MarenF

20.03.2011 12:56

Ich finde das wunderschön, bloß ist mir das dann doch zu teuer.

Mogli2309

Mogli2309

09.02.2011 18:51

KLASSE!!!!

Brummbaer1977

Brummbaer1977

15.09.2010 09:44

*geiles Becken*

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