DER KICK MIT DEM KICKBOARD
13.11.2003
Pro:
Seeeehr gut verarbeitet, günstig, leicht, gut zu transportieren
Kontra:
Bremse ist bei Nässe nicht so klasse
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Haltbarkeit
Design
Fahrkomfort:
Achse:
Kugellager:
mehr
 vellocet
Über sich:
Mitglied seit:14.10.2003
Erfahrungsberichte:50
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 30 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Aufgrund eines Arbeitsplatzwechsels war meine Stätte des Wirkens plötzlich nur noch zweihundert Meter von meiner Behausung und etwa zwei Kilometer von der Wohnung meiner Freundin entfernt. Die Distanzen waren für das Fahrrad zu kurz und bei zügiger Gangart benötigte ich für die längere Strecke gut zehn Minuten. Irgendwo in den Untiefen meines Kellers habe ich noch einen Roller von micro, wie er vor wenigen Jahren einmal Hip war. Wegen seiner eher instabilen Fahreigenschaften habe ich größere Strecken stets vermieden. So war ich dann im November letzten Jahres sehr erfreut, ein Kickboard von K2 im Schaufenster eines Trendsportladens um die Ecke entdeckt zu haben. Was früher ein Heidengeld kostete, stand nun für 89€ in Form eines Sonderangebots in der Auslage. Angesichts dieses Preises habe ich keine Sekunde gezögert und jenes Vehikel erstanden. Dabei handelte es sich um ein Auslaufmodell, dem Pro Kick von K2. Dieser Umstand sollte sich im späteren Vergleich als glücklich herausstellen. Freundlicherweise baute der Mann mit den Dreadlocks das gute Stück gleich im Laden zusammen und schon konnte ich mich mit Bedienungsanleitung und Werkzeug rollender Weise auf den Weg machen.
Der damalige Preis von fast 250€ wirkte sich auch auf die Verarbeitung aus, welche einen sehr soliden Eindruck macht. Alle Einzelteile sind mit nicht rostenden Inbusschrauben verbunden. Das Board besteht im wesentlichen aus drei Komponenten: der Hinterradaufnahme mit Rolle, dem so genannten Deck, das 44 cm lang ist und aus verklebten Glasfiber/Holzschichten gefertigt wurde und last but not least der vorderen Achsschenkelaufnahme mit der teleskopartig verstellbaren Lenkstange. Die massiven Teile sind aus Aluminiumspritzguß, das Gestänge aus Aluminiumrohr. Dort wo Bewegung möglich ist herrscht Passgenauigkeit, die nerviges Klappern vermeidet. Besonders schön ist, das alles auf Hochglanz poliert und witterungsbeständig gemacht wurde. Der Gummigriff fast sich gut an und macht dank seiner Lamellenstruktur keine Schweißpfoten, die abrutschen könnten (passiert ja immer in den ungünstigsten Momenten...).
Das Pro Kick hat vorne zwei 14 cm große Polyurthanrollen in dunkelgrau, hinten befindet sich eine 10cm große Rolle der selben Farbe und Beschaffenheit, die mit einem Schutzblech abgedeckt ist, welches zugleich als Bremse fungiert. Die Kugellager haben ABEC 5 Standard. Gut gefällt mir auch die ausführliche aber nicht übertriebene Bedienungsanleitung mit Explosionszeichnungen.
Die Lenkung erfolgt über zwei Achsschenkel, wobei die Einstellung der Spur ebenso wie die des Lenkeinschlages möglich ist. Die Mechanik macht einen robusten Eindruck, obwohl Aluminium der Hauptwerkstoff ist. Die verstellbare Lenkachse ist aus hochwertigem Edelstahl. So kommt das Board auf nur 4 kg Gewicht und ist in zusammengeklapptem Zustand (das geht in fünf Sekunden!) leicht zu transportieren. Ein Hingucker sind die rot lackierten Federn des Lenkgestänges. Seitdem ist ein Jahr vergangen und trotz größerer Entfernungen sowie stärkerer Beanspruchung und den unterschiedlichsten Fahrbahnbeschaffenheiten gibt es keinen Grund zur Klage. Ich habe das Board über unzählige Bordsteine hinauf und herunter gequält, wobei ich manchmal bis zu einem Meter gehopst bin. Meine sportlichen Ambitionen hielten sich aber sonst in Grenzen. Mit der verstellbaren Lenkstange und der entsprechenden Gewichtsverlagerung gleitet das Board leise und mühelos um die Kurven. Die Laufeigenschaften der Räder und Lager sind einwandfrei – mit etwas Schwung kann man locker zehn Meter rollen. Das Deck ist maximal robust – so bin ich mit dem fünfjährigen Sohn meiner Freundin zusammen (!) auf dem Ding durch die Gegend gebrettert, ohne das es da irgendeinen Schaden gegeben hätte, betrug unser Gesamtgewicht doch locker 100kg! Die Hinterradbremse zieht bei trockenen Strassenverhältnissen einwandfrei; bei Regen muss man etwas stärker treten oder vorausschauender fahren.
Einzig die Fahrerei bei Nässe nervte bis vor kurzem, versaute man sich doch jede Hose. Schließlich – und das wäre ein Tipp – habe ich ein Mousepad genommen, in der Mitte eingeschnitten, auf die Lenkstange gesteckt und nach unten geschoben. Leicht verdreht fängt es nun den ganzen Dreck ab. Fazit: keine Frage, das Board Pro Kick ist ein in die Jahre gekommenes Auslaufmodell, doch die Verarbeitung ist erstklassig und hat sich bis heute nicht grundlegend verändert. Im Gegenteil – für vergleichsweise mehr Geld wird mittlerweile viel mehr Plastik verbaut.
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17.11.2003 23:17
*lach* der kotflügel fürs kickboard!
15.11.2003 15:49
kickboards interessieren mich eigentlich nicht so, aber informativer bericht. gruß hahn1
13.11.2003 22:53
Nicht schlecht, wäre mir persönlich zu wackelig und im Winter zu kalt. gruß xanny