KKH - Kaufm. Krankenkasse

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Nach 20 Jahren Mitgliedschaft bitter enttäuscht

1  05.08.2004

Pro:
Beratung super, solange man keine Leistungen in Anspruch nehmen will  -  fällt mir nach mehr als 20  Jahren Versicherungszeit nichts dazu ein

Kontra:
teuer  -  im Krankheitsfall leistungsunwillig  -  aufgeblähter unflexibler Verwaltungsappparat

Empfehlenswert: Nein 

MonikaAr

Über sich:

Mitglied seit:04.09.2000

Erfahrungsberichte:3

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 41 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich bin 47 Jahre alt und seit ca. 20 Jahren bei der KKH versichert. In dieser Zeit war ich selten krank und selten beim Arzt, d.h. die Krankenkasse hat gut an mir verdient.

Nun bin ich im November 2003 das erste Mal ernsthaft erkrankt und bis Juli 2004 arbeitsunfähig gewesen.

Im Februar beantragte ich - zusätzlich auch auf Anraten!! der KKH eine REHA-Maßnahme. Die KKH schickte mich zum medizinischen Dienst, welcher die Maßnahme dringend zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit empfahl. Der REHA-Antrag wurde von der KKH an die BfA weiter geleitet, die Stellungnahme des Medizinischen Dienstes erreichte die BfA erst, als diese innerhalb von 14 Tage bereits einen Ablehnungsbescheid geschickt hatte. Die mich betreuende Sachbearbeiterin hatte versäumt, den Bericht des medizinischen Dienstes an die BFA mitzuschicken.
Ich wurde von der Krankenkasse aufgefordert Widerspruch einzulegen, was ich ja sowieso gemacht hätte. Die BfA wollte ein eigenes Gutachten und die Zeit verstrich.....Am 15. Mai fand die BfA-Untersuchung statt, am 17 Juni !!! bekam ich den Bescheid von der BfA, dass nun die Unterlagen bei der Widerspruchsstelle lägen. Zwischenzeitlich haben wir den 4. August und ich habe noch keinen Bescheid von der BfA.

Meine Freundin war ebenfalls im November erkrankt gewesen, die BfA hat ebenfalls eine REHA abgelehnt, was derzeit absolut normal ist. Ihre Krankenkasse hat sie zur REHA geschickt und meine Freundin ist zwischenzeitlich wieder gesund.

Ich hatte meiner Sachbearbeiterin diesen Fall berichtet und meine Sorge geschildert, dass ich ggf. meinen Arbeitsplatz verlieren könne. Sie entgegnete nur ich könne ja einfach wieder arbeiten gehen. Damit war für die KKH die Sache erledigt....

Ich durfte "großzügigerweise" am Akupunktur-Projekt der Krankenkasse teilnehmen. Dies half mir sehr gut. Allerdings wurden trotzdem nur 2/3 der genehmigungsfähigen Sitzungen genehmigt.

Da meiner Erkrankung eine Immunabwehrschwäche zugrunde liegt und die entsprechenden Medikamente von der Krankenkasse nicht bezahlt werden, habe ich mehrere hundert Euro alleine für Vitaminpräparate, homöpathische Medikamente, Medikamente für die ständigen Infekte und die Thymuskuren selbst bezahlen müssen.

Obwohl ich noch lange nicht voll leistungsfähig bin, werde ich meine Arbeit am 01.08.04 wieder aufnehmen. Eine "Reha" werde ich auf eigene Kosten während des Urlaubs machen. Allerdings geht dies nur für zwei Wochen. Meine behandelnden Ärzte gehen davon aus, dass ich aufgrund der nicht voll hergestellten Leistungsfähigkeit zu einer "Dauerpatientin" werde. Dies ist für mich besonders schwer, da ich früher nur selten krank und beim Arzt war.

Zwischenzeitlich hat die Krankenkasse eine Menge Geld für das Krankengeld ausgegeben. Ich bin mir sicher, dass diese etliche Kosten sparen könnte, wenn Therapiemaßnahmen bezahlt werden würden. Ich habe Glück, dass ich einen Ehemann habe, welcher mir die auf eigene Initiative vorgenommenen Therapiemaßnahmen bezahlen kann. Allerdings wäre eine sofortige Behandlung sinnvoller gewesen.

Meine Beschwerde bei der Hauptverwaltung und die Bitte um Zuweisung einer Sachbearbeiterin, welche freundlicher mit mir umgeht und ggf. sinnvolle Therapiemaßnahmen unterstützen könnte, wurde abgelehnt !! Soviel zur Kundennähe.

Meine Erfahrung mit der KKH war glücklicherweise bereits eine gute Entscheidungshilfe für Kassenwechsler

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Yvettte

Yvettte

01.08.2008 21:22

Ich streite auch gerade mit der KKH um Sachen, wo es gesetzlich nichts zu streiten gäbe. :(

ESBE12

ESBE12

10.01.2007 15:12

Da kann ich ihnen nur recht geben, habe gerade die gleichen Erfahrungen gemacht. Außerdem noch von anderen Stellen, bei denen ich Hilfe zur Kur haben wollte, zu hören bekommen: KKH versichert! - da können wir Ihnen leider nicht helfen, die schmettern alles ab. Na Danke !

Dr.Claudia

Dr.Claudia

05.08.2004 16:51

Einige allgemeine Infos über die Krankenkasse als solche wären gut gewesen. Gruß

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"sehr hilfreich" von (73%):
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