KKH - Kaufm. Krankenkasse

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KKH - für mich "bei Krankheit Keine Hilfe"

1  14.02.2005

Pro:
nichts

Kontra:
hohe Beiträge, langsame Anfragenbearbeitung, Zahlungsunwille

Empfehlenswert: Nein 

j1277

Über sich:

Mitglied seit:28.11.2002

Erfahrungsberichte:4

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 42 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Die KKH ist für mich eigentlich seit 2 Jahren kein wirkliches Thema mehr - ich habe die gesetzliche Krankenkasse nämlich gewechselt! Und das aus gutem Grund:

Als ich mit 16 Jahren meine Lehre begann, schlitterte ich ohne mich großartig zu informieren, in den Mitgliederstamm der KKH. Bis zu meinem 24ten Lebensjahr bezahlte ich fleissig die nicht undbedingt niedrigen Beiträge, bescherte der Krankenkasse aber auch nicht wirklich viel Kummer. Da ich mit einem bis dato beinahe unnachvollziehbarem Immunsystem ausgestattet war, mußte die KKH gerade mal die üblichen Vorsorgeuntersuchungen bezahlen - nicht einen Cent (o.k. damals auch Pfennig) mehr. Aufgrund "ungünstiger" Umstände ereilte mich jedoch vor knapp 3 Jahren eine Immunschwäche. Gesundheitlich war ich nicht mehr dazu in der Lage auch nur den kleinsten Virus abzuwehren, nein, ich habe bei allem, was so kreuchte und fleuchte ein Schild mit der Aufschrift "herzlich willkommen - Nimm mich" um den Hals gehabt. Ich lief in 6 Monaten von einem Arzt zum nächsten. Hatte OP´s, war in der Uniklinik, z. B. wurd aus einer Erkältung eine Mittelohrentzündung, aus der Mittelohrentzündung eine halbseitige Gesichtslähmung, ich besuchte so ziemlich die komplette Fach-Ärztepalette von A-Z. Auf Anraten meiner Hausärztin sowie auch einer Professorin der UNI-Klinik Münster stellte ich einen Antrag auf eine Spritzen-Immuntherapie bei der KKH.

Und dann fing die Rennerei erst einmal richtig an. Erst gingen angeblich meine Anschreiben trotz Einschreiben, Telefaxe, Schreiben meiner Ärztin etc. wunderlicherweise verloren oder landeten in den falschen Abteilungen. Als sowohl meine Ärztin wie auch ich es geschafft habe, den Fuß in die Tür zu bekommen, ließ die KKH-Thearpie-Bewilligungsstelle sich maßig Zeit! Aufgrund der Dringlichkeit der Sache (ich rannte derzeit natürlich noch immer von einem Arzt zum nächsten - ganz abgesehen davon, das es in der heutigen wirtschaftlichen Lage kein Arbeitgeber gerne sieht, wenn der Arbeitsnehmer jede zweite Woche erst einmal wieder ausfällt), stellten sowohl meine Ärztin wie auch ich in regelmäßig Abständen Anfragen bezüglich des Fortgangs der Entscheidung. Zwischendurch versuchte man uns wieder damit abzuspeisen, dass kein Antrag vorliegen würde usw. Dann nach knapp 3 Monaten erhielt ich eine Entscheidung: etwaiger Wortlaut: "aufgrund des Mangels an Genesungsgarantie müssen wir Ihren Antrag auf Therapie leider ablehnen". Ein Einzeiler - mehr war das Ganze nicht wert.

Und genau an dieser Stelle stelle ich mir die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Was ist das für eine Krankenkasse, die lieber einen Arztbesuch nach dem nächsten bezahlt, eine OP nach der nächsten, Arbeitsausfälle unüberschaubarem Ausmasses - anstatt eine mit zu 95 % sicher anschlagende Therapie zu bezahlen, die in Euro gesprochen 1.000 gekostet hätte?

Ich habe die Versicherung auf jeden Fall umgehend gewechselt und bin inzwischen auch wieder selbstfinanziert gesundet. Aktuell ist dieses Thema für mich derzeit auch nur aus einem Grund - ein Vertreter der KKH meint mich in letzter Zeit öfters auf der Arbeit anrufen zu müssen, um mich mit deren umfangreichen Leistungsangebot als Kunde zurückzugewinnen - man mag sich denken, das mir hierzu nur ein kopfschüttelndes Grinsen einfällt.

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zwieblinger

zwieblinger

17.01.2006 14:32

Dieser Erfahrungsbericht war für mich sehr nützlich ich kann mich Ihm nur 100% anschließen

Drea-2170

Drea-2170

18.02.2005 15:15

Ich hätte den KKH-Vertreter nicht mit einem Grinsen bedacht, sondern ihm gewünscht, auf die Leistungen seiner Krankenkasse angewiesen zu sein... ( Ach nein, so etwas wünscht man doch lieber keinem !!!)

Harko

Harko

16.02.2005 00:28

Ich denke auch, dass du etwas zu negativ an die Sache heran gehst. Wenn du von einer 95% tigen Genesungschance sprichst gehe ich davon aus, dass du über alle Kassen gesehen auch eine 95% tige Absagenchance gehabt hättest. Persönlich habe ich wohl das Glück privat versichert zu sein, da wird im Prinzip alles gezahlt was ärztlich verordnet wurde. Gruß Harko

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