Eine wunderbare One-Man-Show
04.11.2002
Pro:
Kevin Spacey
Kontra:
Manchmal ist der Film zu bemüht, wie EINER FLOG ÜBERS KUCKUCKSNEST auszusehen
Empfehlenswert:
Ja
 kinofuerkenner.de
Über sich:
"If my books had been any worse, I should not have been invited to Hollywood, and if they had b...
Mitglied seit:26.09.2002
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Auf der New Yorker Grand Central Station wird ein Mann mit dunkler Sonnenbrille und ohne Papiere aufgegriffen. Er nennt sich Prot und behauptet, vom Planeten K-PAX aus dem Sternbild der Lyra zu kommen., daher landet er auf der Psychiatrie und in der Obhut von Dr. Mark Powell (Jeff Bridges). Der Film beschäftigt sich die meiste Zeit gemeinsam mit dem Psychiater mit der Frage, ob Prot tatsächlich ein Ausserirdischer oder nur stark traumatisiert ist und wenn traumatisiert, wie man ihm helfen kann. Es kommt, wie es kommen muss, der Fremdling bewirkt überall, wo er hinkommt, eine Veränderung: bei seinen Mitinsassen, ja sogar beim Onkel Doktor. Kein Wunder, wer es am besten versteht, die Leute aufzurichten, hat meist die traurigste Geschichte zu erzählen. Der Film lebt von der Ungewissheit, ob Prot nun tatsächlich ein Alien ist oder nicht und er versteht es, diese Spannung fast bis zum Schluss durchzuhalten. Leider ist die Konstellation des neuen Psychiatrieinsassen, an dem sich die anderen aufrichtigen, zu bekannt und zu durchsichtig, als dass man aus diesem Thema irgendwelche nennenswerten Erkenntnisse ziehen könnte.
K-PAX ist ein Film des Lichts, Sonnenstrahlen, hell erleuchtete Räume überwiegen. Ja, die Energie der Sonne zu nutzen, wird im Film sogar thematisiert und Dr. Powell betrachtet immer wieder die Plexiglas-Medaille auf seinem Schreibtisch, durch die sich das Licht bricht. Ich möchte Jeff Bridges‘ Leistung beileibe nicht schmälern, er hat gemacht, was die Rolle hergab, aber der Film ist eindeutig auf Kevin Spacey zugeschnitten, der in dieser Rolle wahrlich brilliert.
Im Namen des Planeten steckt PAX, lateinisch für Friede. Prot kommt aus einer Zivilisation, die das alttestamentliche ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn‘ längst überwunden hat. Der Zuschauer muss sich lange gedulden, um diese Worte von Prot richtig einordnen zu können, insofern hat mich der Film noch am nächsten tag beschäftigt. Die Suche nach der blauen Vogel erinnerte mich an die deutschen Romantiker, die auf der Suche nach der blauen Blume waren (Novalis, Heinrich von Ofterdingen). Der Filminsider wird ein paar Hinweise auf STARMAN finden, in dem Jeff Bridges damals einen Ausserirdischen spielte und natürlich (bei der ersten Begegnung zwischen Spacey und Bridges) auf ALIEN.
Fazit: Dies ist nicht der Film des Jahres, aber zwei unterhaltsame Stunden und ein überragender Hauptdarsteller, der die Klischees des Drehbuchs einfach vergessen macht.
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04.03.2003 10:14
Ich finde dein Bericht ist ein wenig zu kurz geraten. Hätte gern noch mehr Hintergründe und anderes über K-Pax erfahren.
10.11.2002 20:28
Sehr schöner, recht ausführlicher Bericht... Gruß Homer :)
05.11.2002 16:52
Da ich nun das Buch gelesen habe, kann ich dir leider mit deinen "Hintergedanken" leider nicht zustimmen, da das Buch eine ganz andere Absicht verfolgt, die aber leider im Film völlig daneben ging... gruss Bastian