Verbot ist sicher nicht der richtige Weg
05.11.2000
Pro:
Kampfhunde sind genauso liebebedürftig, wie Nachbars Dackel
Kontra:
Verbot würde zu keinem Resultat führen
Empfehlenswert:
Ja
 teddy1978
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Obwohl die Kampfhunddiskussion in den Medien schon wieder ergebnislos abgeebbt und vergessen ist, möchte ich mich gern noch einmal zu diesem Thema äussern. Was ist eigentlich ein Kampfhund? Dieser Begriff ist doch für die meisten der betroffenen Tiere überhaupt nicht zutreffend. Nur weil Hähne bestimmter Rassen zum Hahnenkampf genutzt werden, ist doch auch nicht jeder Hahn dieser Rassen ein Kampfhahn (Dieser "Sport" ist im übrigen genauso pervers und daher verboten wie der Hundekampf!)! So kann man doch auch Pitbull, Staffordshire oder Bloodhound nicht einfach zur Bestie stempeln! Sicher haben diese sogenannten Kampfhunde gewaltige Kraft in ihrem Gebiss, das auch von seiner Anlage her im Falle eines Angriffes besonders schnell schwerste Verletzungen verursacht! Richtig ist auch, dass bestimmte Rassen einfach zuchtbedingt bereits in den Genen veranlagt einen gewissen Hang zur Aggression tragen. Aber auch dieses Verhalten kann man mit richtiger Erziehung des Tieres mit der richtigen Mischung aus Strenge, Konsequenz und Liebe unterdrücken.So gibt es beispielsweise Yorkshire Terrier, die ihr Frauchen böse anfallen und verletzen, wenn diese sich auch nur dem geliebten Herrchen (oder umgekehrt) nähert, während nebenan ein Pitbull vor lauter Feigheit noch nicht mal vom Sofa kommt, wenn der Postbote klingelt! Daher die Frage: was ist denn nun ein Kampfhund? Wenn nun aber perverse Tierquäler den Hang eines Tieres zur Aggression nutzen und es mit Schlägen und Terror zur Kampfmaschine ausbilden, die sich dann auf jedes scheinbar schwächere Opfer stürzt um ihrer Aggression Luft zu machen, dann sind Politiker gefragt. Es kann und darf nicht sein, dass die Diskussion, die nach dem Vorfall in Hamburg am Überkochen war, in wenigen Wochen unter den Tisch fällt, ohne irgendein Resultat hervorzubringen!!! Es kann und darf nicht sein, dass nach einem solchen Fall erst ein weiteres Kind sterben muss, bevor die Politiker endlich wieder in Zugzwang geraten und überstürzt irgendwelche sinnlosen Gesetze beschliessen!!!Was bitteschön soll ein Kampfhundverbot bringen? Schön, es hat die Gemüter erhitzt, es hat viele davon abgeschreckt, sich ein solches Tier zu kaufen und es hat viele Tiere ins Tierheim gebracht! Oh wie sinnvoll! Diejenigen, die die Tiere abrichten, lassen sich doch von einem halbherzig beschlossenen Verbot nicht abschrecken! Und wenn schon, dann weicht man halt auf andere Rassen aus. Der vielgelobte Deutsche Schäferhund ist, obwohl statistisch einer der häufigsten Beisser, weit vom Verbot entfernt! Er lässt sich aber genauso brutal abrichten und flösst sicher nicht weniger Respekt ein, als ein Pitbull!Wollen wir also alle Hunde verbieten, um den wenigen Bestien vorzubeugen, die den Freund des Menschen zum Monster abrichten? ----------------------- N E I N ! -----------------------Das kann keine Lösung sein! Mein Vorschlag: Warum führt man nicht tatsächlich den Hundeführerschein ein? Damit kann man bestimmten, einmal auffällig gewordenen Menschen oder Leuten, die eindeutig nicht in der Lage sind (psychisch oder auch physisch) bestimmte Hunderassen zu führen, vo vorneherein die haltung solcher Tiere verbieten. Ganz nebenbei kann man so auch die hohe Zahl der unversteuerten Hunde in Deutschland senken, da der Hundeführerschein leichter zu kontrollieren ist!
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06.11.2000 08:35
Machst Dir Gedanken, dieser Meinung kann ich voll Zustimmen. Gruß Callman