Die Dampfmaschine der Neuzeit
25.01.2002
Pro:
neue Sauberkeit an Problemstellen
Kontra:
teuer
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienung
Zuverlässigkeit
 wydmuch
Über sich:
Mitglied seit:09.08.2001
Erfahrungsberichte:61
Vertrauende:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 39 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bakterien, Milben, Schimmel und sonstiger Dreck ist im Haushalt oft nur mit dem großzügigen Einsatz vom Chemie bei zu kommen. Mittlerweile sind aber verschiedene Danpfreiniger erhältlich, die auch für private Haushalte entwickelt und somit auch noch bezahlbar sind. Der Kärcher 1701 mit Dampfbügeleisen ist eine Dampfmaschine, die Verunreinigungen, mit denen man sich schon im Laufe der Jahre abgefunden hat, ohne zusätzliche Reinigungsmittel wirksam bekämpft. Da Kärcher sich schon einen Namen mit Hochdruckreinigern gemacht hat, entschieden wir uns für einen Dampfreiniger aus dem gleichen Hause, auch wenn der mit 430 Euro nicht gerade zu den Schnäppchen zählt, die man vielleicht über den Direktversand bekommt. Erfreulich an dem 2250 Watt starken Gerät ist die umfangreiche Grundausstattung. Sie besteht aus einer Bodendüse mit Putztuchaufnahme, einer Fensterdüse, einer Punktstrahldüse mit Bürstenaufsatz, einer Handdüse, zwei Verlängerungsrohren und dem Profi-Bügeleisen mit Korkgriff. Bis auf den Aufsatz zum Tapetenlösen ist man also sofort komplett ausgestattet ohne versteckte Kosten für die Anschaffung weiterer Zubehörteile befürchten zu müssen. Der Tank des 1701 faßt 2 Liter Wasser, die in ca. 3-4 Minuten zum Kochen gebracht werden, um den nötigen Arbeitsdruck von bis zu 3,2 Bar zu erzeugen. Eine genaue Temperaturskala zeigt, wann das Gerät betriebsbereit ist. Eine Besonderheit dieses Modells ist die stufenlose Regulierung der Dampfmenge und der austretenden Wassermenge, die je nach Reinigungsanwendung eingestellt wird. Normalerweise rückt man dem Dreck so mit 140 Grad heißen Dampf zuleibe, kann aber auch bei erhöhter Wassermenge den Dreck sozusagen wegspülen.
Der 2,5 Meter lange Schlauch gibt einem beim Reinigen eine ausreichende Bewegungsfreiheit. Die Bajonettverschlüsse der einzelnen Düsen erlauben ein schnellen Wechsel, wobei man sich anfangs daran gewöhnen muß, das diese Teile beim Einsatz sehr heiß werden und man sich bei zu sorgloser Arbeit damit auch verbrühen kann. Doch nun zu einigen praktischen Anwendungen, die wir bisher ausprobiert haben: Zum Kennenlernen dieser Höllenmaschine probierten wir die klassische Reinigung von Bodenfliesen mit übergestreiftem Frottelappen. Zu diesem Zweck drehten wir die Wassermenge auf Minimum und die Dampfmenge auf Maximum. Als wir dann durch den Wasserdampf das erste Mal im dichten Nebel standen, staunten wir aber nicht schlecht, das selbst hartnäckige Verschmutzungen aus den Fugen entfernt werden konnten. Teilweise nahmen wir auch die Düse mit der Rundbürste zum Einsatz. Da meine Frau der Meinung war, das die Fliesen doch sauber seien, war sie in der Tat überrascht, das sich der weiße Frotteüberzug doch dunkelgrau gefärbt hatte.
Als nächstes waren die Steinstufen im Treppenhaus dran, deren verwinkelte Ecken mit normalen Putzmittel nicht zu erreichen sind. Nun, auch dort empfahl sich der Dampfreiniger, da er den Dreck aus den Ecken heraus spülte. Auch im Badezimmer läuft er zu Hochform auf, da sich dort ja keine feuchte-empfindlichen Teile befinden. Die Badfliesen, die Abflüsse, die Fugen, die Heizung und selbst die Klobürste erstrahlten im neuen und bakterienfreiem Glanz. Einzig das Bügeleisen konnte noch nicht ganz überzeugen. Es liefert zwar sehr viel Dampf und verkürzt somit die Bügelzeit, da man oft nur eine Seite des Kleidungsstücks bügeln muß. Allerdings ist es etwas unhandlicher, als ein normales Dampfbügeleisen. Da wird meine Frau aber sicher noch ein wenig rumexperimentieren.
Streifenfreie und saubere Fenster sind nun auch keine Hexerei mehr. Man dampft die Scheiben erst ab und zieht sie dann mit der Gummikante der Fensterdüse trocken. Das dabei herunter fließende Dreckwasser wischt man dann auf, oder legt von vorn herein ein Handtuch darunter. Nach dem Gebrauch kann man das Wasser auch im Kessel lassen, sollte das Gerät aber dann zur Lagerung hinlegen, damit sich am Einfüllstutzen keine Kalkablagerungen bilden. In dem integrierten Staufach deponiert man die Handdüse, Lappen und die verschiedenen Düsenaufsätzen. Die Rohrverlängerungen und die Bodendüse kann man bei stehender Lagerung am Gehäuse anklipsen. Der Arbeitsschlauch muß nicht unbedingt abgezogenwerden und das Stromkabel kann an der Unterseite des Gehäuses aufgewickelt werden.
Nun, der Kärcher 1701 ist eine teure Anschaffung, die sich erst bei regelmäßigem Einsatz über die Jahre bezahlt macht. Man spart zwar die chemischen Putzmittel, verbraucht aber Strom. Auf jeden Fall erhält der Haushalt neue bisher nicht gekannte Sauberkeit an Problemstellen im Bad und in der Küche. Ciao Marco
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06.07.2002 22:29
Schade, dass es sich nicht mit Laminat verträgt. Ciao und Mau, Melanie !
25.01.2002 14:27
Wäre auch was für uns und unsere vier Miezen!!!
25.01.2002 14:04
Hab auch schon viel von den dingern gehört jedenfalls ein sehr guter bericht und schau dir doch auch mal ein paar meiner berichte an.......;-)gruss ranke2