Meine (schöne) Zeit beim Kaufland...
13.07.2004
Pro:
Gehalt, Arbeitsklima . . .
Kontra:
teilweise nervige Kunden
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Einstellungschancen:
Aufstiegschancen
Verdienstmöglichkeiten:
Sozialleistungen:
 patscho
Über sich:
Mitglied seit:12.07.2004
Erfahrungsberichte:1
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Da ich diesen Monat aufhöre, beim Kaufland in Wernigerode zu arbeiten, lasse ich meine 13 Monate noch einmal Revue passieren: Meine Gliederung:
1. Damals... 2. Was man alles beachten muss 3. Die Mitarbeiter 4. Die Arbeitszeiten 5. Das Gehalt 6. Fazit
1.Damals... Am 01.06.2003 habe ich durch einen Freund Bescheid bekommen, dass Kaufland Mitarbeiter/innen im Kassenbereich sucht. Anfangs war ich etwas irritiert, da es wahrscheinlich recht wenig Kassierer gibt, aber mein besagter Freund, der dort schon einige Monate gearbeitet hat, hat mich letztlich überredet und so bin ich mit ihm Mitte Juli 2003 zum Kaufland gefahren... dort habe ich mich kurz mit der Chefin des Kassenbüros unterhalten und einige Minuten später saß ich schon an der Kasse – natürlich noch nicht allein, wie man sich vielleicht denken kann... ich wurde erst einmal angelernt und mir wurde alles nötige erklärt. Nachdem ich nochmals einen Tag angelernt wurde und schließlich einen Test am Computer absolviert habe, war ich am 03.07.2003 so weit vorbereitet, um auf die Kunden losgelassen zu werden... die ersten tage waren natürlich von Hektik geprägt und man braucht natürlich einige Zeit, um sich einzuarbeiten. Aber nach einigen Wochen ist das Arbeiten die reinste Routine...
2. was man alles beachten muss Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber Kaufland engagiert tatsächlich Leute, die bei einem einen „Testkauf“ durchführen und das sogar monatlich (wenn man einen vergeigt hat, kann man damit rechnen, dass man sogar 2 mal im Monat fällig ist...). Ich bin natürlich durch meinen ersten Testkauf gerauscht, wie anscheinend jeder Neue an der Kasse... Bei solchen Testkäufen wird natürlich auf Freundlichkeit und ähnliches geachtet, aber v.a. auf Genauigkeit beim Abkassieren: man muss die Wagennummer eintippen, die untere Ablage, das Kleinartikelkörbchen und den Wagengriff abchecken um sicher zu gehen, dass der ehrliche Kunde nix vergessen hat. Bei den Artikeln selbst muss man noch darauf achten, dass das Obst richtig abgewogen ist und sich in der Zeitung z.B. nix verirrt hat, was da nicht hingehört... Aber nach einigen Testkäufen erkennt man die Leute, die meist im gleichen Alter sind, wie man selbst (denn im Kaufland Wernigerode gibt es ca. 10-12 Festangestellte an den Kassen und der Rest (so ca. 25-30 andere) sind Pauschalkräfte, die meist Studenten und Schüler (wie ich...) im Alter zw. 16 und 23 sind). Das Kassieren ist eigentlich ganz simpel, einfach über den Scanner zeihen und fertig... einziges Problem am Anfang war das Auswendiglernen der PLU-Nummern, die es für Obst/Gemüse und Getränkekästen gibt. Mit der Zeit merkt man sie sich aber dann auch, sodass ich jetzt mit Recht behaupten kann, die Hälfte der ca. 500 Nummern zu beherrschen (zumal man einige Nummern vielleicht ein-/zweimal im Jahr hat...) Diese PLU-Nummern werden dann auch noch einmal im Monat abgefragt, aber das ist auch nicht das Problem.
3. Die Mitarbeiter Ich kann wirklich kein schlechtes Haar an meinen Kollegen lassen, ob Mitarbeiter oder Vorgesetze(r)... alle sind freundlich und kollegial... Ich kann wirklich mit Recht behaupten, viele meiner Kollegen ins Herz geschlossen zu haben... Am besten lernt man die Kollegen natürlich auf Festen und Weihnachtsfeiern kennen, die in regelmäßigen Abständen zelebriert werden und man sich auf keinen Fall entgehen lassen darf, denn dort es i.d.R. feuch-fröhlich zu... alles in allem kann ich mich nur bei allen Mitarbeitern bedanken !!!
4. Die Arbeitszeiten Es wird einem am Anfang gesagt, dass man als Pauschalkraft ca. 33 Stunden im Monat hat, aber diese Stundenzahl sollte als Minimum angesehen werden, denn ich hatte meist so 36-40 Stunden pro Monat. Die Stunden verteilen sich dann auf die einzelnen Wochen und Tage, sodass man ca. 7-12 Stunden in der Woche hat... die Schichten sind dann mindestens 2 Stunden und meist maximal 4 Stunden lang, wenn mal jemand kurzfristig ausfällt hat man mitunter mal 5 oder 6 Stunden, was aber seeehr selten vorkommt (ich hatte solche Schichten in meinen 13 Monaten gerade einmal 4 Mal...). Man bekommt aber i.d.R. ab 4 Stunden-Schichten eine Pause von 15 Minuten. Da man als Schüler vormittags meist nicht arbeiten kann, wird man nachmittags bzw. abends eingeteilt. Wenn man bis 20.00 Uhr arbeitet muss man mit den anderen noch den Kassenbereich säubern, sodass man meist erst 20.15 oder 20.30 Uhr den Laden verlässt...
5. Das Gehalt Komme ich nun zum wohl wichtigsten Punkt: dem Gehalt... angefangen habe ich bei 6,99 € die Stunde, was ich schon ganz in Ordnung fand... zumal man nach 18.00 Uhr noch zusätzlich 1,40 € pro Stunde Spätöffnungszuschlag bekommt... Das Gehalt staffelt sich nach Alter... sodass ich jetzt sogar schon 7,99 € plus 1,60 € verdiene... ich glaube, mehr ist als Pauschalkraft nicht möglich... (jedenfalls nicht bei Kaufland...) Summa summarum habe ich anfangs monatlich ca. 240-290 € verdient und jetzt so 290-330 €... Und nicht zu vergessen: wenn man lange genug im Kaufland arbeitet (über mehrere Monate), dann kriegt man zusätzlich noch Weihnachts- und Urlaubsgeld... was auch noch mal so 200-300 € ausmacht !!!
6. Das Fazit Ich habe es in keinerlei Hinsicht bereut im Kaufland die Stelle als Kassierer angenommen zu haben... vielmehr hat es mich in meiner Berufswahl bestärkt (nicht dass ich jetzt als Kassierer arbeiten will sondern vielleicht eine Ausbildung im Handel anstrebe...) Ich kann euch nur raten: fragt doch mal in eurem Kaufland nach, ob die nicht jemanden suchen, denn meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall !!!
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07.09.2004 20:26
Holla, die Waldfee, was habt ihr denn da für fürstliche Gehälter? Davon kann ich ja nur träumen... Spätzuschlag? Nie gehört. Und dabei arbeite ich als Studentin gelegentlich (meist nur zu den Stoßzeiten an Feiertagen) ebenfalls bei der gleichen Kette. Gruß sannah
07.09.2004 18:46
Ein sehr gelungener Bericht!
06.09.2004 21:56
Super Bericht. Schade, dass es bei mir in der Nähe kein Kaufland gibt. Bin seit längerem auf der nach einem Nebenjob, bis jetzt hatte ich kein Erfolg. Stelle mir auch eine STelle als Kassierer vor. Warum hast du eigentlich gekündigt? Ist doch ein toller Nebenjob, oder?