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Bei Katzen die zwischendurch auch die freie Natur genießen dürfen kommt es schon einmal vor, daß diese auch ungebetene Gäste von ihren Streifzügen mit nach Hause und somit in die Wohnung bringen.
Die Rede ist von Flöhen. Diese bräunlich gefärbten Insekten werden ca. 1,5 - 3,5mm groß, haben einen flachen, flügellosen Körper und überaus kräftige Sprungbeine mit denen sie bis zu 40 cm weit springen können. In unseren Breitengraden spielen, nachdem der Menschenfloh nahezu ausgerottet ist, nur noch der Katzen- und der Hundefloh eine Rolle. Da diese Blutsauger anscheinend noch nie ein Bio-Buch gelesen haben beschränken sie sich bei der Nahrungsaufnahme nicht nur auf ihren Namensgeber sondern befallen auch Tiere anderer Gattungen sowie den Menschen.
Die Unterscheidung von Hunde- zu Katzenfloh liegt hauptsächlich in deren Verhalten (zu einer optischen Unterscheidung hat man ja kaum Zeit, ansonsten hat der Katzenfloh einen kurzen und der Hundefloh einen länglichen Kopf). Der Hundefloh bespringt seinen "Wirt" praktisch nur zur Nahrungsaufnahme und verlässt ihn dann wieder, der Katzenfloh jedoch bleibt auf seinem Wirt und versteckt sich in dessen Fell. Daher handelt es sich bei in Wohnräumen vorkommenden Flöhen vor allem um Katzenflöhe.
Hier kann es nun problematisch werden, denn ein befruchtetes Flohweibchen legt über Wochen bis zu 500 Eier ins Fell seines Opfers. Diese fallen natürlich häufig auch an dem Schlafplatz oder dem bevorzugten Aufenthaltsort aus dem Fell. Aus diesen Eiern schlüpfen nun nach wenigen Tagen die Larven aus. Diese ernähren sich in diesem Stadium ihrer Entwicklung hauptsächlich von Hautschuppen oder von Flohkot, welcher sehr blutreich ist. Nach ca. 2-4 Wochen verpuppen sich diese Larven dann. Die Entwicklung zum ausgewachsenen Tier dauert nur wenige Tage. Leider verbleiben die Parasiten dann noch im Kokon bis eine Erschütterung die Annäherung eines Opfers ankündigt. Dies können auch einige Monate sein. Dies führt bei längeren Abwesenheiten dann zu einem regelrechten Massenbefall, da quasi alle Flöhe nun auf einmal schlüpfen und sich ausgehungert auf ihr Opfer stürzen. Die Stiche selber sind sehr unangenehm, da sie einen starken Juckreiz hervorrufen. Auch sticht ein Floh nicht nur einmal zu. Charakteristisch ist, daß Flohstiche fast immer in Reihen liegen, da die Flöhe leicht irritiert werden, aber auch oft Probestiche vornehmen.
Was also tun wenn ein Flohbefall vorliegt.
Die wichtigste Waffe gegen diese ungebetenen Gäste ist der Staubsauger. Mit ihm einfach die Teppiche, Polster etc. in den betroffenen Räumen gründlich absaugen. Den Staubsaugerbeutel danach am besten sofort entsorgen. Das reicht bei einem Flohbefall in geringem Umfang meist schon.
Betroffene Wäschestücke möglichst heiß waschen oder aber, falls es wegen dem Gewebe nicht geht, über einen längeren Zeitraum (min. 24 h) in die Gefriertruhe geben. Das tötet eventuell dort sitzende Larven oder auch ausgewachsene Tiere ab.
Bei den Katzen selbst habe ich sehr gute Erfahrungen mit Flohpuder gemacht. Den Puder einfach ins Fell reiben (meine Miezen geniessen diese "Zusatzstreicheleinheiten" und schnurren noch dabei). Nach einer kurzen Einwirkzeit dann die toten oder zumindestenst total benebelten Flöhe einfach mit einem Flohkamm auskämmen (naja, da schnurren sie dann leider nicht mehr).
Für die Behandlung der Schlafplätze empfielt sich dann doch der Einsatz eines Flohsprays. Die Fachgeschäfte halten hier auch ein reichhaltiges Sortiment vor. Vom relativ ungefährlichen Bio-Präparat bishin zur chemischen Keule. Für welches Spray man sich entscheidet hängt dann auch von der Stärke des Befalls ab. Allen Sprays haben die Gemeinsamkeit, daß erwachsene Tiere, Larven und auch vor allem die Eier abgetötet werden. Aufgrund der Entwicklungszeiten eines Flohes empfiehlt sich eine Wiederholung der Behandlung nach ca. 4-6 Wochen um einem erneuten Befall vorzubeugen.
Folgenden Tip habe ich selbst ausprobiert obwohl ich es zunächst selbst nicht glauben wollte, aber es funktioniert tatsächlich.
Man stellt einen flachen Teller der mit Wasser gefüllt ist (einige Tropfen Spülmittel nicht vergessen um die Oberflächenspannung abzubauen) mit einem Teelicht in der Mitte als Lockquelle über Nacht in den Raum. Die Flöhe werden durch das Licht angelockt und ertrinken dabei.
Wenn also der kleine Liebling mal "Besuch" mitbringt, keine Panik.
18.09.2000 22:12
Gott sei Dank ist mein Katerchen ein Haustiger und da besteht weniger Gefahr... super ausführliche Meinung. Gruß Sandra alias SSanni