Kaufland Pitahaya

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Kaufland Pitahaya

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exotischer Genuss

5  09.03.2011

Pro:
Schöner Geschmack, lange haltbar, vielseitig verwendbar

Kontra:
Der hohe Preis

Empfehlenswert: Ja 

Turbinefan

Über sich:

Mitglied seit:19.04.2010

Erfahrungsberichte:47

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 85 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo zusammen,

diese Woche ist es wieder soweit, im Netto-Markt (ehemals Plus) wird eine exotische Frucht zum Sonderpreis angeboten. Es handelt sich hierbei um die Pitahaya, eine meiner Lieblingsfrüchte.
Diese etwas skurril aussehende und teilweise noch unbekannte Frucht möchte ich nun etwas näher vorstellen.

Anmerkung
Diese Kategorie lautet zwar „Kaufland – Pitahaya“, gilt aber laut Aussage Ciao-Verantwortlicher für die Frucht allgemein, egal wo sie erworben wurde.
Inhalt des Berichtes:

1. Was ist eine Pitahaya und woher kommt diese Frucht?
2. Wo, warum und zu welchem Preis gekauft?
3. Was ist beim Kauf zu beachten?
4. Aussehen
5. Geruch
6. Geschmack
7. Lagerung
8. Inhaltsstoffe
9. Verwendung
10. Meine Meinung


1. Was ist eine Pitahaya und woher kommt diese Frucht?

Pitahayas sind exotische Kaktusfrüchte, die an einem Kaktus wachsen, der sich durch dreikantige und bis zu fünf Meter lange Zweige auszeichnet. Dieser Kaktus wächst nur sehr langsam, sodass es bis zu 20 Jahre dauern kann, bis es zur ersten Ernte kommt. An den Zweigen bilden sich sehr große, blass-gelbe Blüten die später Früchte austreiben.
Die Hauptanbaugebiete befinden sich in Mittelamerika (Nicaragua) und Südostasien (Vietnam, Thailand).
In den Handel gelangen die Früchte folgender drei Kakteenarten:
- Hylocereus undatus mit weißem Fruchtfleisch und pinkfarbener Schale,
- Hylocereus polyrhizus mit rotem Fruchtfleisch und pinkfarbener Schale,
- Selenicereus megalanthus mit weißem Fruchtfleisch und gelber Schale.

Die Ernte dieser Früchte gestaltet sich sehr zeitaufwendig, da jede einzelne Frucht per Hand von den Kakteenzweigen abgeschnitten und anschließend gesäubert (poliert) wird.
Im Handel konnte ich bisher nur die erstgenannte Pitahaya, auch bekannt als Drachenfrucht oder Pitaya, entdecken.
Da die Früchte sehr druckempfindlich sind, muss beim Transport auf größte Sorgfalt geachtet werden. Die Pitahayas werden so verpackt, dass sie nicht verrutschen, vor Erschütterungen und Reibung, sowie vor Temperaturschwankungen geschützt sind. Der Transport geschieht grundsätzlich per Luftfracht.
So viel mir bekannt ist, werden zur Ernte und Verpackung keine Kinderhände eingesetzt!
2. Wo, warum und zu welchem Preis gekauft?

Da ich bisher nur die pinkfarbene Pitahaya kenne, beziehen

Bilder von Kaufland Pitahaya
  • Kaufland Pitahaya Bild 1
  • Kaufland Pitahaya Bild 2
  • Kaufland Pitahaya Bild 3
  • Kaufland Pitahaya Bild 4
Kaufland Pitahaya Bild 1
Die ganze Frucht
sich folgende Angaben ausschließlich auf diese Sorte.
Wie bereits erwähnt habe ich diese Früchte in unserem Nettomarkt erworben. Grund dafür waren der Angebotspreis und meine Vorliebe für exotische Früchte.
Auch im Kaufland, bei Lidl, Rewe und Edeka ist diese exotische Frucht erhältlich.
Vor etwa zwei Jahren habe ich zum ersten Mal Pitahayas im Laden und dann auch für mich entdeckt.
Die Preise schwanken zwischen 1,11 Euro (Angebot bei Netto), 1,99 Euro (Standard) und 2,99 Euro (Bio-Laden). Also keine billige Frucht. Ich vermute, dass sich der relativ hohe Preis aus der aufwendigen Ernte und dem schwierigen Transport ergibt.
Erhältlich sind Pitahayas ganzjährig und stammen überwiegend aus Südostasien.
3. Was ist beim Kauf zu beachten?

Als erstes ist auf eine leuchtende, glänzende und einheitliche Pinkfärbung zu achten. Die grünen Schuppen an der Frucht sollten noch fest sitzen und der Blütenansatz noch nicht vertrocknet sein.
Grüne und somit unreife Früchte konnte ich bisher noch nicht entdecken.
Bei leichtem Daumendruck auf die Frucht sollte eine kleine Delle entstehen, die sich sofort wieder zurückbildet. Ich vergleiche diesen Test immer mit dem Fingerdruck auf eine prall aufgepumpte Luftmatratze.
Der leichte Druck schadet dem Fruchtfleisch nicht, da es von einer etwa 5 mm starken Schale geschützt ist.
Ein Nasentest ergibt einen etwas säuerlichen, aber frischen Geruch, ähnlich der Mango.
Weiterhin sollte man darauf achten, dass die Früchte einzeln in einer Art Folie verpackt sind und jede für sich eine Kammer im Karton beansprucht.
4. Aussehen

Auffallend sind die verschiedenen Größen und somit auch das unterschiedliche Gewicht der Früchte. Es kann vorkommen, dass ihr Gewicht zwischen 350 und 550 Gramm schwankt. Meine gestern erworbene Pitahaya brachte stolze 518 Gramm auf die Waage.
Die ovalen Früchte weisen eine Länge von 8-13 cm und eine Breite von 6-8 cm auf.
Aufgeschnitten zeigt sich das grau-weiße Fruchtfleisch, welches geleeartig glänzt. In diesem Fruchtfleisch sind hunderte, ganz kleine essbare Samen zu sehen.
Die Innenwand der Schale ist ebenfalls pinkfarbend und sieht sehr dekorativ aus.

5. Geruch

Wie bereits erwähnt duftet eine ganze Frucht etwas säuerlich, aber sehr frisch, ähnlich der Mango. Im aufgeschnittenen Zustand entwickelt sich noch ein aromatischer Duft nach Kiwi oder überreifen Kernobst.
6. Geschmack

Auffallend ist der extrem frische Geschmack, der etwas süß-säuerlich unseren Gaumen erfreut. Die vielen kleinen Samen wirken nicht störend, geben dem ganzen eher einen „crunchy-gen“ Biss. Die Pitahaya hat keinen Nachgeschmack, wirkt trotz der vorhandenen Säure etwas geschmacksneutral, aber ungemein erfrischend.
Unter Anwendung kleiner Tricks, können die Geschmacksaromen einer Pitahaya noch mehr herausgekitzelt werden. Man sticht mehrmals mit einer Rouladennadel o.ä. in das Fruchtfleisch, streicht dann ein klein wenig Honig darauf und lässt diesen etwa 10 Minuten einwirken. Honig lässt sich auch wunderbar durch Rum ersetzen, Genuss pur!
Die Schale der Frucht ist nicht zum Verzehr geeignet.

7. Lagerung

Die reifen Früchte können trotz ihrer Empfindlichkeit über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden. Bei Zimmertemperatur beträgt die Aufbewahrungszeit bis zu 12 Tage und gekühlt bis zu drei Wochen. Allerdings sollte man täglich kontrollieren, ob sich die Schale verfärbt oder braune Stellen entstehen. In diesem Fall ist ein sofortiger Verzehr notwendig. Auch der Stiel- bzw. Blütenansatz ist auf Fäulnisbildung zu untersuchen.
Im Haushalt lagert man die Pitahaya am sichersten auf einem weichen Tuch.
8. Inhaltsstoffe

Die Pitahayas bestehen zu etwa 90% aus Wasser. Sie enthalten sehr viel Eisen, Kalzium und Phosphor, sowie die Vitamine B, C und E. Dadurch haben diese Früchte auch eine große Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden, denn sie unterstützen den Sauerstofftransport und dessen Speicherung, sowie die Stärkung der Knochen des Menschen.
Der Brennwert beträgt 36 kcal (151 kjoule) pro 100 Gramm. Dazu 1 Gramm Eiweiß, 0,4 Gramm Fett und 7,1 Gramm Kohlenhydrate, ebenfalls pro 100 Gramm.
Ob die vielen Samenkörnchen wirklich die Verdauung fördern, konnte ich noch nicht feststellen. Vielleicht tritt diese Wirkung auch erst bei übermäßigem Genuss ein.

9. Verwendung

In den Anbaugebieten wird die Pitahaya hauptsächlich zu Dekorationszwecken in der Gastronomie verwendet.
Hier zu Lande wird diese Frucht im frischen Zustand verzehrt. Zumeist wird sie halbiert und das Fruchtfleisch mit einem Löffel entnommen.
Es besteht auch die Möglichkeit die Pitahaya zu schälen. Dazu wird sie in Scheiben geschnitten und dann vorsichtig geschält. Fruchtsaft tritt hierbei nicht aus.

Natürlich kann die Pitahaya auch in Kombination mit anderen Lebensmitteln verzehrt werden. Der Phantasie des einzelnen sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Hier mal ein paar Tipps von mir!

Bereits erwähnt habe ich das Bestreichen bzw. Beträufeln mit Honig oder Rum.
Hervorragend schmecken in Parmaschinken gewickelte Fruchtstücke oder herzhafte Käsestücke auf einer Scheibe Pitahaya.
Pitahayascheiben verwende ich auch als Belag auf Brötchen. Die Brötchenhälften bestreiche ich leicht mit Honig oder Marmelade und lege darauf die Fruchtscheiben. Wer lieber Butter mag, kann den Honig auch weglassen.
Auch in Verbindung mit anderen Obstsorten schmecken diese Früchte super, z.B. im Obstsalat. Allerdings sollte man die Früchte erst kurz vor dem Servieren hinzugeben, da sie sonst ihren Eigengeschmack verlieren, so jedenfalls meine Erfahrung.
Pitahayas sollte man auch niemals aufkochen. Ich habe es einmal getan und nie wieder. Das Fruchtfleisch zerfällt, verliert an Farbe und hat null Geschmack.

Ein kleines Rezept für ein Dessert mit Pitahayas (Eigenkreation)

1 große Pitahaya
1 halbe Honigmelone
1 Zitrone
200 Gramm Puderzucker
3 Esslöffel Orangenlikör oder Rum

Die Pitahaya halbieren und dann quer in Streifen schneiden.
Schale entfernen und die Scheiben nochmals halbieren
Honigmelone schälen und Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden.
Die Schale der Zitrone mit einer feinen Reibe abreiben.
Den Puderzucker mit 300 ml Wasser mischen, unter Rühren aufkochen und bei geringer Hitze etwa 3 Minuten einkochen lassen. Topf vom Herd nehmen.
Den Likör bzw. Rum und den Abrieb der Zitrone dazugeben, leicht verrühren und etwa 3 Minuten abkühlen lassen
Die Früchte (Pitahaya und Melone) in eine Schüssel geben und die Flüssigkeit darüber gießen.
Nach dem Abkühlen das Ganze etwa noch 2 Stunden ziehen lassen und dann genießen.

Den Alkohol kann man auch durch Orangen- oder Erdbeersaft ersetzen.
Dieses Dessert lässt sich durch Zugabe von Vanille- oder Zitroneneis aufpäppen.

10. Meine Meinung

Wer diese Frucht noch nicht kennt, sollte dies einmal nachholen. Obwohl das Fruchtfleisch eher geschmacksneutral ist, hat es einen besonderen Geschmack. Hört sich zwar verwirrend an, aber entspricht den Tatsachen. Besonders in den Sommermonaten wirkt die Pitahaya erfrischend und durstlöschend.

Leider ist der Preis für eine einzelne Frucht doch sehr hoch, so dass ich auf einen täglichen Verzehr verzichte. Gekauft wird die Pitahaya wenn sie im Angebot (so wie diese Woche) ist oder zu besonderen Anlässen.

Beim Kauf sollte man durchaus auf die Größe der Früchte achten, denn im Geschmack gibt es keine Unterschiede. Die abgebildete Pitahaya hatte ein Gewicht von 518 Gramm, wobei die Schale 195 Gramm wog. Ich habe das mal extra ausgewogen, damit ihr wisst wie viel Fruchtfleisch enthalten ist. Ich halte grundsätzlich Ausschau nach großen und schweren Früchten, schließlich gilt hier der Stückpreis.

Das bizarre Aussehen der Früchte machen sie zum Hingucker eines jeden Obstkorbes oder Büffets.
Die pinkfarbene Schale wirkt sehr dekorativ und einladend.

Trotz des hohen Stückpreises kann ich die Pitahaya jedem empfehlen. Für den täglichen Obstgenuss sind genug andere, vor allem kostengünstigere Sorten im Handel erhältlich.

Ich bedanke mich für die Lesungen, Bewertungen und Kommentare


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
t.schlumpf

t.schlumpf

19.07.2011 09:12

Mal wieder eine Schuld weniger ;o)

NanaM

NanaM

03.04.2011 09:38

:-) lg.

NanaM

NanaM

02.04.2011 09:29

Dank deines Berichtes bin ich jetzt um einiges an Wissen reicher geworden. Im Grunde genommen liebe ich exotische Früchte, aber bei mancher Sorte - wie z. Bsp. die hier - getraue ich mich nicht ran, weil ich nicht weiß, wie man sie isst und wofür man sie verwenden kann. Daher ist dieser Bericht für mich auch besonders hilfreich, was ich dann heute Nacht zum Ausdruck bringe. lg. rosi

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