Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
SEHR VIEL - gelungene Gefühlsschilderungen, stimmige japanisch/aztekische Welt, spannend |
| Kontra: |
Mitunter wird Mara zuviel Bruch der Traditionen straflos gestattet |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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... der auf der Welt Midkemia entstand, wird Kelewan genannt.
Ich empfehle hier jeden Leser dieser Rezension, sich zuerst über die Midkemia Saga von Raymond E. Feist zu informieren, da in dieser quasi die Idee und die Grundlage für diese Bücher gelegt wurde - unbedingt kennen muß man sie nicht, es erhöht aber das Lesevergnügen, zuerst die vom Stil anders gehaltene Midkemia Saga gelesen zu haben.
Kelewan ist eine Welt, die eine Mixtur der japanischen Samurai-Kultur und aztekisch angehauchten Glauben und derselben Kleiderordnung (Federschmuck-Helme, ansonsten recht nackt und Sandalen oder wallende Seidengewänder, die eher typisch japanisch sind) darstellt.
Pferde gibt es hier im Gegensatz zum mittelalterlichen Midkemia nicht, sie werden wie von den Azteken die Pferde des Hernando Cortez als schreckliche Ungeheuer angesehen. Auch die Götter Turakamus, des Todesgottes, und Hantukamas, eines Gottes des Lebens, und ihre Priester die vor Menschenopfern und rituellen Nackttänzen nicht zurückschrecken, passen in dieses Bild.
Etwas unpassend ist, das die in den ersten beiden Bänden nicht auftauchenden Pferde auf den Covern sind, die auf Band Zwei gar eine reitende Jeanne d'Arc ähnliche Figur zeigen - wohin gegen die letzten beiden Bände absolut passend zum Geschehen die Hauptfigur Lady Mara in einer Acomagrünen Robe und den Kaiser in Weiß und Gold zeigen. Die beiden ersten Cover passen auf alle Fälle in keinster Weise zum Inhalt, während danach man sofort Bezüge durch die Cover herstellen kann.
Gemäß dem Samurai-Kodex ist EHRE etwas unheimlich wichtiges - so auch auf Kelewan, wo seit 91 Generationen der Kaiser der Tsurani (Bewohner Kelewans), das Licht des Himmels (entsprechend dem jap. Tenno), herrscht.
Der Hohe Rat regiert das Land, bestehen aus den Lords der Shinzawai, der Minwanabi, Anasati und anderen Clans und Familien wie den Xatectas, und mehreren großen Clans die mehrere Familien vereinen, wie den Clan Hadama, dem auch die Familie der Acoma, die der Partei des Jadeauges verbunden ist, angehört.
Diese Lords intrigieren gegeneinander, führen ihre Blutfehden - Mord ist legitim, solange keine Tradition offen gebrochen wurde, wird einem solch klugen Kopf sogar Respekt gezollt.
Sklaverei und Kastenbewußtsein sind auf Kelewan allgegenwärtig - ein Sklave wird Zeit Lebens ein Sklave bleiben, Aufstieg ist nicht möglich. Verliert ein Haus seine Ehre oder wird geschlagen, werden alle Bediensteten zu rechtlosen Grauen Kriegern, das Land wird versalzen und zerstört, der Natami, der Seelenstein der Familie, vergraben auf das er nie wieder das Sonnenlicht erblicke...
Über oder neben all dem arbeitet im Hintergrund die Versammlung der Magier - die sogenannten Erhabenen hüten Geheimnisse und stehen außerhalb des Gesetzes, sind nur den Göttern Rechenschaft schuldig und sollen dem Ruhm und der Sicherheit des Kaiserreiches dienen.
Weder der Kriegsherr noch sein Kaiser, der mehr formelle und religiöse Bedeutung hat, können einem Erhabenen widersprechen. Das solche absolute Macht gefährlich ist, sieht wohl jeder...
Doch vorerst ist es anderes, das dem Haus Acoma droht:
Mara, vorbereitet auf ein Leben im Tempel, wird zur Erbin der Acoma - ihr Vater Lord Sezu und ihr Bruder Lanokota wurden durch eine Intrige der Minwanabi mitsamt dem größten Teil der Hausmacht der Acoma in eine tödliche Schlacht auf der Welt Midkemia geschickt - alle fanden den Tod.
Nun liegt es an Mara, mithilfe ihrer Amme und Beraterin Nacoya, ihrem Leibwächter Papewaio und den Kommandeur Keyoke die Acoma am Leben zu erhalten - Papewaio darf sie gleich zu Beginn vor einem Tong-Attentäter im heiligen Hain der Acoma retten, was ihn zum Toder verurteilt - da nur Acoma in den Hain dürfen neben den Gärtner. Verzweifelt über soviel Ungerechtigkeit für ihren Lebensretter, beugt Mara die Tradition und läßt ihn das schwarze Band des zum Tode verurteilten tragen - den Tag der Hinrichtung verschiebt sie jedoch auf unbestimmte Zeit, und erhält so einen treuen Diener das Leben und seine Ehre...
Einer ihrer ersten Geniestreiche ist, Graue Krieger, die ihre Needra-Weiden unsicher machen, zu stellen und im Bruch mit Traditionen den ehrenhaften unter ihnen eine zweite Chance zu geben.
Das gelingt - der ehemalige Tuscai-Truppführer Lujan und der Supai Arakasi, Chef des nun brachliegenden Agenten-Netzwerkes der Tuscai die durch die Minwanabi vernichtet wurden, schließen sich freudig und in tiefer Treue Lady Mara an.
Doch noch immer sind die Acoma schwach. Ihr zweiter Streich wird eine Allianz mit den riesengroßen intelligenten Ameisen Kelewans sein - den Cho-ja. Eine neue Königin ist von Maras Einsicht in fremdartige Lebensweisen so angetan, das sie ihr auf das Land der Acoma folgt - die Cho-ja sind eine hervorragende Verteidigungsarmee und stellen wertvolle Dinge her, die kein Mensch so fein herstellen könnte - und graben auch nach den auf Kelewan seltensten Metallen.
Eine Goldmünze die auf Midkemia schon wertvoll ist, würde auf Kelewan wohl reichen um ein großes Haus ein Jahr lang alle Ausgaben decken zu lassen.
Trotz allem Geschick muß Mara gegen ihr Herz einen Sohn der Anasati, Buntokapi, heiraten. Diese Allianz gewährt ihr Schutz vor den Minwanabi.
Doch der Anasati ist kein guter Ehemann, und schon bald wird sich Mara seiner durch eine fiese List entledigen...
... danach kommt es zum Konflikt mit dem Minwanabi, dem Mara wieder unkonventionell lösen kann und jede gegen sie gesponnene Intrige in einen Sieg für die Acoma wenden wird.
Nun vermischt sich die Geschichte in den Bänden 3 und 4, die im englischen Original ein Band sind und im deutschen wieder gesplittet wurden, mit den Ereignissen die Pug auf Kelewan verursachte:
Mara verliebt sich in ihren midkemischen Sklaven Kevin, gegen den Willen ihrer Beraterin Nacoya... dieser stellt bald seinen Wert unter Beweis, und die durch Pug begonnene Revolution in der Arena des Kaiserreichs zieht weitreichende Konsequenzen nach sich - der Kriegsherr Almecho wird gestürzt, und Maras Erfolge münden schließlich im Triumph über die Minwanabi und der Auszeichnung als "Gute Dienerin des Kaiserreichs", und großer Macht für die Acoma, die den Kaiser zusammen mit dem Haus Shinzawai (in dem Pug Sklave war wie wir wissen) in seinem Reformkurs unterstützen.
Der letzte Band ist im deutsche wieder zweigeteilt und hier wird viel gemeuchelt - Maras Supai Arakasi wird den Hamoi Tong, den Meuchelmördern Kelewans die Stirn bieten, und in einem atemberaubenden Finale wird Mara mit ihrem Mann Hokanu schließlich sogar mit Hilfe der Cho-ja (wie was? - lest selbst <g>) die Versammlung der Magier entlarven ob ihrer Selbstgefälligkeit und Grausamkeit, und die Geschichte und Kultur des Kaiserreichs gegen alle Widerstände für immer verändern.
Spannende Handlung und Intrigen werden durch Janny Wurts an der Seite Feists aufgewertet - Maras Gefühlsleben von einer Frau beschrieben zu wissen kommt wesentlich besser rüber als die vergleichsweise primitiv gehaltene Liebe von Prinz Arutha zu Anita in der Midkemia Saga. Auch weiß die traditionsreiche Welt Kelewans und ihre Charaktere wie Keyoke, Lujan, Arakasi und Kurtisanen wie Teani zu gefallen, auch haben die Gegenspieler Maras wie Desio, Tasaio und Jiro einiges auf dem Kasten...
Wenngleich im 4. deutschen Band etwas Handlung mangelt, geht es nach langsamen Vorantasten im 5. Band im 6. richtig zur Sache, die beiden ersten Bände sind extrem faszinierend beschriebener Aufstieg der Acoma. Das Finale ist so spannend, das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte, wenngleich hier viele Freunde Maras und auch einige ihrer Kinder sterben werden... wer genau, werde ich hier nicht verraten.
In der Qualität liegt die Kelewan Saga deutlich über der Schlangenkrieg- und der sehr schlechten Krondor-Saga, und übertrifft je nach Geschmack sogar die Midkemia-Saga.
Janny Wurts gibt Feists Welt tiefe Gefühle und das Duo ist sehr erfolgreich, diese Welt gefällt und fasziniert.
Wem Intrigenspiele Kopfschmerzen bereiten, keine Angst, Maras Charme und die spannende Handlung ließen sogar mich meine Abneigung gegen ewige Intrigereien vergessen. Die Traditionen und Intrigen der Tsurani werden nicht zum alleinigen Inhalt, der spannend und furious voranschreitet, bis auf eine gewisse Durststrecke im 4. Band und im 5., die Bände 1-3 und der 6. sind rundum gelungen und eine Freude für jeden Fantasy-Fan. Normalerweise finde ich japanisch angehauchte Kultur eher langweilig, doch mit Lady Mara und Feistschen Erzählkünsten wurde sie sogar mir nahegebracht.
Vom Stil anders als die Midkemia Saga, sollte die bis auf die letzten zwei Bände von Magie recht freie Kelewan Saga jenen gefallen, die auf spannende Geschichten und fremde Kulturen stehen.
Der Humor und Gefühle kommen dann Janny Wurts nicht zu kurz... :)
Vorsicht, einmal mit dem Lesen angefangen, wollt ihr sicher gar nicht mehr aufhören - trotz kleiner Mängel, die Mara manchmal ziemlich leicht uralte Traditionen brechen lassen, ist die Geschichte unheimlich spannend und fesselnd.
Meine klare Empfehlung, Midkemier, lest mehr über die Welt der Tsurani, zu Ehren des Hauses Acoma!
| weitere Erfahrungsberichte |
Kelewan-kein echter Feist
Bewertung für Kelewan Saga 1-6 / Raymond Feist von
StephanS
Pro: Exzellent beschriebene Intrigen und "Welt"
Kontra: streckenweise zuviel davon->langeweile
...Ich bin absoluter Fan der Midkemia und Schlangenkrieg Saga. Deswegen hat mich die Kelewan Saga ein wenig enttäuscht. In dem Buch gibt es zu viele Durststrecken, als dass es als durchgehend sehr gut bezeichen zu können. Hauptsächlich geht es um die Clan-Fü ...
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sehr hilfreich
19.02.2000
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Überirdisch
Bewertung für Kelewan Saga 1-6 / Raymond Feist von
Justus
Pro: Schilernde Beschreibung einer fazinierenden Gesellschaft
Kontra: absolut keine
Raymond Feists und Janny Wurts Kelewan Saga ist auf der Midkemia und der Schlangenkrieg Saga aufgebaut. Die Bücher 1-6 zeichnen ein sehr gelungenes Bild zwei grundverschiedener Gesellschaften, die durch einen "Dimensionsspalt" miteinander verbunden sind. ...
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sehr hilfreich
07.12.1999
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Die Kelewan Sage die Beste Sage von Raymond Feist
Bewertung für Kelewan Saga 1-6 / Raymond Feist von
Thomas-K
Pro: Spannend bis zum Schluß
Kontra: nur 6 Bücher
Die Kelewan Sage ist meiner Meinung nach die beste Saga der 4 die Raymon Feist geschrieben hat. Es geht um die Junge Frau Mara die eigentlich mit 18 Jahren in den Tempel der Lashima eintreten will. Aber da ihr Bruder und Vater durch einen Verrat, im Krieg ...
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sehr hilfreich
17.07.2000
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Das Paradies der Intrigen
Bewertung für Kelewan Saga 1-6 / Raymond Feist von
VanCruel
Pro: durch die vielen intrigen sehr interressant zu lesen
Kontra: keine helden irgendwie
Die Kelewan Saga ist Raymond Feists dritte saga in der reihe von "midkemia".
Sie schliesst zwar nicht direkt an seine beiden anderen sagen, Die Midkemia Saga und die Schlangenkrieg Saga an, ist jedoch eng mit ihnen verbunden und bietet so manche sache au ...
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sehr hilfreich
14.08.2000
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Und Feist schreibt und schreibt...
Bewertung für Kelewan Saga 1-6 / Raymond Feist von
Lameth22
Pro: -
Kontra: lieber mehr Midkemia Romane
Zwar nicht so gut wie die Midkemia Romane aber trotzdem guter Lesestoff.
Inhalt:
Nur wenige Gongschläge trennen Mara von einem Leben hinter Klostermauern, da erfährt sie, daß ihr Vater & ihr Bruder auf der barbarischen Welt Midkemia im Kampf getöt ...
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sehr hilfreich
11.11.2001
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