Kelwitts Stern / Andreas Eschbach

Kelwitts Stern / Andreas Eschbach

ISBN: 9783404232321 - Verlag: Bastei Lübbe mehr

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Auf dem Planeten Jombuur, in den Tiefen der Milchstraße, ist es üblich, jedem Neugeborenen einen Stern zu schenken. Später dann besucht der junge Jomburaaner seinen Stern, um dort...
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1-6 von 9 Erfahrungsberichten    
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Außerirdischer mit Delphinkopf gesucht!
Erfahrungsbericht von Tiriki über Kelwitts Stern / Andreas Eschbach
04.10.2005


Produktbewertung des Autors:   

Niveau leichte Kost 
Unterhaltungswert sehr hoch 
Spannung durchschnittlich spannend 
Wie ergreifend ist die Story? berührt ein wenig 

Pro: sehr humorvoll, leicht und flüssig zu lesen
Kontra: hart an der Grenze zur Übertreibung

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Kelwitts Stern

"Im Idealfall treffen Mythos und Zukunftsbild in einer Geschichte zusammen, und die ist auch noch spannend zu lesen. So wie bei Andreas Eschbach."
Titus Arnu, Süddeutsche Zeitung

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Inhalt:
Auf dem Planeten Jombuur ist es Sitte, dass jeder Neugeborene einen eigenen Stern geschenkt bekommt. Kelwitt, unserm jungen, jombuuranischen Protagonist, wurde von seinen "Brütern" (so etwas wie Eltern) die Erde geschenkt und gegen deren Willen, möchte der wissensdurstige Kelwitt seinen "Stern" besuchen. Orakelfahrt, wird das genannt, denn die Eigenschaften des Sterns geben, so heißt es auf Jombuur, Hinweise auf die Zukunft des Sternenbesitzers.
Also macht sich Kelwitt, der die Weltraumfahrer seines Volkes sehr bewundert, mit einem Orakelbuch auf den Weg zur Erde. Zur Seite bekommt er einen "Spangencomputer" gestellt, der auf seinem Rücken befestigt und an sein Nervensystem angeschlossen, Kelwitt mit Rat und Tat zur Seite steht. Die beiden werden in einer kleinen Flugkapsel in Sichtweite der Erde ausgesetzt und sollen, so ist der Plan, nach einigen Tagen wieder abgeholt werden. Kelwitt jedoch ist hellauf begeistert und möchte unbedingt näher an seinen "Stern", bzw. Planeten. Tik, dem besagten Computer, gelingt es daraufhin nicht, zu verhindern, dass Kelwitt zu übermütig wird und so stürzt Kelwitt über Süddeutschland ab. Bei seiner Bruchlandung, mitten in einem Heuschober, verursacht er unter den Bewohnern des verschlafenen Dörfchens große Verwirrung. Auch ein deutscher Geheimdienstangestellter ist schon auf dem Weg. Doch Kelwitt hat Glück im Unglück, denn er wird von Vater und Tochter Mattek gefunden und lebt bei deren Familie zunächst in Sicherheit. Doch diese trügerische Sicherheit währt nicht lange, denn schon seit seinem Eintritt in die Atmosphäre sind zwei Geheimdienste hinter ihm her…

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Personen:

Kelwitt
Der junge Jombuuraner ist neugierig und voller Tatendrang. Auf seiner Orakelreise stürzt er auf die Erde und setzt dort deutsche, wie amerikanische Geheimdienste auf ihn an. Bei Matteks fühlt er sich zwar wohl, aber er hat Mühe, die seltsamen Erdenbewohner zu verstehen. Dinge wie tägliche Mahlzeiten, weiche Sitze oder Sex sind ihm völlig unbekannt und verwirren ihn. Nach und nach findet er sich zwar zurecht, doch aufgrund seiner Anatomie kann er nicht auf der Erde bleiben.

Sabrina Mattek
Die missratene Tochter der Matteks ist schon von mehreren Internaten geflogen und eine regelrechte Nymphomanin. Sie selbst sagt zu letzterem Vorwurf, sie "hätte auf dem Internat nichts besseres zu tun gehabt" und auch Kelwitt ist zunächst vor ihr nicht sicher. Alles in allem ist Sabrina aber durchaus sympathisch. Sie hilft Kelwitt sich zurecht zu finden und setzt, als es Ernst wird, alles für ihn auf Siel.

Nora Mattek
In der stillen Hausfrau steckt mehr, als der Leser zu Anfang denkt. Sie war in ihrer Jugend in einer ominösen Sekte, deren Führer Selbstmord begingen und als Kelwitt auftaucht, holen Nora Mattek diese, verdrängten Erinnerungen immer mehr ein.

Wolfgang Mattek
Er ist Besitzer einer Feuerwerksfabrik und gerade, vor dem anstehenden Jahrhundertwechsel (Silvester 2000) hat er alle Hände voll zu tun. Eigentlich will er ein ruhiges, beschauliches Leben führen, aber als Kelwitt kommt ist es mit der Ruhe vorbei.

Thilo Mattek
Auch Thilo, mitten in der Pubertät, ist in den Augen seiner Eltern nicht unbedingt gut geraten. Grund dafür, er liebt eine mindestens 20 Jahre ältere Frau, die in einem Wohnwagen lebt und Wahrsagerin ist.

Natürlich gibt es noch mehr interessante Persönlichkeiten, z.B. einen deutschen Geheimagent, den keiner für voll nimmt, einen Arzt, der unbedingt ins Fernsehen möchte und eine Wahrsagerin, die das nahe Ende prophezeit. Dieser bunte Mix regt oft zum Lächeln an und die einzelnen Charaktere sind dennoch nicht überzeichnet.

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Bewertung:
Zunächst wird Leser mitten ins Geschehen auf den Planeten Jombuur gesetzt und hat Mühe, sich zu Recht zu finden. Namen, Gegenstände, Sitten und Gebräuche werden nicht erläutert, man braucht wirklich ein wenig, um manches zu verstehen. Ob das nun negativ oder positiv ist, muss jeder selbst wissen. Mir hat es zwar einiges an Konzentration abverlangt, doch als störend, habe ich es nicht unbedingt empfunden, denn durch die Augen Kelwitts dessen eigene Welt zu sehen gefiel mir besser, als bestimmte Dinge vom Autor direkt erläutert zu bekommen.
Auch, dass die Idee alt ist (bestes Beispiel ET) hat mich nicht gestört. Das Thema ist zwar aufgegriffen, wird aber ganz anders behandelt.
Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil. Locker, flockig, ließt sich Seite um Seite. Sowohl der leichte Sarkasmus, als auch die vollkommen verschiedenen Charaktere lassen einen des Öfteren schmunzeln.
Dass so viele unterschiedliche Charaktere beschrieben werden, ist wieder ein großes Plus für mich, auch wenn der Autor sich mit der Verrücktheit der einzelnen Personen eine Gratwanderung zwischen Unterhaltung und Übertreibung unternimmt.
Dennoch, durch eben diese Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten, wird Abwechslung geschaffen und der Leser erfährt viele kleine, amüsante Geschichten. Später bekommen dann alle irgendwie mit Kelwitt zu tun, dadurch wird dieser sehr facettenreicher beschrieben.
Kommen wird zu Kelwitt. Ich mochte ihn von der ersten Seite an. Er ist einfach süß. Ich kann gar nicht genau fest machen, warum ich ihn so mag. Er ist wie ein großes Kind, das die Erde entdeckt und die Wortwechsel mit Tik, seinem Spanngencomputer, der auf der Erde Kelwitts Dolmetscher ist (Jomburaner "sprechen" im Ultraschallbereich), sind witzig und aufschlussreich. Kelwitt, der einem Delphin ähnelt, ist gut beschrieben und auch ohne Zeichnungen, kann man ihn sich gut vorstellen.
Der Außerirdischer Kelwitt wird nach und nach zu einem Wesen wie du und ich und das ist für mich, auch im Vergleich zu ET, das größte PLUS dieses Buches. Es ist, als bekäme man einen Spiegel vorgehalten, denn man sieht sich selbst, den Menschen, plötzlich aus einer völlig anderen Perspektive und nach und nach wundert man sich mit Kelwitt über Dinge, die einem bisher ganz selbstverständlich vorgekommen sind. Diese Dinge sind, was dem Autor sehr gut gelungen ist, so beschrieben, dass man selbst über sich lachen kann. Kelwitt, der immer einen Grund für eine Handlung braucht, kommentiert einfach alles und man hinterfragt auf einmal die alltäglichsten Sachen. Aber auch der nötige Ernst geht nie verloren. Einmal z.B. bemerkt Kelwitt sehr traurig, dass die Menschen ihre Umwelt nicht achten und sie zerstören. Dies bleibt aber völlig unkommentiert und so ist es jedem Leser selbst überlassen, sich Gedanken darüber zu machen.
Interessant sind auch die "kleinen Rätsel", die immer dann vorkommen, wenn Kelwitt sich zu recht zu finden versucht. So entdeckt er z.B., dass die Erdenbewohner längliche, braune Stangen essen, die mit Kristallen versehen sind oder dass ein menschliches Auge eine klare Flüssigkeit absondert, um das Gefühl "Trauer" auszudrücken.
Fast etwas zu ausführlich aber immer wieder lustig, ist Kelwitts Werbesprachproblem. Um die Sprache der Erdbewohner zu lernen, musste Tik nämlich nur genug Sprachbeispiele geliefert bekommen, die Kelwitt zunächst allesamt aus dem Werbefernsehen nahm.
Ein weiteres großes Plus ist die Authenzität des Buches. Denn es spielt weder weit weg in den USA, noch sind die Handlungsstränge weit hergeholt. Das Buch hätte auch bei unseren Nachbarn oder uns spielen können, und das zeichnet es aus.
Mit der Taschenbuchausgabe war ich weitestgehend zufrieden, auch wenn mich das Titelbild zunächst etwas abgeschreckt hat und ich auch jetzt noch nicht so recht weiß, was man sich dabei gedacht hat. Der Klappentext ist ok, auch wenn der letzte Satz in die Irre führt. Denn, anders wie dort steht, hat Kelwitt nie wirklich mit der Liebe zu Sabrina zu kämpfen, da er nicht wirklich lieben kann.

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Autor / Andreas Eschbach:

1959 in Ulm geboren, studierte er zunächst Luft- und Raumfahrttechnik in Stuttgart und arbeitete dann als Softwareentwickler. Heute lebt und arbeitet er als freier Schriftsteller in der Bretagne. Für seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer" erhielt er 1996 den Literaturpreis des Science-Fiction Clubs Deutschlands. Bekannt wurde er vor allem mit "Das Jesus Video", welches auch schon verfilmt wurde. Weitere bekannte Romane sind "Eine Billionen Dollar"(2001), "Der letzte seiner Art"(2003) und der jetzt neu erschienene "Der Nobelpreis".

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Fakten:
Mein Buch stammt von....
"Kelwitts Stern" von Andreas Eschbach
Franz Schneekluth Verlag, München
4. Ausgabe 2005 (Mai)
ISBN: 3-404-23232-1

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Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist einfach und herrlich ironisch geschrieben und der Protagonist ist ab Seite 1 sehr sympathisch. Auch wenn man sich nicht für das Thema Außerirdische interessiert - wie ich - sollte man sich diesen kleinen "Schmankerl" nicht entgehen lassen.
   

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...anderem auch das "Jesus Video" verfasst hat. Trotzdem möchte ich die wichtigsten Punkte über den Autor anmerken. Geboren wurde Andreas Eschbach 1959 in Ulm. Er studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete dann zunächst als Software-Entwickler. Dann bekam er ein Stipendium der Arno-Schmidt-Stiftung für hochbegabten Nachwuchs. Sein erster Roman "Die Haarteppichknüpfer" erschien 1995. Mittlerweile sind weitere Romane des Autors erschienen. "Solarstation" 1996 "Jesus Video" 1998 "Kelwitts Stern" 1999 "Quest" 2001 "Der letzte seiner Art" 2003 Momentan lebt Andreas Eschbach als freier Schriftsteller in der Nähe von Stuttgart. Wer mehr wissen möchte, kann sich auf seiner Homepage unter www.andreaseschbach.de genauer informieren. Hier findet man nicht nur alle Werke, Termine für Lesungen sondern auch einige private Seiten über... Bericht lesen

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sehr hilfreich
01.01.1970


Eine Billion Dollar / Andreas Eschbach

Haupteigenschaften

Produktform: Einband - flexibel (Paperback)

Nummer der Ausgabe: 5

Ausgabe: 5., Aufl.

Erscheinungsdatum: 2009

Seitenzahl / arabisch: 448

ISBN: 3404232321

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