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Der Kenwood DVF-N 7080 war die günstigste Alternative, aber mehr als ein Kompromiss ist das Gerät dann leider doch nicht. Allerdings: Wenn Sie mit den Schwächen leben können, wird Ihnen das Gerät viel Spaß machen.
Auf die Standart-Funktionen gehe ich nur kurz ein.
---- DVD - Player ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von westi.says über Kenwood DVF-N 7080 09.12.2005
Produktbewertung des Autors:
Bildqualität
gut
Klang
sehr gut
Bedienung
durchschnittlich
Ausstattung
gut
Zuverlässigkeit
mittelmäßig
Pro:
Gute Bild - und Tonqualität, einfache Einrichtung, vergleichsweise günstig
Kontra:
Unkomfortable PC - Software, nicht alle DVDs lesbar, manchmal Wiedergabefehler bei DivX
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Soviel vorweg:
Ich war auf der Suche nach einem Wohnzimmergerät, das meine als DivX archivivierte Videosammlung von DVD genauso abspielen kann wie auf meinen (sowie ständig laufenden) Server zugreifen kann. Klar ist: das geht am Besten mit einem auf Wohnzimmer getrimmten PC (z.B. mit Via Epia Board und einer Software wie DVBVIewer). Allerdings sind diese PCs deutlich teurer und setzen viel Arbeit in der Einrichtung voraus.
Der Kenwood DVF-N 7080 war die günstigste Alternative, aber mehr als ein Kompromiss ist das Gerät dann leider doch nicht. Allerdings: Wenn Sie mit den Schwächen leben können, wird Ihnen das Gerät viel Spaß machen.
Auf die Standart-Funktionen gehe ich nur kurz ein.
---- DVD - Player ----
Keine Mängel. Alles funktioniert wie man es von einem normalen DVD-Player gewohnt ist. Das Bild ist gut bis sehr gut.
---- CD-Player ----
Der Kenwood hat keine Probleme mit selbstgebrannten Audio-CDs oder kopiergeschützten CDs. Außerdem unterstützt er "Instand On" (CD einlegen und sofort hören, ohne irgendwelche Menüs aufrufen zu müssen). Allerdings ist die Ausstattung im Vergleich zu normalen CD-Playern spartanisch (keine Programmierung der Titelreihenfolge oder keine Random-Funktion ... dazu später mehr)
---- Daten DVD mit DivX oder XVid Videos ----
Grundsätzlich spielt der Kenwood DivX-Filme ohne Probleme auch dann ab, wenn die Tonspur in 5.1 Dolby gespeichert ist. Und grunsätzlich ist die Bildqualität auch sehr gut, ABER:
Meine Videsammlung besteht aus per DVB-T aufgenommen Filmen, die ich dann in DivX codiert habe (mit den jeweiligen aktuellen Pro-Varianten des 5er und 6er Codec). Obwohl der Player von DivX laut Verpackung zertifiziert wurde, entstehen bei einigen Videos während der Wiedergabe Bildfehler.
Entweder bildet sich am unteren Bildrand ein Neon-Grün leuchtender Balken, der dann auch während des gesamten Films hartnäckig sichtbar bleibt, oder am unteren Bildrand verbeiten sich dunkel-lila Blöcke (die dann allerdings beim nächsten Keyframe des Videos verschwinden, und wieder neu vermehren).
Den Bildfehler mit den lila Blöcken kenne ich bereits von dem Gerät, das vor dem Kenwood bei mir im Wohnzimmer stand. Schon damals habe ich in zahlreichen Internetforen nach einer Lösung gesucht. Offenbar hängt der Fehler mit dem auch im Kenwood eingebauten Sigma-Chip zusammen, und wird deshalb auch bei vielen anderen DivX-Playern auftauchen.
----- Kompatibilität zu DVD - Rohlingen ----
Ein Mangel in dieser Kategorie hätte mich beinahe dazu gebracht, den Kenwood zurückzugeben. Während mein vorheriger Player ein echter "Allesfresser" war, verweigert der Kenwood das Einlesen von 12fach oder schneller gebrannten DVD+R - Rohlingen von Verbatim ... und die gelten laut diverser Tests eigentlich als Hochkompatibel.
Ältere Rohlinge - egal ob +R oder -R - die nur 8fach gebrannt wurden, liest der Kenwood auffallend schnell ein. Eine besondere Fehleranfälligkeit bei der Wiedergabe habe ich bislang nicht festgestellt.
---- Netzwerkfähigkeit ----
Auch beim herausragenden Leistungsmerkmal des Kenwood gibt es einige Schwächen.
Die Einrichtung des Netzwerks ging schnell und (fast) reibungslos. Auf dem Windows-PC muss eine mitgelieferte Serversoftware installiert werden, und dann kann man theoretisch Videos, Photos und Musik vom Server mit dem Kenwood abspielen.
Ein kleiner Stolperstein ist die in Windows XP SP 2 eingebaute Firewall. In der muss die Kenwood - Software erst gesondert freigegeben werden, sonst passiert nichts. Allerdings wies ein Beipackzettel zur Anleitung auf diesen Umstand hin, man musste also nicht lange nach einem Fehler suchen. Jeder, der wenigstens schon einmal die Windows-Systemsteuerung benutzt hat, sollte das entsprechend einrichten können.
Punktabzug gibt es bei der Software an sich und bei der Geschwindigkeit.
Der Kenwood benötigt jedesmal ziemlich viel Zeit (> 1 Minute), bis der Server gefunden wurde. Nicht nur beim ersten Zugriff, sondern immer dann, wenn man den Netzwerkmodus verlassen hat und ihn neu startet. Das nervt etwas. Außerdem entstehen beim Aspielen von Musik zwischen den einzelnen Titeln relativ lange Pause (ca. 3-4 Sekunden). Da ist man von der einfachsten Windows-Software wesentlich besseres gewohnt!
Die Sever-Software empfinde ich als mangelhaft, allerdings mag sie für viele Benutzer ausreichend sein.
Der Teil der Bedienungsanleitung für die Software ist dramatisch schlecht übersetzt und schlecht aufgebaut. Mein Tipp: einfach selbst probieren und diesen Teil der Anleitung ignorieren .... sie verwirrt nur.
Meine Vorstellung war: Ich sage dem Server, auf welche Verzeichnisse der Festplatte er zugreifen soll, und dann spielt er sie einfach ab. Falsch gedacht. Beim Kenwood muss man für meine Begriffe erst sehr umständlich einzelne Dateien oder Verzeichnisse in spezielle "Server-Verzeichnisse" kopieren (allerdings werden die Dateien selbst glücklicherweise nicht kopiert).
Das hat vielleicht für einige den Vorteil, dass man sich damit gleich eigene Playlisten zusammenstellen kann, für meine persönliche Art der Sortierung ist das aber unbrauchbar. Außerdem registriert die Server-Software Veränderungen auf der Festplatte nicht. Kommt eine neue Datei hinzu, muss man diese erst wieder von Hand freigeben. Das ist vorallem dann wenig komfortabel, wenn der PC als Videorecorder benutzt wird und man sich auf dem Kenwood einfach nur die neuen Aufnahmen ansehen will. Man muss sie eben jedesmal neu freigeben, und erst dann funktioniert es.
Außerdem weigert sich der Kenwood, Dateien abzuspielen, wenn der Dateiname zu lang wird. Hier scheint die Grenze bei 58 Zeichen inklusive Pfad (z.B. c:\eigene musik\ ...) zu liegen.
Alle beschriebenen Schwächen hätte man umgehen können, wenn der Kenwood mit der zahlreich auf dem Markt (teilweise sogar kostenlos) erhältlichen Medien-Server-Software kompatibel wäre. Ist er aber leider nicht. Obwohl Kenwood den Softwarestandart Upnp mitentwickelt hat, hält sich das Gerät in der aktuellen Firmware-Version scheinbar nicht daran.
Solange sich daran nichts ändert, bleibt leider auch die Einbindung von Internetradio oder Wiedergabe des Bilds vom DVB-T / -S / -C Empfänger im PC (ohne Aufnahme) mit dem Kenwood leider nur ein Traum. Technisch wäre das ohne große Probleme möglich.
---- Random-Funktion ----
Für mich die größte Unverständlichkeit. Zwar gibt es auf der Fernbedienung eine Taste dafür, allerdings ist die - auch laut Bedienungsanleitung - nur bei der Wiedergabe von DVD-Videos aktiv.
Es ist also NICHT möglich, Titel von Audio CD, MP3 CD oder auch vom Server in zufälliger Reihenfolge wiederzugeben.
---- Auslieferungszustand ----
Obwohl ich den Kenwood im November 2005 gekauft habe, wurde mir ein Gerät mit der ursprünglichen Software und Firmewareversion geliefert. Ein Update ist zu empfehlen, was aber mit einer Verbindung zwischen PC und Kenwood reibungslos funktionierte.
----- Bislang nicht getestet ----
Mangels entsprechender Dateien kann ich in diesem Test nichts über die Wiedergabe von DivX Version 3, XVid und Fotos schreiben
Pro: Spielt einfach nahezu alles ab, Multitalent Kontra: lange Startzeit
-- Prolog --
Der Kenwood DVF N7080 ist weit mehr als nur ein DVD Player, integriert in ein Netzwerk wird dieser Player zum Multitalent. Man braucht also keinen Mini-PC im Wohnzimmer. Das macht alles dieser Player. Er ist in zwei Farbvarianten erhältlich, ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich