Kfz-Verschleiß - Tipps & Tricks

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Cabriodach prüfen und warten Aussehen und Lebensdauer eines Faltverdecks hängen weitgehend von sachgemäßer Pflege und Wartung ab. So sollte man vor allem die Gummiabdichtungen regelmäßig mit Talkum, Gummipflegemittel oder Silikonspray behandeln. Quietschende Geräusche des Gestänges lassen ... Bericht lesen





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Cabriodach prüfen und warten
Erfahrungsbericht von Auto-Hilfe über Kfz-Verschleiß - Tipps & Tricks
14.12.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Man kann vieles allein machen
Kontra: Ein wenig Geschick muss da sein

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Cabriodach prüfen und warten

Aussehen und Lebensdauer eines Faltverdecks hängen weitgehend von sachgemäßer Pflege und Wartung ab. So sollte man vor allem die Gummiabdichtungen regelmäßig mit Talkum, Gummipflegemittel oder Silikonspray behandeln. Quietschende Geräusche des Gestänges lassen sich mit Gleitspray beseitigen.

Cabriolets und Spidermodelle sind in den vergangenen Jahrzehnten in der Kundengunst zunehmend in Ungnade gefallen. Schuld daran war zum einen das in Mitteleuropa häufig unbeständige Klima, aber auch die Tatsache, dass die Dachabdichtung mittels Stoff oder Kunstleder nie perfekt war.
Hinzu kamen noch die Nachteile wie komplizierte Bedienung, hoher Innengeräuschpegel und eine Verschlechterung des Luftwiederstandsbeiwertes nit negativen Folgen für den Kraftstoffverbrauch. So kam es, dass sich bis Anfang der achtziger Jahre viele Hersteller nicht mit der Idee anfreunden konnten, wieder ein Cabrio auf den Markt zu bringen.
Dies hat sich heute grundlegend geändert. Da die Dächer der Cabrio- und Spidermodelle technisch immer besser beherrschbar sind, muß heute eigentlich niemand mehr auf ein offenes Modell verzichten.
Die Nachteile eines unangenehmen Innengeräuschs, das je nach Modell unterschiedlich ausfallen kann, sowie die Nachteile eines höheren Kraftstoffverbrauchs sind allerdings geblieben. Es ist wichtig, dass man sich ab und zu mit dem Cabriodach und dessen Mechanik etwas genauer auseinandersetzt, damit es auf Dauer dicht bleibt.

1. Einstellen der Dachspannvorrichtung

Die Fahrzeugkonstrukteure legen bei modernen Cabrios größten Wert darauf, dass sich das Dach möglichst leicht öffnen und schließen lässt. Dies hat in der Regel bei den neuen Modellen zu zwei kräftigen Griffen rechts und links am oberen Ende der A-Säule geführt, die eine Kombifunktion haben: Das Dach muss mit Hilfe dieser Griffe gespannt, aber auch sicher arretiert werden.
Beim Spannen wird die Dichtigkeit oberhalb der Windschutzscheibe entscheidend beeinflusst. Wenn sich die Moosgummidichtung im Laufe der Zeit setzt, kann im oberen Dachbereich Feuchtigkeit eintreten, oder es werden unangenehme Windgeräusche erzeugt. Deshalb sollte man von Zeit zu Zeit die Dachspannvorrichtung prüfen und einstellen.
Zur Prüfung wird das Cabriodach geöffnet. Dann legt man ein einfaches Stück Zeitungspapier zwischen Moosgummidichtung und Dach und schließt das Dach wieder. Beim Ansetzen der Spannhaken sollte man darauf achten, dass diese nicht allzu locker in ihren Führungen sitzen. Dann wird das Cabriodach durch das Betätigen beider Dachgriffe geschlossen.
Nun versucht man, die Zeitung, die zwischen Dachquerholm und Scheibe eingespannt ist, hin – und herzubewegen. Gelingt dies nicht, ist die Dachspannung korrekt.
Wenn sich beim Öffnen des Daches ein sauberer Abdruck auf der Zeitung gebildet hat, braucht man keine Einstellarbeiten vorzunehmen.
Wenn sich jedoch die Zeitung allzu leicht hin – und herbewegen lässt und außerdem die Fanghaken rechts und links beim Schließen des Daches recht locker in den Führungen sitzen, dann werden die Haken gelöst. Dazu gibt es eine Kontermutter an jedem Haken. Man dreht den Haken etwa eine halbe Umdrehung in den Griff hinein, kontert das Ganze wieder und versucht nun, das Dach erneut zu schließen. Dabei können die Hebelkräfte zunehmen. Auf keinen Fall sollte man Gewalt anwenden.

2. Prüfarbeiten

Bei einem nicht näher definierten Wassereinbruch im Dachbereich sollte man eine Prüfung mit dem Gartenschlauch und der Gießkanne durchführen.
Man nimmt mit einer Taschenlampe im Wagen Platz und bittet einen Helfer, das Cabriodach mit dem möglichst weich eingestellten Wasserstrahl des Gartenschlauches anzuspritzen.
Dabei wird der Strahl so ausgerichtet, das er in etwa dem Regenschauer oder dem vom Fahrtwind verwirbelten Regen entspricht. Man darf keinesfalls seitlich direkt auf die Seitenfenster spritzen, sondern muss immer die normale Strömungsrichtung beachten. An den kritischen Stellen werden sich einige Wasserperlen bilden. Nun kann geprüft werden, wo das Wasser eingetreten ist.
Das Dach muss gegebenenfalls leicht geöffnet werden, damit man die feuchte Spur, die ihren Weg ins Wageninnere gefunden hat, besser erkennt.

3. Ersetzen der Moosgummidichtung

Die eingesetzten Tür – und Cabriodachabdichtungen bestehen aus dauerelastischem Moosgummi. Viele kleine Lufteinschlüsse sorgen dafür, dass sich der Moosgummi elastisch und plastisch an die Dichtstelle anlegt. An der Oberfläche ist das Material kaschiert, damit keine Feuchtigkeit in das Dichtungsmaterial eindringt.
Cabrioaufbauten führen ein reges Eigenleben, denn im normalen Fahrbetrieb scheuert das Dach an der Dichtung. Nach mittlerer bis hoher Laufzeit kommt es zu durchgeschliffenen Stellen, und es dringt Feuchtigkeit in die Moosgummidichtungen ein. Dies führt an frostigen Tagen zu verhärteten Stellen, die zu Beschädigungen am Gummi führen.
Auch UV-Licht schadet den Dichtungen. Das Material wird allmählich bröselig und dichtet nicht mehr; der Moosgummi muss ersetzt werden.
Dazu besorgt man sich die Originaldichtung des Fahrzeugherstellers, denn Moosgummidichtungen sind leider keine billige Meterware.
Die alte Dichtung wird vorsichtig vom Dach oder Fensterholm abgezogen, damit möglichst auch der Moosgummikleber vom Fahrzeug mitentfernt wird. Falls nach der entfernten Dichtung noch Gummiklebereste vorhanden sind, müssen diese mit einem trockenen Tuch abgerubbelt werden.
VORSICHT: Dabei sollte nach Möglichkeit kein Lösungsmittel verwendet werden, damit der Lack nicht beschädigt wird. Nur wenn die Dichtung auf verchromten Leisten aufgebracht war, kann man vorsichtig mit Verdünner oder einem anderen geeigneten Lösungsmittel nachhelfen.
Zum Anbringen der neuen Dichtung verwendet man einen Kontaktkleber nach Angabe des Fahrzeugherstellers. Der Kleber muss ablüften, bevor man die Moosgummidichtung aufsetzt. Nur so erhält man eine sichere Verklebung. Zunächst werden die Karosseriestellen, auf der die Dichtung anzubringen ist, und das Gummimaterial mit Verdünner gereinigt, um fettige Spuren zu entfernen. Ein Helfer hält die Moosgummidichtung auf Spannung. Der Kleber wird nun mit einem Pinsel dünn und gleichmäßig aufgetragen.
Derart präpariert, setzt man die Moosgummidichtung einmal provisorisch auf den zukünftigen Platz am Fenster – oder Türrahmen. Man entfernt die Dichtung wieder. Auf diese Weise erhält man einen Abdruck und weiß ganz genau, wo noch Dichtungskleber aufgebracht werden muss.
WICHTIG: Auf beiden Seiten der Verklebung muss eine gleichmäßige Schicht vorhanden sein.
Nach etwa 20 Minuten ist das Material abgelüftet. Nun heißt es, umsichtig und zügig zu arbeiten, denn einmal aufgedrückt, kann der Kleber nicht wieder getrennt werden.
Zum Aufbringen benötigt man wieder einen Helfer, der die abgelüftete Dichtung von der Karosserie fernhält. Die Dichtung wird auf die Stelle gesetzt, die vom Fahrzeugkonstrukteur dafür vorgesehen wurde. Nasen und Einschnitte an dem Gummiprofil vereinfachen es, die korrekte Lage zu finden. Mit einem sauberen Tuch werden überflüssige Kleberspuren sofort von der Dichtung und von der Karosserie entfernt.
VORSICHT: Auch beim Entfernen frischer Klebereste sollte an lackierten Stellen kein Verdünner oder Lösungsmittel verwendet werden! Dies gilt besonders für neuere Fahrzeuge.

4. Prüfen und Reinigen von Gelenken

Unter der Dachverkleidung des Cabrios sitzen bei modernen Fahrzeugen zahlreiche Gelenke und Spannstreben, die den exakten Sitz des Daches garantieren. Beim BMW – Cabrio fehlt diese Innenverkleidung. Hier kommt man leichter an das Gestänge heran.
Mindestens einmal im Jahr sollte man das Gestänge prüfen und alle gelenke sehr sparsam und vorsichtig mit etwas steifem Fett abtupfen. Für das Aufbringen des Fettes sind Wattestäbchen, wie man sie zum Ohrenreinigen benutzt, sehr gut geeignet. Damit lässt sich das Fett gut auf das gelenk auftragen. Anschließend reinigt man das Gelenk gründlich mit einem sauberen Tuch, damit weder die Dachaußenhaut noch die Dachinnenverkleidung verunreinigt werden.

Auftragen von Öl und Rostsuche

Bei federnden Elementen bringt man ebenfalls etwas Öl auf und kontrolliert, ob sich schon rostige Stellen gebildet haben.
Das Strebenmaterial wird heute zum Teil pulverbeschichtet, verzinkt oder auch nur lackiert. Da sich im Dachbereich manchmal eine Art feuchtes Kleinklima einstellt, können Dachgestänge frühzeitig rosten. Verrostete Dachstreben zieht man mit feinem Schleifpapier ab und bringt etwas Korrosionsschutzlack auf.

Viel Glück   
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Damit die Mäuse im Portemonnaie bleiben!
Bewertung für Kfz-Verschleiß - Tipps & Tricks von yband

Pro: Freut den Geldbeutel
Kontra: Nichts natürlich

Da ich zwei 5-er BMWs fahre, weiß ich sehr gut, wie teuer auf Dauer diese dämlichen Verschleißteile sind! Also habe ich mir einfach mal gemerkt, was am häufigsten ausgetauscht werden musste und mir überlegt, durch was man die Zeitintervalle des Austausc ... Bericht lesen

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25.05.2004

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