Kill Bill - Volume 1 (2003)

Erfahrungsbericht über

Kill Bill - Volume 1 (2003)

Gesamtbewertung (88): Gesamtbewertung Kill Bill - Volume 1 (2003)

 

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Es regnet, es regnet, die Erde wird rot...

4  30.10.2003

Pro:
Sehr geradlinig, kein sinnloses Beiwerk, mitreissend und generell faszinierend

Kontra:
Sicherlich sehr brutal, viel Gewalt, aber nur bedingt ein Kontra

Empfehlenswert: Ja 

BlankAttack

Über sich: Yeah! Visited a moment, left again soon. Live long and Prosper.

Mitglied seit:05.07.2001

Erfahrungsberichte:188

Vertrauende:136

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 217 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo ihr lieben Leute…

Heute, anstatt eines kleinen ??? Berichtes, und vor meinem letzten für die Oktoberaktion, gibt es mal wieder eine kleine Abwechslung! Allerdings ist dies auch kein „normaler“ Produktbericht, zumal ich ja auch eigentlich seit langer Zeit nicht mehr über aktuelle Kinofilme schreibe, sondern quasi das Revival, eines sehr interessanten, kleinen Happenings aus der Vergangenheit.

Einige von euch wissen vielleicht sogar noch, wie ich vor einiger Zeit mit dem Kuhmelkergott persönlich, Senilm genannt, eine Bericht-Kooperation zu einem ganz bestimmten Thema verfasst habe und um die Fortsetzung eben jener, handelt es sich Heute.

Wie auch damals werde ich hier einen Film beschreiben, in diesem Falle eben „Kill Bill vol. 1“ und der Melker vor dem Herrn wird im laufe des Tages seinen Teil dazu beisteuern, indem er den passenden Soundtrack zum Film auseinander nimmt!

Nun also viel Spaß mit meinem Bericht zu getötet werden sollenden Bill und wie gesagt, alle Infos zum Soundtrack dann später bei Senilm.

******************************

Die Story – brutale fatale

Uma Thurman, eine nicht nur Tarantino Fans bekannte Schauspielerin, verkörpert hier die Rolle der „Braut“, welche vor langer, langer Zeit einmal dem Killerkommando „Deadly Viper Assassination Squad“ angehörtem unter dem Codenamen: Black Mamba.

Dieses wurde angeführt und gegründet von eben jenem Bill und natürlich gab es noch weitere Spezialisten für den schnellen Tot in diesen Reihen, darunter O-Ren Ishi (gespielt von: Lucy Liu / Codename: Cottonmouth), Vernita Green (gespielt von Vivica A. Fox / Codename: Copperhead) und Elle Driver (gespielt von: Daryl Hannah / Codename: California Mountain Snake).

Zwar gibt es außer diesen drei Damen und Bill selbst auch noch weitere periphere Mitglieder des Teams, aber auf die komme ich eventuell später noch zurück, dies ist hier erst mal Information genug.

Nun spielte es sich also eines Tages folgendermaßen ab:

Black Mamba alias Uma Thurman alias „Die Braut“, erlebt den Tag ihrer Hochzeit.
Sie ist Schwanger, plant den Mann zu heiraten den sie liebt und ist glücklich und zufrieden.

Das Killerkommando, angeführt von Bill, hat jedoch etwas dagegen einzuwenden und stürmt die kleine Kapelle in der die Trauung stattfinden soll. Die 8 Menschen welche sich darin befinden, werden schnell und effizient getötet , lediglich die Braut wird verschont und in ihrem Schwangeren Zustand schwer malträtiert, geschlagen und auf brutalste Weise misshandelt, bis sie schließlich von Bill mit einem Kopfschuss getötet wird.

Doch wieder erwarten überlebt sie diese Prozedur, was der Sherrif welcher später am Tatort eintrifft durch ein recht eindeutiges Zeichen feststellen kann, sie spuckt ihn an.

Die Braut liegt im Koma und wird in ein Krankenhaus eingeliefert und liegt dort einige Jahre lang, allerdings nur deswegen, weil Bill eine seiner Mörderbienen, Die California Mountain Snake, in letzter Sekunde zurückpfeift als diese die komatöse Braut mit Hilfe einer Giftspritze ermorden will, er sagt dies wäre unter dem Niveau des Teams und obwohl man der Assassinin ihren Zorn deutlich anmerkt, wird die Braut verschont.

Allerdings würde ich dies kaum als Vorteil nennen, denn ein perverser Krankenpfleger, dessen Motto etwas mit seinem Namen „Buck“ zu tun hat und mit einem Wort welches sich auf englisch damit reimt, missbraucht Die Braut nicht nur selber immer wieder, er vermietet sie sogar an andere widerliche Kerle und lässt diese ihre Triebe an ihr ausleben.

Eines Tages plötzlich, erwacht die Braut aus diesem Koma, kurz bevor der Pfleger mit einem neuen „Kunden“ kommt. Sie braucht einige Sekunden um zu verstehen, wo sie sich befindet und verliert nahezu den Verstand, als sie feststellt dass sie ihr Baby verloren hat.
Sie stellt sich schlafend als der Pfleger mit seinem Kunden den Raum betritt und im Laufe der nächsten Minuten, muss nicht nur der sie benutzen wollende Kerl bitter dafür bezahlen, nein, auch Buck bekommt sein Fett weg und macht mehrmals äußerst feste Bekanntschaft mit der Tür des Raumes.

Nachdem die Braut sich halbwegs orientiert hat, schnappt sie sich die Wagenschlüssel des Krankenhauszuhälters und findet sogar dessen „Pussy Wagon“, einen protzigen Pick Up.
Obwohl immer noch teilweise gelähmt von der langen Zeit im Krankenhaus, schafft es die Braut ihre schlaffen Muskeln und Gliedmaßen zu reaktivieren und flieht, um sich wieder zu erholen und ihre Rache zu planen.

So nimmt sich die Braut die Vertrauten, Mitarbeiter und Untergebenen ihres ehemaligen Arbeitgebers Stück für Stück vor, reist quer durch die ganze Welt und muss sich mit immer neuen Problemen auseinandersetzen, auf dem Weg zu ihrem großen Ziel: Bill killen…

******************************

Zur Story:

Nun, manche von euch werden nun meckern und behaupten, ich hätte zuviel Story verraten, jenen möchte ich hier gleich zu Beginn sagen: Glaubt mir, das was ich euch erzählt habe stellt lediglich die Grundlage des geschehenen dar und nimmt zwar auch einige Zeit des Films in Anspruch, aber die wirklich interessanten Sachen des Filmes, habe ich hier nur leicht angerissen.

Wieder andere werden meckern, weil ich eben nur den Hintergrund der Geschichte aufgeführt habe und keinen kleinen Einblick gewährt habe, in die „Gegenwart“ des Filmes, aber seien wir mal ehrlich, erstens würde dies wirklich den Spaß verderben und zweitens: Was soll man da schon groß raussuchen, ich glaube jedes weitere Wort würde zuviel verraten. ;-)

Nun also mal weiter im Text:

Tja, es bleibt mir wohl nicht anderes zu sagen, als dass dieser Film schon von Anfang an, schon bei der grundsätzlichen Vorgeschichte und so ziemlich in seiner Gänze, eine recht große Brutalität herrscht.

Wir haben es hier bei den Hauptpersonen gänzlich mit professionellen Killern zu tun und den Personen in ihrer Umgebung, welche auch nicht wirklich zimperlich oder mit Skrupeln zu werke gehen.

In diesem Film geht es ganz alleine um ein Thema: Rache.
Die Rache einer Frau, die um ihr Leben betrogen wurde, die ihren Ehemann verlor, die ihr erstes und einziges Kind, noch während der Schwangerschaft verloren glaubt und die einige Jahre ihres Lebens im Koma verbringen musste, missbraucht wurde und die einfach allem lebenswerten beraubt wurde.

Rache ist ihr einziges Motiv und Rache treibt sie an. Keine tiefere Moral treibt sie und diesen Film nach vorne, kein erhobener Zeigefinger wird gezeigt, nichts ist wie in 99% der Filme die man so kennt, wir erleben hier eine harte, toughe und vollkommen rücksichtslose Frau (nun ja, bis auf eine Szene vielleicht… *g*) die ihr einmal festgelegtes Ziel geradlinig und ohne zu zögern verfolgt, sich von nichts aufhalten lässt und jeden Schmerz, sei er auch noch so groß, erduldet um sich Genugtuung zu verschaffen.

Viel mehr werde ich hier nicht schreiben können zur Story, denn um viel mehr geht es im Film eigentlich nicht, dies ist der rote Faden, dies ist die Storyline und jegliches Brimbamborium drum herum geht diesem Film vollkommen ab.

Er ist nüchtern, pur gehalten und verliert sich kaum in Nebensträngen, ein grundsätzlicher und mehr als einfacher Plot prägt diesen Film und diesem folgt er quasi vom Anfang bis zum Ende.

Natürlich ist dies sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig, was man ja nun von vielen Filmen Tarantino´s behaupten kann, vor allem wenn sie noch recht neu sind, aber ich kann dem hier nur Vorteile abgewinnen. Es ist wirklich eine „erfrischende“ Abwechslung, sich nicht in unendlich vielen Nebensträngen zu verlaufen, sich ständig zu fragen worum es nun wieder geht und was dies eigentlich mit dem Film an sich zu tun hat und es gibt keine Windungen um zig Ecken und Kurven herum.

Soviel kann ich euch zur Story sagen, zumindest dazu, wie ich sie erlebt habe, und nun kommen wir mal zu einem anderen, wichtigen Part dieses Films.

******************************

Martial Arts / Effekte

Erschreckt musste ich nach dem Film von einer Freundin hören, sie glaube, dieser Film habe viele Ausleihen aus dem allseits bekannten Streifen „Matrix“ und vieles sei davon abgekupfert.

Ja, es gibt viele Kampfszenen mit spektakulären Stunts und teilweise „übermenschlichen“ Aktionen während der Schlägereien, jedoch ist dies meiner Meinung nach kaum auf das Matrix Epos zurückzuführen sondern auf Tarantinos Vorliebe für asiatische Kampfsportfilme und die Kampfszenen und überaus typischen Martial Art Effekte die diesen Streifen schon seit Ewigkeiten zu eigen sind.

Nicht nur das Schwert eines besonderen Schmiedes besorgt sich die „Braut“ hier in diesem Film, auch die meisten Kampfszenen, und von denen gibt es eine ganze Menge, bestehen zum größten Teil aus purem Nahkampf, teils einfach mit Fäusten und Tritten, teils mit Messern wie man sie in jedem Haushalt findet, mit langen und kurzen Schwertern und sogar eine Art „Morgenstern“ kommt zum Einsatz als „Go Go“, die jugendliche Leibwächterin von „Cottonmouth“, sich der Braut entgegenstellt um ihre mittlerweile zum Yakuza Boss aufgestiegene Chefin zu beschützen. Feuerwaffen und ähnliches, kommen hier kaum zum Einsatz und sind sogar eigentlich nur recht kurz überhaupt mal zu sehen.

Natürlich darf man jene Kampfszenen nicht immer bierernst nehmen und auf ihre Realitätsnähe zu beurteilen, schließlich ist das fantastische und übermenschliche ein unübersehbarer Teil all jener Filme, die „Kill Bill vol.1“ stark beeinflusst haben, aber im großen und ganzen kann man selbst bei dieser übermäßig vorhandenen Zahl von Kampfszenen, brutalen oder wenigstens aggressiven Szenen, von wirklich gelungenen Stunts sprechen, von mitreißender Aktion und Kämpfen, deren Anstrengungen und Schmerzen man fast am eigenen Leibe spüren kann, wenn sie einem von der großen Leinwand aus quasi anfallen.

Neben der Story, besteht dieser Film hauptsächlich aus eben jenen Szenen der martialischen Kunst und lebt sogar davon, sie sind durchaus sogar Teil der Story und nicht einfach Effekthaschendes Beiwerk, wie in den meisten Filmen aus Übersee.
Manchmal übertrieben, manchmal unrealistisch, aber immer mitreißend und erschreckend real-fühlbar sind sie ein durchaus wichtiger und nicht wegdenkbarer Teil dieses Films.

******************************

Kamera / Besonderheiten / sonstige Effekte

Womit wir beim dritten Standbein des Films waren, denn neben den oben genannten Martial Arts und der Rachestory an sich, lebt dieser Film auch mit Sicherheit von einigen anderen Begebenheiten, die ich hier in dieser Sammelkategorie mal zusammenfassen will.

Da haben wir zum ersten die Kameraführung. Die Perspektiven, welche Tarantino für viele Szenen nutzt sowie die Schnitte im Laufe des Filmes, sind mal wieder typisch für sein Werk, nämlich untypisch. Ich weiß nicht wie man es am besten beschreiben kann, dafür fehlen mir wohl die richtigen Worte, aber seine Close Ups auf die Zehen von Uma Thurman (Oder einem Fußdouble? *g*), Einblendungen die während dem Film immer wieder stattfinden und einige andere Besonderheiten machen auch diesen Film wieder ganz anders als alle anderen, selbst als Tarantinos eigene Vorgänger.

Zudem kommt ein „Anime“ Film im Film vor, als wäre er das siebte Überraschungsei. ;-)
Bevor sich die Braut auf den Weg zu O-Ren Ishi macht um ihre Gefolgsleute und sie kalt zu stellen, wird Ishi´s Geschichte erzählt und zwar in form eines solchen Mangas, welcher sich da er ja nun zum bewegten Bild wurde, wohl Anime schimpfen darf.
Hier werden wir über O-Rens Jugend aufgeklärt, wie ihre Eltern in ihrer Kindheit von einem Gangsterboss getötet wurden, wie sie im zarten Alter von 11 Jahren ihre Rache an ihm nimmt und wie sie schließlich zu einem der besten Auftragskiller wird.

Dieses Element hat mich nun sehr überrascht, damit hätte ich nun wirklich niemals gerechnet und sehr angetan und erstaunt betrachtete ich diesen Part des Films. Vom Zeichenstil sehr hat er mich sehr an einen Part aus „Animatrix“ erinnert, jedoch nehme ich einfach mal an, dies ist einfach ein üblicher Stil um Animes zu zeichnen, so gut kenne ich mich da ja leider nicht aus.
Auf jeden Fall macht auch dieses Feature den Film wieder zu etwas besonderem und einzigartig, zwar ist es erst mal überraschend und etwas gewöhnungsbedürftig, insgesamt passt es aber recht gut zum Rest muss ich sagen und ein paar mehr als beeindruckende Bilder werden hier gezeigt, die Junge O-Ren wie sie unter dem Bett liegt in dem ihre Mutter liegt und deren Blut dann wie ein Herbstregen auf sie hinab fällt.

Besonders stark aber ist mir folgendes aufgefallen:
Inmitten einer der härtesten, blutigsten und wirklich brutalen Kampfszenen, als die Braut gegen die „Armee“ der O-Ren Ishi kämpft, wechselt auf einmal das Bildmedium und aus einem Farbfilm wird ein schwarz/weiß Streifen.
Dies hat eine enorme Wirkung auf das Geschehen und vor allem auf die Wirkung der Szenen auf den Zuschauer. War man zuvor noch sehr erschrocken und beeindruckt von den Actionszenen in ihren zahlreichen Gewaltakten, gewinnt das gleiche Material nun schon fast eine kunstvolle Ader, die Bewegungen wirken ganz anders auf den Zuschauer und alles wirkt surreal und viel mehr wie ein faszinierendes Schauspiel, nicht mehr wie das brutale Gemetzel noch Sekunden davor. Vor allem die kaum noch vorhandene Schockwirkung des Blutes ist mir aufgefallen, eine mehr oder minder graue Flüssigkeit spritzt und tropft da überall durch die Gegend und sie erzielt kaum noch die gleiche Wirkung des roten Lebenssaftes der teils Ekel und teils Schrecken auslöst in den Szenen zuvor.

Das war wirklich eine beeindruckende Darstellung und gibt einem Rätsel auf, macht einen wirklich nachdenklich, wie viel Wirkung so eine Farbe auf den Menschen und seine Wahrnehmung haben kann, wobei hier an „Blut“ nicht gespart wurde, in fast sämtlichen teilen des Films, vor allen bei den großen Kampfszenen, spritzt und sprudelt es wie wild aus allen möglichen Wunden und wird weder weg geschnitten noch verharmlost, eher übertrieben und in vorderste Front gestellt.
Ich persönlich denke mir, dies kommt ebenfalls von Tarantinos Vorliebe für jene asiatischen Filme, denn diese haben irgendwie ein ganz anderes Verhältnis zum roten Lebenssaft als wir Durchschnittseuropäer, zwar kenne ich mich bei diesem Thema nicht besonders gut aus, aber ich denke es mal so behaupten zu können.

******************************

Sound / Musik

Nun, wie ich ja bereits angekündigt habe, wird sich um den Soundtrack an sich unser allseits beliebter Kuhmelker „Senilm“ im Laufe dieses Tages kümmern, deswegen werde ich diese Sparte recht offen lassen, eines muss ich allerdings mal wieder anmerken.

Die Wahl der Filmmusik entspricht auch mal wieder dem, was man sich von so einem Tarantino einfach erwartet irgendwie. Es ist eine sehr seltsame Zusammenstellung von verschiedenen Titeln und wie immer eigentlich entstammen scheinbar einige von jenen auch aus längst vergangenen, vergessenen Tagen.

Besonders faszinierend ist hier auch mal wieder die Kombination von Musik- und Filmmaterial, denn während den härtesten und schrecklichsten Szenen, laufen lockere, flockige und aufmunternde „Easy Listening“ Songs die einen fast schon mit dem Kopf nicken und mit dem Fuß wackeln lassen, was mir hier mal wieder ganz extrem aufgefallen ist.

Mit kurzem Worten:
Wie immer eine sehr ungewöhnliche Auswahl und eine noch viel ungewöhnlichere Einbringung dieser Titel in den eigentlichen Film, wer Tarantino kennt, der wird sich denken können was ich damit meine, wer ihn nicht kennt, der wird es sowieso erst verstehen wenn er sich mal etwas von ihm angesehen hat. :)

Das war es dann auch zu dieser Abteilung schon, denn wie sagte der Mann der die Linien auf der Straße zieht und dabei einen Ameisenbären überfahren hat: Not my Job!

******************************

Kein Blut mehr da – Fazit

Nun, jetzt habe ich euch ja schon einiges verraten über den guten alten Bill und die Geschichte seines eventuellen, zukünftigen Todes. :)

Um mal mit meiner ganz persönlichen Meinung zu sagen:
Ich fand ihn genial den Streifen, es ist einfach ein sehr untypischer Film, selbst für Tarantino finde ich ihn untypisch und mich hat er mal echt vom Hocker gerissen.

Es ist zwar richtig, zu einem großen Teil besteht dieser Film aus Gewalt, Aggression, Rache und brutalen bis hin zu Ekelerregenden Szenen, ja…
Aber dennoch steckt dahinter wesentlich mehr als man es vielleicht denken könnte, zumindest meiner Meinung nach ist dies definitiv so.

Ich fand es einfach faszinierend, einen so einfach gestrickten, geradlinigen Film zu sehen, der dennoch so viel vermitteln konnte und so gefesselt und fasziniert hat wie dieser hier. Hier wird nicht lange rumgelabert, es wird keine zweiseitige und mit zweierlei Maß messende Moral aufgezeigt und dem Zuschauer aufgezwungen, hier gibt es ein klares Ziel, einen „einfachen“ (zumindest eindeutigen) Weg zu diesem Film und diesen Weg beschreibt jener Film, vom Anfang bis zum Ende (zumindest zum Ende des ersten Teils. *g*) und er kommt vollkommen ohne zusätzliche Schnörkel, Erotikszenen oder Liebesgeschichten aus, was mir sehr zugesagt hat.

Um für die Allgemeinheit zu sprechen (soweit ich das kann):
Ich denke, diesen Film kann man nur hassen oder lieben, wie so viele Werke von Quentin Tarantino. Einen großen Mittelweg, eine Durchschnittswertung gibt es hier meiner Meinung nach kaum.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist dieser Film nicht für jeden etwas und Kinder, Labile oder Menschen die Wirklichkeit und Fiction nicht besonders gut trennen können, würde ich auf keinen Fall diesen Streifen sehen lassen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen dass sehr viele Menschen diesen Film als sinnlos, stupide, nichts-sagend bewerten würden und ich kann nur sagen, ich kann es sogar verstehen, denn nicht nur die Geschmäcker sind verschieden, auch die Wirkung eines Filmes und was er vermittelt, ist bei jedem Menschen anders.

Wie sagte noch mein Mitbewohner als ich ihn nach dem Film fragte, ob der eigentlich „ab 18“ ist: „Ab 18? Wieso? Ich denke nur „Sinnlose“ Gewaltdarstellung ist ab 18...“ ;-)

Und somit verleihe ich für meinen Geschmack diesem Film mal eben 9 von 8 möglichen Sternen, ziehe aber bei der 5 Sterne Wertung bei Ciao noch einen einzigen ab, weil ich einfach denke, dieser Film ist bei weitem nicht für jeden etwas und wahrscheinlich werden durchaus einige Menschen, die mit etwas anderem gerechnet hätten, sehr enttäuscht aus der Flimmerbox kommen und nach Hause gehen.

******************************

So, dies war er nun also, mein kleiner, bescheidener „Kill Bill“ Bericht und ich hoffe, er hat euch etwas Spaß gemacht beim lesen, euch etwas weitergebracht und dass ihr nun etwas schlauer seid als vorher, oder eben nicht! :)

Vermutlich der letzte Bericht für den Oktober, wegen sehr bösem Zeitmangel, der letzte und abschließende ??? Bericht zur Oktoberaktion wird aber selbstverständlich noch nachgereicht und sei es in den Anfängen des Novembers.

Nun lasse ich euch alleine und mache mich auf den Weg zur Arbeit, wünsche euch allen einen sehr schönen Tag und viel Spaß, euer Blank©

Anna Maria – eine Frau geht ihren Weg (Sat 1)
This is my Church, this is where i heal my Hurts (Faithless)

*****

P.S.:
Ihr Lieben, ich hoffe ihr könnt es mir verzeihen wenn ich mich nun gleich erst mal wieder auslogge und eure Kommentare und GB Einträge später beantworte, auch die Lesungen nachhole, ich hab Gestern/Heute bis knapp 5 Uhr auflegen müssen (Und ich hab mich schon früher verkrümelt, da war immer noch was los, man hat der Laden da Gestern gerockt…) und musste Heute dann um 8 schon wieder unterwegs sein und arbeiten.

Ich gehe Heute echt auf dem Zahnfleisch, also seid nicht böse, bis ganz bald, wenn ich jemals wieder aufwachen sollte! :)

Blank©

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Miara

Miara

16.04.2004 21:36

ioch habe mir den Film auf DVD angesehen. Total abartig und Blutrünstig. Gruß Miara

foierzoix

foierzoix

16.02.2004 19:03

wenn ich den Film noch nicht gesehen hätte, dann würde ich mir den auch ganz bestimmt nicht mehr ansehen. Wenn du die Handlungen ein wenig undetailierter beschrieben hättest, dann hättest du mehr Menschen damit gelockt, du hast aber im Prinzip schon alles erzählt, was wichtig ist. manchmal ist weniger halt doch mehr... Habe deinen Bericht aber trotzdem als sh bewertet... schöne grüße, Laura Ps.: Quentin hat mal wieder alle seine Fans begeistert und mit Urma T. liegt er immer richtig. Die kann solche Rollen perfekt spielen.

steeb1981

steeb1981

31.01.2004 02:09

Huhu. Nicht schlecht der Bericht. Die schwarz/weiss Szene war aber nicht vom Macher gedacht, sondern wurde nur eingeführt, damit er in Deutschland überhaupt ab 18 gezeigt werden durfte. Gruß, steeb

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