VON RACHE & BLUTIGEN SCHWERTERN!
05.11.2003
Pro:
genreübergreifend, SOUNDTRACK, Story, ein Tarantino - Film
Kontra:
NIENTE !
Empfehlenswert:
Ja
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 80 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebstes Ciaovolk, nach 2 Monaten Schreibpause und fast vollkommener Abstinenz von CIAO habe ich nun endlich wieder die Zeit gefunden dem CIAO-Leben zu frönen und meinen angesammelten Gedanken hier in Form eines Testberichtes freien Lauf zu lassen. Vor ungefähr einem Monat bekamen wir im Leistungskurs Englisch die Aufgabe einen 10-15 minütigen Talk zu halten. Das Thema war frei wählbar. Die meiste Zeit verbrachte ich mit der Suche nach einem geeigneten Thema und wühlte mich durch unendlich viele Vorschläge, doch keiner schien mir so recht interessant um darüber zu referieren. Doch dann, 5 Tage vor dem Termin meiner Referatsbekundung, sah ich ihn – einen Film namens „KILL BILL – VOLUME 1“. Meine Begeisterung über den Film konnte sich kaum in Grenzen halten und so geschah es, dass ich diesen Film für würdig ansah um darüber ein kleines Referat zu halten. Und nun genug des einleitenden Geplänkels - kommen wir zum Wesentlichen.
+++ KILL BILL – VOLUME 1 // O-TON +++ Kurz vorab: Den Film habe ich gemäß meines LKs auf Englisch gesehen. Tarantino-Filme sind im O-Ton einfach viel besser, weil die Wortspielereien und Dialoge zig mal besser rüberkommen, denn die deutsche Synchronisation, so habe ich es schon einige Male erlebt, kann einen Film so richtig schön versauen. +++ REVENGE IS A DISH BEST SERVED COLD +++ Dieses alte klingonische Sprichwort wird zu Beginn des Films eingeblendet, im Hintergrund das beste Lied aus dem Film “Bang, Bang. (My baby shot me down)“ von Nancy Sinatra. Eine einfache wie auch eindrucksvolle Einleitung. Uma Thurman, im Film nur als „The Bride“ bekannt, sinnt nach Rache. Einst war sie eine Profiauftragskillerin – in einem Team bestehend aus 4 weiteren weiblichen „Femmes Fatales“, auch besser bekannt als „DEADLY VIPER ASSASSINATION SQAUD“. Bill ist Boss & Lover für die 5 Todesengel. Doch die Braut möchte einen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit ziehen, sie zurücklassen und irgendwo mit ihrem Verlobten und dem ungeborenen Baby (welches übrigens von Bill stammt) ein neues Leben beginnen. Doch Bill sieht das anders. An ihrem Hochzeitstag stürmt Bill & der Rest der DVASQ eine kleine Kirche mitten im Nirgendwo und metzelt alles nieder, was sich dort befindet. Unter anderem auch die Braut. Mit einer Kugel im Kopf lässt Bill sie einfach dort liegen, mitten in ihrem eigenen Blut & dem ihrer geliebten Menschen. Doch die Braut überlebt. 4 Jahre des Komas trennen sie von ihrer Rache an denen, die ihr alles genommen haben. Ihr Rachefeldzug führt sie durch die ganze Welt & bringt ihr unter anderem ein Samurai-Schwert ein, welches extra für sie in einem 3-monatigen Herstellungsprozess gemacht wurde. Die Braut geht um. Reihum. Und sie macht keinen Halt. Verwickelt in spektakuläre Kämpfe mit Messern & Schwertern, nimmt die Braut Stück für Stück Rache an der DVASQ.
+++ WHO IS WHO? // DIE BESETZUNG +++ Uma Thurman ist „The Bride”. Nicht umsonst ist sie Tarantinos Muse, denn die Rolle der Braut spielt sie unglaublich überzeugend. Mit der Rolle der Braut hat Uma Thurman eine neue Herausforderung mit Bravour gemeistert. Zu Beginn scheint sie hilflos und verzweifelt, doch im Laufe des Films wird sie zum rachelüsternen, eiskalten Racheprofi & schockiert wie auch begeistert mit den stets überraschenden und schauderhaften Handlungen. Lucy Liu ist „O-Ren Ishii“, Mitglied der DVASQ und Oberhaupt der Unterwelt von Tokio. Nach Uma Thurman hat sie die zweitwichtigste Rolle im ersten Teil von „KILL BILL“ ergattert. O-Ren Ishii wird als gnadenlose, eiskalte, verbitterte junge Frau dargestellt. Der Grund hierfür wird in einer langen, animierten Szene geliefert, die wirklich sehr eindrucksvoll und ergreifend ist. Der spektakulärste aller Kämpfe wird zwischen „Der Braut“ und „O-Ren“ und ihren Bodyguards ausgetragen. Martial Arts-Fans kommen hierbei voll auf ihre Kosten, denn die Blutföntänen, die aus den abgetrennten Gliedmaßen herausspritzen, sind aus den Martial Arts Filmen abgeguckt worden.
Daryl Hannah ist „Elle Driver“ und ein Mitglied der DVASQ. Im ersten Teil von Kill Bill taucht sie nur einmal auf. Verkleidet als Krankenschwester mit einem roten Kreuz auf der Augenklappe (ihr fehlt nämlich das linke Auge) sieht man die Gute pfeifend mit Giftspritze durchs Krankenhaus tummeln um die im Koma liegende Braut endgültig zu vernichten. Die Figur der Elle Driver ist schwer zu durchschauen, denn sie taucht ja nur einmal auf und viel wird nicht über sie ausgesagt. Vivica A. Fox ist „Vernita Green“ und wie alle anderen Damen zuvor, auch ein Mitglied der DVASQ. Doch nach 4 Jahren ist sie ein EHEMALIGES Mitglied, denn im Gegensatz zur Braut, war Vernita Green in der Lage, die DVASQ zu verlassen ohne ihre Liebsten mit abgetrennten Köpfen auf dem Boden liegend fürchten zu müssen. In diesen 4 Jahren hat sie geheiratet, wohnt in einem schönen Häuschen, hat eine kleine Tochter, führt also ein ganz normales, glückliches Leben. Solch eines, von dem die Braut einst geträumt hatte. Als beide aufeinander treffen, versucht Vernita sich zu entschuldigen, denn sie bereut, was sie damals getan hat. Aber die Braut ist gnadenlos und besteht auf eine Chance auf Rache. Viel wird auch nicht über Vernita Green verraten, denn beide sind schnell in einen Kampf verwickelt, sodass nur wenig Zeit für große Worte war.
+++ FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN +++ Hier einige interessante Fakten über Kill Bill – Volume 1. 1.) Die Idee zu „KILL BILL“ entstand schon vor mehr als 10 Jahren. Damals am Set zu Pulp Fiction steckten Uma und Tarantino die Köpfe zusammen, weil beide die Idee einer rachelüsternen Braut hatten. Damals lautete der Titel zur Idee noch „The Bride“. Doch mehr als 10 Jahre vergingen bevor die Idee verwirklicht werden konnte. Als die beiden wieder zusammen trafen, entschieden sie sich, die Idee der „Braut“ weiter zu entwickeln und voilà – hier ist nun KILL BILL! 2.) Ursprünglich war „KILL BILL“ ein Einzelprojekt. Doch beide hatten während des Drehs so viele neue Ideen, die sie unbedingt im Film integriert sehen wollten, dass sie sich dazu entschieden haben, den Film in zwei Teile aufzutrennen. 3.) Obwohl der Film vor spektakulären Kampfszenen nur so strotzt, wurde „KILL BILL“ nahezu ohne Spezialeffekte gedreht. Der Grund hierfür ist, dass Tarantino kein allzu großer Fan von computerbasierten Spezialeffekten ist. 4.) Im Film gibt es viele Anspielungen zu anderen Tarantino Filmen. So z.B.: Die Braut geht im Film an einem Werbeplakat für „RED APPLE“-Zigaretten vorbei. Jene Marke ist die Lieblingsmarke von Bruce Willis in „Pulp Fiction“. Oder: Uma Thurman erzählt in „Pulp Fiction“, sie hätte einen Film über ein Team aus 5 Frauen gedreht, die sich „FOX FORCE FIVE“ nannten. Jede der Frauen hatte ein Spezialgebiet. Diese „FOX FORCE FIVE“ ähnelt sehr der „DVASQ“, denn jede der „FOX FORCE FIV“ hatte ein Spezialgebiet, welches sich exakt mit denen der Frauen der DVASQ deckten (Messer (Die Braut), Asiatin (O-Ren), Blondine (Elle Driver), Sprengstoff (Vernita Green)). +++ QUENTIN TARANTINO – EIN VERRÜCKTES GENIE +++ Tarantino ist bekannt für seine abstrakten und oft schwer zugänglichen Filme. In der Filmbranche wird er als Ausnahmekünstler gehandelt und gerade diese Einzigartigkeit macht Tarantino zu einem großartigen Regisseur und Drehbuchschreiber. Viele seiner Filme beherbergen Gewalt und Brutalität. Tarantino sagte einmal, dass Leute nun mal ein Auto lieber explodieren sehen, als es beim Parken zu beobachten. Zudem hatten Martial Arts-Filme großen Einfluß auf seinen künstlerischen Ausdruckweg gehabt. Tarantino sagte auch, dass es ihm lieber wäre, dass die Leute seine Filme für Schrott halten und sich darüber aufregen, als wenn sie den Film nach 10 Minuten vergessen würden. Tarantino machte Filme wie: - Reservoir Dogs - Pulp Fiction - Jacky Brown
+++ WAS NOCH? +++ Der zweite Teil von „KILL BILL“ soll in Deutschland am 26.02.2004 veröffentlicht werden. Also schon mal rot ankreuzen im Kalender. *g* Im Film wird Bills Gesicht kein einziges Mal gezeigt. Eine Ode an „Charlie’s Angels“? *g*
KAUFT EUCH DEN SOUNDTRACK. Schon allein wegen „Bang, Bang“ von Nancy Sinatra. +++ INFORMATION IST DAS A UND O +++ Wenn ihr mehr Infos zum Film haben wollt, surft einfach mal auf:
http://www.kill-bill.com (off. Website, Englisch) http://www.kill-bill.de (inoff. Website, Deutsch) Die offizielle Seite ist wirklich sehr eindrucksvoll gemacht und zudem auch sehr informativ.
+++ RosaPlueschhasis FAZIT +++ Eigentlich bräuchte ich nur ein Wort um den Film auszudrücken, nämlich: SEHENSWERT. Ich versuche jedoch, es noch mal zusammenzufassen. Der Film ist einfach klasse für alle Tarantino-Fans und kann einfach keinem Genre zugewiesen werden, da von jedem etwas dabei ist. Der exzellente Soundtrack darf hierbei auch nicht verachtet werden. Auch die Story ist sehr ungewöhnlich, aber doch höchst interessant. Die Dialoge sind sehr lobenswert, auch, wenn im Film nicht unbedingt viel geredet wird. Wenn welche kommen, dann sind sie einfach toll (aber nur im O-Ton unvergleichlich). SO: WATCH OUT! Mit blutigen Grüßen, euer rachelüsternen RosaPlueschhasi © 2oo3
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26.07.2006 13:29
Nichts für mich...LG D.
20.10.2004 11:58
Ja, einfach Klasse, und wer das Gemetzel von Uma Thurman in Farbe sehen möchte, der sollte sich die Japan-DVD bestellen. Die einzige Version , im vergleich zur Internatinalen, die dies darstellt und auch noch ein wenig länger ist. www.yesasia.com und www.schnittberichte.com
22.01.2004 17:34
Fand den Film auch gut...der Soundtrack passt echt genial.