Kill Bill - Volume 1 (2003)

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Kill Bill - Volume 1 (2003)

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TARANTINO'S SCHLACHTEPLATTE AUS ZELLULOID

4  06.11.2003

Pro:
Action, Kameraführung, die Idee an sich .  .  .

Kontra:
vieeeeeel Gewalt

Empfehlenswert: Ja 

vellocet

Über sich: Recht herzlich willkommen!

Mitglied seit:14.10.2003

Erfahrungsberichte:50

Vertrauende:5

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Mitte der Neunziger kam ein Film namens 'Pulp Fiction' in die deutschen Programmkinos und entwickelte sich im Laufe der Zeit zum Kultfilm. Einer gewissen Stilrichtung treu brachte Quentin Tarantino noch zwei weitere Filme ähnlicher Machart heraus und der eifrige Kinogänger war schon geneigt zu sagen: "kennt man einen, kennt man alle".

Wer sich eines besseren belehren lassen möchte, kramt ein paar Euros aus seiner Tasche hervor und setzt sich in eine Vorstellung von 'Kill Bill'. Idealerweise begibt man sich nicht mit vollem Magen ins Kino, denn die Wucht und Intensität der dort dargestellten Gewalt lässt Herz und Magen in die Hose rutschen.

Black Mamba (gespielt von Uma Thurman) erwacht nach mehrjährigem Koma aus eben demselben und hat dann sogleich jene unschönen Momente vor Augen, die sie - statt in den siebten Ehehimmel - in eben jene Bewusstseinsstörung beförderten. Grund für all die Unannehmlichkeiten ist ein gewisser Bill, der mit tatkräftiger Unterstützung dreier anderer Damen unter ihrer Hochzeitsgesellschaft ein furchtbares 'Durcheinander' anrichtet.

Nach kürzester Rekonvaleszenz macht sich Black Mamba im aufgemotzten Wagen des Krankenwärters von der Langzeitpflegestation (der ihr übrigens auch arges Leid zufügt, jedoch mit eingeschlagenem Schädel umgehend dafür bezahlt) auf, um ihre ehemaligen Killerkolleginnen zur Rechenschaft zu ziehen. In atemberaubenden Duellen, bei denen Extremitäten und die lebensnotwendige rote Körperflüssigkeit haufen- und fässerweise durch die Gegend fliegen, wird eine Kontrahentin nach der anderen ins Jenseits befördert.

Tarantino, bekennender Easternfan geht mit der Darstellung in Material Art-Manier neue Wege und stößt den an Gangster- oder Vampirfilme gewöhnten Zuschauer arg vor den Kopf, beanspruchen die nicht eben zimperlichen Kampfszenen einen Großteil des Zelluloidstreifens.

Unmittelbar nach dem Film findet man Gesehenes eher schockierend und abstoßend. Wenige Stunden später würde man gerne mehr über die Zusammenhänge erfahren und jetzt, nach ungefähr einer Woche ist man fast soweit, sich den zweiten Teil auch noch anzutun. Ist ja schließlich ein Film von Tarantino...

Eine Anmerkung möchte ich noch machen - so gar nicht gut fand ich eine Szene, in der Black Mamba ihre schwarzafrikanische Gegnerin durch einen gekonnten Messerwurf tötet und kurze Zeit später die kleine Tochter der soeben Verblichenen die Küche betritt. Diese Art der Gewaltdarstellung vor einem Kind verstößt in meinen Augen gegen die guten Sitten und ist ausgesprochen geschmacklos. Ich kann beim besten Willen nichts daran finden, das Kinder ihre toten Eltern zu Gesicht bekommen. Hierbei scheint es hinsichtlich der Darstellung Parallelen zu Western zu geben, in denen es auch öfter derartige Szenen gab. Trotzdem: überflüssig wie ein Kropf...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Heyzl

Heyzl

06.11.2003 23:40

ich finde dein Bericht hätte etwas untergliederter gehört. die zusammenfassung des inhalts finde ich etwas oberflächlich, ausserdem hast du "Bill, der mit tatkräftiger Unterstützung dreier anderer Damen" ... Budd vergessen (Michael Madsen) der ja auch am Massaker beteiligt war und so weiter. ansonsten wäre dein bericht sehr hilfreich

atek

atek

06.11.2003 23:32

kommentarlos gut!

loomey

loomey

06.11.2003 22:40

Klingt ja echt heftig. Na ja ist halt ein Terrentino. Aber ob mir das alleine zum Anschauen genügt? Mal sehen... Gruß loomey

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