Kill Bill - Volume 1 (2003)

Erfahrungsbericht über

Kill Bill - Volume 1 (2003)

Gesamtbewertung (88): Gesamtbewertung Kill Bill - Volume 1 (2003)

 

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Rache ist ein Gericht, das...

5  29.04.2004

Pro:
typischer Tarantino - Film, Blut ohne Ende, tolle Struktur der Geschichte, Uma Thurman

Kontra:
nichts für schwache Nerven, kein Film zum "mal eben so gucken"

Empfehlenswert: Ja 

SuperMario80

Über sich: Ein Brilli für meinen iPod Mini Bericht. Danke für die vielen Lesungen und BHs. Noch 2.000 Punkte bi...

Mitglied seit:18.06.2001

Erfahrungsberichte:180

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 54 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kill Bill Vol 1

Hallo zusammen,

heute gibt’s mal zur Abwechslung wieder einen Filmbericht von mir. Ich habe den Bericht bewusst anders gestaltet, als ich es sonst tue um der Art des Filmes gerecht zu werden. Ich verrate in dem Bericht sehr viel über den Film. Wer allerdings nicht so viel darüber wissen will, der sollte vor allem Kapitel 4 und 5 meiden. Der Rest ist recht „harmlos“.

Und nun viel Spaß beim lesen!


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EINLEITUNG
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„Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.“ (Altes klingonisches Sprichwort)
  • Wimmern und schweres atmen aus dem Off*
  • Das blutverschmierte Gesicht der Braut füllt das Bild*
  • Ein Mann in Cowboystiefeln nähert sich und spielt mit seiner Pistole*

Mann: „Findest Du ich bin sadistisch? Tja... Auf Deinem Kopf könnt ich ein Spiegelei braten, wenn mir danach wäre. Weißt Du, Kiddo, ich geh mal davon aus, dass Du Dir darüber im Klaren bist... na ja... das mein Handeln nichts Sadistisches hat. Ok, vielleicht was diese anderen Idioten angeht, aber nicht bei Dir. Nein, Kiddo, in diesem Augenblick, bin ich in höchstem Maße masochistisch.“

Braut: „Bill. Es ist Dein Baby *PENG*

So beginnt Vol 1 des neuen Tarantino-Films.


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VORSPANN
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Der 4te Film von Quentin Tarantino

Uma Thurman

KILL BILL, Vol 1

1. Lucy Liu als O-Ren Ishii (Cottonmouth)

2. Vivicia A. Fox als Vernita Green (Copperhead)

3. Michael Madsen als Budd (Sidewinder)

4. Daryl Hannah als Elle Driver (California Mountain Snake)

5. David Carradine als Bill


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KAPITEL 1: „2“
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Pasadena, Kalifornien

Ein Auto mit der Braut am Steuer fährt vor das Anwesen der Familie Bell. Sie steigt aus und nähert sich der Tür. *Ding Dong* Die Tür öffnet sich und sofort weiß Vernita Green alias Copperhead was nun auf sie zukommt.
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Vorstellung Nummer 2: Copperhead
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Gespielt von Vivicia A. Fox, die viele aus Independence Day als Freundin/Frau von Will Smith kennen sollten. Hier ist sie ein Teil des Attentatskommandos „Tödliche Viper“ und war damals mit von der Partie, als die Braut getötet werden sollte. Nun ist sie das zweite Opfer auf deren Rachefeldzug. Ihre Rolle im Film ist eigentlich sehr klar definiert. Vier Jahre nach dem Attentat auf die Braut hat sie nämlich all das, was die Braut nicht haben durfte. Sie ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt scheinbar glücklich und in Frieden. Somit ist die Braut nicht nur wegen dem Attentat verärgert, sondern zusätzlich durch diese scheinbare Ungerechtigkeit. Irgendwie passt die Darstellerin nicht so ganz in ihre Rolle. Sie wirkt einfach zu gezwungen cool, und das passt nicht sonderlich gut, finde ich. Zum Glück hat sie nur eine kleine Rolle, so dass das nicht weiter auffällt...
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Vorstellung Ende
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Alarmsirenen schrillen auf und sofort geht es los. Der Kampf der beiden ehemaligen Kolleginnen beginnt. Es geht um Leben und Tod und es ist eigentlich das einzige Mal in diesem Film, dass man nicht 100%ig sicher sein kann, dass die Braut gewinnen wird, denn man weiß nicht was nachher noch passieren wird.

Unterbrochen wird der Kampf nur kurz durch die Ankunft der Tochter von Vernita von der Schule heim kommt. Also wird sie kurzerhand in ihr Zimmer geschickt und die beiden Gegnerinnen gönnen sich erstmal einen Kaffee. Doch die Ruhe bleibt nicht lange erhalten, denn Vernita zieht eine Knarre (durch eine Cornflakes Packung) und verfehlt die Braut nur knapp. Nach einem gezielten Messerwurf ist Copperhead dann Geschichte.

Durch den Schuss wohl aufgeschreckt, steht die Tochter auf einmal in der Tür und sieht ihre Mutter tot am Boden liegen:

„Es war nicht meine Absicht, dass Du das sehen solltest. Dafür entschuldige ich mich, aber ich geb Dir mein Wort darauf: Deine Mutter hat es verdient. Wenn Du erwachsen bist, und Du das noch immer nicht verdaut hast... Ich warte auf Dich!“

Hattori Hanzo aus dem Off: „Für die so genannten Krieger: Sind sie in einen Kampf verwickelt, geht es den Kriegern allein um den Sieg über den Feind. Unterdrücke jedes menschliche Gefühl und Mitleid. Töte jeden, der Dir im Weg steht, selbst

Bilder von Kill Bill - Volume 1 (2003)
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Kill Bill - Volume 1 (2003) Bild 21295 tb
Die Braut kurz vor dem Koma
wenn es Gott oder Buddha persönlich ist. Diese Wahrheit ruht im Herzen der Kämpfer.“


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KAPITEL 2: „DIE BLUTBESPRITZTE BRAUT“
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Vier Jahre und sechs Monate zuvor in El Paso, Texas. Der Sheriff und sein Sohn Nummer 1 begutachten den Tatort, an dem Neun Menschen getötet wurden. Die gesamte Hochzeitsgesellschaft wurde hingerichtet und was sich den beiden Cops in der Kirche zeigt, ist ein wahres Blutbad. Doch eines übersehen sie zunächst. Die Braut ist nämlich gar nicht tot, also kommt sie in ein Krankenhaus und bleibt dort die nächsten vier Jahre im Koma liegen...
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Vorstellung: Black Mamba alias „Die Braut“
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Gespielt von Uma Thurman, die aus Filmen wie Batman & Robin, Paycheck und Pulp Fiction jedem ein Begriff sein sollte. Ihr haben wir einen großen Teil dieses Filmes zu verdanken, denn sie hat, zusammen mit Tarantino diesen Charakter erschafften. Am Set von Pulp Fiction kamen sie auf die Idee und haben diese nun endlich in die Tat umgesetzt. Im wahren Leben ist die Braut bekannt unter dem Namen *piep* Kiddo (ihren Vornamen erfahren wir erst in Vol 2), aber einen Namen hat sie sich als Black Mamba im Killerkommando „Tödliche Viper“ gemacht. Sie wollte diesen Haufen verlassen und ein normales Leben leben, aber Bill erlaubte ihr dies nicht, suchte sie, fand sie, und versuchte sie zu töten. Jetzt hat sie nur noch einen Gedanken im Kopf: Rache. Sie will die töten, die ihre Freunde, ihren Verlobten und ihr ungeborenes Kind getötet haben und so macht sie sich auf, um ihre Todesliste abzuarbeiten. Sie spielt die Rolle grandios und es ist eigentlich eine Unverschämtheit, dass sie keinen Oscar für ihre Leistung bekommen hat. Das liegt aber wohl eher daran, dass dieses Genre von solchen Preisen generell eher verschont bleibt.
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Vorstellung Ende
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Geweckt wird sie dann von einer Mücke, die sie stechen will. Gerade aufgewacht stellt sie fest, dass sie ihrer Tochter verloren hat, genauso wie die letzten vier Jahre ihres Lebens. Das letzte woran sie sich erinnert ist der Kopfschuss von Bill... Na diversen Torturen, die sie dort noch über sich ergehen lassen muss, verlässt sie das Bett und rollt ins Parkhaus. Dort steigt sie in das Auto des von ihr soeben getötetem (nach der handelsüblichen Methode: Kopf zwischen Tür und Türrahmen und so lange die Tür zuschlagen, bis der Kopf des Opfers das nicht mehr mitmacht...) Krankenpflegers, der sie während ihres Komas an geile Männer verkauft hat. Dort nimmt sie sich lange Zeit um die Lähmung aus ihren Beinen zu vertreiben. Währenddessen bekommen wir in Kapitel 3 das erste Opfer auf ihrer Liste vorgestellt.


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KAPITEL 3: „DIE HERKUNFT VON O-REN“
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Hier geht der Kultregisseur neue Wege für einen Abendfüllenden Kinofilm. Die Herkunft von O-Ren wird nämlich zu einem großen Teil (um genau zu sein, 7 Minuten lang) durch einen Comic im Mangastil erzählt. Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen, außer dass diese Sequenz so extrem blutig ist, dass sie in Live-Action vermutlich gar nicht hätte dargestellt werden können. Der Comic ist auf jeden Fall sehr gut gemacht und passt perfekt in das Thema und in den Film.
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Vorstellung Nummer 1: Cottonmouth
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Nach ihrer chaotischen Jugend und ihrem ersten Mord mit 11 Jahren, ist sie schon mit 20 die erfolgreichste Auftragskillerin in Japan. Sie kommt in Bills Killerkommando und macht mit 25 Jahren ihren ersten und bisher einzigen Fehler: Sie töten nämlich in El Paso, Texas nur 9 Menschen. Sie hätte aber 10 töten sollen. Ein fataler Fehler, denn Nummer 10, die Braut, ist nun auf der Jagd nach ihr. O-Ren ist die erste auf der List, weil sie am einfachsten zu finden war. Gespielt von Lucy Liu, die vor allem durch die beiden „3 Engel für Charlie“ Filme und ihre Rolle in Ally McBeal bekannt sein sollte. Auch sie spielt ihre Rolle gewohnt gut, vor allem weil sie es einfach drauf hat, Überheblichkeit zu verkörpern, wie keine andere. Ob ihr das am Ende gut tun wird, ist ja eigentlich schon bekannt, dann da die Braut ja am Anfang bereits Nummer 2 erledigt hat, muss sie dieses Hindernis wohl auch genommen haben. Wir werden es in Kapitel 5 erleben.
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Vorstellung Ende
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Am Ende des Kapitels wird dann noch erklärt, wie sie es geschafft hat zum Boss aller Bosse in Tokio zu werden und was sie mit denen anstellt, die gegen sie sind. Dann wird man eben mal schnell einen Kopf kürzer gemacht... Danach kommen wir wieder zurück zur Braut im Auto, die es endlich schafft, mit ihrem großen Zeh zu wackeln und dann nur noch 13 Stunden braucht um wieder gehen zu können. Nun geht es auf nach Okinawa, denn sie hat eine Mission, die erfüllt werden will, aber dazu braucht sie Hilfe.


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KAPITEL 4: „DER MANN AUS OKINAWA“
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So bucht sie ein einfaches Ticket nach Okinawa und betritt dort sofort ein Restaurant um sich mit dem Besitzer zu unterhalten. Im Laufe des sehr lustigen Gespräches kommen sie dann recht bald an einen entscheidenden Punkt: Warum ist die junge Amerikanerin in Okinawa? Weil sie jemanden besuchen will. Einen Freund? Sie hat ihn nie getroffen. Wer ist es denn? Hattori Hanzo. *Schnitt* Natürlich ist Hattori Hanzo der Mann, mit dem sie die ganze Zeit geredet hat. Er stellt die besten Samurai Schwerter auf der Welt her, aber hat vor 28 Jahren geschworen, dass er niemals wieder ein Werkzeug, dass Menschen töten soll, herzustellen.
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Vorstellung: Details zum Film
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Name – Kill Bill (Vol 1)
Genre – Action, Thriller, (Splatter)
Laufzeit – 111 Minuten
FSK – ab 18 Jahren
Regie – Quentin Tarantino
Drehbuch – Quentin Tarantino und Uma Thurman (Q&U)

Kurzinhalt: Eine kühl wirkende Blondine erwacht nach vier Jahren Koma im Krankenhaus. Erinnerungen voller Schmerzt erscheinen in ihrem Kopf – der Tag ihrer Hochzeit ist das Letzte, woran sie sich erinnern kann. Es sollte der Schönste Tag ihres Lebens werden, doch stattdessen endete er in einem Massaker. Ihr ehemaliger Liebhaber und Auftraggeber ließ die Hochzeitsgesellschaft von seinem Killerkommando exekutieren und jagte ihr selbst eine Kugel in den Kop. Jetzt beherrscht sie nur noch ein Gefühl: der eiskalte Rachedurst gegenüber denen, die ihr Leben zerstört haben. Sie beginnt ihren Vergeltungszug und hinterlässt über zwei Kontinente eine blutige Schneise in den Reihen ihrer Feinde.
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Vorstellung Ende
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Doch weil Bill ein einstigen Schüler von Hanzo ist, fühlt er sich verpflichtet, der Braut zu helfen und fertigt so das beste Schwert, dass er jemals hergestellt hat und übergibt es ihr mit folgenden Worten: „Ich habe etwas vollendet, obwohl ich vor 28 Jahren Gott einen Eid schwor, es nie wieder zu tun. Ich habe etwas geschaffen, das Menschen tötet. In diesem Vorhaben war ich erfolgreich. Ich habe es getan, weil ich, philosophisch gesehen, Verständnis für Ihr Ziel habe. Ich kann voller Stolz sagen: Das ist mein bestes Schwert. Sollten Sie Gott auf ihrer Strecke begegnen, würde er zur Strecke gebracht. Begeben Sie sich in den Kampf, blonde Kriegerin.“


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KAPITEL 5: „SHOWDOWN IM HAUS DER BLAUEN BLÄTTER
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Nun beginnt, wie der Titel schon sagt, der letzte Showdown des ersten Teils. Nachdem bisher (außer im Comic) recht mager mit dem Filmblut umgegangen wurde, laufen die Maskenbildner nun zu Hochformen auf. Die Braut befindet sich in einem Restaurant und erwartet dort O-Ren und ihre Leibgarde. Kaum sind diese da, schnappt sie sich O-Ren´s Anwältin und fordert sie zum finalen Wettstreit heraus. Zunächst muss sich die Braut jedoch um die Leibgarde ihrer Gegnerin kümmern. Nachdem die ersten Weicheier zerstückelt sind, kommt Gogo an die Reihe. Sie ist der persönliche Leibwächter von O-Ren und trotz ihrer 17 Jahre nicht zu unterschätzen. Der ziemlich lange andauernde Kampf endet, als sie ein Brett mit drei spitzen Nägeln, für sie natürlich nicht so vorteilhaft, in den Kopf bekommt... Kaum ist Gogo besiegt, kommt auch schon das nächste Hindernis auf die Braut zu. Sie will gerade O-Ren attackieren, als sie jede Menge Motorräder ankommen hören. Die Verrückten 88 sind angekommen um O-Ren mit ihrem Leben zu verteidigen. Also umkreisen sie die Braut und der blutigste Kampf im ganzen Film kann beginnen.
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Vorstellung: Musik, Effekte
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Wie in jedem Tarantino Film spielt die Musik eine sehr große Rolle. Er wählt die Lieder immer sehr bedacht und passend aus, und das wirkt sich sehr positiv auf die Atmosphäre aus. Es sind allesamt kultige Songs, die eigentlich jeder schon mal gehört haben sollte, sei es in irgendwelchen alten Filmen oder vor Jahrzehnten im Radio. Es ist auf keinen Fall Musik, die man ohne Film hören würde, aber mit selbigem zusammen untermalt sie das Geschehen auf eine geniale Art. Näher möchte ich das hier aber nicht beschreiben und komme somit nun zum nächsten Punkt: Die Effekte. Es ist hier sicher kein Feuerwerk wie bei Herr der Ringe zu erwarten, aber der Film ist auf seine Art und Weise einzigartig. Auf jeden Fall wird mit dem Filmblut nicht gegeizt. Anfangs ist es zwar noch relativ human, aber spätestens in Kapitel 5 wird es so richtig blutig. Damit es nicht kitschig wirkt, hat Tarantino ein paar Ideen eingebracht, die durchaus Wirkung zeigen. Zum einen ist ein großer Teil des Kampfes in Schwarz-Weiß und der andere Teil nur als eine Art Schattenspiel zu erkennen. Diese Maßnahme erfüllt ihren Zweck, wie schon gesagt, voll, denn die doch extrem übertriebene Szene, wirkt so richtig cool. Ansonsten bekommt man an Effekten nicht viel zu sehen. Die Kameraführung ist auch, typisch Tarantino, erste Sahne, besonders die zwei langen Kamerafahrten, die einfach nur genial gemacht sind, sind einfach geil. Somit bleibt der Film dem Stil vom Meister treu und bietet uns in diesem Punkt genau das, was der gespannte Fan des Tarantino-Genres erwartet.
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Vorstellung Ende
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Nachdem die Braut auch diese Hürde genommen hat, kann sie sich endlich O-Ren, ihrem ersten echten Opfer, widmen und besiegt sie natürlich nach einen langen, harten und recht schön anzusehenden Kampf auch. Die schon erwähnte Anwältin hat schon eine Weile nur noch einen Arm und wird nach dem Kampf von der Braut weiter gequält. Sie holt sich alle Infos, die sie braucht von ihr, und schickt sie dann zu Bill. Nun weiß sie, wo die anderen des Killerkommandos zu finden sind und kann ihren Rachefeldzug fortsetzen. Sie hinterlässt ihr für Bill folgenden warme Worte: „Ich hab Dich aus zwei Gründen am Leben gelassen: Als erstes will ich eine Information von Dir. Ich werde Dir Fragen stellen, und jedes Mal, wenn Du mir keine Antwort gibst, werd ich Dir was abschneiden, und ich verspreche Dir: Es werden Dinge sein, die Du vermissen wirst! GIB MIR DEN ANDEREN ARM!!! Ich will alle Informationen über die tödlichen Vipern. Was sie getan haben und wo ich sie finde. Der zweite Grund ist, dass Du ihm persönlich erzählen kannst, was heute Nacht passiert ist. Er soll Zeuge vom Ausmaß meiner Gnade sein, wenn er Deinen deformierten Körper betrachtet. Ich möchte, dass Du ihm alles sagst, was Du mir gerade gesagt hast. Ich möchte, dass er weiß, was ich weiß. Ich möchte, dass er weiß, dass ich möchte, dass er es weiß. Und ich möchte, dass sie alle erfahren, dass sie bald genauso tot sind, wie O-Ren.“

Dann kommt noch ein kurzer Rückblick auf die Erstellung ihrer Todesliste und das ganze ist untermalt mit einigen Ausblicken auf den zweiten Teil. Am Ende kommen dann noch folgende Worte von Bill:

„Eins muss ich noch wissen, Sofie: Weiß sie eigentlich, dass ihre Tochter noch lebt...?“


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ABSPANN
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Und so endet Vol 1 des vierten Tarantino-Filmes. Wir bekommen von ihm ein weiteres wahres Meisterwerk der Filmgeschichte geboten und kriegen alles, was wir von einem Tarantino Film erwarten würden. Jede Menge Blut, geniale Dialoge und eine sehr verdrehte Story. Einfach toll, kann ich dazu nur sagen. Vol 1 ist ein klassischer Eastern-Film, der sich aber deutlich von der Masse der Filme dieser Art abhebt. Vol 2 wird dann das totale Gegenstück sein, nämlich ein Western, mit deutlich weniger Blut und körperlicher Brutalität. Dafür mehr Dialoge und Druck auf unsere Nerven über die psychische Schiene. Der Film bietet außerdem tolle Musik und super in Szene gesetzte bewegte Bilder. Manche mögen den Comic für etwas übertrieben halten, aber ich fand in absolut passend in das Konzept dieses Filmes. Auch alles andere wirkt wie aus einem Guss und genau das verstärkt den Kontrast zu Vol 2 nochmals. Sehr genial finde ich auch, dass man Bill im ganzen Film nicht einmal ins Gesicht sehen kann, sondern er immer nur die Füße oder Hände oder so was im Bild hat und man nur seine Stimme hört. Auch das steht in krassem Kontrast zu Vol 2, wo er fast allgegenwärtig ist. Ich werde über das Ende der Geschichte dann in den nächsten Tagen auch mal etwas schreiben.

Somit bekommt Kill Bill Vol 1 von mir die Höchstbewertung und eine Empfehlung für alle die nichts gegen ein bisschen übertrieben viel Blut und Gemetzel haben und die mindestens 18 Jahre alt sind.

Ich hoffe, Euch hat die etwas andere Art meiner Berichterstattung gut gefallen, denn ich plane, diesen Stil für den zweiten Teil so fortzusetzen. Es passt meiner Meinung nach nämlich perfekt zum Film. Außerdem dient es dazu, zu erfahren, ob der Film was für euch ist, oder nicht. Wenn euch der Bericht gefallen hat, dann solltet ihr den Film schnellstens anschauen. Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt.

Diesmal freue ich mich besonders auf Kommentare und bedanke mich fürs lesen und bewerten!

© 26. – 28.04.2004
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
chrissiepeace

chrissiepeace

28.04.2005 19:33

super bericht! so richtig mit hineinversetzen.. nich schlecht! ein bh für dich, liebe Grüße, Chrissie PS:hab den film gesehen und fand sehr gut!

DasistnichtDeinBericht

DasistnichtDeinBericht

26.10.2004 12:34

Da schmückt sich jemand mit Deinen Federn: http://www.dooyoo.de/video-film/kill-bill-vol-1/1016175/

Mischi0202

Mischi0202

18.07.2004 19:17

Super Bericht, klasse gegliedert :)! Naja, der Film ist ganz okay, hat mich aber net vom Hocker gehauen- war mir etwas zu sehr unnötig in die Länge gezogen. Habe ihn mir auf DVD angesehen und zu den ganzen japanischen Unterhaltungen gabs keinen Untertitel, was sehr nervig war.. LG, Mischi

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