Kill Bill - Volume 1 (2003)

Erfahrungsbericht über

Kill Bill - Volume 1 (2003)

Gesamtbewertung (88): Gesamtbewertung Kill Bill - Volume 1 (2003)

 

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Diese Frau verdient ihre Rache...

5  20.06.2005

Pro:
alles

Kontra:
nichts für schwache Nerven

Empfehlenswert: Ja 

Snakekiller

Über sich: Prüfungen sind vorbei, neue Berichte folgen in kürze.

Mitglied seit:27.06.2003

Erfahrungsberichte:80

Vertrauende:31

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

...und wir den Tod, heißt es am Ende von Kill Bill Volume 1. Dem vierten Film von Quentin Tarantino. In dem Uma Thurman die von Rache besessene "Braut" spielt, die sich an ihren Peinigern und dem Mörder ihres Mannes rächen will. Und sie haben wirklich den Tod verdient.


"Revenge is a dish
best served cold"

- Old Klingon Proverb -


**********Vorwort:*************

Ich wollte mir Kill Bill schon vor längerer Zeit anschauen, leider bin ich nie dazu gekommen.
Als der Film letztens auf Premiere lief habe ich mir den Film angesehen. Ehrlich gesagt habe ich vorher noch nie einen Film von Quentin Tarantino gesehen. Also, wusste ich auch nicht was mich erwartet. Von Kill Bill hatte ich nur gehört, dass der Film ziemlich Brutal und sehr blutig ist.
Also habe ich vor ein paar tagen den Film gesehen und ich war überrascht.


************Handlung:******************

Ich will nicht zuviel zur Handlung sagen, da sie in Volume 1 fast nur Nebensache ist. Und fast jeder kennt sie schon.


Eigentlich wollte "Die Braut" (Uma Thurman) mit ihrem killer- Dasein aufhören und heiraten.
Jedoch kommt alles ganz anders, ihr alter Auftraggeber Bill (David Carradine), beauftragt seine Mördergruppe um Verdita Green (Vivica A. Fox), O-Ren Ishi (Lucy Liu), Budd (Michael Madsen) und Elle Driver (Daryl Hannah), die Hochzeit zu stürmen und ein Massaker anzurichten. Es kommt wie es kommen muss die Hochzeit endet im Blutbad. Total niedergeprügelt und mit einer Kugel im Kopf, landet Braut im Krankenhaus und schläft vier Jahre im Koma.
Schließlich muss die Braut auch aufwachen und sie tut es im richtigen Moment. Denn ein Pfleger, lässt einen Notgeilen in das Zimmer, der sich an der schlafenden Braut vergehen will. Dann wacht sie auf und streckt beide nieder. Danach reanimiert sie ihre Beine und beginnt ihre Rache. Die sie von Pasadena über Okinawa nach Tokio führt, wo sie am Ende gegen O-Rens Killeraufgebot in einem sehr sehr sehr blutigen Kampf kämpft.

Jetzt gehe ich näher in die Kapitel ein.

Chapter 1:

"TWO"


In diesem ersten Kapitel, kämpft die Braut gegen Verdita Green, die eigentlich auf Platz zwei der Must-Kill liste steht. Hier fängt Tarantino mit dem Ende des Films an. Nach dem die Braut durch die Tür stürmt fängt schon ein Blutiger Kampf an, der kurz durch Ankunft eines kleinen Mädchens unterbrochen wird. Der Tochter von Verdita.
Nach einem kurzen Schwätzchen beendet die Braut den Kampf, der mit der Leiche der schwarzen Frau endet.


Chapter 2:

"THE BLOOD-SPLATTERED BRIDE"

Hier sieht der Zuschauer, wie die Polizisten die halb tote Braut in der Kapelle finden.
Später landet die Braut im Krankenhaus, wo sie von Elle Driver fast umgebracht wird. Aber Bill verbietet es ihr. Nach dem die Braut, nach über vier Jahren aus dem Koma erwacht schafft sie es aus dem Krankenhaus zu fliehen.


Chapter 3:

"THE ORIGIN OF O-REN"

In diesem eindrucksvollen 10 Minütigem Anime-Film. Wird die Herkunft der Halb chinesischen, halb japanischen - Ami göre O-Ren gezeigt.
Nachdem sie zusehen muss, wie Yakuzamörder ihre Eltern regelrecht abschlachten. Übt sie mit 12 Rache an den Mördern. Und mit 20 gehört sie zu den Top Killern der Welt.


Chapter 4:

"THE MAN FROM OKINAWA"

Nachdem sich die Braut erholt hat, fliegt sie nach Okinawa, um den berühmten Schwertschmied Hattori Hanzo (Sonny Chiba) zu treffen. In einer Sushi-Bar trifft sie den Legenderen Schwertmeister, der sich als Koch ausgibt. Nach einem kurzen Plausch, zeigt er ihr seine Schwerter. Sie bittet den Meister darum, ihr ein Schwert zu Schmieden. Erst möchte er es nicht, aber nach einer weile tut er es doch. Er findet ihren Racheplan "philosophisch". Nachdem die Braut ihr Samuraischwert bekommen hat, verlässt sie Okinawa.


Chapter 5:

"SHOWDOWN AT THE HOUSE OF BLUE LEAVES"

Im letzten und blutigsten Kapitel des Films, fliegt die Braut nach Tokio um sich O-Ren Ishi zu stellen. O-Ren feiert in dem Gasthaus, "Das Haus der Blauen Blätter" ihre Übernahme einer Yakuza-Truppe. Nach einer kurzen Zeit trifft die Braut im Gasthaus ein. Sie fordert O-Ren zum Kampf auf, jedoch schickt O-Ren ihre Leibwächter zu erst. Es entfacht ein sehr blutiger Kampf, in dem Fontänen von Blut fließt. Nachdem die Braut alle abschlachtet, folgt sie O-Ren in ihren verschneiten Garten. Die beiden Frauen kämpfen bis auf den Tod.
Danach verlässt die Braut das Gasthaus.

************Daten*************

Regie: Quentin Tarantino

Drehbuch: Quentin Tarantino

Schauspieler: Uma Thurman,
Lucy Liu
David Carradine,
Michael Madsen,
Sonny Chiba,
Daryl Hannah,
Woo-ping Yuen,
Vivica A. Fox,
Julie Dreyfus,
Chiaki Kuriyama,
Gordon Liu,
Michael Parks

Musik: The RZA

Titel: Kill Bill Volume 1
Genre: Action Drama, Martial Arts
Länge: 111 Minuten
Freigabe: keine Jugend Freigabe (ab 18)
Land/Jahr: USA, 2003
Verleih: Miramax


***********Meinung**************

Mit einer unnachahmlichen Konsequenz setzt der Regisseur einen schwer verdaulichen Film vor.
Einen stilmix aus Racheoper und Martial-arts.

Tarantino fängt so gesagt mit dem Ende des Films an. Er lässt die Braut gegen Verdita antreten, die zum Ende des Filmes kommt.
Die Geschichte wird unchronologisch erzählt. Es werden viele Zeitsprünge verwendet, die Geschehnisse aus der Vergangenheit und Sachen die vor der Handlung passiert sind zeigen.

Der Stil mit dem Tarantino seine Bilder kreiert ist grandios. Manchmal sieht der Zuschauer bedrückende Szenen in schwarz-weiß ( wie das Intro), oder wenn die Braut kämpft verfärbt sich das Bild in den Schwarz-Weißen Ton. Wie durch einen Messerschnitt verändert sich wieder das Bild und der Kampf geht hinter einen Blauen Vorhang weiter, wo man nur die Protagonisten durch ihre Schatten erkennen kann. Ein gut ausgewählter Soundtrack aus den unterschiedlichsten Musikgenres passt zu jedem Bild was zu sehen ist, wie angegossen.
In der Mitte des Films wird ein Animefilm nahtlos in die Handlung eingefügt, als ob so etwas das normalste ist, was man in einem Film tun kann.
Virtuose Kamerafahrten, Farb- und Lichtwechsel, Kämpfe mit genial unterlegter Musik und dann komplette Stille beim Abschlachten der Feinde.
Diese ganzen Stilmittel fügen den Film zu einem fantastischen Ganzen zusammen, dass den Zuschauer in seinen Bann zieht.

Der Film besteht aus Tarantinos Lieblingsgenres: Eastern, Spaghetti-Western, Martial-Arts und Samurai-Movie. Dadurch formt er Kill Bill zu einem Film, der aus all diesen Genres besteht.


Es ist klar, dass bei so einem Film Blut fließt. Es ist aber brachial wie das dargestellt wird. Und der Film macht keine Kompromisse!
In einer Splatterfilm- Manier fliegen Köpfe, Füße, Beine, Arme und noch andere Körperteile.
Dabei fließt abartig viel Blut, beim abschlagen gewisser Körperteile, fließt ungefähr 10 Liter Kunstblut. Dass in Fontänen dargestellt wird. In einer Sprinkleranlage, kommt nicht mal so viel Wasser raus. Bei diesen derart brutal dargestellten Actionszenen, wurde mir sogar öfters flau im Magen und ich bin ein Filmfan, der öfters ziemlich blutige Filme schaut.
Wie ich gehört habe sollen bei diesem Film über 1000 l. (!!) Kunstblut geflossen sein.


Schauspielerisch wird klinke in die Hand von Uma Thurman gelegt. Die sehr überzeugend spielt. Zwar muss sie fast die ganze Zeit metzeln, aber sie hat auch wenige emotionale Momente. Z.B. als sie aus dem Koma erwacht und an ihr Kind denkt. Ich finde sie bringt eine sehr gute Leistung an den Tag.
Die anderen Schauspieler bis auf Lucy Liu fallen eigentlich kaum auf. Lucy Liu spielt in ihrer kurzen Rolle auch ziemlich gut.


Es ist mehr die Philosophie und die Ästhetik die den Film ausmacht und nicht etwa die Brutalität.
Die Fontänen von Blut dienen als Stilmittel, um den Rachefeldzug der Braut, in der Grausamkeit zu Unterstreichen. Dabei weißt der Film einen Realitätsanspruch weg und lässt es daraus fasst schon ein wenig Fantasy-haft wirken.
Denn die ganzen Actionszenen und die Samuraiausbildung der Braut, haben nichts mit der Realität zu tun. Den niemand, kann in einer kurzen Zeit von vier Monaten, eine Samurailehre zu beenden. Und man hat auch noch nie davon gehört, dass bei einem abgeschlagenen arm 10 Liter Blut fließen.

Zu dem Anime möchte ich auch noch etwas sagen. Dieser gezeichnete kurz Film ist wirklich toll gezeichnet. Man erkennt alles in der Umgebung richtig detailliert. Auch die Menschen sehen ziemlich menschlich aus. Auch in diesem Anime ist die Hautfarbe rot. Hier sieht man sehr viel Blut und zerplatzende Körperteile.

**********Fazit************

Kill Bill ist ein Film für Filmfans mit starken Nerven. Die Gewaltdarstellung ist wirklich brutal.
Aber wer den Film nur wegen der Brutalität sehen will, sollte es lassen. Denn es steckt mehr als das ganze Blut hinter dieser Racheoper. Trotz der enormen härte, weiß der Film zu bewegen und das macht den Film wirklich gut. Das Todesballett von Quentin Tarantino ist wirklich zu empfehlen, denn es ist ein toller Film mit wirklich starken Szenen und auch abartigen Szenen.
Wer mit Filmbrutalität umgehen kann und starke Nerven hat sollte sich den Film anschauen, es lohnt sich wirklich. Selten zuvor hat man so einen coolen und faszinierenden Actionfilm gesehen.
Mir persönlich hat der Film ziemlich gut gefallen.
Diese toll choreographierten Kampfszenen sind schön anzusehen. Das der Film von den vielen Actionszenen dominiert wird stört mich nicht weiter, die Story kommt wohl im zweiten teil.
Denn das zeigt die Faszination von Kill Bill. Ich habe mir den Film eigentlich viel schlimmer vorgestellt, aber es bleibt immer an der Grenze des erträglichen, für andere wiederum ist der Film ziemlich schlimm. Mich hat die Ästhetik die der Film zeigt sehr beeindruckt. Ein wirklich toller Film.
Obwohl ich kein Fan von japanischen Animes bin, hat mir dieser kurze Zeichentrick Film ziemlich gut gefallen.
Kill Bill ist ein sehenswerter Film. Lob an die Macher des Streifens.
In den nächsten Tagen werde ich mir Kill Bill Volume 2 ansehen und dann wieder einen Bericht dazu schreiben.
Bei Kill Bill werden die einen fasziniert staunen und die anderen schütteln empört den Kopf.
Und für diesen Film gilt eigentlich Hate it or love it!

Absolut empfehlenswert.!

Danke für das Lesen und bewerten meines Berichtes.
Snakekiller.
C snakekiller______2005-06-20


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
der14Geist

der14Geist

21.06.2005 16:08

Ich habe den damals im Kino gesehen. War einfach der Hammer. Gruß Mark

Olli-22

Olli-22

21.06.2005 14:34

Dein Bericht gefiel mir gut. Aber ich finde das 4 Sterne vollkommen ausgereicht hätten. Denn anders als bei Tarentinos Vorgängern, ist "Kill Bill" eigentlich nur etwas für Fans! Mein Onkel z.B. hat sich den Film angesehen und kannte Tarentinos andere Filme gar nicht. Und der meinte bloß: Was das nur für eine Scheiße sei? Und ich kann ihn verstehen. Denn wenn der Film nich Tarentinos Namen tragen würde und ich die anderen Filme auch nicht gesehen hätte, würde ich bestimmt genauso reagieren! Egal, ansonsten fand ich Deinen Bericht sehr gut! :-) LG Olli

BulmaZ

BulmaZ

20.06.2005 18:12

Ich war nach anfänglicher Skepsis auch sehr begeistert von diesem Film. LG Bulma

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