Kill Bill - Volume 2 (2004)

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Kill Bill - Volume 2 (2004)

Gesamtbewertung Kill Bill - Volume 2 (2004) 35 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

... Wie „Kill Bill: Vol. 1“ ist der zweite Teil der Geschichte streng durchkomponiert, eingeteilt in die Kapitel 6 bis 10: „Das Massaker von Two Pines“, „Das einsame Grab der Paula Schultz“, „Der grausame Weg von Pai Mei“, „Elle und ich“ sowie „Von Angesicht zu Angesicht.“ Wiederum arbeitet ... Bericht lesen





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eine Kugel in den Kopf. Besessen von Rachegelüsten
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über zwei Kontinente, um ihre Todesliste, an deren
Ende Bill höchstpersönlich steht, abzuarbeiten.
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Hochzeit ins Jenseits befördert werden sollte und
jetzt Jagd auf die macht, die ihren Tod
verlangten. Nach Verdita Green und O-Ren Ishii
sind nun der heruntergekommene Budd und die
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Braut in Mexiko schließlich ihrem einstigen Chef
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Kill Bill: Volume 2 (Steelbook) (DVD) Kill Bill: Volume 2 (Steelbook) (DVD)
In dem Film stößt Uma Thurmans Rachefeldzug an ihr logisches Ende. Dieses epische Melodram ... mehr
ist kunstvolle Hommage und popkultureller Diskurs.
Mit einem Wort: ein Meisterwerk. Einen Eindruck
von einem Film zu vermitteln, ist leider und viel
zu häufig gleichbedeutend mit einer kurzen
Zusammenfassung des Plots, der Handlung also.
Obwohl man einem solchen Werk damit nicht
beikommt, ganz im Gegenteil, ihm sogar Unrecht
tut, soll an dieser Stelle der Konvention
entsprochen werden.  Die Geschichte ist erneut in
Kapiteln erzählt, die sich der Chronologie der
Ereignisse nicht verpflichtet fühlen. Es geht
natürlich wieder um die von Uma Thurman gespielte
"Braut", die ihren Rachefeldzug gegen die
einstigen Kollegen, eine skrupellose Killerbande,
aus dem ersten Teil fortsetzt. Im Gegensatz zu ihr
wissen wir jedoch seit dem Ende des ersten Teils,
dass ihre vierjährige Tochter noch am Leben ist.
Uma exekutiert sich also über Bills
heruntergekommenen Bruder Budd (Michael Madsen)
und Umas ewige Rivalin Elli Driver (Darryl Hannah)
durch den Film, bis sie endlich die titelgebende
Bestimmung erfahren kann: Bill (David Carradine),
Exliebhaber, Vater ihrer Tochter und reueloses
Scheusal, zu töten.  War bereits Kill Bill Vol.1
ein bemerkenswert stilsicheres Stück Kino und ohne
Zweifel einer der stärksten Filme des Jahres 2003,
kann man hier Quentin Tarantinos episches
Melodrama im Ganzen genießen. Kill Bill Vol.2 ist
ein brillanter und ungemein erfrischender
Offenbarungseid. Tarantino trägt sein Herz offen
zur Schau für das Genrekino der 70er-Jahre, das
allzu lange zunächst in den Schmuddelkinos der
Bahnhofsgegenden, später in elitären
Cineastenzirkeln sein Dasein fristete. Gemeint
sind Spagetti-Western und Blaxploitation und vor
allem und zuallererst der Eastern- oder
Martial-Arts-Film, bevorzugt Klassiker von King Hu
etwa, die durch die Öffnung der
Shaw-Brothers-Archive auch einem größeren Publikum
zugänglich sind.  Kill Bill Vol.2 bleibt dabei
nicht nur Hommage, sondern ist gleichzeitig
Zitatensammlung und Kommentar. Handwerklich
meisterhaft wird so ganz nebenbei und mit
bewunderswerter Leichtigkeit ein Diskurs über das
Kino und dessen popkulturelle Bedeutung angeregt.
Der Film schafft dabei etwas, was in der Regel
misslingt: vom pubertierenden Teenager bis zum
Kulturwissenschaftler wird keiner ausgegrenzt.
Schlichtweg ein Geniestreich. Unbedingt ansehen.
--Thomas Reuthebuch
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LIU) und in einer kalifornischen Vorstadt Vernita
Green (VIVICA A. FOX) im Duell ausgelöscht.Nun
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(MICHAEL MADSEN) und ihre ewige Rivalin Elle
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bevor sie sich Bill in dessen Unterschlupf in
Mexiko vornehmen kann. Auf dem dornigen Weg wartet
so manche Überraschung auf die Rächerin ... und
die schockierende Erkenntnis, dass ihre Tochter am
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1-6 von 34 Erfahrungsberichten    
> Alle 34 Kill Bill - Volume 2 (2004) Erfahrungsberichte anzeigen
Phantastisches Universum
Erfahrungsbericht von Posdole über Kill Bill - Volume 2 (2004)
29.04.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: All
Kontra: Nothing

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht


„I'm the deadliest woman
in the world – but right now,
I'm just scared shitless about
my baby!“
The Bride

„Papa tanzt Mambo, Mama tanzt Mambo.“ Der Pop tanzt sich selbst. Und Tarantino lässt das Kino und Black Mamba tanzen.

Man stelle sich vor, nämlich einen Mord aus Leidenschaft. Das Ergebnis sehen wir alle – eine Leiche. Wie es dazu gekommen ist? Wer will das schon genau wissen? Die Frau, die ihren Mann erschossen hat, erzählt es vielleicht: „so”, der findige Journalist, der die „Story” rekonstruieren will: „so”. Der Staatsanwalt, der gegen die Mörderin ermittelt und seine Akten mit Beweisstücken und Berichten füllt: „so”. Keines dieser „So” wird mit einem der anderen (völlig) identisch sein. Wenn dann ein interessierter Regisseur einen Film über den Fall inszeniert, haben wir ein weiteres: „So”. Und wenn ein weiterer Regisseur aus der Sicht solcher und vieler anderer Filme sich überlegt: Was bleibt übrig von all den Geschichten und Episoden, die das Kino schrieb, die wiederum das Kino irgendwann und irgendwo aus den Leben von Menschen extrahiert hat, und wenn dieser Regisseur zuallerletzt dann noch ein Faible für Martial Arts und Western hat – was glaubt ihr, was dabei herauskommt? Tarantino, und niemand anderes.

Wie „Kill Bill: Vol. 1“ ist der zweite Teil der Geschichte streng durchkomponiert, eingeteilt in die Kapitel 6 bis 10: „Das Massaker von Two Pines“, „Das einsame Grab der Paula Schultz“, „Der grausame Weg von Pai Mei“, „Elle und ich“ sowie „Von Angesicht zu Angesicht.“ Wiederum arbeitet Tarantino mit Rückblenden, bezieht sich auf etliche „Versatzstücke“ der Kinogeschichte und zitiert, wiederum erzählt er eine in sich logische und glaubwürdige Geschichte – und doch erzählt er im Grund eine neue Geschichte, oder: er erzählt die gleiche Geschichte, aber eben nicht dieselbe. Schon die Eingangsszene ist nicht als Martial-Art-Eastern, sondern eben als Western, der sich deutlich auf John Ford und Sergio Leone bezieht, inszeniert.


• I N H A L T •

Während der Probehochzeit zwischen der Braut Beatrix Kiddo (Uma Thurman) – diesen Namen von Black Mamba erfahren wir nun – und Tommy (Christopher Allen Nelson), einem Plattenladenbesitzer, taucht Bill (David Carradine) auf, der vor der Kirche auf einer Bank Flöte spielt. Wie zwei Revolverhelden treten sich Beatrix und Bill gegenüber. Bill, das ist hier nicht mehr der Schlächter aus dem ersten Teil der Saga, sondern ein aus Verletzung gewalttätig Handelnder, der nicht akzeptiert, dass Black Mamba ihr Killerdasein ablegen will. Beide lauern, Bill ist ruhig und cool, spricht leise und bedachtsam. Beatrix bleibt äußerlich gelassen, aber sie ahnt trotz allem nichts Gutes und hat Bill emotional nicht „im Griff“. Als alle – einschließlich des Pfarrers und einiger Gäste sowie des Organisten Rufus (Samuel L. Jackson in einer kurzen, aber prägnanten Szene, auch hier eine Reminiszenz Tarantinos in bezug auf seine eigenen Filme) – beisammen sind, öffnet die Kamera aus dem Inneren der Kirche den Blick nach außen wie aus einem Saloon kurz vor einer Explosion der Gewalt: Leone lässt grüßen. Und trotzdem wird hier nicht kopiert, geklaut, zitiert im üblichen Sinn. Diese Szene, beispielhaft für viele andere, hat einen ganz eigenen, originären Charakter. Sie endet, wie wir schon aus Vol. 1 wissen, mit einem Massaker, das Beatrix (im jahrelangen Koma) überlebt.

Schnitt. Black Mamba setzt ihren Rachefeldzug fort, den sie in „Kill Bill: Vol. 1“ begonnen hatte. Bills Bruder Budd, „The Sidewinder“, hat sich aus dem Killerleben zurückgezogen, sein wertvolles Schwert für 250 Dollar verkauft und arbeitet als ewig zu spät kommender Rausschmeißer in irgendeiner Bar. Beatrix aber unterschätzt seinen Spürsinn, und schon liegt sie mit einer Ladung Steinsalz in der Brust bewegungsunfähig vor dem schäbigen Wohnwagen Budds. Der wittert ein Geschäft. Er will Beatrix Schwert an ihre Rivalin Elle Driver (Daryl Hannah) für eine Million Dollar verkaufen. Die will, dass Black Mamba einen qualvollen Tod erleidet. Budd hat eine in diesem Sinne glänzende Idee. Warum Beatrix nicht lebendig begraben?

Schnitt, zurück in die Vergangenheit. Bill schickt Black Mamba in die Ausbildung nach China zu Pai Mei (Chia Hui Liu), einem Mönch des Lotus-Ordens, der Amerikaner hasst, und Frauen erst recht, und blonde amerikanische Frauen noch mehr. In einer der Tortur nahe kommenden Ausbildung lernt Black Mamba, was kämpfen wirklich heißt.

Schnitt, vorwärts. Beatrix kämpft im Wohnwagen von Budd mit Elle Driver. Mehr sei nicht verraten.

Schnitt. The last fight. Beatrix hat Bill in Mexiko aufgespürt. Und dort erlebt sie eine böse und eine gute Überraschung.


• I N S Z E N I E R U N G •

Was passiert hier eigentlich? Lässt man einmal das Groteske, Absurde, Komische, Heroische, mit denen Tarantino die Handlungselemente gleichsam als Eigenschaften eines bewegten Gemäldes koloriert, sowie auch die Bezüge zu den Genres für einen Moment beiseite, was haben wir dann für eine Geschichte? Haben wir überhaupt eine Geschichte? Bill liebte Black Mamba, aber Black Mamba wollte Beatrix Kiddo sein und träumte von einem „gutbürgerlichen“ Leben. Bill will diesen Traum zerstören. Black Mamba erwacht nach diesem Versuch Bills aus dem Koma und will sich rächen. Der letzte Satz aus Vol. 1 „Is she aware her daughter is still alive?“ scheint Programm. Bill tötet aus Liebe zu Black Mamba, Beatrix Kiddo tötet aus Liebe zu ihrem Traum. Ist das eine Geschichte, wie sie das Leben schrieb? Oder schreibt das Leben Tarantinos eine Geschichte, die nicht nur wie ein Traum aussieht?

In einigen Kritiken zum Film war zu lesen, Tarantino vergöttere seine Hauptdarstellerin Uma Thurman über die Maßen. Mag sein, dass er sie vergöttert. Doch was wir sehen, ist nicht Uma Thurman als Uma Thurman, sondern eine „Diva“ im Film, einen weiblichen Racheengel. Wenn Tarantino Beatrix zeigt, wie sie im Auto fährt, die Kamera direkt in ihr Gesicht, gedreht in Schwarz-Weiß, dann erhebt er diese Frauengestalt zu einer Heldin im Film – ganz ähnlich übrigens, wie er dies mit Pam Grier in „Jackie Brown“ (1997) getan hat (man erinnere sich an die lange Eingangssequenz, in der er Pam Grier auf den schier endlosen Wegen durch ein Flughafengebäude zeigt). Da ist etwas von ungestillter Sehnsucht und unerfülltem Wunsch in diesen Szenen, die auch etwa an Filme von Fassbinder erinnern, in denen Barbara Sukowa, Rosel Zech und Hanna Schygulla auf eine Fassbinder eigene Art „bewundert“ und vor allem als bewunderungswürdig gezeigt werden. „Kill Bill“ ist eben auch so etwas wie Wunschproduktion.

Vergessen wird dabei auch, dass David Carradines Bill der ebenbürtige, zweite Star des Tarantino-Universums in Teil 2 von „Kill Bill“ ist. Ich habe Carradine glaube ich nie in einer überzeugenderen Rolle gesehen. Aus dem Kung-Fu-Star der 70er Jahre wird – und auch hier wirkt die Erinnerung an diese Rollen nachhaltig nach! – eine Mixtur aus einem wortgewandten, ruhigen, intelligenten und schlauen Killer und aus einem verletzten Mann, der nur in der Rache aus „verratener“ Liebe handeln kann.

Man kann den Film allerdings in dieser Hinsicht auch ganz anders lesen, um auf das Thema Wunschproduktion zurückzukommen. Man kann ihn lesen als einen schier endlosen Koma-Traum einer Frau, die nicht zu einer Killerin geworden ist, sondern die sich von einer Killerin in das durchschnittliche „normale“ bürgerliche Leben träumt. Der Schluss des Films lässt fast kaum einen anderen Schluss zu. Dies wiederum verweist auf den Verursacher all dessen – auf Tarantino selbst. Wer rauscht in „Kill Bill: Vol. 2“ vorbei? Der kampferprobte Mönch, der sich unzählige Male den schmalen, langen, weißen Bart streift, eine Kunstfigur, in der sich allerdings so etwas wie höchste Konzentration, Disziplin, Härte gegenüber sich selbst und Weisheit personalisiert; der versoffene, manchmal fast larmoyant, dann wieder skrupellos und zynisch sich gebärdende Budd; die eifersüchtige, hintertriebene Elle Driver, die Schlange mit Schlange; schließlich die kriminelle Vaterfigur des Esteban (Michael Parks), dem – in dieser Hinsicht vergleichbar mit Pai Mei – in seiner Altersweisheit völlig bewusst ist, dass es keinen Ausweg gibt als den Kampf auf Leben und Tod zwischen Beatrix und Bill. Was heißt dies? Es hieße, dass die träumende Beatrix in ihrem Rachefeldzug den Weg Tod durch Liebe respektive Liebe durch Tod durchschreitet und durchkämpft – eben gegen die mehr oder weniger gefährlichen Figuren, die sie dabei trifft und treffen muss und die für das stehen, was für diesen Traum, der sich Familie nennt, so symptomatisch ist. Der hübsch-hässliche Begriff „Familienbande“ zeugt in seiner Doppeldeutigkeit genau davon: von liebendem Zusammenhalt wie von schmerzendem Zwang.

Dafür sprechen im übrigen auch die weit weniger als im ersten Teil inszenierten Actionszenen (in Teil 2 herrschen Wortgefechte vor), etwa der Kampf zwischen Beatrix und Elle Driver im Wohnwagen Budds. Die für einen solchen Kampf mit langen Schwertern in der Realität fast unmögliche räumliche Situation wird nur in der visuellen Inszenierung zu einem glaubwürdigen Etwas. Ähnliches gilt für die Sargszene. Wir sind im Kino, in der Phantasie, und da ist alles erlaubt. Das wichtige dabei ist nicht ein falscher Maßstab von Realistik. Das Wichtige ist die Bedeutung, die der Kampf im Rahmen der Phantasie hat. Das wichtige ist, dass B.B. (Perla Haney-Jardine), die Tochter von Bill und Beatrix nach den Anfangsbuchstaben der Namen ihrer Eltern benannt wurde, von Bill. Das wichtige ist, dass Beatrix und B.B. am Schluss übrig bleiben und fast alle anderen tot sind. Das ist der Traum. Das ist der Film, wie man ihn auch lesen kann, und das ist der Ansatzpunkt, diese Interpretation wieder umzuschmeißen und in Argumentation gegen sie eine andere zu wagen.

„Kill Bill: Vol. 2“ verhält sich zu „Kill Bill: Vol. 1“ einerseits wie eine selbständige, für sich sprechende Geschichte, andererseits wie eine Art Gegenstück, ja Entzauberung des ersten Teils, aber nur, um wiederum einen Zauber zu entfalten, in der nicht wirklich etwas erzählt wird, sondern Wünsche, Phantasien, Hoffnungen und Begierden in einem Amalgam von Gefährlichem und Schönen, Tödlichem und nach Leben Gierigem entfaltet wird, das zu allerlei Spekulativem Anlass gibt und Interpretationen freien Lauf lässt.

Wir sind im Kino. Und last but not least ist Tarantinos Zweiteiler eben auch eine (überzeugende) visuelle Demonstration der messerscharfen Trennung von Realität und Fiktion in dem Sinne, als beides je ureigene Raumzeiten mit je eigenen Regeln und Konventionen entfalten, die man nicht wirklich vermischen kann und sollte. Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps. Realität und Fiktion haben etwas miteinander zu tun, aber sie sind nie eins, ja, sie überlappen sich nicht einmal im Sinne von „Der Film kommt der Realität aber nahe (oder nicht)“. Gewalt in der Realität ist eine soziale Praxis, Gewalt im Film ist ein visuelles Konstrukt. Im Film kann man alles machen, alles konstruieren, das Publikum in die Irre führen oder dorthin, wohin man es haben will. In der Realität kaum. In ihr schlägt sich die Liebe oder der Hass, die Gewalt oder die Friedfertigkeit eine Bahn – unweigerlich. Im Film schlägt sich die Phantasie eine Bahn, und wenn man will, kann man die Szene, die schon gedreht ist, ändern und eine andere produzieren.

Tarantino hat sein Universum für sein Publikum erweitert. Das ist nicht nur gut, es macht Spaß, und es ist, wenn man darüber nachdenkt, vielleicht manchmal ernsthafter zu nehmen als es im ersten oder zweiten Moment erscheint.

Wertung: 10 von 10 Punkten
Prädikat: Besonders wertvoll

Kill Bill: Vol. 2
(Kill Bill - Vol. 2)
USA 2004, 136 Minuten
Regie: Quentin Tarantino

Drehbuch: Quentin Tarantino, Uma Thurman
Musik: The RZA, Robert Rodriguez
Director of Photography: Robert Richardson
Schnitt: Sally Menke
Produktionsdesign: Yohei Taneda, David Wasco
Darsteller: Uma Thurman (Beatrix Kiddo / The Bride / Black Mamba), David Carradine (Bill), Michael Madsen (Budd / Sidewinder), Daryl Hannah (Elle Driver / California Mountain Snake), Chia Hui Liu (Johnny Mo / Pai Mei), Michael Parks (Esteban Vihaio), Perla Haney-Jardine (B.B.), Christopher Allen Nelson (Tommy Plimpton), Bo Svenson (Reverend Harmony), Jeannie Epper (Mrs. Harmony), Samuel L. Jackson (Rufus, der Orgelspieler), Claire Smithies (Clarita), Clark Middleton (Ernie), Larry Bishop (Larry Gomez), Sid Haig (Jay, der Barkeeper), Reda Beebe (Lucky), Caitlin Keats (Janeen)

Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0378194

Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (4 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/2004/04/041604.html

„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (3 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/k/kill_bill2.html

© Ulrich Behrens 2004

   

weitere Erfahrungsberichte
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04.05.2004
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Bewertung für Kill Bill - Volume 2 (2004) von derdasser

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...Seit Monaten habe ich mich darauf gefreut und letzten Donnerstag startete nun endlich Kill Bill – Volume 2 in den deutschen Kinos. Wer meinen Bericht zum ersten Teil gelesen hat, der weiß wie begeistert ich war. Für mich war es der beste Film des letzten ... Bericht lesen

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27.04.2004
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Pro: Geniales Kino, Martial Arts, Kamera, Soundtrack, Adrenalin, Unterhaltung, Kino pur
Kontra: Noch ca 1 Woche bis zum zweiten Teil, Film offenbart sich hauptsächlich für Kenner der Genres und Filmfans, Deutsche Synchronfassung vermurkst

...dominiert das Bild, bis beide zur Tat schreiten. Lucy Liu Liebhaber sollten sich lieber die Augen zuhalten, denn sie wird hier nicht lebend rauskomen..... Soviel zur Todesliste von Volume 1, Teil 2 folgt im Aprill 2004 = Eindrücke: = Ich liebe Kill Bill. Von der ersten bis zur letzten Minute liebte ich den Film. Der Film ist so frisch, so aufregent, aber gleichzeitig so vertraut, so wohl. All die Anspielungen auf vergangen Tarantino Filme, alte Charaktere, dann die Homage an das Kino: Die Samurai Filme, die Spaghetti Western, die Exploitation Filme, die Kung Fu Filme. Alles zusammen ist so eine großartige Kinoerfahrung, und am Ende, wenn der Abspann rollt, drehte sich mein Schatz zu mir und sagte ?ach Scheisse, ich könnte hier noch mal 2 Stunden sitzen, es war brutal super!? Das ist der springende... Bericht lesen

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sehr hilfreich
01.01.1970

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